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Lesenswertes zum Amateurfunk wie z.B. Geräte und Software

  • ICOM: Nachwuchsgewinnung einmal anders

    In den Jahren 2002 bis 2011 veröffentlichte ICOM eine Comicheft-Reihe mit dem Titel “The Adventures of Zack and Max“. Die insgesamt 7 Comichefte wurden in englischer Sprache veröffentlicht.

    Hauptprotagonist Max (KD7QEZ) wird durch seinen Vater an den Amateurfunk herangeführt. Hier lernt er auch Mady (KC7JPA) kennen. Gemeinsam mit ihr und seinem Freund Max, dem Schwein (Anspielung auf die Bezeichnung HAM RADIO, übersetzt Schinken Radio, statt AMATEUR RADIO) erleben sie verschiedene Abenteuer, in denen die verschiedenen Facetten des Amateurfunkdienstes erläutert werden. In den unterschiedlichen Folgen kommen auch zahlreiche Amateurfunkgeräte der Firma ICOM zum Einsatz, deren Technologien und Funktionen ebenfalls in den Geschichten erläutert werden.

    Die Comichefte entstanden durch das Mitwirken des Lake Washington Ham Clubs (KC7OIO), Schülern der 4. und 5. Klasse der Grundschule Ben Franklin Kirkland WA, der Priory L.S.S.T. Schule in Lincoln England und von vielen weiteren.

    Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick die veröffentlichten Folgen sowie deren Themenschwerpunkte.

    #TitelJahrThemaFeature
    1The Odyssey Begins2002Einführung in den Amateurfunk:
    Ursprung, Anwendungsbeispiele, Bedeutung
    IC-706MKII G
    IC-718
    IC-756PRO II
    IC-R3
    IC-T90A
    IC-V8
    IC-V8000
    2Lost In Seattle2003Notfunk: Suche nach vermisstem FreundIC-706MKII G
    IC-910H
    IC-T90A
    IC-V8
    ID-1
    3Mady goes to England2005Kommunikation: WeltweitIC-706MKII G
    IC-910H
    IC-T90A
    4Fun At Filed Day2006Field Day, Contest, GOTAIC-703
    IC-718
    IC-910H
    5Max in Space2007SatellitenfunkD-STAR
    IC-910H
    IC-V82 +UT-118
    6Let’s Go Island Dxing!2008DXpedition, IOTAIC-2200H
    IC-2820H
    IC-7000
    IC-718
    IC-756PRO III
    IC-V82
    7Ham Radio To The Rescue2011Notfunk: TrainingID-1
    D-STAR
    D-RATS

    Fazit: ICOM schafft es hier auf spielerische aber auch typisch japanische Art und Weise (Comics sind in Japan nicht nur bei Kindern sehr beliebt), Kinder und Jugendliche an das Thema Amateurfunk heran zu führen. In den unterschiedlichen Folgen werden nicht nur Grundlagen vermittelt sondern auch Themen wie Field days, DX-Betrieb, Satelliten- und Notfunk behandelt. Auch wenn ICOM hier natürlich nicht ganz selbstlos handelt (Eigenwerbung), finde ich, dass ICOM einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung geleistet hat. Es ist aus meiner Sicht Schade, dass die Reihe nicht mit weiteren und ggf. aktuellen Themen wie z.B. dem Funkbetrieb über den geostationären Amateurfunk-Satelliten QO-100 weiter fortgesetzt wurde. Ich jedenfalls werde meinem Sohn diese Comics sicher nicht vorenthalten (auch nicht ganz selbstlos)!

    Die Folgen 1-7 könnt ihr hier herunterladen. Es stehen jeweils eine Variante als Comic und eine als Malbuch zur Verfügung.

    Wie ist eure Meinung zu den Comics? Glaubt ihr, dass ICOM hier einen guten Beitrag geleistet hat? Habt ihr weitere Ideen, wie wir unseren Nachwuchs an den Amateurfunk heranführen können? Lasst es uns gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag wissen.

  • Unterwegs mit dem Kenwood TH-D74E

    Als ich 1999 die Amateurfunkprüfung der Einsteigerklasse ablegte war mit dem Kenwood TH-D7E gerade das erste Handfunkgerät mit integriertem TNC erschienen. Da ich schon zu CB-Funk Zeiten intensiver Packet Radio Nutzer war und mich die Vorstellung der portablen Nutzung dieser Betriebsart schon damals sehr reizte, führte für mich quasi kein Weg an diesem Gerät vorbei.

    Treuer Begleiter Kenwood TH-D7E v1 und Zubehör, kurz vor dessen Verkauf

    Rund 17 Jahre später, im Dezember 2016, erwarb ich dann das Kenwood TH-D74E. Mit dessen eingebautem GPS-Receiver sind Betriebsarten wie APRS viel komfortabler geworden. Das Handfunkgerät bietet aber noch jede Menge anderer Features wie D-STAR und einem Breitbandempfänger. Zudem besitzt das Gerät eine Bluetooth-Schnittstelle zum Betrieb mit einem externen Headset, der Programmierung oder Fernbedienung. Die Schnittstelle kann aber auch dazu genutzt werden, AX.25– Datenpakete an eine externe Anwendung weiter zu leiten. Wir werden darauf in einem späteren Beitrag noch etwas genauer eingehen.

    Nun aber zu der eigentlichen Aktivität: An diesem Tag war mein Ausflugsziel der Upper Seletar Reservoir Park in Singapur. Hier gibt es einen begehbaren Turm in Form einer Rakete, Locator OJ11vj, von dem aus man nicht nur eine wunderschöne Aussicht erhält, sondern auch Funktechnisch gute Reichweiten verspricht.

    Da ich bequem im Sitzen funken wollte, positionierte ich zunächst die kleine mitgebrachte Diamond Magnetfußantenne MR-73 SMA-M auf der Reling der Aussichtsplattform. Danach prüfte ich, welche Relaisfunkstellen sich von dem Standort aus erreichen bzw. arbeiten lassen. Das lokale VHF Amateurfunkrelais 9V1RS im Süden von Singapur ließ sich ohne große Probleme auftasten und empfangen. Leider kam auch nach mehrmaligem CQ rufen jedoch kein QSO zustande. Das lokale UHF-Relais 9V1RMP im Osten war schon deutlich schwächer im Empfang, ließ sich dennoch öffnen. Da Singapur Relaistechnisch sonst nichts mehr zu bieten hat nutzte ich die Repeater -App auf meinem iPhone, um gezielt nach Relaisfunkstellen des benachbarten Malaysien zu schauen. Die beiden angezeigten Relais 9M2RGP (147,825 MHz -0,6) und 9M4RGP (145,7375 MHz -0,6) im 2m-Band, die sich wohl beide auf dem Berg Gunung Pulai befinden, konnte ich jeweils stark empfangen. In Singapur ist im 2m-Band jedoch nur Sendebetrieb im Bereich von 144 – 146 MHz erlaubt, wodurch Funkbetrieb zumindest über 9M2RGP von Singapur aus nicht erlaubt ist. Frühere Bestrebungen, den Nachbarn dazu zu bewegen, die angrenzenden Relais in den in Singapur erlaubten Frequenzbereich zu verschieben schlugen bisher leider fehl. Beim Scannen über die Frequenzen konnte ich noch mehr Signale empfangen, z.B. ein DMR-Signal auf 439,0375 MHz, welches ich bisher nicht zuordnen kann, sowie starke Signale im PMR-Bereich. Ein D-STAR Relais in Reichweite konnte ich leider nicht ausfindig machen.

    Die Repeater App (iOS) zeigt Relais-Stationen für einen festgelegten Radius, Band und Mode, vorausgesetzt, dass diese zuvor in die Datenbank eingetragen wurden

    APRS: Der Nachbar Malaysien bietet nicht nur eine deutlich höhere Dichte an Relaisfunkstellen sondern auch die APRS-Frequenz (hier 144,390 MHz) ist extrem stark frequentiert, so dass man trotz guter Lage Schwierigkeiten hat, sich mit der eigenen Bake durchzusetzen. Neben den Digipeatern selbst konnten auch viele Fest-, Mobil oder Portabelstationen sowie Wetterstationen empfangen werden. Einige Stationen schrieben in ihrer Bake JayBee APRS Team, was mich neugierig machte: Nach einer kurzen Internetrecherche stieß ich auf deren Facebook-Gruppe. Die aktive Gruppe um Johor Bahru im Süden von Malaysien und damit angrenzend zu Singapur betreibt einige APRS-Digipeater. In der Gruppe gibt es auch viele Bilder von dem verwendete Equipment und dessen Installation.

    Aber was steht eigentlich in meiner eigenen Bake? Ein Blick ins Menü offenbarte, dass ich meinen Bakentext seit dem Umzug nach Singapur noch nicht angepasst hatte. Ich experimentierte mit verschiedenen Einstellungen des Symbols und des Infotextes. Wie die neuen Yaesu Geräte mit analogem APRS, verfügt auch das Kenwood TH-D74 über die Funktion der Aussendung der QSY Information. Das bedeutet, dass der Bakentext die eingestellte Frequenz, Ablage und Ton des nicht für APRS genutzen Bandes mit aussenden kann. Somit wissen Stationen in Reichweite, wo sie mich aktuell in Fonie erreichen könnten. Wie das genau Funkioniert könnt ihr im Handbuch nachlesen, dass ihr hier von unserer Webseite herunterladen könnt.

    Meine APRS-Baken unter 9V1LH-7 wurden von 9M4RJB-3 oder 9M4RAP-3 weitergeleitet und dann von 9W2DVZ-1 oder 9W2GCC-1 an aprs.fi weitergeleitet

    Fazit und Ausblick: Da ich am eigenen Wohnort keine Aufbaumöglichkeiten für Antennen habe und sich mein Hobbyraum im 1 Stockwerk und umgeben von weiteren Hochhäusern befindet, beschränkt sich meine Aktivität auf die Kommunikation via Hotspots. Der Ausflug hat allerdings nicht nur mein Interesse am Protabelbetrieb wieder geweckt sondern auch, sich mal wieder etwas mehr im Detail mit dem vorhandenen Funkequipment zu beschäftigen. Mit dem TH-D75 hat Kenwood bereits den Nachfolger des TH-D74 angekündigt (siehe Ankündigung). Dieses verspricht einige spannenden Neuerungen wie dualem D-STAR-Empfang, D-STAR Terminal- und Accesspointmodus mit MMDVM kompatibler Schnittstelle und integriertem APRS-Digipeater. Auch eine neue Firmware für das TH-D74 wurde von Kenwood für Ende diesen Jahres angekündigt. Ob diese jedoch auch neue Funktionen mit sich bringt oder nur Fehler behebt bleibt noch abzuwarten.

    Hier gibt es noch weitere Impressionen vom Ausflug mit dem Kenwood TH-D74E:

    Seid ihr auch Besitzer eines Kenwood TH-D74 oder eines seiner Vorgänger und wenn ja, wie nutzt ihr das Gerät? Lasst es uns gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag wissen.

    Möchtest du dein Lieblingsgerät gerne auch hier vorstellen? Dann schreib uns einfach eine E-Mail mit deinem Beitrag an sysop@dl-nordwest.com.

    Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

  • Himbeere oder lieber Orange?

    Der Einplatinencomputer Orange Pi Zero LTS (OPi0) stellt sich vor

    In zahlreichen Amateurfunkprojekten kommen heute s.g. Einplatinencomputer, zu Englisch Single-Board Computer oder kurz SBC, zum Einsatz. Als wichtigster Vertreter ist hier der, mittlerweile in der 4. Generation vorliegende, Raspberry Pi der Raspberry Pi Foundation zu nennen. Dessen erste Generation erblickte bereits 2014 das Licht der Welt. Sein Betriebssystem Raspberry Pi OS, bzw. früher Raspbian, basiert auf der Linux Distribution Debian und wurde speziell für die Verwendung des im Raspberry Pi verwendeten ARM-Prozessors optimiert. Es existieren aber auch andere Betriebssysteme für den Raspberry Pi. Seinen Erfolg verdankt der Raspberry Pi u.a. der weltweiten Verfügbarkeit, seinem geringen Preis von hierzulande damals nur um die 35 Euro und des Angebotes an unzähligen und aufsteckbaren Hardware-Erweiterungen. In der noch bis vor kurzem anhaltenden Chipkriese war der Raspberry Pi jedoch entweder nur schwer und wenn dann zu horrenden Preisen zu bekommen.

    Es soll an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass es lange vor dem Raspberry Pi schon andere SBC gab, wie z.B. den SheevaPlug. Dieser fand ebenfalls in diversen Amateurfunk-Projekten seinen Einsatz, z.B. als APRS iGate.

    Wie ein Steckernetzteil steckt der SBC SheevaPlug direkt in der Steckdose, hier konfiguriert als APRS4r-Gateway

    Aber muss es für jedes Projekt wirklich immer ein Raspberry Pi sein? Wir meinen Nein! Nach dem weltweiten Erfolg des Raspberry Pi kamen viele weitere SBC auf den Markt, u.a. das BeagleBoard, Cubieboard, PandaBoard, der Lattepanda, Banana Pi, Orange Pi und viele mehr. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in den verwendeten Prozessoren, ihrer Leistungsfähigkeit, den zur Verfügung stehenden Schnittstellen und dem Preis. Möchte man jetzt zum Beispiel seinen Kurzwellen-Transceiver für Digi-Modes erweitern so wäre es wünschenswert, nicht nur die Software direkt auf dem SBC laufen zu lassen, sondern auch gleich dessen Soundkarte und mit ein wenig Zusatzbeschaltung auch dessen serielle Schnittstelle für die CAT-Steuerung nutzen zu können. Ähnliches gilt, möchte man sich z.B. einen analogen Hotspot für Sprechfunk- oder APRS-Betrieb bauen, nur das hier oft noch weniger Prozessorressourcen benötigt werden. Viele SBC wie auch der Raspberry Pi verfügen nicht über den benötigten Mikrofon-Eingang, so dass man entweder zusätzlich noch eine externe USB-Soundkarte anschließen muss oder aber eine Aufsteckplatine verwenden muss, die eine Soundkarte über den zur Verfügung stehenden I²S-Bus anbindet.

    Der Orange Pi Zero (LTS) hingegen bietet nicht nur einen Mikrofon-Eingang sondern bei Bedarf auch die Stromversorgung für ein Kondensatormikrofon. Stereo Line-Ausgänge sowie zwei weitere USB2.0-Ports, drei serielle Schnittstellen sowie ein I²C und SPI-Bus stehen ebenfalls über Steckerleisten zur Verfügung.

    Pinbelegung der Steckerleisten des Orange Pi Zero (LTS), Quelle: oshlab.com

    Die Standard-Version des Orange Pi Zero (LTS) besitzt lediglich 256 MB Ram, eine Version mit 512 MB Ram ist aber ebenfalls erhältlich (beim Kauf unbedingt auf die richtige Version achten). Als Betriebssystem kann man auf der offiziellen Webseite zwischen Ubuntu, Debian oder Android wählen. Ich selbst bevorzuge Armbian, welches besonders schlank und damit für die Verwendung auf dem OPi0 bestens geeignet ist.

    Orange Pi Zero LTS, Quelle: www.orangepi.org

    Fazit: Der Orange Pi Zero (LTS) kann eine interessante Alternative zum oft verwenden Raspberry Pi darstellen, besonders wenn ein Projekt keine all-zu-großen Anforderungen an die CPU-Leistung stellt, aber dafür ein Mikrofon-Eingang benötigt wird. Der OPi0 ist zudem deutlich kleiner und etwas günstiger als andere SBC-Vertreter.

    Bezugsquellen:

    Wir werden euch hier in naher Zukunft einige Projekte vorstellen, die wir bereits mit einem Orange Pi Zero (LTS) realisiert haben. Solltet ihr diesen bereits auch schon im Einsatz haben oder ihr weitere Fragen oder Anmerkungen dazu haben, dann lasst es uns gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag wissen.

    Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

  • DLNW-Monitor Telegram Bot
    DLNW-Monitor Bot

    Hier ist er nun endlich, nach vielen Stunden intensiver Bastel- und Programmierarbeit. Wir sind stolz euch unseren brandneuen Telegram-Bot vorstellen zu dürfen. Er zeigt dir die auf dem System von DL-Nordwest rufenden Stationen an damit du garantiert kein QSO und keinen Funkfreund mehr verpasst.

    Der Bot verfügt aktuell über die folgenden Funktionen:

    • Anzeige des Rufzeichens und des Names der rufenden Station, inkl. Link zu dessen qrz.com Seite
    • Anzeige des von euch verwendeten YAESU Funkgerätes falls übermittelt, sonst Target
    • Die Meldung erfolgt pro Rufzeichen, Target und Via Kombination nur maximal einmal pro halbe Stunde
    • Aussendungen mit N0CALL oder < 2 Sekunden werden ignoriert

    Um den Bot zu abonnieren und damit keinen OM mehr zu verpassen scannst du einfach den folgenden QR-Code oder klickst unseren Join-Button links auf der Seite.

    Jetzt sind wir wie immer auf eure Anregungen und euer Feedback gespannt. Gerne auch in den Kommentaren direkt unter diesem Beitrag.

    Euer DL-Nordwest Team Stephan 9V1LH/DG1BGS und Bernd DK5BS

    Information von Holger DO5HOK hierzu:

    Liebe Funkfreunde, solltet ihr den neuen Bot von DL-Nordwest in eure Telegrammgruppe aufgenommen haben, ihr dann feststellt dass das Bildchen neben der Info euch in der Handy Galerie ein Telegramm Album erstellt und jedes Bild anzeigt das dann nicht gewollt ist, müsst ihr in die Telegramm Einstellungen dann zu Daten und Speicher. Dort dann in Gruppen und den Haken in Galerie speichern auf aus setzen! Solltet ihr noch in anderen Gruppen sein müsst ihr für diese eine Ausnahme hinzufügen (Beispiel Samsung Handy)

    Vy 73 de Holger, DO5HOK

  • Kräftig Pusten

    Boooh du bringst kräftige Pustgeräusche mit !!!! Solche oder ähnliche Aussagen hört man öfters im digitalen wie auch im analogen Sprechfunk. Mike Gain runter drehen … ok weiter weg vom Mikrofon gehen – auch gut, aber meistens nach 2 Durchgängen schon wieder hinfällig weil man nicht dran denkt und wieder frontal und aus kurzem Abstand das Mike bespricht.

    Seit einigen Jahren verwende ich eine andere Möglichkeit, die ich euch hier zeigen möchte

    Diese kleinen Schaumstoff-Nupsi sind eigentlich als Ohrpolster gedacht aber erfüllen hier auch hervorragend ihren Dienst. Ich habe die mit einem einfachen Klebe Stift befestigt und das hält wie gesagt seit einigen Jahren und vermeidet sehr gut die störenden Nebengeräusche von Mensch und Natur. Also auch der Wind wird nahezu komplett ausgeblendet. Versucht es einfach mal, der Kostenaufwand ist minimal und es sieht allemal besser aus als eine Socke übers Mike zu ziehen. Viel Erfolg

  • Wires-x Taste

    Die sogenannte Wires-X Funktionalität

    Jeder Besitzer eines Yaesu Gerätes mit C4FM kennt die X bzw. DX Taste.
    Doch wozu ist sie eigentlich da, oder wie wird sie richtig verwendet?

    Zunächst muss man wissen wie die Taste richtig zu drücken ist,
    das ist nämlich nicht bei allen Geräten gleich.
    Bei einigen bewirkt das lange drücken das Einloggen in Relais oder
    Hotspot bei anderen wie dem FT-2 muss sie kurz gedrückt werden.

    Da das nicht bei jedem TRX gleich funktioniert müsst ihr wirklich in eurem Handbuch nachschauen. Alle Manuals die wir gefunden haben findet ihr in unserem Downloadbereich.

    Von hier aus gibt es mehrere Möglichkeiten die davon abhängig sind in welchem Netz ihr euch befindet…. Liste auswählen oder bekannte Nummer eingeben klappt immer.

    Zunächst die # Taste lang drücken, dann die Raumnummer (54919 für YSF – 27741 für Wires-X) eingeben.
    Am Ende nochmals kurz die # Taste drücken. Jetzt sollte der Transceiver auf Sendung gehen und selbsttätig den Raum wechseln.

    Um nur über euren Hotspot oder Relais zu sprechen ist ein einloggen nicht erforderlich.

  • Neuer TRX von ICOM

    IC-905 heißt der neue und hat folgende Merkmale

    • Der erste VHF/UHF/SHF Multiband-Transceiver mit 144/430/1200/2400/5600 MHz und 10 GHz* Bandbereiche.
    • Ausgangsleistung von 10 W für 144-1200 MHz, 2 W für 2400 und 5600 MHz, sowie 0,5 W für 10 GHz*.
    • Farbiges LCD-Touchdisplay, Wasserfallanzeige und intuitive Menüführung nach Vorbild des IC-705.
    • Stromversorgung des RF-Moduls über Ethernet (PoE)
    • ATV (Amateur TV)

    *10 GHz möglich mit dem optionalen CX-10G Transverter

    Das Gerät soll ab Juni 2023 lieferbar sein und etwa 3.500,- € kosten. Vorbestellungen sind bei einigen Händlern natürlich schon möglich.

    Hier noch der Text von Funktechnik Dathe:

    Innovativ, Neuartig, Wegweisend: Der neue IC-905

    Der erste VHF/UHF/SHF Multiband-Transceiver mit 144/430/1200/2400/5600 MHz und 10 GHz* Bandbreite.
    Ausgangsleistung von 10 W für 144-1200 MHz, 2 W für 2400 und 5600 MHz, sowie 0,5 W für 10 GHz*.
    Farbiges LCD-Touchdisplay, Wasserfallanzeige und intuitive Menüführung nach Vorbild des IC-705.
    Stromversorgung des RF-Moduls über Ethernet (PoE)

    Kurzbeschreibung

    Der ICOM IC-905 ist ein All-Mode-Transceiver, der für den Einsatz im VHF-, UHF- und SHF-Bereich geeignet ist. Er bietet eine breite Palette an Funktionen und ist ideal für die Verwendung in verschiedenen Kommunikationsszenarien geeignet. Der IC-905 bietet dabei eine Ausgangsleistung von bis zu 10 Watt im VHF- und UHF- Bereich und bis zu 5 Watt im SHF-Bereich. Er verfügt über ein eingebautes 4,3-Zoll-Touchscreen-Display, das eine einfache Bedienung und eine klare Anzeige von Informationen ermöglicht.

    Zu den weiteren Funktionen des IC-905 gehören eine integrierte GPS-Funktion, ein D-STAR-Modus, eine digitale Signalverarbeitung (DSP) und vieles mehr. Der Transceiver bietet auch eine Vielzahl von Anschlüssen, darunter USB, Ethernet und HDMI. Der IC-905 ist auch mit der ICOM RS-BA1-Software kompatibel, die eine Fernsteuerung des Transceivers über das Internet ermöglicht. Darüber hinaus bietet der IC-905 auch eine integrierte WLAN-Funktion, die eine drahtlose Übertragung von Daten, Bildern und Videos ermöglicht.

    Insgesamt ist der IC-905 ein leistungsstarker und vielseitiger Transceiver, der für den Einsatz in verschiedenen Kommunikationsszenarien geeignet ist. Er bietet eine breite Palette an Funktionen und eine einfache Bedienung, die ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Amateurfunker und andere Kommunikationsanwendungen macht

    Technik

    Der IC-905 Transceiver besteht aus einem Controller und einer externen HF-Einheit, die in einem eigenen Gehäuse (RF Unit) untergebracht ist. Der Controller übernimmt das Design und die Bedienung des beliebten IC-705. Die HF-Einheit ist wetterfest und befindet sich extern am Mast in unmittelbarer Nähe zu den Antennen, um Verluste über lange Koaxialkabel zu vermeiden. Eine wetterfeste Ethernet-Verbindung zwischen Controller und RF-Unit ermöglicht nicht nur die Steuerung, sondern auch die Stromversorgung durch den “Power over Ethernet” Standard.

    Die HF-Einheit verfügt über Sende- und Empfangstechnik für die Bänder 2 m, 70 cm, 23 cm, 13 cm und 6 cm sowie einen GPS-Empfänger zur Frequenzstabilisierung des OCXO. Eine Sendeleistung von 10 Watt steht auf 2 m, 70 cm und 23 cm zur Verfügung, während 2400 und 5600 MHz jeweils 2 Watt und 10 GHz 500 mW erreichen können. Die optional erhältliche CX-10G Einheit kann genutzt werden, um das 10 GHz-Band zu betreiben. Die HF-Einheit und die CX-10G sind über ein Steuerkabel miteinander verbunden.

    Der IC-905 verfügt über ein farbiges Touch-Display mit einer Größe von 4,5 Zoll, das eine Spektrum- und Wasserfallanzeige mit einstellbaren Bandbreiten bietet. Zur Stromversorgung benötigt der IC-905 13,8V, während die RF-Unit durch Power over Ethernet mit den benötigten 48 V versorgt wird. Konfigurationsdaten, Speicher, Bilder und weitere Daten können auf einer optionalen SD-Speicherkarte abgelegt werden. Der Controller verfügt auch über einen Ethernet-Port zur Einbindung in die Funkstation und eine USB-C Buchse zum Anschluss an einen lokalen PC. Ein wetterfestes Ethernet-Kabel zur Verbindung zwischen Controller und RF-Unit ist im Lieferumfang enthalten.

    Anwendung

    Der Icom IC-905 ist ein Allmode-Transceiver, der professionelle HF-Technologie für höchste Frequenzen bietet. Mit Betrieb bis zu 10 GHz wird die gesamte HF-Technik wetterfest am Mast untergebracht, um Kabelverluste zu vermeiden. Die Bedienung erfolgt über einen Controller mit großem, berührungsempfindlichem LC-Display, der alle gängigen Betriebsarten wie SSB, CW, AM, FM und D-Star unterstützt. Der IC-905 bietet auch die Betriebsart FM ATV und kann als Access Point für D-Star agieren.

    Eine Besonderheit des IC-905 ist die Unterstützung von analogem Amateurfernsehen (ATV) über AV Ein- und Ausgänge. Das empfangene TV-Bild kann bildschirmfüllend auf dem eingebauten Display angezeigt werden. Mit entsprechenden Antennen lassen sich hervorragend ATV QSOs führen, auch auf große Entfernungen. Mit der kompakten Bauform bietet der IC-905 ideale Möglichkeiten für den Portabel-Betrieb von erhöhten Standorten aus.

    Durch die Konzeption des IC-905 werden die höheren Frequenzbänder wie 13 oder 6 cm auch für Funkamateure zugänglich, die bisher auf Eigenbaugeräte angewiesen waren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für den Betrieb auf den SHF-Bereichen, wie Regenscatter auf 10 GHz oder auch der Betrieb über den QO-100 Satelliten. Der IC-905 wird voraussichtlich dazu beitragen, dass diese Bänder in Zukunft bei Funkamateuren populärer werden.

  • NXDN- was ist das nun schon wieder?

    Next Generation Digital Narrowband heißt das offiziell und wurde von Icom und Kenwood von ihren bestehenden Systemen IDAS und NEXEDGE weiterentwickelt. Es ist natürlich nicht neu sondern seit 2006 auf dem Markt und solange gibt es auch schon Geräte hierzu.

    Wer mal ein bißchen in den älteren Beiträgen sucht, wird feststellen das es bei DL-Nordwest bereits seit April 2020 hierfür einen extra Raum bei uns gibt. (TG20421)

    Und wer sich jetzt fragt warum ich gerade jetzt darüber schreibe, dem sei gesagt daran ist David PA7LIM “schuld”. Er hat unter anderem das Programm BlueDV for Windows geschrieben, das viele von uns unter anderem in Verbindung mit einem AMBE Stick kennen und verwenden. In seiner neuesten Version 9631 ist nun ein weiterer Schieberegler hinzu gekommen.

    So sieht das nun aus in der aktuellen Ansicht. Es funktioniert hervorragend, wie auch die bisher implementierten Betriebsarten. Bei den AMBE Einstellungen bitte beachten: Übernehmt die Einstellungen von Fusion in Brücken-Räumen, dann sollte das mit den Einstellungen passen.

    Die Einstellungen sind natürlich generell davon abhängig wie euer Rechner und eure Soundkarte konfiguriert sind. Also bitte nicht einfach diese Einstellungen übernehmen.

    Für NXDN gibt es eine extra ID, die ihr aber nicht wirklich braucht solange ihr erstmal nur experimentieren wollt. Dies Nummern sind recht begrenzt und es funktioniert zum Testen auch erstmal ohne.

    Viel Spaß beim experimentieren

  • Neuer Yaesu Transceiver FTM-500DE

    Neuer Mobil TRX von Yaesu, voraussichtlich ab März 2023 soll er lieferbar sein.

    Das FTM-500DE bietet VHF- und UHF-Mobilfunk auf höchstem Leistungsniveau: Wahlweise analog in FM oder digital in C4FM mit 50 W Sendeleistung kann der Transceiver mehr liefern als andere, und dies ohne separate Endstufe.
    Eine Besonderheit des FTM-500DE ist die integrierbare optionale Bluetooth-Schnittstelle BU-2. Diese ermöglicht einen “Hands Free”-Betrieb, also die Möglichkeit, Funkgespräche ohne lästiges Mikrofonkabel und ohne ständiges Drücken der PTT-Taste zu führen, wie es im Mobilbetrieb beim Fahren inzwischen auch Vorschrift ist. Als Headset bietet Yaesu das BH-2A an.
    Das Gerät bietet ein gut ablesbares Farb-LC-Display. Mit „System Fusion“ verbindet Yaesu den Analog- und Digitalbetrieb, zwischen denen mit AMS (Automatic Modes Switching, automatische Umschaltung zwischen analogem FM- und digitalem C4FM-Betrieb) selbstständig gewechselt wird.
    Die Abstimmung ist in Schritten von 5, 6,25, 8,33, 10, 12,5, 15, 20, 25, 50 oder 100 kHz möglich, womit für jedes Land und jeden Bandplan eine sinnvolle Lösung geboten ist. Alle Einstellungen und auch die gespeicherten Frequenzen lassen sich auf eine optionale MicroSD- Speicherkarte mit max. 32 GB abspeichern. Sprachaufzeichnung und -wiedergabe (Voice Recording, optional) nutzen die Speicherkarte ebenfalls.
    Die Stromversorgung von 13,8 V / 12 A ist mit einem Netzteil, aber auch per Batterie mobil oder auf einem Fieldday oder einer Expedition möglich.

    Das ist Mobilfunk: der FTM-500DE von Yaesu bietet FM, APRS und Digital Voice (C4FM) mit sehr einfacher Bedienung. Das farbige Display zeigt beide Bänder gleichzeitig, die optionale Bluetooth-Einheit sorgt für stressfreien Betrieb während der Fahrt (Hands Free).

    Der Yaesu FTM-500DE Mobiltransceiver bietet echten Dualband-Betrieb, also einen Betrieb mit zwei aktiven Empfängern gleichzeitig. Dabei ist auch der Empfang von 2 x VHF oder 2 x UHF möglich (V/U, V/V, U/U).  1000 Speicher helfen, die beliebtesten Frequenzen zu organisieren und immer schnell im Zugriff zu haben. Der Empfänger arbeitet von 108 bis 1000 MHz durchgehend und ermöglicht so auch den Empfang von Flugfunk (AM) oder Marinefunk (FM).
    Der Sender verwendet robuste Endstufen-Module mit jeweils 50 W max. Sendeleistung auf jedem Band. Natürlich kann die Sendeleistung auch reduziert werden. Mit 3 Watt NF-Leistung – 8 W an einem externen Lautsprecher – ist der Betrieb auch in lauter Umgebung kein Problem, ob mobil im KFZ oder portabel auf einer Veranstaltung.
    Um die üblichen Navigationsfunktionen und Ortsdaten in C4FM verwenden zu können, hat das FTM-500DE einen GPS-Empfänger mit 66 Kanälen eingebaut. Optional ist ein externer GPS-Empfänger anschließbar. So lassen sich die bekannten Funktionen wie Anzeige der Richtung und Distanz zur Gegenstation, Backtracking u.v.m. nutzen.
    Auch andere mittlerweile aus der C4FM-Technik bekannten Funktionen wie Digi Group ID und Digital Group Monitor werden vom FTM-500DE unterstützt. Natürlich kann man mit dem FTM-500DE auch am Wires-X System teilnehmen. Die dazu nötigen Anschlüsse für das optionale HRI-200 Interface sind vorhanden.
    Das Bedienteil ist vom Hauptgerät entkoppelt und kann mit dem beiliegenden Kabel abgesetzt betrieben, aber auch direkt am Hauptgerät montiert werden. Im Lieferumfang sind Stromkabel mit Sicherungen, DTMF-Mikrofon SSM-85, PC-Verbindungskabel SCU-20 und ein 3 m langes Verbindungskabel für Bedienteil und Hauptteil enthalten. Ein 6 m langes Kabel ist optional erhältlich, ebenso ein Mikrofon mit Kamera, das MH-85A11U, dessen Bilder auch gesendet werden können.

    Quelle: Wimo

  • Zum 01.03.2021 Hotspot-Paßwort nötig!

    Veröffentlicht am 10. Januar 2021

    Hallo Leute,

    aufgrund fortschreitenden Mißbrauchs des MMDVM-Protokolls für unkoordinierte Links zu anderen Netzen haben einige Master-Betreiber bereits begonnen, ein persönliches Hotspot-Paßwort verpflichtend einzuführen. Dies führt dazu, daß die Master-Server, welche nach wie vor das Standard-PW erlauben, immer mehr diesen unerwünschten Traffic abbekommen, da natürlich die Fremdnutzer der IDs auch nicht gänzlich blöd sind und munter zwischen den Servern wechseln, wie es ihnen gerade gefällt.

    Daher haben wir uns entschlossen, zum 01.03.2021 auf den durch uns betreuten Servern das Standard-Paßwort für den Hotspot-Zugang abzuschalten. Nutzer müssen ab diesem Zeitpunkt zwingend im selfcare (https://brandmeister.network/?page=selfcare) sowie in ihrem Hotspot solch ein Passwort setzen, um weiterhin zu den Servern 2001, 2621 oder 2622 via Hotspot zu verbinden. Wer dies bereits getan hat, für den ändert sich natürlich nix.

    Gebt diese Information weiter, informiert auch eure Funkfreunde, die dies vielleicht nicht mitbekommen – so macht ihr allen die Umstellung einfacher.

    Und beachtet bitte auch, natürlich bieten wir den üblichen Support, wenn dabei Probleme auftreten – dieser beschränkt sich aber auf Verbindungen zu den Servern 2001, 2621 und 2622, bei anderen Master-Servern können wir keine Hilfestellung bieten. Ferner können wir keinen Support bei Problemen leisten, die sich auf die Software des Hotspots beziehen.

    Vielen Dank für euer Verständnis, und weiter viel Spaß im BM!

    Ralph, dk5ras, fürs BM262.de-Team.

  • Änderungen bei der DMR-ID-Registrierung

    QUELLE: BM262.de

    Herumgesprochen hat es sich ohnehin, aber dennoch wollen wir es nochmals offiziell verkünden. Zum 18.12.2020 wird das bisherige System zur Registrierung der DMR-ID abgeschaltet. Hans-Jürgen (dl5di) hat über viele Jahre im Hintergrund dieses gewachsene System betrieben, und unlängst für sich beschieden, daß die Oberfläche nicht mehr sinnvoll und sicher zu warten und betreiben ist und eine komplette Neuerstellung der Plattform notwendig wäre. Dazu hat er aber nicht die notwendige Zeit, da man bekanntlich so nebenbei auch noch seine Brötchen verdienen muß. So hat er mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Übergang des Systems an RadioID.net eingeleitet, der auch die Ziellinie beinahe erreicht hat. Glen (ve9gln) betreibt dieses System unter modernen Gesichtspunkten, und eine Vielzahl an Helfern sorgt in diesem professionell aufgezogenen System dafür, daß alles möglichst reibungslos läuft.

    Eine gewisse Herausforderung ist es, die Daten gemäß strengen Datenschutzvorgaben zu übertragen und dennoch alles Notwendige möglich zu machen. Ohne allzu tief in die Details zu gehen, übertragen werden nur der Vornamen, das Rufzeichen und die DMR-ID, keine Email-Adressen oder andere persönliche Daten. Damit die Nutzer dennoch mit ihre Email-Adresse einen Zugang einrichten können, wird vermittels einer Einwegfunktion aus der Email-Adresse im alten System ein Zahlenwert (ein Hash) errechnet, und nur dieser wird auch übertragen. Will der Nutzer sich nun am neuen System anmelden, so muß er dies mit der damals verwendeten Email-Adresse durchführen, es wird erneut anhand der gleichen Einwegfunktion die Zahl daraus errechnet, und nur bei Übereinstimmung ist eine Anmeldung möglich.

    Warum nun überhaupt anmelden, wo man doch schon eine ID hat? Ganz einfach, radioID.net ermöglicht auch das Eintragen und Ändern der Daten wie Email-Adresse, Nachnamen, Wohnort. Also doch ein gewisser Mehrwert, der sich aus der Änderung ergibt. Wer hier keinen Bedarf hat kann dies getrost ignorieren und muß nicht tätig werden, alle bisherigen DMR-IDs werden dennoch auch zukünftig funktionieren. Ebenso kann die Anmeldung dort auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt erfolgen, sollte die Notwendigkeit erst später erstehen. Natürlich gibt es auch Hilfestellung, wenn bei der Anmeldung Probleme auftauchen, man zum Beispiel die Email-Adresse von damals gar nicht mehr betreibt.

    Bitte beachten – das neue System wird für Europa erst am 19.12.2020 scharfgeschaltet. Also auch erst dann können dort Benutzerkonten angelegt sowie DMR-IDs registriert werden. Aktuell laufen die Registrierungen neuer IDs wie gehabt im alten System.

    An der Stelle gilt unser Dank Hans-Jürgen (dl5di), welcher still und leise einen großen Anteil daran hatte, daß wir hier so einfach und geordnet DMR nutzen können, und mit dem wir auch jahrelang problemlos und produktiv zusammenarbeiteten. Ein Teil derer, die ihn unterstützten, wird im neuen System diese Arbeit weiterführen, ein paar hören auf, andere kommen neu dazu, jedenfalls ist sichergestellt, daß es zu keinen Brüchen kommen wird. Weiterhin danken wir Glen (ve9gln), der sich nun uns Europäer aufgehalst hat und auch erst mal lernen muß, daß bei uns doch manches etwas anders läuft als auf dem amerikanischen Kontinent.

    Viele Grüße – Ralph, dk5ras, fürs BM262.de-Team.

  • NanoVNA – Meine Erfahrungen

    Wieder mal ein neues Spielzeug – Ein Erfahrungsbericht

    NanoVNA heißt das Teil und kostet aus China kommend zwischen 30,- und 50,- Euro, je nachdem was an Zubehör dabei ist. Low Cost nennen es die einen, die anderen sagen Billig Schrott aus China. Man sollte sich einfach bewusst sein, dass man für dieses Geld kein professionelles Gerät bekommt. Aber zumindest für einen Überblick für welche Frequenzbereiche eine gemessene Antenne geeignet ist sollte es reichen.

    Nano – wie der Name schon sagt ist sehr klein – hier ein wenig mehr als eine Kredit Karte.

    54mm x 85,5mm x 11mm (Ohne Stecker und Schalter) sind die offiziellen Maße für diese kleine Wundertüte.

    VNA – Vector Network Analyzer – klingt vielversprechend, mal sehen was es wirklich kann.

    Lieferung erfolgte nach gut 2 Wochen aus China und die erste Überraschung, gekauft als Bausatz, war das Gerät komplett fertig zusammen gebaut. Wahrscheinlich wegen der EUSt. (Zoll) als Bausatz deklariert.

    Die erste Begutachtung von meinem Exemplar fiel sehr positiv aus, alles war gerade und sauber verarbeitet. Später habe ich dann andere gesehen bei denen auch mal eine Antennenbuchse krumm war oder der mitgelieferte Dummyload nicht funktionierte. Ist wohl ein wenig Glück dabei was man für einen erwischt.

    Zur Technik: Vorne ist ein sehr empfindliches 2,8 Zoll großes Touch-Display verbaut über das die komplette Steuerung und Kalibrierung funktioniert.

    Der, ursprünglich für einen Frequenzbereich von 50 KHz bis 300 MHz konzipierte NanoVNA deckt dank eines messtechnischen Tricks in der aktuellen Firmware 50 KHz bis 900 MHz ab. Es gibt grundsätzlich 2 Firmware Versionen: Reiner Antennenanalyser und VNA. Ich wollte ihn hauptsächlich für Antennen im VHF/UHF Bereich – also HotSpot und Handfunkgeräte-Antennen.

    Das Kalibrierungs-Kit wird übrigens mitgeliefert.

    Um das ganze etwas genauer zu machen habe ich zunächst den Bereich 100 MHz bis 500 MHz kalibriert. Zunächst habe ich eine X-200 angeschlossen und mit einem Diamond SX-400 SWR-Meter verglichen. Die Messergebnisse der beiden waren nahezu identisch. Das beste SWR wurde an beiden gleich angezeigt. Somit ein klarer Punkt für den NanoVNA.

    Das hier nicht die Genauigkeit von sehr hochwertigen und teuren Geräten erreicht werden kann sollte klar sein. (zumindest nicht in dem Bereich 300 – 900 MHz, wo die Messdynamik deutlich nachlässt.)

    Das Display zeigt gestochen scharf an und kann nach eigenen Wünschen konfiguriert werden. Also z.B. nur das SWR ohne Smith Diagramm und ähnliches. (Menü Trace)

    Was leider bei meinem Gerät fehlt ist eine Abschirmung über den Antennenbuchsen. Hier sollte man auf jeden Fall selbst nachbessern (Abschirmblech). Wenn man eine Antenne direkt auf das kleine Gerät steckt, zeigt es natürlich andere Werte an, sobald man die Hand am Nano hat.

    Eine Steuerung über Windows ist natürlich auch möglich hierzu findet man im Internet das Programm NanoVNASharp über folgenden Link: https://github.com/rogerclarkmelbourne/NavoVNASharp

    Der Nano hat übrigens einen eingebauten Akku der über USB geladen wird. Ich habe ihn im Standby Betrieb laufen lassen und dann hat er sich nach etwa 2,5 Stunden abgeschaltet. Also für den normalen Gebrauch durchaus ausreichend. Mit Netzteil, einem kleinen Akkupack oder am Notebook läuft er natürlich viel länger.

    Wer bei einer Suchmaschine oder bei Youtube sucht, der wird viele Informationen zu diesem Thema finden. Mein persönliches Fazit ist durchaus positiv, im Preis/Leistungs Verhältnis ist das Teil wirklich super, auch wenn das Display für den dauerhaften Gebrauch doch sehr klein ist, aber dann kann man das Windows Programm nutzen.

    Übrigens die Lagerung in dem originalen Pappkarton fand ich nicht so berauschend, bei manchen wurde immerhin in einer kleinen Blechkiste geliefert. Ich habe mich für eine Tasche für ein 2,5 Zoll HDD Laufwerk entschieden. Hier passt er wunderbar rein und auch das Zubehör ist gut unter gebracht.

    Ob dieses Teil jetzt ein unbedingtes „must have“ ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke es ist ein sehr nützliches Tool um mal auf die schnelle etwas zu prüfen und das zu einem unschlagbaren Preis.


    73 de Bernd DK5BS