Wie laut bist du wirklich?

Zu laut? Zu leise? Ab sofort müsst ihr nicht mehr raten. Mit der neuen Mic-Gain Anzeige auf DL-Nordwest seht ihr jetzt direkt, wie eure Aussendung wirklich ankommt.

Wie laut jemand mit seiner Aussendung wirklich ist, ist normalerweise ein rein subjektives Empfinden. Frag drei Leute und du bekommst vier verschiedene Antworten – was allein schon an den unterschiedlichen Lautstärken der verschiedenen Betriebsarten liegt. Die mit Abstand meisten User kommen bei uns über C4FM, also richten wir uns bei der Lautstärke auch nach dieser Betriebsart.

Neue optische Mic-Gain Anzeige

Bei uns auf DL-Nordwest geht es ab sofort aber nicht nur nach der Akustik. Seit Kurzem haben wir eine optische Mic-Gain Anzeige.

Die Anzeige, die wir verwenden, sollte selbsterklärend sein. Der grüne Bereich ist natürlich optimal, gelb bedeutet etwas zu laut oder zu leise und der rote Bereich steht dann eben für viel zu laut oder viel zu leise.

Die Mic-Gain Anzeige zeigt euch auf einen Blick, ob eure Aussendung zu leise, optimal oder zu laut bei DL-Nordwest ankommt.

So funktioniert die Anzeige

Bei ganz kurzen Signalen oder fehlender DMR-ID, die über eine Brücke kommen, wird meist gar nichts angezeigt.

Wenn ihr nur einen Träger drückt, denkt die Steuerung natürlich, das Signal sei zu leise. Dann steht der schwarze Strich ganz auf der linken Seite. Die Anzeige erfolgt grundsätzlich erst nach eurem Durchgang und es wird der Mittelwert aus dem kompletten Durchgang errechnet. Achtet also bitte erst nach dem Refresh des Dashboards auf den angezeigten Wert.

Bitte keine Pfeif- und Pusttests

Am besten beobachtet ihr die Anzeige während eines normalen QSOs. Bitte nicht pfeifen oder pusten – ihr stört damit 100 andere User und in einem normalen QSO macht ihr das ja auch nicht. Außerdem gibt es im Modul Z noch unsere Echo-Funktion, mit der man sich auch selbst zurückhören kann.

Wo funktioniert die Mic-Gain Anzeige?

Die Mic-Gain Anzeige funktioniert nur auf DL-Nordwest selbst, also im XLX-Raum nur auf Modul D – in den anderen Modulen nicht.

Auf welchen Dashboards ist die Anzeige sichtbar?

Die Mic-Gain Anzeige ist natürlich nur auf unseren eigenen Dashboards zu sehen, also auf dem YSF-, XLX– und URF-Dashboard sowie auf DL-Nordwest selbst. Dort wird der Wert des jeweils letzten Durchgangs zusätzlich links unterhalb des „LIVE HÖREN“-Buttons angezeigt. Nicht jedoch auf weiterführenden Gateways wie Raum Deutschland (26200), YCS (26201) oder dem Brandmeister-Dashboard.

Hier geht es direkt zu unseren Dashboards.

Screenshot von dl-nordwest.com
Screenshot von dl-nordwest.com
Screenshot von dl-nordwest.com

Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem neuen Feature und freuen uns natürlich über Rückmeldungen und eventuell aufkommende Fragen.

Selbst schon ausprobiert? Habt ihr weitere Anregungen? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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MMDVM-IQ: Nächste Generation Digital/Analog-Hotspots auf SDR-Basis

Jonathan G4KLX hat mit MMDVM-IQ eine neue Firmware für I/Q-basierte SDR-Hardware vorgestellt. Die erste Testversion unterstützt unter anderem D-Star, DMR, C4FM, NXDN und nun auch P25 Phase 1.

Wie Jonathan G4KLX gestern in dem OpenDV Groups.io Forum mitteilte, arbeitet er bereits seit mehreren Monaten an der nächsten Generation des MMDVM-Systems. Statt klassischer Lösungen mit ADF7021-Chips oder direkter Anbindung an Modulator/Demodulator setzt MMDVM-IQ künftig auf eine I/Q-basierte SDR-Architektur rund um den Semtech SX1255.

Sinngemäß beschreibt Jonathan, dass die neue Plattform deutlich flexibler aufgebaut ist und praktisch beliebige Modulationsarten unterstützt. Bereits in der ersten öffentlichen Testversion werden D-Star, DMR, System Fusion, P25 Phase 1, NXDN, POCSAG sowie FM unterstützt. Damit hält nun auch P25 Phase 1 offiziell Einzug in die MMDVM-Welt.

Das neue Projekt trägt den Namen „MMDVM-IQ“ und läuft auf einem Raspberry Pi – empfohlen wird ein Raspberry Pi 4 – zusammen mit passender SDR-Hardware. Die Kommunikation erfolgt über SoapySDR-Treiber. Als erste Hardware-Plattform wird aktuell das SXceiver-Board unterstützt, das bereits umfangreich bei G4KLX getestet wurde.

Die SXceiver-Hardware kann aktuell unter https://sxceiver.com/ vorbestellt werden. Nach aktuellem Stand werden die Platinen batchweise in Serien zu jeweils 50 Stück gefertigt.

Screenshot von sxceiver.com

SXceiver-Board

Jonathan weist darauf hin, dass sich das Projekt weiterhin in einer intensiven Testphase befindet. Insbesondere Feinabstimmungen bei der Sendehub-Kalibrierung stehen noch aus. Dennoch seien bereits umfangreiche Tests mit verschiedenen Betriebsarten erfolgreich durchgeführt worden.

Künftig soll MMDVM-IQ auch auf weiteren Hardware-Plattformen unterstützt werden. Genannt werden unter anderem LimeSDR und PlutoSDR. Zudem befinden sich weitere SX1255-basierte Boards in Entwicklung, die höhere Ausgangsleistungen ermöglichen sollen. Damit könnten solche Systeme künftig auch für Relaisstandorte interessant werden.

Der Quellcode von MMDVM-IQ ist unter https://github.com/g4klx/MMDVM-IQ verfügbar.

Wir halten euch auf DL-Nordwest über weitere Entwicklungen in diesem Bereich auf dem Laufenden.

Wer bereits über ein SXceiver-Board verfügt und erste eigene Tests durchführt, darf uns gerne einen kurzen Erfahrungsbericht zukommen lassen.

Was haltet ihr von diesem Ansatz? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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ICOM X-026: Neuer Mobil-Allrounder

ICOM teasert in einem Video den X-026 – ein möglicher neuer HF/50/2/70 Mobiltransceiver. Könnte das der Nachfolger des IC-7100 oder IC-7000 sein?

ICOM Japan hat am 20. April über seinen offiziellen X-Account einen ersten Teaser zum neuen Konzeptgerät X-026 veröffentlicht. Auf der Dayton Hamvention 2026 (15.–17. Mai) soll ein Mock-up gezeigt werden. Bereits auf der Hamvention 2024 hatte ICOM ein ähnliches Vorgehen gewählt: In einer Glasvitrine wurden damals erste Leiterplatten unter der Projektbezeichnung X60 präsentiert. Aus dem Mock-up ging später der IC-7760 hervor.

Ein kurzes Teaservideo liefert bereits spannende Hinweise: Zu sehen ist ein modulares Design mit getrenntem Bedienteil und Hauptgerät. Das Bedienteil verfügt über ein zentrales Display mit mehreren Drehreglern. Vermutlich kommt wie beim ID-5200 auch hier ein farbiges LCD zum Einsatz.

ICOM X-026: Silhouette eines Mobilgeräts mit separatem Bedienteil

Die gezeigte Fahrzeugszene liefert weitere Hinweise: Eine kurze Antenne nahe der Fahrerseite deutet auf den Betrieb im 2 m- und 70 cm-Band (UKW) hin, während eine deutlich längere Antenne an der Heckklappe typisch für Kurzwelle bzw. 50 MHz ist. Das spricht klar für einen Allband-/Allmode-Mobiltransceiver von HF bis UHF.

Fahrzeugszene aus dem Teaser: 2 m/70 cm Antenne an der Fahrerseite, HF/50 MHz Antenne an der Heckklappe

Wie bei aktuellen ICOM-Transceivern zu erwarten, dürfte auch dieses Gerät D-STAR unterstützen. Ebenso naheliegend sind ein integriertes GPS-Modul sowie Bluetooth, etwa zur drahtlosen Anbindung einer Freisprecheinrichtung.

In der Amateurfunk-Szene wird bereits intensiv spekuliert, ob es sich um einen Nachfolger des IC-7100 oder sogar eine moderne Neuinterpretation des IC-7000 handeln könnte.

ICOM IC-7000: HF/50/144/430 MHz Allmode-Mobiltransceiver (2005–2017)
ICOM IC-7100: HF/50/144/430 MHz Allmode-Mobiltransceiver (2013–2025)

Bei der im Titelbild gezeigten Abbildung handelt es sich um eine KI-generierte Darstellung. Wir berichten auf DL-Nordwest, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Seid ihr neugierig, was sich hinter dem X-026 wirklich verbirgt? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Neu auf DL-Nordwest: Live-Audio im Browser

Bisher nur über externe Dienste wie die BrandMeister Hoseline möglich, jetzt direkt und ohne Umweg auf unserer Webseite integriert.

In unserem Beitrag „DLNW Live-Stream via BM Hoseline“ hatten wir euch bereits eine Möglichkeit aufgezeigt, wie ihr den Funkverkehr auf DL-Nordwest ganz einfach über den Browser mithören könnt. Musstet ihr dafür bisher noch die externe Webseite BrandMeister Hoseline aufrufen und den Funkverkehr auf die TG26429 beschränken, bieten wir euch jetzt eine direkte Lösung auf unserer eigenen Webseite dl-nordwest.com.

So funktioniert’s

Um den Audio-Stream zu starten, navigiert im linken Bereich der Webseite zum Abschnitt 🔊 DLNW Live.
Dort könnt ihr den Stream über die grüne Schaltfläche LIVE HÖREN starten. Bitte beachtet, dass es einige Sekunden dauern kann, bis der Stream beginnt. Sobald er läuft, verfärbt sich die Schaltfläche rot. Über STOPPEN könnt ihr die Wiedergabe jederzeit wieder beenden.

Mit einem Klick auf „LIVE HÖREN“ startet der Audio-Stream.
Mit „STOPPEN“ wird der Audio-Stream wieder beendet.

Auf dem Smartphone öffnet zunächst das Hamburger-Menü oben rechts und scrollt anschließend nach unten zum entsprechenden Bereich.

Hinweis zur Nutzung

Je nach Internetverbindung kann der Stream einen Zeitversatz von mehreren Sekunden haben. Er eignet sich daher nicht, um die eigene Aussendung live abzuhören. Nutzt dafür bitte weiterhin unsere Echo-Funktion im XLX421 Modul Z (C4FM, DMR und D-STAR) oder im URF421 (M17).

Weitere Funktionen

Rechts neben der Start-Schaltfläche seht ihr, ob und wer aktuell auf DL-Nordwest aktiv ist.

Im Abschnitt 📡 Zuletzt aktiv darunter wird zusätzlich angezeigt, wer zuletzt gesprochen hat und wann.

Fazit

Mit dem neuen Live-Audio-Stream wird das Mithören auf DL-Nordwest noch einfacher und direkt in unsere Webseite integriert. Darüber hinaus arbeiten wir bereits an weiteren Funktionen, die wir euch demnächst hier im Detail vorstellen werden.

Selbst schon ausprobiert? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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URF421: Neue Echo-Funktion im Modul Z

Für M17 steht euch auf dem URF421 im Modul Z jetzt eine Echo-Funktion zur Verfügung.

Bevor du den Betrieb mit einem neuen Setup in einem digitalen Sprechraum aufnimmst – insbesondere in einer Umgebung mit vielen angebundenen Relais und Clients wie bei DL-Nordwest – empfiehlt es sich, die eigene Aussendung zunächst zu testen.

Passt die Lautstärke? Kommt überhaupt NF an? Ist das Signal sauber, also frei von Brummen oder Störungen? Und wird es korrekt zum Hotspot oder Relais übertragen?

Im URF421 steht dir dafür im Modul Z jetzt eine Echo-Funktion zur Verfügung. Hier kannst du dein Signal in Ruhe testen und optimieren. Sende dazu einfach einen etwas längeren Durchgang – nach 3 Sekunden wird dieser automatisch wieder ausgesendet.

Zur Aussendung mit M17 in den Bereich DL-Nordwest benutzt ihr das „Modul D“. Dort landet ihr automatisch auch, wenn ihr über NXDN oder P25 bei uns einsteigt.

Das Dashboard des URF421 findest du hier:

Screenshot von dl-nordwest.com

Dashboard URF421

Aktuell kannst du die Echo-Funktion im URF421 für M17 nutzen. Für C4FM, DMR und D-STAR verwende bitte den Echo-Raum des XLX421, ebenfalls im Modul Z.

Fazit

Mit dem Echo-Modul im URF421 kannst du dein Setup schnell und einfach überprüfen, bevor du in den regulären Betrieb bei DL-Nordwest gehst.

Schon getestet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Wir leben noch – Frohe Ostern

Nach etwas Funkstille melden wir uns zurück und geben ein kurzes Lebenszeichen. dl-nordwest.com lebt – wenn auch aktuell mit angepasster Taktung der Beiträge.

Zwischenzeitliche Funkstille – was ist denn da los?

In den letzten Wochen ist es hier etwas ruhiger geworden. Der Grund ist schnell erklärt: Viele Dienstreisen, viel Arbeit und einiges los im familiären Umfeld – da bleibt aktuell leider weniger Zeit fürs Hobby, als man es sich wünschen würde.

Auch in nächster Zeit wird es hier voraussichtlich keine wöchentlichen Beiträge geben. Neue Inhalte erscheinen weiterhin immer dann, wenn es die Zeit zulässt.

Im eigentlichen Sprachraum DL-Nordwest, der mehrere digitale Sendearten verbindet, ist dagegen nach wie vor viel Betrieb und reger Austausch.

Tipp: Es lohnt sich übrigens auch ein Blick zurück! In den zahlreichen bestehenden Blogbeiträgen steckt nach wie vor jede Menge hilfreiches und aktuelles Wissen – vieles davon hat nichts an Relevanz verloren.

Mach mit – Gastbeiträge sind willkommen!

DL-Nordwest lebt nicht nur von einzelnen Autoren, sondern vor allem von der Community. Wenn du also ein spannendes Thema hast, eigene Erfahrungen teilen möchtest oder ein Projekt vorstellen willst – dann bist du hier genau richtig.

Egal ob aktiv auf Band, digital unterwegs oder einfach als stiller Mitleser – wir freuen uns, das du Teil unserer Community bist.

In diesem Sinne: Frohe Ostern und weiterhin viel Freude am gemeinsamen Hobby!

Und an was für Amateurfunkprojekten arbeitest du gerade? Schreibt uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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Einsatz des USB-Handmikrofons QX-18B mit BlueDV, Peanut, FreeDV, EchoLink und Jitsi Meet unter Windows

In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie ihr das USB-Handmikrofon QX-18B unter Windows – über einen kleinen Umweg – auch in verschiedenen Sprach- und Kommunikationsanwendungen wie BlueDV, Peanut, FreeDV, EchoLink oder Jitsi Meet nutzen könnt.

In unserem letzten Beitrag haben wir euch gezeigt, wie ihr das USB-Handmikrofon QX-18B mit der Anwendung JaY-TrX-Link nutzen könnt. Den entsprechenden Artikel findet ihr hier.

Während sich bei JaY-TrX-Link in den Einstellungen frei definieren lässt, über welche Taste die PTT ausgelöst wird und wie sich diese verhalten soll – also dauerhaft gedrückt halten oder per kurzem Antippen umschalten – setzen andere digitale Sprach- und Kommunikationsanwendungen wie BlueDV, Peanut, FreeDV, oder EchoLink standardmäßig das Gedrückthalten der Leertaste voraus.

Das QX-18B hingegen emuliert beim Betätigen der seitlichen PTT-Taste die F2-Taste. Dadurch ist eine direkte Nutzung in diesen Anwendungen zunächst nicht ohne Weiteres möglich – lässt sich jedoch mit einem kleinen Trick dennoch realisieren.

Lösungsansatz: AutoHotkey v2

Mit der Anwendung AutoHotkey v2 lassen sich kleine Skripte erstellen, die beispielsweise beim Erkennen der F2-Taste automatisch die Leertaste an die jeweils aktive Anwendung senden. Genau das benötigen wir hier: Das QX-18B sendet beim Drücken der seitlichen PTT-Taste „F2“, die meisten digitalen Sprachprogramme erwarten jedoch das Gedrückthalten der Leertaste.

Das Skript kann direkt über AutoHotkey ausgeführt und nach Fertigstellung auch als eigenständige ausführbare Datei kompiliert werden. Wichtig ist lediglich, dass es parallel zur jeweiligen Anwendung gestartet wird.

Ich habe mir dazu verschiedene Skript-Varianten erstellt:

Variante A: Feste Anwendung mit automatischem Wechsel in den Vordergrund

Bei dieser Variante wird beim Betätigen der PTT-Taste am USB-Handmikrofon QX-18B immer eine zuvor definierte Anwendung in den Vordergrund geholt – beispielsweise BlueDV oder EchoLink – und anschließend die Leertaste ausgelöst.

Das ist besonders praktisch, wenn ihr euren PC gerade für eine andere Tätigkeit nutzt. Werdet ihr gerufen, müsst ihr nicht erst das entsprechende Anwendungsfenster suchen, sondern könnt sofort antworten.

Variante B: Steuerung der jeweils aktiven Anwendung

Bei der zweiten Variante reagiert das Skript nur auf die Anwendung, die sich gerade im Vordergrund befindet. In der aktuellen Version ist das auf folgende Programme begrenzt:

  • BlueDV (v 1.0.0.9644)
  • Peanut (v2.4.6)
  • FreeDV (2.2.1)
  • EchoLink (2.3.121)
  • FreifunkMeet, Jitsi (2026.1.1)

Befindet sich eine andere Anwendung im Vordergrund, passiert beim Drücken der PTT-Taste nichts. Dadurch wird verhindert, dass unbeabsichtigt Eingaben in falschen Programmen ausgelöst werden.

In den Audio-Einstellungen der jeweiligen Anwendung wählt ihr unter Mikrofon den Eintrag UACDemoV1.0 aus. Dabei handelt es sich um das USB-Audiogerät des QX-18B, über das eure Sprache an das jeweilige Programm übertragen wird.

USB-Handmikrofon QX-18B

Hier findet ihr noch einmal den Link zum USB-Handmikrofon QX-18B:

QX-18B auf Aliexpress (Affiliate Link)

Das USB-Handmikrofon wird mit einer Klebehalterung geliefert

Downloads

Die Skripte stehen euch hier zum Download bereit:

QX-18B Hotkey Skript – Variante A

Feste Anwendung mit automatischem Wechsel in den Vordergrund.
Jetzt inkl. FreeDV!

Größe: 452 KB
Version: 2026-03-04
QX-18B Hotkey Skript – Variante B

Steuerung der jeweils aktiven Anwendung.
Jetzt inkl. FreeDV!

Größe: 2.20 MB
Version: 2026-03-04

Fazit

Über einen kleinen Umweg lässt sich das USB-Handmikrofon QX-18B unter Windows problemlos mit einer ganzen Reihe von Amateurfunk-Anwendungen einsetzen. Mit Hilfe eines schlanken AutoHotkey-Skripts wird aus der F2-Emulation des Mikrofons eine kompatible PTT-Steuerung für Programme wie BlueDV, Peanut, EchoLink oder Jitsi Meet.

Ich gehe davon aus, dass PA7LIM seine Anwendungen BlueDV und Peanut künftig direkt anpassen wird, sodass das QX-18B ohne diesen Zwischenschritt unterstützt wird – zumal er aktuell an einem neuen Projekt arbeitet, bei dem dieses Mikrofon ebenfalls zum Einsatz kommt.

Ausblick

In einem späteren Beitrag schauen wir uns dann an, wie sich das USB-Handmikrofon QX-18B auch unter Linux nutzen lässt. Ziel ist ein minimalistischer, portabler SvxLink-Hotspot für unterwegs.

Das USB-Handmikrofon QX-18B verfügt auf der Vorderseite über eine zusätzliche Taste. Diese lässt sich ebenfalls frei nutzen – beispielsweise, um die Audioausgabe der gerade aktiven Anwendung stummzuschalten.

Ebenso denkbar ist es, über ein entsprechendes Skript gezielt zwischen verschiedenen Anwendungen zu wechseln und diese in den Vordergrund zu holen.

Kennt ihr weitere Anwendungen, die sich mit dem USB-Handmikrofon kombinieren lassen? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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USB-Handmikrofon mit JaY-TrX-Link App unter Windows nutzen

Wir zeigen euch eine Alternative zu Headsets, mit der echtes Funk-Feeling aufkommt.

Das FM-Funknetz erfreut sich großer Beliebtheit und wächst stetig weiter. Auch wir von DL-Nordwest sind mit unserer eigenen Talkgroup (TG 26426) dabei – mit einer Digitalbrücke zu Modul F des XLX421 (C4FM und DMR).

JaY-TrX-Link App

Vor ein paar Tagen hat Jens, DJ1JAY, eine neue App für Windows und macOS veröffentlicht. Damit könnt ihr z. B. im Urlaub auch ohne Funkgerät, Relais oder Hotspot in den Genuss grenzenloser Kommunikation kommen. Wer dabei jedoch das typische Funkgefühl mit Mikrofon und PTT-Taste vermisst, findet mit einem USB-Handmikrofon mit echter PTT eine sehr gute Alternative.

USB-Handmikrofon QX-18B

Das QX-18B, das auf verschiedenen chinesischen Handelsplattformen angeboten wird, ist ein solches USB-Handmikrofon. Nach dem Einstecken installiert Windows die Treiber automatisch.

QX-18B auf Aliexpress (Affiliate Link)

Das USB-Handmikrofon wird mit einer Klebehalterung geliefert

Einstellungen

Anschließend öffnet ihr in der JaY-TrX-Link App die Einstellungen:

  • Im Abschnitt PTT wählt ihr unter Taste die F2-Taste für die seitliche PTT.
  • Den Toggle-Modus bitte deaktivieren.

Im Abschnitt Audio wählt ihr unter Mikrofon den Eintrag UACDemoV1.0 und speichert die Einstellungen abschließend.

Getestet unter Windows 10 (64 Bit) und JaY-TrX-Link Build 47 (18.02.2026).

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu JaY-TrX-Link findet ihr in der Telegram-Gruppe JaY:TrX:LinK Client Software MacOS/ Win

Im nächsten Beitrag zeigen wir euch, wie ihr das USB-Mikrofon über einen kleinen Umweg auch mit BlueDV, Peanut, EchoLink, Zello, Jitsi Meet (Freifunk) und weiteren Anwendungen unter Windows nutzen könnt – sowie im Einsatz mit einem SvxLink Radioless Node unter Linux.

Fazit

Mit einem USB-Handmikrofon kommt in Kombination mit PC-basierten Funk-Apps echtes Funk-Feeling auf.

Seid ihr auch schon im FM-Funknetz qrv oder kennt ihr weitere Anwendungen, die sich perfekt mit einem USB-Handmikrofon kombinieren ließen? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Kurzwelle aus der Hosentasche: Mit KiwiSDR und der QiwiQ Android-App weltweit mithören

Im folgenden Gastbeitrag zeigt euch Uwe DL1BIR, wie man mit KiwiSDR und der QiwiQ Android-App kostenlos in den Kurzwellen-Amateurfunk reinhören kann.


Von DL1BIR, Uwe Eckert

Hier mal ein Bericht darüber, wie man mal in den KW-Amateurfunk hineinhören kann, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Man braucht kein Funkgerät und keine große Antenne und kann doch weltweit unterwegs sein. Ein halbwegs moderner Computer mit einem neueren Browser, Lautsprecher und einem Internetzugang reicht völlig aus. Oder natürlich mit der QiwiQ-App auf einem Android Smartphone. Daher schreibe ich mal eine kurze Anleitung für die QiwiQ App.

Was ist KiwiSDR

Fast überall auf der Welt stehen KiwiSDR-Stationen. Das sind moderne Empfänger, die du per Webbrowser bedienen kannst. Ganz so, als ob du einen eigenen Empfänger zu Hause hast. Du kannst die Frequenz, Modulationsart und noch viel mehr einstellen. So z.B. sind auch einige Decoder für digitale Betriebsarten eingebaut. Kurz: Fremde Leute lassen dich ihre Empfangsstation nutzen. Teilweise wird dort sehr viel Aufwand mit Antennen und Technik getrieben, damit man einen super Empfang genießen kann.

Für den bisher bekannten Betrieb mit dem Browser kann man unter dk4zz.de eine kurze Anleitung finden.

In diesem Beitrag soll es aber um die gerade neu auf den Markt gekommene App QiwiQ gehen. Zu finden unter vanbarel.eu.org.

QiwiQ Android-App

Die QiwiQ App ist für Mobiltelefone und Tablets unter Android gedacht. Die Nutzung eines KiwiSDR im Browser auf diesen Geräten ist aufgrund des Touch-Screens nicht so einfach und auch recht klein in der Darstellung. Die Handhabung mit Decodern usw., meist etwas unübersichtlich auf den kleinen Bildschirmen der Mobilgeräte. Auf der o.a. Webseite, unter „Herunterladen und Installieren“, kann die gezippte APK heruntergeladen werden. Diese ist zu entpacken und zu installieren. Zu diesem Zeitpunkt ist es eine DEMO, die vollen Bedienumfang hat, aber mit längerer Nutzungsdauer in den beiden grafischen Fenstern eine „DEMO“-Hinweis in den Vordergrund bringt. Wenn die App gefällt, kann man in dem “Hamburger-Menü“ unter Einstellungen einen Kaffee für den Entwickler im Wert von 5,-€ ausgeben. Das war für mich schon nach kurzer Zeit der Fall, weil diese App sehr gut funktioniert und mir gut gefällt. Nach Eingabe des Lizenzschlüssels ist der Demo Hinweis verschwunden.

QiwiQ nutzt das Kiwi-SDR-Protokoll, um auf einen Hardware-Dongle auf lokalen oder entfernten Servern zuzugreifen und die Daten lokal zu verarbeiten. Es verwandelt das Android-Gerät in einen leistungsstarken Kurzwellenempfänger, der AM, AMN, SSB (LSB, USB), CW, SAM, NBFM und DRM im Frequenzbereich von 0 bis 30.000/32.000 kHz (oder höher) unterstützt.“ Das ist ein Auszug aus der Webseite, dem ich nicht viel hinzufügen kann. Hier noch mal die Webseite: vanbarel.eu.org

Hier die Ansicht der App. In der Mitte oben wird aus einer weltweiten Liste ein KiwiSDR ausgewählt *. Im Wasserfall und im FFT ist gleich eine Anzeige des Spektrums zu sehen. Mit den + – Tasten lässt sich der Bandbereich zoomen. Mit der „Band“ Taste lässt sich ein definierter Bandbereich öffnen. Mit dem Finger wird im WF die Frequenz durch Verschieben des roten Balkens eingestellt. Lautstärke, Squelch usw. lassen sich mit vertikalen schieben einstellen.

TIP: Wenn die Internetverbindung nicht so gut ist, kann ein Ausschalten von „FFT“ und / oder „WF“ ein besseres Ergebnis erzielen. Das es noch viele andere Einstellungen zu finden gibt, würde hier den Bericht deutlich größer machen. Dies soll nur ein Hinweis auf diese schöne App sein und neugierig machen 😊 Bitte also mal wieder „herumspielen“ und ggfls. auf der Webseite ein wenig lesen!

Unter forum.kiwisdr.com gibt auch ein Forum zur App.

Fazit

Für mich eine sehr brauchbare App für schnelles hineinhören mit den genannten Betriebsarten. Wenn ich digital etwas decodieren will, nehme ich halt den Browser.

* Übrigens: Auf der Webseite kiwisdr.com/.public/ ist oben links ein blauer Button um auf eine Weltkarte mit eingetragenen Empfängern darzustellen. Die können da auch ausgewählt werden, um im Browser zu arbeiten.

Viel Spaß beim Ausprobieren, 73 de DL1BIR, Uwe

Das Team DL-Nordwest bedankt sich herzlich bei Uwe DL1BIR für diesen spannenden Beitrag, der Lust macht, selbst einmal in die Welt der Kurzwelle hineinzuhören.

Habt ihr QiwiQ bereits getestet – oder nutzt ihr ähnliche Lösungen auf iOS-Geräten? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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Das Ende der HamClock – oder doch nicht?

Die HamClock ist ein weltweit verbreitetes und beliebtes Tool im Amateurfunk-Shack und zeigt in Echtzeit Zeit-, DX-, Propagations- und Satellitendaten an. Wir stellen zwei Lösungen vor, mit denen die HamClock dennoch erhalten bleiben kann.

OG HamClock by Elwood WBØOEW

Wer die originale Webseite der HamClock unter www.clearskyinstitute.com/ham/HamClock besucht, wird derzeit mit der Meldung begrüßt:

HamClock has reached end-of-life, the last release is version 4.22. All HamClocks will cease to function in June 2026. Thank you for your interest.

Zu Deutsch bedeutet das sinngemäß: Die HamClock hat ihr Lebensende erreicht. Die letzte Version ist 4.22, und alle HamClocks werden im Juni 2026 ihren Dienst einstellen.

Leider ist der Autor der HamClock, Elwood Downey WBØOEW, Anfang dieses Jahres verstorben. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Die HamClock hat über die Jahre Einzug in viele Amateurfunk-Shacks gehalten, denn sie ist – anders als der Name vermuten lässt – weit mehr als nur eine Uhr. Sie vereint zahlreiche für den Funkbetrieb relevante Informationen in einem übersichtlichen Dashboard: Weltzeit, Greyline-Darstellung, DX-Cluster-Spots, Propagationsdaten, Weltraumwetter-Informationen und sogar Satelliten-Tracking.

Einer meiner ersten Beiträge auf DL-Nordwest 2.0 aus dem Jahr 2020 befasste sich mit meinem Selbstbauprojekt zur HamClock. 2025 berichteten wir erneut darüber, welche Neuerungen seitdem hinzugekommen sind. Wer unsere damaligen Beiträge noch einmal nachlesen möchte, findet sie hier:

Dass die HamClock ihren Dienst einstellen wird, hängt damit zusammen, dass sie ab Juni 2026 nicht mehr mit den erforderlichen Online-Daten versorgt wird, da der Server, von dem diese Informationen bezogen werden, abgeschaltet wird.

Dank der großartigen Amateurfunkgemeinschaft bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig das endgültige Aus für die HamClock. Im Folgenden stellen wir euch zwei würdige Alternativen vor, mit denen die HamClock weiterleben kann.

Open HamClock Backend (OHB) – Gemeinschaftsprojekt

Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Open HamClock Backend“ kann die klassische HamClock weiter betrieben und langfristig erhalten bleiben. Quelle: Facebook-Gruppe „HamClock Heaven“

Das Open HamClock Backend (OHB) ist ein gemeinschaftliches Open-Source-Projekt mit einem klaren Ziel: Die HamClock auch über Juni 2026 hinaus funktionsfähig zu halten. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um ein offizielles Nachfolgeprojekt des ursprünglichen Entwicklers Elwood Downey WB0ØEW, sondern um eine Initiative aus der Amateurfunk-Community heraus.

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: OHB ersetzt den bisherigen zentralen Server der HamClock durch eine neue, offene Backend-Lösung. Da der ursprüngliche Server abgeschaltet wird, fehlen der HamClock sonst die notwendigen Online-Daten – etwa zu Weltraumwetter, Solarflux, Aurora, DX-Informationen oder Satelliten. Genau hier setzt OHB an und stellt diese Daten wieder bereit.

Dabei orientiert sich das Projekt konsequent am Original: Das Backend liefert die Informationen in genau dem Format, das die bestehende HamClock erwartet. Für den Anwender bedeutet das im Idealfall eine sogenannte „Drop-in-Replacement“-Lösung – also weiterverwenden wie bisher, nur mit neuem Datenlieferanten im Hintergrund.

Besonders bemerkenswert ist der Community-Gedanke: Entwickler und Funkamateure arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung, tauschen sich über Discord aus, testen Funktionen und verbessern das System Schritt für Schritt. Das Projekt steht unter der MIT-Lizenz und ist damit offen zugänglich und frei nutzbar.

OHB kann sowohl lokal – beispielsweise auf einem Raspberry Pi im eigenen Shack – als auch zentral auf einem Server betrieben werden. Unterstützt werden unter anderem Ubuntu, Debian, Raspberry Pi-Systeme und sogar macOS. Damit bleibt die Lösung flexibel und für viele Anwender realisierbar.

Auch wenn sich das Projekt noch in Entwicklung befindet, sind bereits zahlreiche Funktionen umgesetzt und erfolgreich getestet – von Wetter- und Wolkenkarten über DRAP- und MUF-RT-Darstellungen bis hin zu VOACAP-Berechnungen, PSK-Reporter, WSPR-Daten und Contest-Kalendern.

Mehr Informationen zum Gemeinschaftsprojekt „Open HamClock Backend“ findet ihr in der Facebook-Gruppe HamClock Heaven. Sämtliche Quellen sind unter folgendem Link verfügbar: github.com/BrianWilkinsFL/open-hamclock-backend

Screenshot von github.com

Open HamClock Backend (OHB) Quellen auf Github

OpenHamClock by Chris KØCJH – das moderne HamClock-Dashboard im Browser

Mit der OpenHamClock von Chris, K0CJH, steht eine moderne, vollständig browserbasierte Alternative zur Verfügung. Sie versteht sich als „Real-Time Amateur Radio Dashboard for the Modern Operator“ – und genau das ist sie auch: ein zentrales Bedien- und Informationspanel für den gesamten Funkbetrieb.

Die OpenHamClock vereint DX-Cluster-Spots, PSKReporter-Daten, POTA-Aktivitäten, Satelliten-Tracking, Bandbedingungen, Propagationsvorhersagen, Weltraumwetter, Contest-Termine, DXpeditionen, Wetterdaten und vieles mehr in einer einzigen Oberfläche. Alles läuft im Browser – ganz ohne spezielle Client-Software und plattformunabhängig.

OpenHamClock im Browser

Wer die OpenHamClock direkt ausprobieren möchte, findet eine öffentlich erreichbare Instanz unter openhamclock.com.

Screenshot von openhamclock.com

openhamclock.com

Beim erstmaligen Aufruf werdet ihr von einem Einstellungsmenü begrüßt. Dort tragt ihr zunächst euer Rufzeichen sowie euren Locator ein – und schon kann es losgehen.

Alle weiteren Anpassungen könnt ihr jederzeit im selben Menü vornehmen. Es öffnet sich durch einen Klick auf euer Rufzeichen in der Kopfzeile.

Individuelle Konfigurierbarkeit

Die Oberfläche lässt sich flexibel an die eigenen Vorlieben anpassen: Module können ein- oder ausgeblendet, Layout und Design (Themes) gewählt und die Anzeige auf den eigenen Standort sowie den gewünschten Funkbetrieb zugeschnitten werden. So entsteht ein persönliches Dashboard für das heimische Shack.

Das Einstellungsmenü gliedert sich in vier Tabs: Station, Map Layers, Satellites und Profiles. Im Folgenden beziehen wir uns auf die Version 15.3.3.

Station

Im Tab „Station“ nehmt ihr die grundlegenden Einstellungen vor. Neben eurem Rufzeichen und Locator könnt ihr hier zwischen verschiedenen Themes wählen – von modernem Dark Mode über ein helles Design bis hin zum Retro-Theme, das optisch an Windows 95 erinnert.

Darunter lassen sich unterschiedliche Layout-Optionen auswählen, die lokale Zeitzone festlegen sowie die Einheiten von imperial auf metrisch umstellen. Auch die Sprache kann hier bequem auf Deutsch geändert werden.

Im mittleren Bereich definiert ihr eure bevorzugten Betriebsarten, die verwendete Sendeleistung sowie die Quelle für DX-Cluster-Spots. Diese Angaben fliessen in die Berechnung und Analyse der Ausbreitungsbedingungen zwischen eurer Station und der jeweils ausgewählten DX-Station ein.

Tipp: Bei älteren PCs oder Geräten mit wenig Arbeitsspeicher lässt sich in diesem Tab der Performance Mode auf „Low Memory“ reduzieren – das sorgt für einen ressourcenschonenderen Betrieb.

Map Layers

Im Tab „Map Layers“ legt ihr fest, welche zusätzlichen Informationen auf der Weltkarte eingeblendet werden sollen – beispielsweise Aurora-Overlay, Wetterradar oder weitere Layer. Zudem lässt sich hier die Transparenz der jeweiligen Ebenen anpassen, sodass die Karte trotz vieler Informationen übersichtlich bleibt.

Satellites

Wer im Satellitenfunk aktiv ist, kann unter „Satellites“ auswählen, welche Amateurfunksatelliten verfolgt und auf der Karte dargestellt werden sollen. So behaltet ihr die aktuellen Positionen und Umlaufbahnen stets im Blick und könnt gezielt planen.

Profiles

Im Bereich „Profiles“ lassen sich unterschiedliche Konfigurationsprofile anlegen. Das ist besonders praktisch, wenn ihr die OpenHamClock beispielsweise im Contest-Betrieb nutzt und dafür nur bestimmte Bänder beobachten oder nicht benötigte Module ausblenden möchtet. Anschließend könnt ihr jederzeit wieder zu eurem Standardprofil zurückkehren.

Zusätzlich lassen sich eure Einstellungen als JSON-Datei exportieren und auf einem Datenträger speichern. So ist die OpenHamClock auch auf einem anderen System im Handumdrehen mit euren gewohnten Einstellungen einsatzbereit.

Tipp: Die Darstellung der Karte lässt sich oben links direkt im Hauptfenster umschalten.

Ich betreibe meine OpenHamClock im Dark-Theme und im Tablet-Modus. Auch wenn ich aktuell nicht auf Kurzwelle aktiv bin, nutze ich sie gern als kompaktes Informations-Dashboard.

Besonders interessant für mich sind das Wetterradar sowie die Anzeige aktueller Erdbeben und Gewitteraktivität. Zusätzlich lasse ich mir die Position der ISS auf der Karte anzeigen.

OpenHamClock lokal betreiben

Wer unabhängig sein möchte, kann die OpenHamClock auch selbst hosten – lokal im Heimnetz, auf einem Raspberry Pi oder auf einem eigenen Server (z. B. per Docker). Die Installation erfolgt dabei über Node.js und ist mit wenigen Befehlen erledigt. Für Raspberry-Pi-Anwender gibt es sogar ein komfortables Einzeilen-Setup – ideal für einen dedizierten Shack-Monitor im Kiosk-Modus.

Mehr Informationen zum Self-Hosting sowie eine ausführliche Installationsanleitung findet ihr unter: github.com/accius/openhamclock

Screenshot von github.com

OpenHamClock Quellen auf Github

Weiterführende Informationen und Video-Tutorials

Hier findet ihr ein ausführliches Video-Tutorial von Arthur DL2ART auf seinem YouTube-Kanal „Funkwelle“.

Eine Beschreibung der OpenHamClock gibt es außerdem auf Michaels DL2YMR YouTube-Kanal.

Fazit

Wer die klassische HamClock weiter betreiben oder sich intensiver mit dem Original beschäftigen möchte und nicht davor zurückschreckt, sie selbst unter Linux – etwa auf einem Single Board Computer wie dem Raspberry Pi – zu installieren, findet im Open HamClock Backend (OHB) eine passende Lösung.

Wer hingegen ohne Linux-Kenntnisse und plattformunabhängig in den Genuss der HamClock kommen möchte, wird mit der OpenHamClock von K0CJH ebenfalls fündig. Diese lässt sich bequem nutzen, bei Bedarf aber auch auf einem eigenen Server hosten.

Ich persönlich finde es großartig, dass die HamClock auf diese Weise weiterlebt. Für mich ist sie längst ein fester Bestandteil meines Amateurfunk-Shacks geworden. Und es wäre sicher auch in Elwoods Sinne gewesen, wenn seine HamClock noch möglichst lange – vielleicht sogar für immer – weitertickt.

Läuft bei euch auch eine HamClock im Shack – und habt ihr eine oder sogar beide der vorgestellten Alternativen schon getestet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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