Yaesu hat ein Firmwareupdate für den Mobilfunktransceiver FTM-500DE veröffentlicht, der einige Fehler behebt.
Yaesu hat am 20. August 2024 ein Firmwareupdate für den Mobilfunktransceiver FTM-500 herausgegeben, dass unter anderem die folgenden Fehler beheben soll:
Aufhängen des Gerätes nach dem Aussenden mit einer spezifischen Tonfrequenz in Kombination mit Speicherkanälen mit DCS-Ton
Fehlverhalten der Hoch- und Heruntertasten am Mikrofon nach Aufrufen des Einstellmenüs, Betätigung der Funktionstaste und anschließendem Zurückkehren in den Speicher-Modus (MR)
Kein Bestätigungston bei Betätigung der PMG-Taste in Kombination mit aktiviertem Bandspektrum und aktivierter AESS-Funktion
Kein Signalton beim Überschreiten einer Bandgrenze im VFO/PMS Scanbetrieb
Zusätzlich sollen noch weitere Funktionen verbessert worden sein, die von Yaesu aber nicht näher beschrieben werden.
Hinweise:
Solltet ihr ein Europäisches Gerät haben (DE-Version) bitte unbedingt die EXP-Firmware verwenden.
Das Aufspielen der Firmware erfolgt auf eigene Gefahr!
Die Downloads zum Yeasu FTM-500DE findet ihr auf unsere Downloadseite.
Downloadseite FTM-500DE
Seid ihr im Besitz eines Yaesu FTM-500? Wie zufrieden seid ihr damit und führt ihr regelmäßige Firmwareupdates an euren Geräten durch? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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Im dritten Teil über das AIOC finalisieren wir es, indem wir die Klinkenstecker anlöten und es in ein 3D-Druck Gehäuse packen.
In Teil 1 haben wir euch erklärt, was das AIOC kann und wie man die Leiterplatte samt Bestückung in Auftrag geben kann. Im zweiten Teil haben wir die Firmware auf das AIOC geschrieben und uns vergewissert, dass die Platine unter Linux und Windows richtig erkannt wird. Wer die beiden Beitragsteile noch einmal nachlesen möchte, findet sie hier:
Im dritten Teil kümmern wir uns nun um die finalen Lötarbeiten und statten das AIOC zusätzlich mit einem optionalen 3D-Druck Gehäuse aus.
Wie bereits im ersten Teil dieses Beitrages erwähnt, wurde das AIOC so konzipiert, dass es sich über Klinkenstecker direkt an ein Handfunkgerät anstecken lässt, welches die Kenwood-Norm verwendet. Quasi alle chinesischen Hersteller von, für den Amateurfunk verwendbaren Handfunkgeräte, verwenden diese, also auch die Geräte der Hersteller Quansheng, Anytone, Retevis, Tytera und viele mehr. Da die Klinkenstecker zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestückt sind, steht es dem Anwender aber frei, ob er das AIOC so nutzt wie hier vorgesehen oder aber stattdessen ein Verbindungskabel anlötet. Im Folgenden zeigen wir euch die Variante mit den Klinkensteckern.
Grundsätzlich ist es bei den Klinkensteckern sehr wichtig, dass diese nicht nur exakt den richtigen Abstand zueinander haben, sondern auch noch die richtige Ausrichtung und Höhe zueinander. Ohne geeignete Löthilfe ist ein Anlöten der Klinkenstecker nur schwer möglich. So gelingt es trotzdem:
Vorbereitung der Klinkenstecker
Zunächst einmal müsst ihr euch einen geeigneten 3,5 mm und 2,5 mm Stereo Klinkenstecker besorgen und zwar einen, der auf der anderen Seite Anschlussfahnen zum Anlöten besitzt. Diese gibt es im Versandhandel u.a. bei Reichelt Elektronik unter den Bestellnummern KSS 35 und KSS 25. Aus eigener Erfahrung rate ich an dieser Stelle aber dazu, qualitativ hochwertigere Klinkenstecker (z.B. vom Hersteller BKL oder LUMBERG, und ebenfalls beim o.g. Versandhandel erhältlich) zu verwenden. Diese kosten zwar gleich um ein vielfaches mehr, ersparen euch nachher aber viel Frust, wenn es später wegen eines schlechten Kontaktes entweder erst gar nicht oder nur manchmal funktioniert.
Vor dem Anlöten bereiten wir die beiden Klinkenstecker vor: Wir verwenden sowohl für den 3,5 mm als auch 2,5 mm Klinkenstecker, Stereo-Ausführungen, also solche mit drei Anschlusskontakten. Die Zuordnung der Kontakte zu den Lötfahnen könnt ihr der folgenden Abbildung entnehmen.
Abbildung 1: Belegung der Lötfahnen eines 3,5 mm Stereo Klinkenstecker
Wir entfernen zunächst das Plastikgehäuse von den Klinkensteckern, das hier nicht benötigt wird. Die Lötfahne für den inneren Anschlussring (S, Sleeve) ist etwas zu lang und sollte mindestens bis zu der kleinen Bohrung gekürzt werden. Zum Kürzen eignet sich u.a. ein Elektro-Seitenschneider.
Abbildung 2: Die Lötfahne des inneren Kontaktes wird mit einem Seitenschneider in etwa an der Position der Bohrung gekürztAbbildung 3: Die Lötfahne des inneren Kontaktes (Sleeve) nach dem Kürzen
Bringt nun jeweils mit einem Lötkolben Lötzinn auf die Außenseite aller Anschlussfahnen auf. Solltet ihr bleifreies Lot verwenden, dann kann es helfen, die Lötfahnen vorher mit etwas Flussmittel zu Benetzen. Achtet beim Löten darauf, dass ihr die Löttemperatur nicht zu hoch wählt (ich empfehle maximal 320 °C) und das Lötzinn möglichst zügig auf die Lötfahnen aufbringt, da sonst der Kunststoff, der die elektrischen Kontakte des Klinkensteckers isoliert, schmelzen und ihn damit beschädigen könnte.
Vorbereitung der Leiterplatte
Nun schnappen wir uns die Leiterplatte und statten sowohl die vier Lötpads für die Klinkenstecker auf der Ober- als auch die zwei auf der Unterseite ebenfalls mit ausreichend Lötzinn aus. Den folgenden zwei Bildern (hier noch ohne Lötzinn) könnt ihr die Zuordnung der Lötpads zu den Klinkenstecker-Kontakten entnehmen.
Abbildung 4: Die Spitze (Tip) der Klinkenstecker werden auf dem quadratischen Lötpad angelötet, der mittlere Ring auf den rechteckigenAbbildung 5: Der Bestückungsdruck auf der Unterseite der Platine offenbart, welcher Klinkenstecker an welche Position gehört
Anlöten, Methode 1 (nicht empfohlen): Verwendung eines Handfunkgerätes mit Kenwood-Norm als Löthilfe
Steckt dazu die beide Klinkenstecker zunächst in das ausgeschaltete Funkgerät und richtet sie entsprechend aus. Nun schiebt ihr die Platine so zwischen die Anschlussfahnen, dass sie jeweils über dem dazugehörigen Lötpad liegen. Die Anschlussfahne des mittleren Rings gehört jeweils auf das schmale rechteckige Lötpad, die Anschlussfahne der Spitze auf das quadratische. Welche der Anschlussfahnen mit welchem der Kontaktpunkte des Klinkensteckers verbunden sind lässt sich leicht mit einem Durchgangsprüfer testen oder Abbildung 1 entnehmen.
Nun lötet ihr zunächst die Lötfahnen auf der Oberseite der Platine an und dreht das Funkgerät dann herum, um auch die Lötfahnen auf der Unterseite anlöten zu können.
Abbildung 6: Ein Quansheng UV-K5(8) diente hier als Löthilfe (nicht empfohlen)
Anlöten, Methode 2: Verwendung einer 3D-gedruckten Löthilfe
Seid ihr selbst im Besitzt eines 3D-Druckers oder kennt jemanden in eurem Bekanntenkreis, dann empfiehlt es sich, eine Löthilfe auszudrucken und zu verwenden. Diese kann hier als stl-Datei heruntergeladen werden: https://github.com/skuep/AIOC/blob/master/3d/k1-aioc-solder-guide.stl
Schiebt die vorbereiteten Klinkenstecker zunächst an die vorgesehene Position. Auf Grund von Toleranzen beim 3D-Druck kann es sein, dass die Öffnungen der Klinkenstecker etwas zu klein sind. Mit einem Bohrer kann man diese aber leicht etwas vergrößern. Wichtig ist, dass die Klinkenstecker dabei trotzdem noch satt in Position sitzen, macht die Öffnungen also nicht zu groß. Dreht die Klinkenstecker jeweils so, dass die Lötfahne für den inneren Kontakt (S, Sleeve) unten und parallel zur Löthilfe angeordnet sind.
Nun schiebt ihr die Leiterplatte in die richtige Position. Die Löthilfe hat einen runden Pin der in eine der Bohrungen am Rand der Leiterplatte passt (Abbildung 8, links oben). Die oberen Anschlussfahnen lassen sich etwas verbiegen, so dass sie sich leichter anlöten lassen.
Abbildung 7: Die Lötfahnen lassen sich vor dem Löten in Position biegen
Verlötet nun zunächst die Lötfahnen auf der Oberseite.
Abbildung 8: Die Lötfahnen wurden auf der Oberseite verlötet
Nun dreht ihr die Löthilfe herum und verlötet die untenliegenden Anschlussfahnen.
Abbildung 9: Unterseite vor dem VerlötenAbbildung 10: Jetzt sind auch die Lötfahnen auf der Unterseite verlötet
Ihr könnt die Platine samt Klinkenstecker nun aus der Löthilfe ziehen. Kontrolliert noch einmal alle Lötstellen.
Abbildung 11: Dank Löthilfe haben beide Klinkenstecker die richtige Ausrichtung
Das AIOC ist nun aus elektrischer Sicht einsatzbereit. Um eventuelle Kurzschlüsse zu vermeiden und es zu schützen empfiehlt es sich jedoch, es in ein Gehäuse zu packen.
Abbildung 12: 3D-Druck von zwei kompletten Sets, bestehend aus der Löthilfe sowie dem Gehäuse Ober- und UnterteilAbbildung 13: Noch mehr 3D-Druck-Gehäuse, dieses Mal in Blau. Unterteile unten und Oberteile oben im Bild.
Wir setzen die Platine nun halb-schräg in die Unterschale ein, so dass der USB-Typ C Anschluss der Platine in der entsprechenden Öffnung sitzt. Danach drücken wir die Leiterplatte an der gegenüberliegenden Seite vorsichtig nach unten, so dass beiden Klinkenstecker in ihrer Aussparung liegen und die Platine flach auf dem Gehäuseboden aufliegt.
Abbildung 14: Die Platine passt genau ins 3D-Druck-Gehäuse. Jetzt fehlt nur noch der Deckel.
Nun legt ihr den Deckel zunächst mit der langen Seite an und drückt ihn dann mit etwas Kraft nach unten, so dass er über den Aussparungen für die Klinkenstecker mit einem hörbaren Klack-Geräusch einschnappt.
Abbildung 15: AIOC in eingebautem 3D-Druck-Gehäuse
Steckt das AIOC nun in ein (Hand)Funkgerät mit Kenwood-Norm eurer Wahl. Vergewissert euch beim Einstecken, das beide Klinkenstecker vollständig eingesteckt sind. Jetzt könnt ihr euer AIOC einem ersten Test unterziehen!
Abbildung 16: Anprobe: Einsatzbereites AIOC an einem Quansheng UV-K5 (8)
Fazit
Das AIOC ist ein kleiner Alleskönner, der, besonders für OMs die gerne mit digitalen Betriebsarten experimentieren, eine echte Bereicherung und günstige Alternative zu anderen auf dem Markt befindlichen Angeboten bietet. Durch das direkte Anstecken an ein Handfunkgerät gehört Kabelsalat der Vergangenheit an und auch das lästige Umstecken vom Programmierkabel zum Modemkabel.
Das AIOC eignet sich auch besonders für eine gemeinsame OV-Aktivität. Dabei könnten OV-Mitglieder je nach Kenntnis entweder verschiedene Aufgaben übernehmen oder aber sich gegenseitig bei den einzelnen Schritten unterstützen. Eventuell hat jemand bereits viel Löterfahrung, ein anderer ist hingegen Computer-affin und unterstützt beim Aufspielen der Firmware. Jemand weiteres besitzt ggf. einen 3D-Drucker und unterstützt beim Ausdrucken der Löthilfe und des Gehäuses. Die hier beschriebenen Schritte können an einem OV-Abend umgesetzt werden. An weiteren OV-Abenden kann man sich dann mit verschiedenen Anwendungen für das AIOC beschäftigen. Interessiert? Der nächste Winter kommt bestimmt.
Wir werden diese Beitragsreihe fortsetzen und euch nach und nach sowohl unter Windows als auch Linux und ggf. sogar Android verschiedenen Anwendungen für das AIOC aufzeigen.
Seid ihr selbst bereits im Besitzt eines AIOC und was sind eure Erfahrungen damit? Gibt es Anwendungen, die wir für euch testen sollen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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Im zweiten Teil über das AIOC erklären wir euch, wie ihr die Firmware unter Linux und Windows aufspielen könnt.
Im ersten Teil des Beitrages über das AIOC (All-In-One-Cable) von Simon Küppers, haben wir beschrieben, was das AIOC kann und wie ihr euch selbst ein oder mehrere AIOCs fertigen lassen könnt. Wer dieses noch einmal nachlesen möchte findet den Beitrag hier:
Nach nur kurzer Zeit lag das Paket mit den bestellten und vor-bestückten AIOC-Platinen dann auch schon vor unserer Haustür. Die stabile Außenbox schien zunächst etwas über-dimensioniert, war in Anbetracht der inneren Verpackung der Platinen aber auch notwendig.
Die vor-bestückten Platinen wurden in einer blauen Box geliefertDie Platinen selbst sind sehr gut verpackt
Die Platinen wurden mit den für die automatisierte Bestückung benötigten Randleisten ausgeliefert. Diese sind aber angeritzt, so dass sich die eigentliche AIOC-Platine sehr einfach und ohne Werkzeug heraustrennen lässt.
Die Platine wurde hier noch nicht vom Panel herausgetrenntDie Oberseite der herausgetrennten Platine: Die Klinkenstecker müssen selbst bestückt werden.
Wenn die Platine zu euch kommt, hat sie noch keine Firmware oder mit anderen Worten: Das AIOC weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es eins ist. Wir zeigen euch im Folgenden jeweils unter Linux Debian`10 und Windows 10, wie ihr die Firmware aufspielen könnt.
Wer die Firmware nicht selbst kompilieren möchte, findet auf der Seite https://github.com/skuep/AIOC/releases/ die vor-kompilierten Binaries. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels liegt eine stabile Firmware in der Version 1.2.0 vor, die wir im folgenden verwenden. Die experimentelle Version 1.3.0-rc.1 bietet einige Neuerungen, die wir uns aber erst in einem späteren Artikel noch genauer ansehen werden.
Download der vorkompilierten AIOC Firmware
Vorbereitungen
Unabhängig davon, ob ihr die Firmware unter Linux oder Windows aufspielen wollt, müsst ihr durch das Stecken einer Brücke (s. Foto) erwirken, dass der auf der Platine vorhandene Mikroprozessor im Bootloader-Modus startet. Erst jetzt verbinden wir das AIOC mit einem USB Typ-C Kabel mit einem PC. Bitte achtet darauf, dass es sich bei dem USB-Kabel um ein Datenkabel und nicht nur um ein Ladekabel handelt! Wundert euch bitte nicht, wenn nach dem Einstecken keine LED aufleuchtet, das hat zu diesem Zeitpunkt seine Richtigkeit.
Die Steckbrücke verbindet die äußeren beiden Kontakte des Headers neben der USB Typ-C Buchse
Je nachdem ob ihr unter Linux oder Windows fortfahren wollt, könnt ihr jetzt eines der beiden nächsten Kapitel überspringen.
Aufspielen der Firmware unter Linux (Debian10)
Zunächst vergewissern wir uns mit dem folgenden Befehl, dass sich der Mikroprozessor im Bootloader-Modus befindet und erkannt wurde.
dmesg
Jetzt solltet ihr eine Ausgabe wie in dem folgenden Bild erhalten.
Das AIOC meldet sich als „Product: STM32 BOOTLOADER“
Nun installieren wir die benötigten Software-Komponenten.
Die Firmware wurde vollständig auf das AIOC geschrieben
Jetzt könnt ihr das USB-Kabel trennen, die Steckbrücke abziehen und das USB-Kabel wieder anstecken. Nun sollte die grüne LED auf dem AIOC dauerhaft leuchten und die rote LED zweimal kurz aufblinken. Das AIOC meldet sich nun als „Product: All-In-One-Cable“ und stellt sowohl eine Soundkarte als auch einen seriellen COM-Port bereit.
dmesg
Das AIOC wird jetzt als Audio- und Kommunikationsgerät erkannt
Aufspielen der Firmware unter Windows 10
Zunächst öffnet ihr den Windows Gerätemanager. Hier wird der STM32 BOOTLOADER als nicht erkanntes Gerät angezeigt. Bevor ihr die Firmware aufspielen könnt, müsst ihr also zunächst den Treiber korrigieren.
Windows Gerätemanager: STM32 BOOTLOADER mit falschem Treiber
Dieses erledigt ihr mit dem Tool Zadig. Wer schon einmal einen DVB-T USB-Stick als SDR-Receiver unter Windows nutzen wollte, wird dieses Tool sicher schon kennen und ggf. sogar schon auf dem heimischen PC haben. Falls nicht, kann es von hier heruntergeladen werden: https://github.com/pbatard/libwdi/releases/download/v1.5.1/zadig-2.9.exe. Beim schreiben dieses Artikels liegt das Tool in der Version 2.9 vor.
Nach dem Herunterladen führt ihr das Tool aus. Als device wählt ihr hier STM32 BOOTLOADER und als Zieltreiber libusb-win32. Nun betätigt ihr die Schaltfläche „Install Driver“und wartet, bis der Treiber installiert wurde.
Mit dem Zadig-Tool kann der Treiber des STM32 BOOTLOADER installiert werden
Zur Sicherheit prüft ihr im Windows Gerätemanager noch einmal, ob das Gerät STM32 BOOTLOADER jetzt richtig erkannt wurde.
Windows Gerätemanager: Der STM32 BOOTLOADER wurde richtig erkannt
Ist dieses der Fall, ladet ihr euch als nächstes das Tool herunter, mit welchem ihr die Firmwaredatei aufspielen könnt. Dazu eignet sich dfu-util, welches ihr euch als vor-kompilierte Version für Windows 64 Bit von hier herunterladen könnt: https://dfu-util.sourceforge.net/releases/dfu-util-0.9-win64.zip
Entpackt den Inhalt der zip-Datei am besten direkt in das Stammverzeichnis eures C-Laufwerks, also z.B. nach „C:\dfu-util„.
Nun ladet ihr noch die vor-kompilierte Firmwaredatei herunter und legt sie der Einfachheit-halber im gleichen Verzeichnis wie das dfu-util ab.
Das dfu-util und die Firmwaredatei liegen im gleichen Verzeichnis
Als nächstes öffnet ihr die Windows PowerShell oder auch einfach nur die Windows Eingabeaufforderung. Hier wechselt ihr zunächst in das von euch gewählte Verzeichnis (in meinem Fall C:\dfu-util) und führt den folgenden Befehl aus:
cd C:\dfu-util\
./dfu-util.exe -d 1209:7388 -a 0 -s 0x08000000:leave -D aioc-fw-1.2.0.bin
Aufspielen der Firmware in der Windows PowerShell
Erscheint die Meldung „File download successfully“, dann war die übertragung erfolgreich und ihr könnt das USB-Kabel trennen, die Steckbrücke abziehen und das USB-Kabel wieder anstecken. Nun sollte die grüne LED auf dem AIOC dauerhaft leuchten und die rote LED zweimal kurz aufblinken. Ein letzter Blick in den Windows Gerätemanager zeigt unter Audio, Video und Gamecontroller das AIOC sowohl als Eingabegerät (Mikrofon) als auch als Ausgabegerät (Lautsprecher). Ebenso erhaltet ihr unter Anschlüsse (COM & LPT) ein neues Kommunikationsgerät. Um herauszufinden, welche Com-Port Nummer dem AIOC zugeordnet wurde, zieht den USB-Stecker einfach noch einmal ab, steckt ihn dann wieder ein und beobachtet, welches Gerät hinzukommt. In meinem Fall war es COM31.
Windows Gerätemanager: Das AIOC wird als Audio Ein- und Ausgabegerät und als serieller Com-Port erkannt
Im nächsten Teil beschreiben wir dann, wie ihr die Klinkenstecker an das AIOC anlöten könnt um es zu komplementieren und packen es zudem noch in ein 3D-gedrucktes Gehäuse ein.
Habt ihr zu den hier beschriebenen Punkten weitere Fragen? Dann schreibt sie uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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Wir stellen euch das „Alles-in-einem-Kabel“ für Handfunkgeräte vor und führen euch Schritt-für-Schritt durch den Bestellprozess.
Wer sein (Hand)Funkgerät neben der reinen Sprachübertragung auch für digitale Betriebsarten wie APRS und SSTV einsetzen möchte, kommt nicht umhin, sein Funkgerät mit einem PC zu verbinden. Waren früher für jede digitale Betriebsart noch Modems (oder TNC s) notwendig, die als Übersetzer der auf Funk empfangenen Signale, dessen Demodulierung und Umwandlung in vom Computer lesbare Datenbits arbeiteten, so kann dieses heute, dank leistungsstarker Prozessoren und hochauflösender Soundkarten, mit Software erfolgen.
APRS Fill-in Digipeater mit Taxifunke ASCOM und TNC 2
Soundkarten unterscheiden sich im Hinblick auf ihren Funktionsumfang. Es gibt sie jeweils mit oder ohne …
Potentiometer für Lautstärkeeinstellung für Ein- und Ausgang
galvanische Trennung (zwischen Funkgerät und Computer)
GPIO, z.B. für PTT-Steuerung und SQL/COR Auswertung
CAT-Steuerung
Programmierschnittstelle für das Funkgerät
Eines von unzähligen Angeboten: digirig Mobile, Soundkarte und CAT-Steuerung in einem
Mittlerweile ist das Angebot an, auch speziell für den Amateurfunk entwickelten, Soundkarten riesig und unüberschaubar. In diesem Beitrag wollen wir euch ein Projekt vorstellen, dass aus der Masse heraussticht.
Beim AIOC, Ham Radio „All-in-one-Cable“, von Simon Küppers, handelt es sich um einen kleinen Adapter mit USB Typ C-Anschluss. Auf einer kleinen Platine werden sowohl eine Soundkarte, eine Programmierschnittstelle und eine PTT-Steuerung vereint. Die Notwendigkeit und das Umstecken mehrerer verschiedener Kabel zur Programmierung und für den Digitalmode-Betrieb gehört damit der Vergangenheit an. Und das Besondere: Der Adapter lässt sich direkt an Handfunkgeräte mit Kenwood-Norm anstecken.
SMD-bestückte AIOC Platine: Die Klinkenstecker werden nachträglich selbst angelötet
Zu den sonstigen Merkmalen zählen:
Offene Quelle (Open-Source) von Hard- und Software, damit erweiter- bzw. änderbar
Besonders Günstig, vom Funktionsumfang aber vergleichbar mit Digirig Mobile
Unterstützung von Handfunkgeräten mit Dual-PTT (getrennter PTT für Band A und B)
Durch direktes Anlöten von NF-Kabeln auch für andere Hand- oder Mobilfunkgeräte oder Feststationen geeignet
Basiert auf Mikroprozessor STM32F302 mit integriertem Analog-Digital (ADC) und Digital-Analog Konverter (DAC)
Beim Schreiben dieses Artikels liegt AIOC in Hardware-Version 1.0 vor.
AIOC auf Github
Bestellvorgang Schritt-für-Schritt
Jetzt möchtet ihr natürlich gerne wissen, wo ihr einen solchen Adapter kaufen könnt. AIOC werden teilweise von Privatpersonen auf den bekannten Handelsplattformen angeboten. Dieses bietet sich vor allem dann an, wenn man nur einen einzigen Adapter zum Experimentieren haben möchte. Am günstigsten ist es jedoch, wenn ihr euch mit mehreren OM s, z.B. in eurem OV, zusammen tut, und den Adapter direkt selbst beim Leiterplattenhersteller und Bestücker in Auftrag gebt. Wir beschreiben euch im Folgenden Schritt-für-Schritt, wie das funktioniert:
Zunächst geht ihr auf die Webseite https://github.com/skuep/AIOC/tree/master und ladet euch von hier die Fertigungsdateien herunter. Diese entpackt ihr dann auf eurem PC.
Download der für die Leiterplattenproduktion benötigten Dateien
Als nächstes ruft ihr die Webseite JLCPCB auf und legt euch dort einen Benutzeraccount an, falls noch nicht geschehen. Aktuell bietet die Seite leider nur die Auswahl zwischen Englisch und Mandarin Chinesisch. Ihr könnt euch die Webseite aber z.B. von Google auf Deutsch übersetzen lassen! Hier gehen wir auf Add gerber file und wählen die Datei GERBER-k1-aioc.zip aus dem entpackten Unterverzeichnis ..\AIOC-master\kicad\k1-aioc\jlcpcb\production_files.
Hochladen der Gerber-Dateien auf die JLCPCB Webseite
Nachdem die Gerber-Datei erfolgreich hochgeladen wurde, konfiguriert ihr die Leiterplatte. Neben der von euch gewünschten Stückzahl, als Vielfaches von 5, ist es wichtig, dass ihr die Leiterplattendicke auf 1,2 mm ändert, damit sich die Klinkenstecker später beim Bestücken gut anlöten lassen. Außerdem könnt ihr noch die Farbe des Lötstopplacks gemäß eurer Vorliebe wählen. In unserem Beispiel wählen wir die Farbe blau.
Konfiguration des Leiterplattenmaterials, der Anzahl der Layer und der gewünschten AnzahlKonfiguration der Leiterplattendicke und er Farbe des LötstopplacksDie „High-spec“ Optionen belassen wir auf die voreingestellten Wert
Als nächstes Konfigurieren wir die Bestückung: Edge Rails/Fiducials stellen wir auf Added by JLCPCB. Dadurch wird die Leiterplatte durch seitliche Vergrößerung und Hinzufügen von Referenzmarken so angepasst, dass sie sich später automatisiert bestücken lässt.
Einstellungen für die Bestückung der LeiterplatteErweiterte Optionen für die Leiterplattenbestückung
Nach Betätigung von Confirm können wir uns zunächst die Ober- und Unterseite der unbestückten Leiterplatte ansehen.
Die Leiterplatte vor der Bestückung im Konfigurator
Im Reiter Bill of Materials wählen wir unter Add BOM File die Datei BOM-k1-aioc.csv und unter Add CPL File die Datei CPL-k1-aioc.csv, jeweils wieder aus dem Unterordner ..\AIOC-master\kicad\k1-aioc\jlcpcb\production_files. Zur Bestätigung drücken wir auf Process BOM & CPL.
Hochladen der Bauteile- Stückliste und Zuordnungsdateien im Bestückungskonfigurator
Jetzt erscheint eine Fehlermeldung über fehlende Bezeichner H1 und H2 in der BOM-Liste und J2, D3, D4 und R17 in der CPL-Datei. Die Fehlermeldung können wir ignorieren. Hintergrund: Bei H1 und H2 handelt es sich um Bohrungen, hier gibt es also nichts zu Bestücken. R17 wird ebenfalls nicht bestückt, da er nur für Funkgeräte mit Dual-PTT benötigt wird. Die LED’s D3 (grün) und D4 (rot) liegen auf der Unterseite der Leiterplatte und stellen eine Alternative zu D1 und D2 auf der Oberseite dar. Wie im Titelbild zu erkennen ist, ist uns die Unterseite der Leiterplatte zugewandt. Daher kann es Sinn ergeben, die TX und RX-LED’s nachträglich statt auf der Oberseite lieber auf der Unterseite zu bestücken.
Die Fehlermeldung können wir durch Betätigen von „Continue“ ignorieren
Nach Betätigung von Next könnt ihr euch nun die bestückte Leiterplatte in 2D und 3D ansehen. In unsrem Fall wird nur die Oberseite der Leiterplatte bestückt. An dieser Stelle empfehlen wir, dass ihr euch noch einmal die Zeit nehmt um zu prüfen, ob alle Bauteile vorhanden sind und richtig platziert wurden. Sieht alles gut aus dann weiter mit Next.
Im Tab „Component Placement“ kann noch einmal überprüft werden, ob alle Bauteile richtig platziert wurden
Im abschließenden Schritt des Leiterplattenbestückungs-Konfigurators könnt ihr noch wählen, wie schnell die Leiterplatte bestückt werden soll. Der Standard sind 2-3 Werktage. Mit einem Aufpreis von etwa 44 Euro sind aber auch 1-2 Werktage möglich.
Angebot für die Bestückung. Bei Aufpreis ist eine Bestückung in nur 1-2 Werktagen möglich.
Unter Product Description müssen wir jetzt noch angeben, um was für eine Anwendung es sich handelt. Dieses ist später für den Import bzw. der Berechnung der Zollgebühren wichtig. Hier wählen wir Research\Education\DIY\Entertainment > DIY – HS Code 902300. Mit Save to Cart könnt ihr die bestückte Leiterplatte jetzt in euren Warenkorb legen.
Bei Abschluss der Bestellung muss der HS-Code für den Zoll angegeben werden
Im Warenkorb erhalten wir nun die Möglichkeit die finale Stückzahl zu ändern und die Bestellung in Auftrag zu geben. Jetzt könnt ihr die Bestellung absenden.
Im letzten Schritt kann die Bestellung der Leiterplattenfertigung mit Bestückung final abgeschlossen werden
Hinweis:
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages, waren einige Komponenten leider nicht in ausreichender Stückzahl erhältlich, u.a. eine grüne SMD LED in Bauform 0603, die USB Typ C Buchse und ein linearer Spannungsregler. Wer sich auskennt kann nun entsprechende lagerhaltige Ersatzbauteile auswählen. Aber Vorsicht! Die gewählten Ersatzbauteile müssen die gleiche Bauform aufweisen, den gleichen Fußabdruck und Pinbelegung sowie technisch vergleichbare Werte aufweisen. Wählt ihr hier keine alternativen Bauteile, dann werden die Bauteile nicht mit bestückt und ihr müsst sie nach Erhalt der Leiterplatten selbst bestücken.
Um zu verhindern, dass Bauteile vergriffen sind und zu erwirken, dass die benötigten Bauteile für euch bestellt werden, könnt ihr den JLC Parts Manager verwenden. Hier erlaubt euch das BOM Tool die BOM-k1-aioc.csv hochzuladen und ihr könnt angeben, wie viele der Bauteile ihr jeweils vorab kaufen möchtet. Diese stehen euch dann später für das Bestücken eurer Leiterplatte zur Verfügung.
Wir haben die Soundkarten bei JLCPCB bestellt. Nach Eingang berichten wir euch dann im zweiten Teil des Beitrages, wie ihr die Firmware auf das AIOC flashen und die Klinkenstecker auflöten könnt.
Habt ihr Fragen zum AIOC oder habt ihr es eventuell sogar schon im Einsatz? Wenn ja, mit welchem Funkgerät und für welche Anwendungen nutzt ihr es? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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Zu ihrem 60, Jahrestag wird ICOM eine auf 2400 Stück limitierte Auflage des ID-52 herausbringen. Lest in diesem Beitrag was es zu bieten hat.
ICOM ID-52 Plus – Limitierte Auflage zum 60. Jahrestag
In diesem Jahr feiert ICOM ihren 60. Jahrestag. Erfahrungsgemäß zelebriert ICOM das mit neuen Geräten oder limitierten Auflagen von bereits auf dem Markt erhältlichen Geräten. So auch in diesem Jahr: Mit dem ID-52 Plus kündigt ICOM eine auf 2.400 Stück limitierte Auflage des aktuellen D-Star Flaggschiff Handfunkgerätes ID-52 an. Aber was hat es zu bieten?
Erweiterte Bluetooth®-Funktionalität: Terminal- und Accesspoint-Modus via Bluetooth® (nur Android!)
Parallelbetrieb von Terminal Mode und Simplex/Repeater-Kanal möglich
USB Typ-C™ Ladebuchse statt USB-Micro
Silber-graues Gehäuse mit rotem Akzent und „60th Anniversary“ Schriftzug
Exklusive Handschlaufe mit „60th Anniversary“ Schriftzug
Edle Verpackung mit „60th Anniversary“ Relief
Wie schon das ID-50 erhält jetzt auch das ID52 Plus eine USB Typ C™-Ladebuchse
Die Handschlaufe trägt den „60th Anniversary“ SchriftzugDas ICOM ID-52 Plus kommt in einer schicken Verpackung mit „60th Anniversary“ Relief daher
Von den genannten Neuerungen dürfte für viele die USB Typ C™-Ladebuchse am interessantesten sein. Warum aber das 2020 auf dem Markt erschienene ID-52 noch mit eine USB-Micro Buchse ausgestattet wurde ist fraglich, schließlich war USB Typ C™ zu diesem Zeitpunkt schon lange Standard.
Ärgern dürfen sich Besitzer des ID-52, dass die naheliegende Funktion, Terminal- bzw. Accesspoint-Modus über Bluetooth®, nicht schon hier implementiert wurde bzw. bisher nicht mit einem Firmware-Update nachgeliefert wurde. Ich selbst hatte mir das Gerät damals in dem Glauben gekauft, dass es diese Funktion schon out-of-the-Box bieten würde.
Anders als beim Kenwood TH-D75, bleibt es bei ICOM’s proprietärem Übertragungsprotokoll, d.h. man muss die ICOM-App verwenden. Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass die Funktionalität auch nur in Verbindung mit einem Android Gerät und der RS-MS3A App gegeben ist. iOS-Nutzer schauen wie so oft dumm aus der Wäsche! Im Kleingedruckten schreibt ICOM weiterhin, dass sie die Bluetooth®-Funktionalität natürlich nicht mit allen Android-Geräten getestet haben und daher keine Garantie dafür übernehmen, ob diese im Einzelfall auch wirklich funktioniert.
Es wäre immerhin denkbar, dass David PA7LIM seine BlueDV Connect-App für Android-Geräte so erweitert, dass diese auch den ICOM Terminal-Modus via Bluetooth® unterstützt.
Kommen wir nun zum Design: Dieses ist sicher immer eine Geschmacksfrage. Ich persönlich finde es in dem helleren Ton mit rotem Akzent und der Handschlaufe im elegantem Erscheinen aber doch ganz schick. Die Verpackung macht sich auch ganz gut, landet bei den meisten Funkamateuren aber früher oder später sowieso im Müll. Oder hat man jetzt eventuell eine Ausrede, warum man die Verpackung unbedingt aufbewahren muss?
Schon zum 50. Jahrestag hatte ICOM eine limitierte Auflage des damaligen Flaggschiff-Modells ID-50 auf den Markt gebracht. Dieses wurde ID-51 Jubiläumsedition genannt und war in verschiedenen Farben erhältlich. Zusätzlich erlaubte es, analoge FM-Kanäle mit GPS-Koordinaten abspeichern zu können, so dass man auch im Analogen die Funktion „nächstgelegenes FM-Relais suchen“ nutzen konnte.
Limitierte Edition des ID-51 zum 50. Jahrestag
Wie auch damals ist stark davon auszugehen, dass es das ICOM ID-52 Plus spätestens im nächsten Jahr als reguläres Gerät mit schwarzem Gehäuse und schlichter Handschlaufe und Verpackung geben wird. Wer jedoch lieber etwas „Besonderes“ in seiner Sammlung der Handfunkgeräte haben möchte versucht lieber, sich eines der limitierten Geräte zu sichern. Es soll Ende diesen Jahres erscheinen.
Weiterhin erwarten wir dieses Jahr noch einen neuen Kurzwellen Transceiver, den ICOM auf den wichtigen Funkveranstaltungen wie der Hamvention und Ham Radio bereits als Konzeptmodell X60 angeteasert hat.
Was haltet ihr von den neuen Merkmalen und dem Design des ICOM ID-52 Plus? Werdet ihr zuschlagen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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In diesem Beitrag erklären wir euch Schritt für Schritt, wie ihr die Firmware eures Connect Systems CS800D Plus updaten könnt.
In unseren bisherigen Beiträgen zum Connect Systems CS800D Plus haben wir euch das Gerät ausführlich vorgestellt, es ausgepackt und einem erstem Test unterzogen. In diesem Beitrag beschreiben wir euch, wie ihr die Firmware eures CS800D Plus z.B. auf die experimentelle Firmware updaten könnt.
Hinweise:
Haftungsausschluss: Wir übernehmen keine Haftung für eventuelle Schäden durch das Aufspielen der Firmware. Das Update der Firmware erfolgt auf eigene Gefahr!
Im Folgenden beziehen wir uns auf das Update auf die Firmware-Version MS.45.88 vom 24.03.2024
Vorbereitung: Benötigte Dateien herunterladen
Zunächst ladet ihr euch die gewünschte Firmware-Version und das benötigte Tool zum Aufspielen der Firmware herunter. Auf unserer Download- und Informtionsseite zum Connect Systems CS800D Plus haben wir euch bereits alle Informationen und Downloads für das Funkgerät zusammengefasst. In dem Kasten Firmware mit erweitertem Funktionsumfang findet ihr jeweils die aktuelle experimentelle Firmware und benötigte Software-Komponenten.
DL-Nordwest Download- und Informationsseite zum Connect Systems CS800D Plus
Funkgerät mit dem Netzteil verbinden. Sollte es sich dabei automatisch einschalten, schaltet ihr es wieder aus.
Das USB-Programmierkabel mit dem rückseitigen Sub-D 15HD Anschluss des Funkgerätes und eurem Windows PC verbinden.
Schaltet das Funkgerät bei gedrückter P1 Taste ein. Im Display erscheint nun „Program Mode“ und die LED blinkt abwechselnd rot und grün.
Um das Funkgerät in den Firmware-Upgrade Modus zu versetzen, muss man die P1 Taste während dem Einschalten gedrückt halten
Startet das Firmware-Flashtool Flash Burn v3.00. Das Flashtool muss nicht installiert werden. Es empfiehlt sich jedoch, es in einem Unterordner von eurem Laufwerk C:\ abzulegen. In dem gleichen Unterordner legt ihr dann auch die Firmwaredatei, die aufgespielt werden soll, ab. Im unteren Bereich sollte nun in Pink stehen „The device has been connected!“. Das bedeutet, dass das Flashtool eine Verbindung zu eurem CS800D Plus aufbauen konnte. Falls hier steht „No device detected!“ vergewissert euch, dass das Programmierkabel beidseitig angeschlossen ist und sich das Funkgerät im Programmiermodus befindet (Schritt 2-3). Sollte das Flashtool den Transceiver dennoch nicht erkennen hilft es ggf., einen anderen USB-Port an eurem Computer zu verwenden.
Die ausführbare Datei des Flashtools und die zu flashende Firmwaredatei liegen in einem gemeinsamen Unterordner
Wählt nun die Firmwaredatei im Fashtool aus und betätigt den Taster „Flash“.
Flashtool bei erfolgreicher Verbindung mit dem Funkgerät und ausgewählter Firmware-Datei
Das Flashtool beginnt jetzt mit der Übertragung der Firmware zum Funkgerät.
Die Firmwaredatei wird übertragen. Fasst jetzt nichts mehr an und holt euch einen Kaffee!
Wartet, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Erhaltet ihr die unten gezeigte Meldung, war die Übertragung erfolgreich. Drückt auf OK und wartet, bis das Flashtool wieder „The device has been connected!“ anzeigt. Erst jetzt düft ihr das Flashtool beenden und den Transceiver ausschalten.
Die Firmware wurde erfolgreich zum Funkgerät übertragen
Firmware-Datei bestätigen (optional)
Schaltet das Funkgerät ein
Öffnet das Menü und navigiert zu Utilities → Radio Info → Firmware Ver. Hier sollte jetzt die von euch soeben geflashte Firmware-Version zu sehen sein.
Über das Funkgerätemenü kann man sich die installierte Firmware-Version anzeigen lassen
Navigiert und drückt im Menü unter Tools → Load Fixed Voice Data
In der CPS findet ihr in der Menüleiste unter Tools die Option „Load Fixed Voice Data“
In dem sich öffnenden Fenster wählt ihr das zuvor heruntergeladenen Sprachpaket aus und Startet das Hochladen mit Betätigung von „OK“. Auf dem Display des Funkgerätes erscheint jetzt „Program Mode Load SP Data“ und die LED leuchtet konstant rot.
In dem Fenster „Load Fixed Voice Data“ könnt ihr das Sprachpaket Auswählen und das Hochladen starten
Funkgerät-Anzeige während dem Aufspielen des Sprachpaketes
Das erfolgreiche Hochladen wird durch ein weiteres Fenster bestätigt (s. Bild) und das Funkgerät startet neu. Jetzt könnt ihr beide Fenster schließen.
Das Hochladen des Sprachpaketes wurde erfolgreich beendet
Funkgerät-Anzeige während des Neustarts
Je nachdem, welche Firmware-Version bei Auslieferung des Funkgerätes bei euch installiert ist, kann es notwendig sein, zunächst den Bootloader und oder die Datenbank im Funkgerät zu Aktualisieren. Auf dieses gehen wir in diesem Beitrag jedoch nicht weiter ein. Solltet ihr hier jedoch Unterstützung benötigen, dann meldet euch gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag.
In einem späteren Beitrag werden wir ausführlicher auf die erweiterten Funktionen der experimentellen Firmware und dessen aktueller Status derer Implementierung eingehen. Falls es künftig ein Update für das Bedienpanel des Connect Systems CS800D Plus geben sollte werden wir euch dafür ebenfalls eine Schritt-für-Schritt Anleitung nachliefern.
Wenn ihr Fragen zum Connect Systems CS800D Plus habt dann schreibt sie uns gerne in die Kommentare unter diesen Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram-Gruppe.
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Lest in diesem Beitrag, auf welchen Wert ihr die Mikrofonempfindlichkeit eurer YAESU- und Icom-Geräte ideal einstellt.
Brüllend laut!! So oder manchmal auch zu leise hört man in allen möglichen Räumen die User und natürlich auch auf allen FM Relais. Das ist bei uns im digitalen Bereich natürlich genauso wie auf FM. In einem Multi Chat Raum wie DL-Nordwest ist das natürlich noch etwas anspruchsvoller die User etwa auf das gleiche Lautstärkelevel zu bringen.
Wir haben jetzt in vielen Gesprächen mal so einiges an Einstellungen gesammelt, bei denen wir denken so etwa sollte das passen. Das sind natürlich nur Empfehlungen nach denen ihr euch richten könnt 😇
Zunächst einmal die Betriebsart DMR. Hier zu sollte man wissen, dass das Lautstärke Verhältnis von C4FM zu DMR etwa 60 zu 100 ist. Die Masse der User steigt bei uns in C4FM ein, deswegen sollte man sich auch an diese Lautstärke anpassen. Viele User sind in den DMR Netzen schon deutlich zu laut, in Räumen mit Brücken ist das natürlich viel schlimmer. Deswegen bitte einfach mal 10 dB runter stellen und beim Gesprächspartner nachfragen. Dieser sollte dann natürlich gerade auf C4FM sein.
Hier mal eine kurze Übersicht, der von uns gesammelten Einstellungen.
Mic Gain Einstellung Digitale Geräte
Geräte Typ
Digital
FM
YAESU
FT-70 D
2
8
FT1XD
5
5
FT2D
2
8
FT3D
4
4
FT5D
4
4
FTM-100D
normal
normal
FTM-200D
normal
normal
FTM-300D
normal
normal
FTM-400D
normal
normal
FTM-500D
normal
normal
FT-991 (A)
50-60
80
Icom
ID-51
2
ID-52
2
ID-4100D
2
ID-5100D
2
IC-705
20
IC-7100
20-30
80-100
IC-9700
16
DMR Geräte
AnyTone 868/878
1-2
GD77 Firmware (auch auf Retevis)
-6 dB
Besonders schlimm ist das natürlich bei Geräten wie dem FT-70 oder auch dem FT-2, wo man zwischen Analog und Digital so einen riesigen Unterschied in den Einstellungen hat. Hier bitte immer nochmal vor der ersten Aussendung prüfen, ob der Pegel auch zur Modulationsart passt. Übrigens: Die Echo Funktion (Modul Z) ist hier auch nur bedingt zu benutzen, weil man ja keinen Vergleich mit anderen Stationen hat. Tests mit BlueDV (Windows) machen auch nicht wirklich Sinn, weil das was retour kommt auch durch eine Art Audio Leveling zurück gesendet wird, also ziemlich alles gleich laut. Mehrere Gegenstationen zu befragen bringt also wirklich am meisten.
Wir versuchen natürlich diese Tabelle weiter zu aktualisieren !! Habt ihr Erfahrungswerte zu Geräten, die in unserer Auflistung noch fehlen oder habt ihr für euch andere passende Werte ermittelt? Dann schreibt sie uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag sowie in unsere Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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In diesem Beitrag beschreibt Matt. DL1BJL, wie ihr unter Linux mit eurem Kenwood TH-D74 oder TH-D75 digitale Betriebsarten wie FT8 und FT4 auf Kurzwelle empfangen könnt.
Um als UKW-Handfunkbenutzer ohne Kurzwellengerät auch mal digitale Betriebsarten auf Kurzwelle ausprobieren zu können, kann man tatsächlich auch die Handfunke benutzen, wenn die das denn unterstützt. Die Geräte von Kenwood TH-D74 und TH-D75 lassen das auf VFO B zu.
Ich möchte hier kurz die Konfiguration unter Debian / Ubuntu aufzeigen (bei mir Kubuntu 24.04 LTS). Hier kam das TH-D75 zum Einsatz, das TH-D74 sollte genau so funktionieren. Unter Windows funktioniert das ähnlich, ist hier aber nicht Gegenstand.
Zuerst muss sichergestellt werden, dass das Gerät nicht als Speichergerät per USB-Kabel mit dem Computer verbunden ist. Das kann man im Menü Nummer 980 nachsehen (COM + AF / IF OUTPUT muss aktiviert sein, das ist aber Standard). Somit lässt sich die Funke per USB steuern und gibt auch Audio per USB aus.
Im Menüpunkt 980 muss COM+AF/IF Output im Unterpunkt USB Function ausgewählt werden
Als nächstes installieren wir die Software. Die Befehle
sudo apt update && sudo apt search wsjtx
aktualisieren die Paketlisten und zeigen, welche WSJTX-Version verfügbar ist. Der Befehl
sudo apt install -y wsjtx
installiert alles, was nötig ist. Anschließend können die Installationspakete mit
sudo apt clean
wieder gelöscht werden, da sie nicht mehr gebraucht werden (die Dateien sind ja installiert).
Alternativ kann auch die JTDX Software benutzt werden, die auf WSJT-X basiert:
sudo apt search jtdx
Die scheint aber nur ab Ubuntu 24.04 „Noble Numbat“ verfügbar zu sein und wurde von der Community weiterentwickelt. Sie ist in meinen Augen komfortabler. Aber das ist sowieso nur von Interesse, wenn man auch senden kann 😉
Jetzt das Programm starten, und über File/Settings konfigurieren:
General kann man konfigurieren, muss man aber nicht. Man sendet ja nicht. „Blank line between decoding periods“ macht aber die Anzeige übersichtlicher.
JTDX Einstellmenü (Setup): Im Reiter „General“ führt die Option „Blank line between decoding periods“ zu einer übersichtlicheren Darstellung
Radio ist wichtig: Zuerst unter „Rig“ Kenwood TH-D74 auswählen. Beim „Serial Port“ muss man ermitteln, wo die Handfunke per USB angeschlossen ist. Dazu auf der Konsole das folgende Kommando eintippen:
sudo ls -l /dev/serial/by-id/
Das wird z.B. „usb-JVCKENWOOD_TH-D75-if00 -> ../../ttyACM0“ liefern oder ttyACM3 oder wie auch immer. ttyACMx wird es sein und die Nummer ist wichtig.
Ermittlung der Com-Port Nummer des TH-D75
Im Tab Radio dann entweder bei „Serial Port“ in der Auswahlliste den Port auswählen oder selbst eintippen: /dev/ttyACMx, wobei x mit dem Port ersetzt wird.
Bei „PTT Method“ wählen wir CAT, weil das die Funke unterstützt und unter Mode USB, den Rest belassen wir so.
JTDX Einstellmenü (Setup): Im Reiter „Radio“ unter „Serial Port“ wird der ermittelte Com-Port des TH-D75 eingetragen
An dieser Stelle kontrolliert bitte noch einmal, dass am Funkgerät VFO B ausgewählt ist und nicht etwa ein Speicherkanal. Jetzt drücken wir den Button „Test CAT“ und der sollte grün werden. Wenn nicht, ist etwas falsch und wir müssen das korrigieren. War er grün, bestätigen wir mit „Ok„. Bitte an dieser Stelle auch noch einmal schauen, ob das der Empfangsmodus des Funkgerätes durch die Software auf USB gestellt wurde. Falls nicht müsst ihr diese Einstellung selbst vornehmen.
JTDX Einstellmenü (Setup): Die Verbindung sollte mit „Test CAT“ im Reiter „Radio“ geprüft werden
Nun muss noch der Audio-Pegel am PC angepasst werden. Die Handfunke sollte als Mikrofon erkannt worden sein und der Pegel im Programm so angepasst werden, dass etwa 50 dB erzielt werden (bei WSJT-X links unten, muss grün sein / bei JTDX rechts unten, sieht orange-farbend aus).
Einstellung der Lautstärkeregler am Beispiel KDE. Das TH-D75 dient hier als Signalquelle.
Jetzt wählt ihr noch die gewünschte Betriebsart aus, also z.B. FT8. Bei WSJT-X ist das der 4. Menüpunkt (File/Configurations/View/Mode…), bei JTDX der 3. (File/View/Mode…).
Auswahl der gewünschten Betriebsart in WSJT-X
Nun sollte man schon die ersten decodierten Rufzeichen sehen. Wichtig: Die Zeit muss synchron sein! Das sollte unter Linux kein Problem sein. Überprüfen kann man das unter http://time.is.
Anwendungsfenster von JTDX
Achja: Die interne Antenne („Bar antenna“) sollte über Menü 104 auf „ANT Connector“ umgestellt werden. Als Antenne reichte bei mir abends ein 3 m langer Draht am SMA-Anschluss, um die Anzeige wie im Bild zu erzeugen.
Viel Spaß beim Experimentieren, 73 de DL1BJL Matt.
Hast du auch bereits andere Betriebsarten mit deinem TH-D74/75 getestet? Hast du weitere Themen, die du wie Matt. DL1BJL gerne in einem Gastbeitrag mit uns teilen würdest. Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie ihr in WIRES-X qrv werden könnt.
Ein Buch mit sieben Siegeln? Nein ganz bestimmt nicht, aber es gibt ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Diese Tage hatte ich mal wieder die Gelegenheit 2 Old Man bei der Einrichtung von WIRES-X in Verbindung mit dem HRI-200 zu unterstützen. Es gibt von Yaesu eine Anleitung im PDF Format mit über 15 MB und 109 Seiten. Danach kann man sich natürlich richten. Ich weiß noch als ich das damals (2015) gemacht habe, war ich irgendwie sehr schnell verwirrt, weil mir diese Anleitung zu ausführlich war. Deshalb hier mal die Kurzform.
Als erstes braucht ihr eine sogenannte WIRES-X ID damit euch das System erkennt. Ohne diese braucht ihr gar nicht erst anzufangen. Die ID könnt ihr hier beantragen:
YAESU WIRES-X Nutzer Registrierung
Nun braucht ihr ein wenig Geduld: Nach etwa zwei Werktagen bekommt ihr zwei Nummern zugeschickt, auch wenn ihr im PDN Mode keinen Raum erstellen könnt. Es ist ja das Yaesu eigene Netz, also gelten auch die Regeln von Yaesu.
Die Verkabelung entnehmt bitte dem Handbuch für den HRI-200 oder dem gesunden Menschenverstand (Tipp: Mini Din 10-polig auf Mini Din 10-polig).
Die Verbindung zwischen dem HRI-200 und eurem Mobilfunkgerät erfolgt über das mitgelieferte 10-polige Mini-DIN Kabel
Wichtig ist vor allem, das bei WIRES-X im Router einige Ports frei geschaltet werden müssen, was für den reinen PDN-Mode nicht notwendig wäre. Und zwar sogenannte UDP Ports. Das sind die, die schneller arbeiten und nicht auf eine Bestätigung warten. Auf keinen Fall die TCP Ports auswählen oder gar beides!
Macht euch also wirklich vorher Gedanken, in welches Netz euer Relais soll, denn das mit der Port Freischaltung ist an manchen Standorten gar nicht so einfach zu realisieren. Man bekommt zwar vor Ort vielleicht von einer Firma einen Internet Zugang. Aber wenn es dann heißt, wir müssten einige Ports freischalten, dann bekommt man häufig die Rote Karte und schaut in die Röhre. Alternative wäre dann die MMDVM Lösung. Der Vorteil hierbei, man kann bei Bedarf D-Star oder DMR in Betrieb nehmen (Genehmigung beachten).
Im Router für den WIRES-X Betrieb freizuschaltende UDP-Ports
So sollte das dann aussehen wenn ihr die Ports eingerichtet habt. Um das Ganze zu prüfen, schaut ihr im WIRES-X Programm nach unter Tool und Port Check.
Den Port Check erreicht man über die Menüleiste der WIRES-X Software
Hier müssen die eingerichteten Ports alle auf Grün und OK stehen. Falls das nicht der Fall ist, hört oder sendet das Relais nicht.
So muss das Ergebnis des Port Checks bei euch aussehen
Wenn ihr dann einloggt, bekommt das Programm mitgeteilt, welche Relais und Räume im Yaesu eigenen WIRES-X Netz vorhanden sind. Das kann je nach eurer Internet Anbindung und der Auslastung der Yaesu Server (die übrigens in England stehen) schon mal einige Minuten in Anspruch nehmen.
Yaesu WIRES-X Windows Software
Und natürlich dürft ihr euer neues Relais oder eure neu eingerichtete PDN gerne zu uns in den WIRES-X Raum DL-Nordwest-YSF (27741) stellen, mit dem ihr dann automatisch die Anbindung an die anderen C4FM-Netze habt und auch in D-Star, DMR, NXDN, P25 und über Peanut erreichbar seid. Nochmal ganz klar: Wenn ihr im Wires-X Netz seid und euer Funkpartner besitzt einen OpenSpot oder einen MMDVM (oder ähnliches) findet ihr nicht zueinander, wenn es keine extra Brücke gibt. Alle bei uns zusammengeschalteten Räume könnt ihr unserer Übersicht entnehmen.
Die DL-Nordwest Räume
Wir hoffen, diese Kurzanleitung hilft euch weiter. Übrigens: Wer keinen HRI-200 hat kann im s.g. PDN (Private Digital Node) mit seinem Yaesu Mobil- oder Handfunkgerät trotzdem in WIRES-X qrv werden. Was ihr dafür benötigt erfahrt ihr hier:
Wir freuen uns, euch möglichst bald auch im WIRES-X Netz zu hören. Solltet ihr weitere Fragen haben, dann schreibt sie uns diese gerne in die Kommentare unter den Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unsererTelegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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Mit Version 1.03 ist nun das erste Firmware-Update seit Erscheinen des TH-D75 erschienen und Kenwood kündigt bereits das nächste Firmware-Update an. Das ist neu.
Das Kenwood TH-D75 ist hierzulande Anfang 2024 bei den Amateurfunk-Händlern erhältlich und wurde mit der Firmware-Version 1.02 ausgeliefert. Seitdem ist einige Zeit vergangen und nun bietet Kenwood mit Version 1.03 eine neue Firmware-Version an, die neben einigen Verbesserungen vor allem Fehlerbehebungen für D-Star bringt.
Folgende Funktionen und Fehler wurden verbessert bzw. beseitigt:
Die Genauigkeit der Batteriestandsanzeige wurde verbessert
Es ist nun möglich, im Terminal-Modus „Gateway CQ“ als URCALL zu wählen, wie auch schon im dem DR-Modus
In D-Star darf jetzt ein „/“ am Anfang eines Rufzeichens gesetzt werden, damit können z.B. Relais direkt verbunden werden
Fehlerbehebung bei der Aussendung des D-PRS Rufzeichens
Speicherung von Reverse (Hören auf der Relais-Eingabe) auch bei Ausschalten des Gerätes im DR-Modus
Bei nicht vorhandener Hotspot-Liste führt die Betätigung der Funktion „Bearbeiten“ oder „Löschen“ nun nicht mehr zu einem Neustart des Gerätes
Hinweis:
Vor dem Firmware-Update ist unbedingt eine Sicherung von euren Einstellungen und Speicherkanäle zu erstellen, da das Firmware-Update das vollständige Zurücksetzen des Funkgerätes (auf Werkseinstellungen) erfordert. Die Sicherung könnt ihr mit dem Memory Control Program (Programmiersoftware) vornehmen.
Das nächste Firmware-Update soll laut Kenwood eigenen Angaben „schon“ in einigen Monaten erfolgen. Man möchte das Handfunkgerät damit weiter verbessern. Ihr könnt das Firmware-Update hier herunterladen.
Kenwood TH-D75 A/E Firmware-Update v1.03
Anleitungen und Handbücher für das TH-D75 findet ihr auf unserer TH-D75 Download-Seite.
Downloads zum KENWOOD TH-D75E
Für Besitzer des Vorgängermodells TH-D74 bleibt nur zu Hoffen, dass das versprochene Firmware-Update > v1.11 auch nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Seid ihr im Besitz eines Kenwood TH-D75 und sind euch noch mehr Schwachstellen aufgefallen, die behoben werden müssen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.
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