XLX421 Dashboard – Willkommen auf der dunklen Seite der Macht!

Das Dashboard des Multiprotokoll-Servers XLX421 präsentiert sich jetzt im “Dark Mode”. Alle Details dazu findet ihr in diesem Beitrag.

Wer in den letzten Tagen das Dashboard unseres Multiprotokoll-Servers XLX421 aufgerufen hat dem wird es sicher schon aufgefallen sein: Das Dashboard hat eine neue Farbgebung bekommen.

Ja, auch wir konnten uns dem Trend der s.g. Darkmode-Darstellung nicht entziehen. Insgesamt wirkt unser Dashboard jetzt also ein wenig dunkler. Willkommen also auf der dunklen Seite der Macht.

Das Dashbaord des XLX421 basiert auf dem xlxd-Dashboard v2.3.9 von Luc LX1IQ und wurde in der Programmiersprache php programmiert. Es wurde damals für die Darstellung auf Desktop-Geräten konzipiert und nicht für die Darstellung z.B. auf einem Smartdevice wie eurem Mobiltelefon. Daher kann die Darstellung auf einem mobilen Endgerät etwas umständlich sein, da man sowohl in X- als auch in Y-Richtung scrollen muss.

Über die Zeit haben wir das Dashboard unseren eigenen Bedürfnissen geringfügig angepasst, uns jetzt aber zu einer kompletten Generalüberholung entschlossen. Neben der offensichtlichen Änderung der Farben des Dashboards haben wir die folgenden Änderungen vorgenommen:

  • Übersetzung des Dashboards ins Deutsche
  • Darstellung des Inhaltsbereiches und aller Tabellen jetzt links-bündig statt mittig
  • Verlegung der Links der geschalteten Verlinkungen, der weiteren XLX-Reflektoren, der Net-Statistik und des Impressums unten in den Fußbereich der Webseite
  • Entfernung einiger Menüpunkten, u.a. zum Live-Log der ircDDB

In dem folgenden Slider haben wir euch das XLX-Dashboard ohne Anpassungen, unser Design bis zum 23.02.2024 und das aktuelle Design nebeneinander gestellt.

XLX-Dashboard Design ohne eigene Anpassungen
Dashboard-Design des XLX421 bis Anfang 2024
Dashboard-Design des XLX421 ab Ende Februar 2024

Zudem gibt es aber auch ein paar technische Neuerungen:

  1. Stationen, welche nicht mit einem D-Star Protokoll wie DCS, DExtra oder DPlus in den XLX421 einloggen, bekommen jetzt einen anderen Modulbuchstaben als, wie bisher, -B zugewiesen. So erhalten Stationen, die in DMR mit dem MMDVM-Protokoll einloggen, jetzt ein -M. Die Zuweisungen der Modulbuchstaben könnt ihr der folgenden Tabelle entnehmen. An dieser Stelle Dank an Michael DJ5KP für den Hinweis.
ProtokollModulbuchstabeBeschreibung
DCS, DExtra, DPlusAD-Star (SHF)
BD-Star (UHF)
CD-Star (VHF)
DD-Star (Dongle)
GD-Star (Gateway)
IMRSIC4FM (IMRS)
DMRmmdvmMDMR (MMDVM)
DMRplusPDMR (Plus)
G3TD-Star (Terminal)
YSFYC4FM (YSF)
  1. Die Tabelle der aktiven Module zeigt nun neben dem Modulbuchstaben auch die Anzahl der verbundenen Nodes in dem jeweiligen Modul. In der Auflistung der Module gibt es zudem eine weitere Spalte für die Anzahl der Nodes. Außerdem haben wir die Bezeichnungen aller aktiven Module etwas aufgeräumt.
  2. Bei allen Links zu aprs.fi werden jetzt nur die Rufzeichen ohne Modebuchstaben übergeben.
  3. Auf mobilen Endgeräten wie Smartdevices werden die beiden Tabellen “Zuletzt gehört” und “Aktive Module” jetzt grundsätzlich untereinander statt, wie bisher, nebeneinander dargestellt.
  4. Wenn ihr ein Filter auf ein bestimmtes Modul gesetzt habt, dann bekommt ihr im rechten Teil der Webseite nun eine Liste der Stationen angezeigt, die aktuell mit dem von euch gewählten Modul verbunden sind. Filtert ihr z.B. nach Modul D, so werden nur noch die im Raum DL-Nordwest zuletzt gehörten und im XLX421 mit Modul D verbundenen Stationen angezeigt.
  5. Interessiert ihr euch grundsätzlich nur für ein Modul, könnt ihr euch den Link zur Webseite jetzt so abspeichern, dass das Modulfilter direkt gesetzt wird. Dazu gebt ihr in eurem Browser die url wie folgt ein:

http://xlx.dl-nordwest.com/?SetModuleFilter=D

Für den Buchstaben D könnt ihr natürlich auch jeden anderen beliebigen Modulbuchstaben A-Z bzw. a-z wählen. Eine Auflistung aller Module und deren aktueller Belegung findet ihr hier:

Screenshot von xlx.dl-nordwest.com

Unterseite mit Auflistung aller belegten Module im XLX421

Hier seht ihr die beispielhafte Darstellung des Dashboards bei aktiviertem Modulfilter.

Das Dashboard unseres XLX421 findet ihr hier:

Screenshot von xlx.dl-nordwest.com

Dashboard des XLX421

Wichtiger Hinweis: Sollte das Dashboard bei euch noch nicht wie in dem Titelbild dieses Beitrages dargestellt werden, dann leert bitte den Cache eures Browsers oder ruft das Dashboard in einem privaten Fenster auf.

Wir haben noch viele Ideen, was wir zukünftig am aktuellen Dashboard verbessern könnten. Ganz oben auf der Liste steht die Optimierung zur Darstellung auf mobilen Endgeräten. Dazu würde uns interessieren, wie und ob ihr unser Dashboard aktuell nutzt. Nehmt euch also bitte kurz Zeit zur Teilnahme an der folgenden Umfrage:

Wie nutzt du unser XLX421 Dashboard aktuell?
2 votes · 3 answers
×

Achja, vielleicht noch ein Hinweis: Falls ihr euch schon mal über die Anzeige des Rufzeichens N0CALL gewundert habt und es dann vielleicht zu dem Zeitpunkt war als ihr gerade gesprochen habt, könnte es wirklich an euch gelegen haben. Bei unserem aktuellen Dashboard erscheinen jetzt 3 Fragezeichen (???) statt N0CALL. Da wir bei uns teilweise Brücken verwenden, die über das Brandmeister DMR Netz geschaltet werden, ist hier unbedingt eine sogenannte DMR-ID notwendig. Zum eigentlichen Betrieb funktioniert das auch ohne, nur das Rufzeichen wird eben nicht übertragen. Also nur ein Schönheitsfehler? Vor allem ist dieser sehr schnell zu beheben und auch kostenlos. Geht einfach auf Radioid.net und meldet euch dort an. Nach dem Hochladen eurer Genehmigungsurkunde bekommt ihr nach 1-2 Tagen eure persönliche 7-stellige DMR-ID zugeschickt. Ihr müßt nichts machen, aber das System verknüpft nach einigen Tagen diese Nummer mit eurem Rufzeichen und die Anzeige passt.

Wer das Dashboard nicht nutzt, aber dennoch keine Aktivität auf dem XLX421 verpassen möchte, den möchten wir unsere Telegram-Bots empfehlen: Der DL-Nordwest Monitor Bot meldet Stationen in DL-Nordwest und der XLX421 Monitor Bot Stationen auf den anderen beobachteten Modulen.

Wie findet ihr das neue Design unseres Dashboards? Gibt es weitere Funktionen, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Falls ja, dann teilt es uns gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag mit oder diskutiert eure Ideen in unserer Telegram-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest

Die Brückenbauer: Digitale Brücke ins FM-Funknetz

Seit kurzem steht unsere Analog-Digital Brücke von XLX421 Modul F ins FM-Funknetz wieder in vollem Umfang zur Verfügung. In diesem Beitrag erläutern wir Hintergründe und geben Tipps zur Verwendung.

Wichtiger Hinweis: Diese Brücke verbindet das analoge FM-Funknetz in der Sprechgruppe 26426 mit dem XLX421 Modul F, aber nicht mit DL-Nordwest Digital! DL-Nordwest Digital bleibt auch weiterhin digitalen Stationen vorbehalten.

In unserem Beitrag “DL-Nordwest jetzt doch Analog?” vom Sommer 2022 haben wir euch eine neue Möglichkeit aufgezeigt, die digitale mit der analogen Welt zu verknüpfen. So ist es möglich, in DMR, C4FM oder D-Star im XLX421 Modul F mit analogen Stationen zu funken, die sich im FM-Funknetz auf der TG26426 befinden.

Anbindung XLX421 Modul F zu FM-Funknetz und Brandmeister DMR TG26426

Damals wurde die Brücke freundlicherweise von Stefan DL1BH geschaltet. Seit Ende 2023 stand diese aber leider nicht mehr zur Verfügung. Mitte Januar diesen Jahres haben wir dann selbst eine Brücke gebaut, die euch nun wieder im vollem Umfang zur Verfügung steht. Wir haben zudem die Lautstärken angepasst, so dass analoge Stationen jetzt abgeschwächt werden und Digitale etwas verstärkt. Ferner steht euch weiterhin die Möglichkeit zur Verfügung, in DMR über die TG26426 aus dem Brandmeister-Netz einzusteigen. Hier sendet ihr bitte auch mit reduzierter Modulation, da wir die Lautstärken nur zwischen dem XLX421 und dem FM-Funknetz anpassen können.

Natürlich ist eine Wandlung von Digital nach Analog und umgekehrt immer mit gewissen Verlusten behaftet und stellt damit immer auch einen Kompromiss dar. So kann es passieren, dass analoge Stationen die etwas komprimierte digitale Modulation bemängeln, während sich digitale Stationen ggf. über Rauschanteile in der Modulation beklagen. Auf der anderen Seite steht im Amateurfunk die Kommunikation und Technik im Vordergrund und nicht das Erreichen einer Rundfunk-Übertragungsqualität. Wer dieses also Tolerieren kann wird damit belohnt, dass er weiterhin auch mit OM’s kommunizieren kann, die sich dem Digitalfunk bisher bewusst enthalten haben, jedoch analog entweder ein lokales Relais oder einen analogen Hotspot mit einem Zugang zum FM-Funknetz in Reichweite haben.

Eine Übersichtskarte mit den angeschlossenen Stationen findet ihr hier:

Screenshot von livemap.fm-funknetz.de

Live-Map FM-Funknetz

Die Funk-Aktivitäten in der TG26426 könnt ihr am bequemsten über unseren XLX421 Monitor Telegram-Bot live mitverfolgen. Zusätzlich stehen euch die folgenden Dashboards zur Verfügung:

Über das FM-Funknetz

Das FM-Funknetz hat seinen Ursprung im bereits 2015 gegründetem Thueringen.link. Durch die Einführung des Svx-Reflektors im Jahre 2017 mit Talkgroups (TG’s, ähnlich zu DMR) ist es möglich, auch auf analogen Relais (oder eben Hotspots) mehrere Sprechgruppen, z.B. aus unterschiedlichen Regionen, zu abonnieren und bei Aktivität automatisch auf die belegte Talkgroup zu wechseln. Der verwendete Sprachcodec Opus bietet eine sehr gute Audioqualität, der man die Kompression bzw. Digitalisierung und Rückwandlung des Sprachsignals kaum noch anhört. Das FM-Funknetz macht sich diese Technik zu nutze und führt Stationen überregional zu einem Verbund zusammen.

Die Anzahl der angeschlossenen Teilnehmer des Verbundes aus Amateurfunkrelais (überwiegend aus Deutschland) aber eben auch Hotspots ist bereits kurz davor, die 200er-Marke zu knacken (Stand Februar 2024). Eine Auflistung der aktuell verbundenen Stationen sehr ihr hier, eine Liste von möglichen Sprechgruppen hier. An dieser Stelle herzlichen Dank an Jens DJ1JAY und seinen Mitstreitern für die Initiative und das Betreiben des Projektes.

Auch unser Projekt DL-Nordwest ist nun schon seit Mitte 2022 Bestandteil des FM-Funknetzes und bietet euch neben der Sprechgruppe TG26426 nun mit der zusätzlichen Brücke auch wieder die Möglichkeit der barrierefreien Verbindung zwischen digital und analog!

Probiert es doch gerne selbst einmal aus. Ob ihr dabei stundenlange QSO’s fahrt oder nur einmal testen wollt, bleibt natürlich euch überlassen. Wir würden uns jedenfalls über Rückmeldungen von euch in den Kommentaren freuen.

Euer Team DL-Nordwest

CS800D Plus – Wir packen aus!

In “CS800D Plus – Eierlegende Wollmilchsau des Digitalfunks?” hatten wir über das Connect Systems CS800D Plus berichtet. Wir haben uns ein Gerät besorgt und packen es in diesem Beitrag für euch aus.

Neulich führte mich eine Dienstreise in die Staaten, genauer gesagt nach Kalifornien, wo auch der Hersteller Connect Systems beheimatet ist. Auch wenn ein Versenden derer Produkte weltweit erfolgen kann, lag es nahe, das Funkgerät gleich auf der Dienstreise in Empfang zu nehmen.

Ankunft des Connect Systems CS800D Plus Transceivers in Larkspur Kalifornien USA

Hier ist es nun, das Connect Systems CS800D Plus mit dem Blick aus dem Hotelzimmer bei Sonnenaufgang in Larkspur Kalifornien USA.

Kompakte und robuste Verpackung mit Label

Der Transceiver kommt in einem braunen Karton daher, der mit dem Connect Systems Logo und deren Internetadresse bedruckt ist. Zusätzlich gibt es noch ein weißes Typenschild.

Im oberen Bereich der Box befinden sich ein USB-Programmierkabel und der GPS-Empfänger

Nach dem Öffnen wird man zunächst von Kabeln begrüßt. Hier links im Bild ist das USB-Programmierkabel zu sehen, welches auf der anderen Seite einen 15-poligen High-Density Sub-D Stecker besitzt und damit an dem Zubehöranschluss an der Rückseite des Funkgerätes angeschlossen wird. Rechts befindet sich ein GPS-Empfänger, ebenfalls mit 15-poligem High-Density Sub-D Stecker.

Im rechten Seitenfach kommen ein weiteres USB-Kabel, das DC-Stromkabel und ein Mikrofon mit Zahlenblock zum Vorschein

Im Seitenfach gibt es ein weiteres USB-Kabel, dieses mal aber mit 8-poligem Modularstecker RJ45. Dieses wird vermutlich für Firmware-Updates benötigt, kann zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bestätigt werden. Es gibt außerdem noch ein DC-Stromkabel, welches sowohl im Plus- als auch im Minuspol über eine wechselbare 15 A KFZ-Sicherung verfügt. Darunter befinden sich ein Handmikrofon mit Zahlenblock sowie dessen Metallhalterung.

Montagebügel und Fach mit Schrauben

Rechts am Boden des Kartons ist ein stabiler Haltebügel aus Metall untergebracht sowie ein Set Schrauben, um diesen zu fixieren.

Englisches Benutzerhandbuch und Transceiver

Im linken unteren Fach kommen wir nun zum spannenderen Teil, dem eigentlichen Funkgerät, welches hier noch von einem englisch-sprachigem Handbuch verdeckt wird.

Sehen wir uns den eigentlichen Transceiver nun etwas näher an.

CS800D Plus – Vorderseite

Auf der Vorderseite erkennen wir links unten den Mikrofonanschluss, der wie bei modernen Mobilfunktransceivern üblich, als Modularbuchse ausgeführt ist. In diesem Fall handelt es sich um eine 8-polige RJ45 Buchse. Über dem Mikrofonanschluss befindet sich ein Drehschalter zum Verstellen der Lautstärke und Bestätigen einer Eingabe.

In der Mitte unten befinden sich 4 frei programmierbare Tasten P1 bis P4, und rechts daneben ein roter runder Taster zum Ein- bzw. Ausschalten des Transceivers. Über den mittleren Tasten befindet sich noch ein monochromes hintergrundbeleuchtetes LCD-Display und eine Hoch- und Heruntertaste rechts davon. Alle Tasten sind gummiert, beleuchtet und haben einen sprürbaren Druckpunkt.

Schließlich gibt es rechts auf der Vorderseite des Transceivers noch einen Lautsprecher, der bei anderen Geräten häufig entweder auf der Unter- oder Oberseite des Gerätes untergebracht ist.

CS800D Plus: Rückseite

Auf der Rückseite links gibt es erfreulicherweise einen N-Norm Antennenanschluss statt der im Amateurfunkbereich oft verwendeten PL- bzw. SO-239 UHF Buchse.

Auf der rechten Rückseite erkennen wir eine 15-polige High-Density Sub-D Buchse wie sie zum Anschluss von VGA-Monitoren verwendet wird. Hier dient sie allerdings dem Anschluss des Programmierkabels oder weiterem Zubehör wie dem GPS-Empfänger.

Darunter befindet sich noch der Kabelschwanz für die Stromversorgung, der hier im Pluspol auch zusätzlich noch einmal mit einer wechselbaren 15 A KFZ-Sicherung abgesichert ist. Ganz rechts und geschützt hinter einer Staubschutz-Gummikappe, befindet sich noch eine 3,5 mm Mono-Klinkenbuchse zum Anschluss eines externen 8 Ohm Lautsprechers.

CS800D Plus: Oberseite

Der Blick von Oben offenbart keine weiteren nennenswerten Merkmale.

CS800D Plus: Unterseite

Die Unterseite des Transceivers besteht quasi nur aus dem massiven Kühlkörper, auf dem auch ein großes Typenschild untergebracht ist. Auch hieran erkennt man die kommerziellen Wurzeln des Gerätes, welches wohl für den rauen Einsatz im Alltag konzipiert wurde.

Zum Abschluss sehen wir uns das Zubehör noch einmal ausgepackt und im Detail an.

Englisches Benutzerhandbuch und DTMF-Handmikrofon

Auch das Handmikrofon vermittelt einen robusten Eindruck und liegt gut in der Hand. Die Tasten auf der Vorderseite sind gummiert und besitzen eine Hintergrundbeleuchtung, haben aber keinen spürbaren Druckpunkt. Wie bei Handmikrofonen üblich befindet sich die PTT-Taste an der linken Oberseite des Mikrofons. Im Gegensatz zu den anderen Tasten jetzt aber mit gut spürbarem Druckpunkt und lautem Klickgeräusch bei dessen Aktivierung. Auf der Oberseite des Handmikrofons befinden sich keine weiteren Tasten.

Englisches Benutzerhandbuch: Dein erstes QSO

Das Handbuch liegt nur in englischer Sprache bei. Nach den üblichen Sicherheitshinweisen, der Auflistung des mitgeliefertem Zubehörs, der Montage des Haltebügels, der Spannungsversorgung und dem Anschluss des weiteren Zubehörs kann es auch schon mit dem ersten QSO losgehen. Im weiteren Verlauf werden die Bedienelemente und Anschlüsse näher erläutert und die DMR-Grundfunktionen erklärt.

DC-Stromkabel mit 15 A KFZ-Sicherungen, USB-Kabel Sub-D 15HD, GPS-Empfänger und USB-Kabel RJ45 (v.l.n.r,o.n.u)

Hier sehen wir noch einmal alle mitgelieferten Kabel sowie den GPS-Empfänger unten links im Bild

Montagebügel inkl. Schraubensatz und Mikrofonhalterung

und schließlich noch die mechanischen Komponenten wie den stabilen Haltebügel, den Schrauben und der Mikrofonhalterung aus Metall.

In unserem nächsten Beitrag über das Connect Systems CS800D Plus schließen wir das Funkgerät für euch an und testen es in analog FM sowie DMR.

Connect Systems CS800D Plus auf Montagebügel mit angestecktem DTMF-Mikrofon

Übrigens haben wir das Unboxing (Auspacken) des Funkgerätes für euch mitgefilmt. Da die Erläuterungen bei den Aufnahmen im Englischen erfolgte, haben wir das Video für euch im Nachhinein auf Deutsch Nach-vertont und euch hier beigefügt. Unten rechts neben der Lautstärkeeinstellung in der Wiedergabeeinstellung könnt ihr das Video in den Vollbildmodus schalten. Vielen Dank an der Stelle auch an Matthias AJ4BB / DL6ZM / DU3ZM für das Filmen.

Unboxing-Video des Connect Systems CS800D Plus in deutscher Sprache

PS: Mittlerweile ist es uns gelungen, das Bedienteil vom Hauptgerät abzuflexen 😉 . Im nächsten Artikel schließen wir das Funkgerät für euch an und unterziehen es einem ersten Test.

Soweit erst einmal. Jetzt können wir es natürlich kaum abwarten, das Gerät endlich in Betrieb zu nehmen.

Gibt es weitere Details die euch interessieren oder bestimmte Dinge, die wir für euch testen sollen? Falls ja, dann teilt uns das gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag mit.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS


Weitere Beiträge über das Connect Systems CS800D Plus:

Funkamateur vs. Krakus: Der Mikrofonumschalter (Teil 2)

Während in Teil 1 dieses Beitrages die konzeptionellen Vorüberlegungen und die Auswahl geeigneter Hardware behandelt wurden, geht es im zweiten und abschließenden Teil um die finale Umsetzung des Projektes Mikrofonumschalter sowie einen Ausblick künftiger Erweiterungen.

Wer den ersten Teil des Beitrages noch nicht gelesen hat oder ihn noch einmal lesen möchte, findet ihn hier.

Umsetzung

1.) Adapterkabel

Um das Standmikrofon und die Funkgeräte später direkt mit dem Umschalter verbinden zu können, verwendete ich den 9-poligen Sub-D Verbinder als gemeinsame Schnittstelle. Wie bereits erwähnt, bietet er eine ausreichende Anzahl an elektrischen Verbindungen, hat zudem aber auch noch den Vorteil, dass dessen Gehäuse genug Platz zum Löten und ggf. sogar einfügen von Bauteilen bietet. Dieses ist z.B. beim ICOM ID-4100D erforderlich, da dessen Mikrofonschnittstelle nicht über getrennte Pins für “Hoch” und “Herunter” verfügt und somit einen zusätzlichen Widerstand benötigt. Die Standmikrofon-Seite erhält einen Stecker, die Funkgeräte-Verbindungen entsprechend eine Buchse.

Bevor man sich an die eigentliche Lötarbeit macht empfiehlt es sich, die Adapterkabel so zu skizzieren, dass die Pin-Nummern, die Farben der Leitungen und für die ggf. spätere Fehlersuche auch das Signal selbst mit angegeben werden. Die jeweilige Belegungen der Mikrofonschnittstelle des Funkgerätes lässt sich im besten Fall dessen Handbuch entnehmen. Wird man dort nicht fündig, hilft einem spätestens das Service Manual weiter oder in besonders hartnäckigen Fällen auch Dr. Google.

Bild 1: Adapterkabel Standmikrofon zu ICOM ID-4100D

Beispielhaft ist in Bild 1 die Verbindung zwischen dem Standmikrofon und dem ICOM ID-4100D gezeigt. Ein 470 Ohm Widerstand ist zwischen Pin 2 an der Mikrofonbuchse des ID-4100D und der Herunter (DOWN)-Taste des Standmikrofons zu löten. Die Hoch (UP)-Taste wir hingegen direkt mit dem Pin 2 des ID-4100D verbunden.

2.) Modifikationen am Standmikrofon

Wie im ersten Teil bereits erwähnt wurde, müssen wir uns noch um die Spannungsversorgung des dynamischen Mikrofons kümmern. Da im Gehäuse des Standmikrofons noch etwas Platz vorhanden war, habe ich mich dazu entschlossen, ein Batteriefach für 9V-Block Batterien einzubauen und die Versorgung damit zu gewährleisten. Dieses hat zudem den großen Vorteil, dass eine ungewollte Brummschleifenbildung von vornherein ausgeschlossen ist. Da ich gar nicht so oft auf Sendung gehe, wird eine Batterie bei mir sicher sehr lange halten 😉 .

Bild 2: Modifikation des Standmikrofons: Aussparung für 9V-Block Batteriefach

Wie man in Bild 2 gut erkennen kann, verfüge ich leider nicht über einen Werkplatz und geeignetes Werkzeug. Der Einbau ist mir trotzdem geglückt. Da ich das Standmikrofon sowieso zerlegen musste, habe ich bei der Gelegenheit dann auch gleich die Verdrahtung im Standmikrofon erneuert.

Nun musste ich nur noch alles wieder zusammensetzen und natürlich noch die Anschlussleitung des Standmikrofons kürzen und mit dem 9-poligen Sub-D Stecker versehen. Zusätzlich habe ich noch ein Label auf der Rückseite angebracht, damit ich später im Bedarfsfall die Pinbelegung noch nachvollziehen kann.

Bild 3: Erste Verbindung des Standmikrofons mit dem Mikrofonumschalter

3.) Erster Funktionstest

Für einen ersten Funktionstest schloss ich das ID-4100D zunächst direkt an das Mikrofon an, danach dann über den Umschalter. Da der Test erfolgreich war, fertigte ich nun noch drei weitere Adapterkabel für die verbleibenden Funkgeräte an und testete sie ebenfalls. Da auch hier alles einwandfrei funktionierte, war das gewünschte erreicht und ich konnte mein Standmikrofon durch Umschalten mit allen meinen Funkgeräten betreiben. Im nächsten Schritt kümmere ich mich nun um die Integration in meinen Funktisch.

4.) Integration in den Funktisch

Leider stand am vorgesehene Platz im Funktisch kein ausreichender Platz für den Umschalter in der Ausführung mit den Sub-D Verbindern zur Verfügungn. Die Ausführung mit den Modularbuchsen passte jedoch schon. Ich fertigte also erneut 5 Adapterkabel an, die den Sub-D Steckverbinder auf die RJ45-Modularstecker adaptieren (Bild 4).

Bild 4: Alle RJ45 zu Sub-D Adapterkabel sind eindeutig beschriftet

Damit ich später noch weiß, welcher Schalter zu welchem Gerät gehört, habe ich den Umschalter auch gleich entsprechend beschriftet (Bild 5).

Bild 5: Vorderseite des beschrifteten 4-Wege RJ45 Umschalters

Bevor ich mich jetzt um die endgültigen Integration und den Einbau in den Funktisch kümmere, teste ich noch einmal ausgiebig, ob alles wie gewünscht funktioniert.

Bild 6: Letzter Test vor dem finalen Einbau. Der Umschalter findet direkt unter dem Mikrofon platz.

In meinem Fall platziere ich den Umschalter direkt unterhalb des Inrico TM-7. Dazu konstruierte ich eine Einbauhalterung (Bild 7), die es mir erlaubt, sowohl den Umschalter und das TM-7 in der gewünschten Position zu fixieren, als auch den Anschluss des Standmikrofons auf der Vorderseite neben dem Umschalter zu erlauben.

Bild 7: In DesignSpark Mechanical 6 konstruierte 3D-Druck Halterung

Die Verbindungen zu den Funkgeräten erfolgen dann später hinter dem Umschalter und unterhalb des TM-7, also im nicht sichtbaren Bereich. Die Halterung wurde mit einem 3D-Drucker und aus schwarzen PLA-Material gedruckt.

Bild 8: Integrationstest des 3D-Druck Assemblies

Der erste Positionstest (Bild 8) offenbarte noch Verbesserungspotential der Konstruktion, gibt aber schon einen guten Vorgeschmack darauf, wie es einmal werden soll.

Bild 9: 3D-Druck Assembly mit eingeschraubtem Umschalter und den Frontanschlüssen

Nach Anpassung der Konstruktion und drucken der finale Version, kann die Halterung bestückt werden. Zunächst wird der Umschalter in Position gebracht und eingeschraubt (Bild 9).

Bild 10: 3D-Druck Assembly inkl. eingesetztem und verbundenem Inrico TM-7

Dann können das TM-7 befestigt und alle vorbereiteten Adapterkabel in den Umschalter eingesteckt werden (Bild 10).

Bild 11: Passt, wackelt und hat Luft! Alle Sub-D Verbindungen finden ihren Platz direkt hinter den Bedienteilen.

Nachteilig an den Sub-D Steckverbindern ist, dass sie sehr sperrig sind. Wie man auf Bild 11 gut erkennen kann, wurde der Platz hinter den Geräten ganz schön eng. Dennoch hat alles gepasst und von dem Kabelgewirr sieht man nach dem Einbau schließlich nichts mehr.

Fazit und Ausblick

Bild 12: Finale Integration des Mikrofonumschalters in den Funktisch mit verbundenem Mikrofon

In Bild 12 erkennen wir den Umschalter und das Standmikrofon an ihrem vorgesehenen Platz. Bei Bedarf lässt sich das Funkgerät einfach abstecken und entfernen. Neben dem Anschluss für das Standmikrofon sind ebenfalls noch zwei 3,5 mm TRS-Steckverbinder (auch Klinkenstecker genannt) zu erkennen. Einer dient dem Anschluss eines externen Fußschalters zur Betätigung der PTT, der andere dem Anschluss einer On-Air Lampe. Letztere soll in einem ausführlichen Artikel separat besprochen werden. Folgende Optimierungen bzw. Erweiterungen sind denkbar:

  • Erstellung eines Neuen Kabelsatzes, der die Funkgeräte direkt auf RJ45-Stecker bzw. Buchsen adaptiert
  • Ersetzen des mechanischen Umschalters gegen einen elektrischen (s. Abschnitt 6, Beitrag 1)
  • Erweiterung auf weitere Funkgeräte wie z.B. Handfunkgeräten, die dauerhaft im Shack betrieben werden

Zusätzlich hatte Funkfreund Bernd DK5BS noch vorgeschlagem, die Beschriftung auf dem Umschalter zu negieren (silber auf schwarz statt umgekehrt), um es optisch noch etwas aufzuhübschen.

Habt ihr weitere Verbesserungsvorschläge? Und was hättet ihr andres gelöst. Lasst es uns gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag wissen.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

CS800D Plus – Eierlegende Wollmilchsau des Digitalfunks?

Ein Dualband Mobilfunkgerät mit abnehmbarem Bedienteil, das sowohl analoges FM, DMR, C4FM, P25, NXDN und D-STAR kann? Du träumst wohl! …Oder etwa nicht?

Nicht wenn es nach Jerry Wanger KK6LFS von Connect Systems Inc. geht: Mit dem CS800D Plus soll der Traum endlich in Erfüllung gehen.

Einführung und Historie

Aber der Reihe nach: Ich selbst hörte von Connect Systems das erste mal in 2014, als mit dem CS7000 ein Gerät angekündigt wurde, dass neben D‐STAR, DMR, C4FM, NXDN, P25 und analogem FM auch andere Betriebsarten wie SSTV und APRS können sollte. Zudem sollte es Funkamateuren möglich sein, eine eigene Firmware für das Gerät zu programmieren, um es auf seine eigenen Bedürfnisse anzupassen. Leider wurde es dann wieder still um das CS7000 und ich verlor es aus den Augen.

Dann kam 2016 die Ankündigung zum DV4mobile und für mich stand sofort fest: Das muss ich haben! Ein 20 W Dualband (bzw. Tri-band in Amerika) Mobilfunkgerät, welches DMR, C4FM, D-STAR, P25 und analoges FM beherrscht in nur einem Gerät? Welches zusätzlich über GPS und eine LAN-Schnittstelle verfügt und sich die Repeaterlisten zudem über ein integriertes LTE-Modem ziehen kann und im Falle einer Funklücke eben auch diese oder die Netzwerkschnittstelle nutzen kann, um am Digitalfunk über das Internet teilzunehmen? Dazu noch in einem äußerst kompakten und äußerlich ansprechenden Formfaktor? Das klang wirklich zu schön um wahr zu sein! Auf der Ham-Radio im gleichen Jahr konnte ich dann einen ersten Prototyp am Stand des ÖVSV bestaunen. Leider ist das Gerät jedoch nie in die Serienproduktion und den Handel gegangen, so dass außer dem Traum nur zwei, mir bekannte und funktionierende, Prototypen verbleiben.

Prototyp des DV4 Mobile Multimode Transceivers

Doch warum haben die uns bekannten kommerziellen Hersteller kein Interesse ein solches Gerät auf den Markt zu bringen, welches sich wie geschnitten Brot verkaufen würde? Zunächst einmal liegt es daran, dass dieses Produkt zu Amateurfunk-spezifisch wäre. Im Kommerziellen Bereich benötigt man keine Dual- oder Tri-bander. Die Geräte werden so programmiert (Codeplug), dass sie nur auf den vorgegebenen Frequenzen arbeiten (kein VFO notwendig) und auch nur in einem vorher definierten Bereich. Zwar hat z.B. KENWOOD mit ihrer NX-5000 Serie Monoband Handfunk- und Mobilgeräte im Angebot, die sowohl FM, NXDN, DMR und P25 unterstützen, es können aber simultan immer nur zwei digitale Betriebsarten + FM betrieben werden. Zudem lässt sich KENWOOD die Aktivierung der zweiten digitalen Betriebsart extra bezahlen.

KENWOOD NX-5000 Serie: Triple-Digital Radio

Auch wenn eine Firma wie KENWOOD bereits vorhandene Hardware für eine Amateurfunk-Version nutzen könnte, die Programmierung einer Amateurfunk-spezifischen Firmware mit dem Funktionsumfang eines DV4mobile würde schlicht zu viel Ressourcen kosten. Also finden wir uns einfach damit ab, der Traum wird nie in Erfüllung gehen.

Connect Systems CS800D Plus

Nicht so schnell und zurück zum CS800D Plus. Nun soll es endlich soweit sein. Connect Systems kündigt nun wieder ein Gerät an, was dem Traum von der Eierlegenden Wollmilchsau schon sehr nahe kommt. Das CS800D Plus ist bereits auf dem Markt, basiert auf dem CS800D, verfügt aber über einen Mikroprozessor mit 4x größerem Speicher (256 MB Flash Memory) und ermöglicht damit eine wesentlich umfangreichere Firmware. Das Gerät ist ein Dualbander (UHF/VHF) mit 45 bzw. 50 W Ausgangsleistung und beherrscht aktuell DMR und analoges FM mit allen gängigen Funktionen. Das abnehmbare Bedienteil verfügt über ein gut ablesbares monochromes LCD-Display mit großen Buchstaben. An der Rückseite des Funkgerätes gibt es einen 15-poligen HD Sub-D Verbinder für künftige Erweiterungen.

Connect Systems CS800D Plus (Quelle: www.connectsystems.com)

Mit einer neuen Firmware und externem Zusatzprozessor (z.B. einem SBC wie dem Raspberry Pi) soll das Gerät aber zukünftig auch weitere digitale Protokolle unterstützen. Zunächst einmal müssen wir verstehen, warum wir überhaupt einen externen Prozessor benötigen, wenn der interne Prozessor doch bereits über einen ausreichend großen Speicher verfügt. Das Funkgerät selbst (Hardware und Firmware) wird nicht von Connect Systems direkt entwickelt und produziert, sondern in deren Auftrag durch den chinesischen Hersteller CoValue. Da dieser befürchtet, man könne das Gerät bei Herausgabe der vollständigen Designunterlagen und dem Quellcode der Firmware einfach bei einem anderen Hersteller fertigen lassen, hält er diese jedoch unter Verschluss. CoValue ist jedoch dazu bereit, mit Connect Systems zusammen zu arbeiten und die interne Firmware des Funkgerätes so zu gestalten, dass sie die von einem externen Prozessor bereitgestellten Daten verarbeiten kann. Wegen aktueller Ressourcenengpässe auf Seite von CoValue haben diese zugestimmt, dass die dazu notwendige Firmware-Routinen durch Connect Systems programmiert werden können und nach ausführlichen Tests dann entsprechend implementiert werden.

Der Unterschied zu anderen Lösungen, wo Funkgeräte mit einer Datenbuchse durch den Anschluss einer externen Hardware z.B. zum M17-Transceiver werden, liegt nun darin, dass beim CS800D Plus weiterhin dessen Bedienpanel, Mikrofon und Lautsprecher verwendet werden. Auch die Programmierung und Einstellungen der anderen digitalen Protokolle (z.B. des bei C4FM benötigten Rufzeichens) erfolgt weiterhin in der Programmiersoftware des CS800D Plus. Der Nutzer des Funkgerätes merkt also quasi nicht, dass um Hintergrund ein weiterer Prozessor die Verarbeitung übernimmt.

C4FM, NXDN und P25 Phase 2 verwenden den gleichen Vocoder wie auch DMR (AMBE+2). Daher kann das Gerät den vorhandenen und bereits mit dem Gerät lizenzierten Vocoder für weitere digitale Protokolle mitnutzen. Für D-STAR, welches den AMBE Codec nutzt, dessen Patent aber schon lange ausgelaufen ist, muss aber auch die Umsetzung des Vocoders extern erfolgen.

Soweit also die Theorie.

Ausblick und Fazit

Connect Systems hat bereits einige Firmware-Routinen programmiert, die derzeit von CoValue getestet werden. Dazu gehören u.a. die Erweiterung von Einstellungen, Monitoring, Scan-Funktionen, GPS-Standortbestimmung und Roaming, VFO-Modus und Erweiterung der möglichen Zonen. Als nächstes kümmert sich Connect Systems um die Programmierung der seriellen Kommunikation mit dem externen Prozessor, dem Aux-Modul, einer Spektrumanzeige, einer Hotspot-Funktion und vielem mehr. Besonders wichtig ist dabei das Aux-Modul, welches die verschiedenen digitalen Protokolle erst ermöglicht. Ein erstes Firmware-Release mit erweitertem Funktionsumfang wird für Ende März diesen Jahres erwartet.

Wir haben das CS800D Plus für euch bestellt und werden über unsere Erfahrungen in einem gesonderten Beitrag berichten. An dieser Stelle sei euch auch unsere Telegram-Gruppe DL-Nordwest noch einmal ans Herz gelegt: Hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten zuerst und erhaltet exklusive Einblicke. Fragen beantworten wir auch gerne direkt dort.

Bleibt für uns zu hoffen, dass der Traum dieses mal auch wirklich in Erfüllung geht und die Seifenblase nicht wieder zerplatzt. Eines ist jedenfalls klar: Auch wenn das CS800D Plus die Eierlegende Wolchmilchsau des Digitalfunks wird, aktuell reden wir nur von ungelegten Eiern!


Fragen und Anwtorten (FAQ)

  • Ist das CS800D Plus auch in Europa verfügbar?

Das CS800D Plus verfügt aktuell nicht über die erforderliche CE-Zertifizierung. Als Funkamateure dürfen wir jedoch Geräte auch ohne CE-Zertifizierung importieren. Eine weitere Einschränkung besteht zur Zeit darin, das sich Funktionen wie GPS-Roaming aktuell nicht außerhalb der USA nutzen lassen.

  • Sollte ich mir das CS800D Plus jetzt schon zulegen oder lieber noch etwas warten?

In ferner Zukunft könnte das CS800D Plus durch ein Modell ersetzt werden, welches über einen Prozessor mit noch größerem Speicher verfügt sowie einem Farbdisplay. Für den, der nicht warten möchte, bleibt immer noch das Risiko, dass die von Connect Systems gesteckten und ambitionierten Ziele nicht erreicht werden können. Das Funkgerät ließe sich dann trotzdem weiterhin als Dualband-Mobilgerät für analoges FM und DMR nutzen, ist verglichen mit einem Anytone AT-D578UV II Plus dann aber auch etwas zu teuer für die Funktionen, die es bietet.

  • Wird das Funkgerät künftig auch M17 unterstützen?

Es finden bereits Gespräche mit dem Entwicklerteam von M17 statt. Die Hardware des CS800D Plus ist ähnlich der des MD380. Es gibt noch keine finale Aussage, aber das CS800D Plus könnte das erste Funkgerät auf dem Markt sein, dass M17 out-of-the-box unterstützt.


Über Connect Systems Inc.

Die Firma Connect Systems Inc. wurde 1982 in Kalifornien USA gegründet und entwickelte und vertrieb einen Telefon-Patch für Amateurfunkanwendungen (in den USA erlaubt). 1988 startete die Firma damit mikroprozessorgesteuerte Produkte auf den Markt zu bringen. Sie war auch die erste Firma, die alle CTCSS und DCS Codes zeitgleich auswerten konnte. Während die Firma im Laufe der Zeit diverse Kommunikationsprodukte aber auch z.B. Invertierer für Wohnmobile und Boote auf den Markt gebracht hat, fokussierte man sich seit 2010 auf das Anbieten von günstigen Logic Trunked Radio (LTR) Funkgeräten, seit Ende 2013 auch DMR Funkgeräten, die zu MotoTurbo™ und Hytera kompatibel sind.


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Habt ihr weitere Wünsche, Anregungen oder Fragen zum CS800D Plus? Falls ja, dann schreibt es uns gerne in die Kommentare zu diesem Beitrag.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

DL-Nordwest 2024 – Der Ausblick

In unserem großen Jahresrückblick 2023 haben wir die Highlights des vergangenen Jahres für euch zusammengefasst und euch in “Zahlen, Daten, Fakten, …” die Nutzungsstatistik des vergangenen Jahres präsentiert. Aber was erwartet euch in 2024?

Technische Neuerungen

Technisch haben wir uns noch einiges vorgenommen. Was davon umgesetzt werden kann hängt natürlich auch stark davon ab, wie viel Zeit wir in das Projekt investieren können. Einige technische Neuerungen betreffen die Übertragungsqualität in unserem Netzwerk, so dass jeder direkt davon profitieren kann. Andere Optimierungen sind Zeitaufwendig und für die Nutzer nicht immer direkt sichtbar, unterstützen aber die Systemadministratoren dabei, alle Systeme möglichst störungsfrei am Laufen zu halten. Folgendes steht noch auf unserer ToDo- bzw. Wunschliste:

  • Sternförmige Zusammenführung aller Brücken ins DL-Nordwest Netzwerk: Wie ihr unter DL-Nordwest – Die Räume erkennen könnt, verbinden sich unsere Brücken unterschiedlich, mal zum YSF 54919 und mal zum XLX421 Modul D. Zukünftig sollen alle Brücken aber in nur einem DLNW-Master zusammenlaufen. Dieses erleichtert uns nicht nur die Fehlersuche falls es mal irgendwo klemmen sollte, sondern optimiert auch die Laufzeiten und somit Übertragungsqualität im gesamten Netzwerk.
  • Automatische Erkennung eines IP-Wechsels der Transcoding-Server sowie automatischer Neustart der involvierten Prozesse.
  • Aufsetzen sowie Anbindung eines M17-Reflektors für DL-Nordwest.
  • Optimierungen der Webseite dl-nordwest.com.

Geplante Beiträge und eigene Projekte

Wer kennt das nicht? Man nimmt sich viel vor für das neue Jahr und am Ende eines Jahres muss man dann feststellen, dass davon nicht viel umgesetzt wurde. Oft “funkt” einem ja das QRL oder die Familie dazwischen. Macht aber nichts, denn schließlich ist das hier (nur) ein Hobby, wenn auch ein sehr schönes! Oft beschäftigt man sich ja auch mit Dingen, die man zu Beginn eines Jahres noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

In 2024 steht für mich, Stephan 9V1LH/DG1BGS, das Auswandern in ein neues Land in Süd-Ost-Asien an. Das heißt auch, dass ich meine Funkaktivitäten und Mitarbeit am Projekt DL-Nordwest ab spätestens Mitte 2024 ein wenig einschränken muss. Bis dahin habe ich aber noch einige Projektideen, die ich in 2024 angehen und im besten Fall auch umsetzten möchte:

  • Optimierung meiner portablen Funkausrüstung für Singapur (Hotspot)
  • Aufbau einer Remote Sende- und Empfangsstation in meinem Heimat-QTH Norden-Norddeich JO33NO
  • Aufbau eines Funkrufsenders und eines neuen digitalen Relais für die Relaisfunkstelle DB0OX
  • Experimente mit dem digitalen Sprachübertragungsprotokoll M17

Zudem möchte ich euch in unserem Blog über meine Erfahrungen mit dem Amateurfunkbetrieb in Singapur sowie dem Afu-Shopping in Singapur und Japan berichten.

Co-Autoren gesucht

Das Projekt DL-Nordwest soll nicht nur einen vom Sprachübertragungsverfahren unabhängigen, digitalen Treffpunkt für Gleichgesinnte bieten, sondern auch einen Erfahrungsaustausch der Nutzer untereinander. Dafür dienen neben unserem Sprachraum DL-Nordwest auch unsere Telegram-Gruppe mit mittlerweile über 60 Mitgliedern auch der Blog mit interessanten Artikeln rund um den (digitalen) Amateurfunk. Außerdem haben wir auch noch den Video-Chat, der jederzeit frei verfügbar ist und von jedem genutzt werden kann.

Gerne bieten wir auch dir die Möglichkeit, deine Erfahrung und Projekte mit den anderen Nutzern zu teilen. So hat es z.B. Uwe DL1BIR aus Bremerhaven getan, der über seine Erfahrungen mit dem OpenWebRX berichtet. Falls du nicht selbst einen Artikel erfassen möchtest oder kannst reicht es auch, wenn du uns eine Erläuterung und ein paar aussagekräftige Bilder zur Verfügung stellst, den Rest übernehmen dann wir.

Welche der oben angesprochenen technischen Neuerungen, Beiträge oder Projekte interessiert dich am meisten? Gibt es weitere Dinge die du dir für DL-Nordwest wünscht? Welche Funkprojekte hast du dir für 2024 vorgenommen? Hast du Neuanschaffungen geplant oder möchtest du mit einem neuen Übertragungsverfahren wie z.B. M17 experimentieren? Teile es gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag mit uns.

Euer Team DL-Nordwest

KENWOOD TH-D75 – User Manual und Software verfügbar

KENWOOD hat mittlerweile das Benutzerhandbuch in englischer Sprache sowie Software-Downloads für das KENWOOD TH-D75 online gestellt. Mehr darüber erfahrt ihr hier in diesem Beitrag.

Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis das KENWOOD TH-D75 auch hierzulande verfügbar sein wird. Wer schon jetzt einen Blick in das, wie von KENWOOD gewohnt, sehr umfangreiche und bebilderte Benutzerhandbuch werfen möchte, der kann es jetzt auf unsere Downloadseite für das TH-D75 herunterladen.

Leider ist das Handbuch bisher nur in englischer Sprache verfügbar. Der Text ist jedoch durchsuchbar und lässt sich aus dem pdf-Dokument herauskopieren. Die Textstellen die euch interessieren könnt ihr so z.B. durch Nutzung von DeepL oder des Google Übersetzers auch einfach ins Deutsche übersetzen lassen.

Von besonderem Interesse dürften der DV GATEWAY MODE (bei ICOM Terminalmodus genannt) sein, dessen Funktion auf Seite 16-13 nur knapp beschrieben wird.

KENWOOD TH-D75: DV GATEWAY MODE

Hier heißt es, dass der DV Gateway mode u.a. auch über Bluetooth unter Windows und Android verfügbar sein soll, ohne das im Detail jedoch darauf eingegangen wird. Stattdessen verweist KENWOOD auf die Beschreibung der Anbieter einer solchen Anwendung. Wie wir bereits wissen arbeitet David PA7LIM an der Software BlueDV Connect. Wir wissen aber auch, dass KENWOOD, statt selbst ein proprietäres Protokoll zu entwickeln, das MMDVM-Protokoll implementiert hat. Damit wäre das Gerät z.B. auch mit BlueDV unter Windows oder aber auch Pi-Star kompatibel.

Gibt es weitere Funktionen die euch interessieren und auf die wir genauer eingehen sollten? Nutzt gerne die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag und teilt es uns mit.

Auch die Programmiersoftware MCP-D75 (Memory Control Program) und die Fernsteuersoftware ARFC-D75 (Frequency Control Program) sind mittlerweile verfügbar. Alle Downloads zum KENWOOD TH-D75 findet ihr hier.

Don Arnold W6GPS hat auf seinem YouTube-Kanal ein Unboxing-Video des TH-D75A geteilt. Wie auch schon beim TH-D74A, wird er in den kommenden Wochen seine ersten Erfahrungen mit uns teilen. Wir dürfen gespannt sein.

Wir werden euch auf dl-nordwest.com weiterhin auf dem Laufenden halten.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

openSPOT DMR: XLX-Server verschwunden! So geht’s …

Aktuell stehen die XLX-Server in der Auswahlliste der MMDVM-Server im openSPOT (v1) nicht mehr zur Verfügung. In diesem Beitrag beschreiben wir, wie ihr einen XLX-Server manuell eintragen und verbinden könnt.

Wie man mit einem openSPOT im Betriebsmodus DMR auf einem XLX-Server qrv wird, haben wir euch bereits hier ausführlich beschrieben. Aktuell stehen die XLX-Server in der Auswahlliste jedoch nicht mehr zur Verfügung. Ihr könnt einen Server jedoch auch manuell eintragen, zur Liste hinzufügen und verbinden. Dazu geht ihr einfach wie folgt vor:

  1. Aktiviert den Advanced Modus
  2. Im Tab Modem wechselt ihr zu DMR Hotspot
  3. Im Tab Connectors wechselt ihr zu Homebrew/MMDVM
  4. Protocol: MMDVM
  5. Server address: xlx421.dl-nordwest.com (oder ein anderer XLX-Server eures Vertrauens)
  6. Port: 62030
  7. Callsign: Euer Rufzeichen
  8. DMR ID: Eure 7-stellige DMR-ID ohne Erweiterung!
  9. Server password: passw0rd

Nun klickt ihr auf den Add server Button und anschließend auf Save. Euer openSPOT verbindet sich nun wieder mit dem gewünschten XLX-Server und der Server steht zudem unter Custom servers in der Server-Auswahlliste ganz oben zur Auswahl bereit.

Tipp: Im gleichen Tab könnt ihr unter Auto connect to ID (0 to disable) noch das gewünschte Start-Modul als Group Call eintragen, also für das Modul D DL-Nordwest die 4004. Damit werdet ihr dann automatisch mit dem gewünschten Modul verbunden.

Viel Erfolg!

Falls ihr einen neueren openSPOT besitzt teilt uns bitte mit, welche Version ihr habt und ob die XLX-Server hier ebenfalls plötzlich fehlen. Weitere Fragen oder Anregungen gerne in die Kommentare zu diesem Beitrag.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

BlueDV Connect für das KENWOOD TH-D75

Neue App von PA7LIM lässt dein Android Smartphone mit dem KENWOOD TH-D75 via Bluetooth zum D-STAR Hotspot werden.

[Update vom 22.01.2024]

In dem folgenden Video aus Japan seht ihr eine Demo von BlueDV Connect und dem KENWOOD TH-D75.

BlueDV Connect Video Demo

[Update vom 21.01.2024]

BlueDV Connect steht jetzt zum Download im Google Playstore bereit. Alle Informationen findet ihr hier: https://www.pa7lim.nl/bluedv-connect/

Screenshot von www.pa7lim.nl

Projektseite BlueDV Connect


[Original Beitrag vom 14.01.2024]

Der Niederländer David PA7LIM, u.a. bekannt als Macher der Software BlueDV, PEANUT und Doozy, kündigt nun eine neue Software an: BlueDV Connect soll sein neues Projekt heißen. Die Android App soll es dir ermöglichen, das KENWOOD TH-D75 via Bluetooth mit deinem Smartphone zu verbinden und somit zum D-STAR Hotspot werden zu lassen. Die komplette Bedienung erfolgt dabei weiterhin am Funkgerät. Die App kann dabei im Hintergrund mitlaufen. Weiterhin kündigt er an, auch Smartwatches unterstützen zu wollen.

Wie auch schon seine bisherige Software, soll auch BlueDV Connect kostenlos sein. Wir informieren euch auf dl-nordwest.com, sobald die App verfügbar ist.

Quelle: https://www.pa7lim.nl/new-project/

Anm.d.R.: Als Besitzer eines ICOM ID-52, welches ebenfalls Bluetooth mit an Bord hat, würde ich mir natürlich wünschen, dass dieses ebenfalls mit der App funktionieren würde. Leider unterstützt das ID-52 derzeit aber nicht die Verwendung des Terminal-Modus via Bluetooth. Ein weiterer Nachteil bei ICOM liegt darin, dass die Geräte ein proprietäres Protokoll für den Terminal-Modus verwenden, während man bei KENWOOD auf das MMDVM-Protokoll von Jonathan Naylor G4KLX setzt. Somit ist das TH-D75 von Haus aus zu jeder Software kompatibel, die ebenfalls das MMDVM-Protokoll beherrscht (Pi-Star bzw. MMDVMHost, BlueDV, etc.).

Und was ist mit den iPhone Nutzern? Wie hier bereits ausführlich beschrieben, ist eine uneingeschränkte Bluetooth-Kommunikation zwischen dem iPhone und einem externe Gerät nur dann möglich, wenn dieses über den neueren Bluetooth Low Energy Standard (kurz BLE) kommuniziert. Nach unserem aktuellen Wissensstand tut dieses das KENWOOD TH-D75 jedoch leider nicht!

Ihr habt weitere Informationen oder ergänzende Anmerkungen? Teilt sie uns gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag mit.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS

XLX-Zugang mit Pi-Star in DMR

In diesem Beitrag erklären wir euch, wie ihr mit eurem Pi-Star Hotspot in der Betriebsart DMR in einem Modul eines XLX-Servers sprechen könnt.

Um mit einem Pi-Star Hotspot in der Betriebsart DMR an ein XLX Modul senden zu können, müssen die folgenden Einstellungen vorgenommen werden:

  • DMR Master: DMRGateway
  • XLX-Master: XLX_421
  • XLX Startup Module: D für DL-Nordwest
  • XLX Master Enable: aktivieren

Falls nicht anders konfiguriert, könnt ihr den XLX jetzt über die TG 6 auf eurem Funkgerät auf dem gewählten Zeitschlitz ansprechen. Bei Bedarf kann im Expertenmodus aber auch eine andere TG für den XLX-Server eingetragen werden.

Für andere Module des XLX tragt ihr bei XLX Startup Module den Modulbuchstaben des gewünschten Modules ein, also z.B. C für Raum Deutschland.

Eine vollständige Auflistung aller Module sowie deren zugehörige DMR TG findet ihr hier: http://xlx.dl-nordwest.com/index.php?show=modules

Screenshot von xlx.dl-nordwest.com

Euer Team DL-Nordwest