Hotspots und Transceiver per Shelly remote ein- und ausschalten

Ein abgestürzter Hotspot oder Transceiver? Mit einem Shelly-Relais lassen sich Geräte bequem aus der Ferne stromlos schalten und wieder einschalten, sowohl an 230 V als auch direkt an 12 V.

Viele Funkamateure setzen Hotspots oder auch remote gesteuerte Funkstationen ein. Damit im Falle des Falles ein nicht mehr reagierendes Funkgerät oder ein Hotspot aus der Distanz stromlos geschaltet werden kann, bieten Lösungen aus der Hausautomatisierung interessante Möglichkeiten. In diesem Beitrag möchte ich mich auf die Produkte von Shelly beziehen. Andere Home-Automatisierungs-Lösungen bieten gegebenenfalls vergleichbare Funktionen.

Durch die hohe Kompatibilität lassen sich Shelly-Geräte sehr einfach in bestehende Smart-Home-Lösungen integrieren. Auch eine Anbindung an Systeme wie Amazon Alexa oder Google Home ist mit wenigen Schritten realisierbar, sofern dies gewünscht ist. Darüber hinaus ist bei einigen Shelly-Produkten auch die direkte Integration in 12 V Gleichstromanlagen problemlos möglich.

Grundvoraussetzung ist, wie bei allen Home-Automatisierungs-Lösungen, ein vorhandenes und funktionierendes WLAN am Einsatzort.

Shelly-Produkte

Im Bereich der privaten Hausautomatisierung gibt es eine Vielzahl von Herstellern und Lösungen. Seit 2018 bietet die bulgarische Firma Shelly Group SE (www.shelly.com) kostengünstige und interessante Produkte an. Der Bezug ist über zahlreiche Elektronik-Onlinehändler möglich.

Im Folgenden möchte ich den Shelly 1 in der aktuellen dritten Generation (Gen.3) vorstellen. Der Shelly 1 ist eines der einfachsten Produkte der Familie und bereits ab etwa 12 Euro erhältlich. Im Grunde handelt es sich um ein über WLAN und das Internet fernsteuerbares Relais.

Bild 1: Shelby 1 Gen.3, Foto: DG1KK

Der Shelly 1 kann direkt mit einer 12 V Spannungsversorgung betrieben werden. Dadurch konnte ich ihn problemlos in meine bestehende 12 V PV-Stromanlage integrieren. Dieser Ansatz dürfte auch für Wohnmobilisten interessant sein, die ihr Fahrzeug smarter gestalten möchten. Die Bedienung erfolgt über die kostenlose Shelly-App, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar ist.

Meine Anwendung der Shellys im Amateurfunk

Im Bereich der digitalen Sprachübertragung (DV) verwende ich zwei Raspberry-Pi-basierte MMDVM-Hotspots. Beide Hotspots, ein Single-Hat und ein Dual-Hat, laufen mit der Software Pi-Star, die bereits von Haus aus einen Remotezugang ermöglicht. Ein stromloses Aus- und Wiedereinschalten ist darüber jedoch nicht möglich.

Beide Geräte sind in meinem Shack an eine Batterie-Notstromversorgung angeschlossen. Die Batterie wird kontinuierlich über ein PV-Modul und einen Laderegler geladen. Mit dieser Insellösung habe ich seit 2022 sehr gute Erfahrungen gemacht. Neben den Raspberrys werden bei Bedarf auch ein Mobilfunkgerät für 2 m und 70 cm sowie diverse Kleinverbraucher versorgt.

Bild 2: MMDVM Hotspots (Dual- und Single-Hat) mit Raspberry Pi, Foto: DG1KK
Bild 3: Je zwei Shelly 1 Gen.3 und DC/DC USB-Spannungskonverter zur Versorgung der Hotspots, Foto: DG1KK

Die 5 V USB-Spannungsversorgung für die Raspberrys wird über jeweils einen DC/DC-Spannungskonverter von Bauer Electronics sichergestellt. Die Verkabelung des Shelly 1 für den Betrieb an 12 V ist einfach und weitgehend selbsterklärend, wie das folgende Schema zeigt.

Bild 4a: Shelly 1, 12V Verkabelung, Quelle https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-1-gen3
Bild 4b: Shelly 1, 12V Verkabelung, Quelle https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-1-gen3

Die maximal zulässige Schaltspannung beträgt 30 V DC beziehungsweise 240 V AC bei einem maximalen Strom von 16 A. Der Eigenverbrauch des Shelly 1 inklusive WLAN-Modul liegt bei weniger als 1,2 W.

Soll statt einer 12 V Batteriespannung die 230 V Wechselspannung des Hausnetzes geschaltet werden, ist die Verkabelung gemäß Bild 5 auszuführen. Die entsprechenden Sicherheitsvorschriften nach DIN-VDE sind dabei selbstverständlich zu beachten.

Bild 5: Shelly 1, 230V Verkabelung, Quelle https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-1-gen3

Möchte oder muss ich einen Transceiver, in diesem Fall einen Hotspot, stromlos schalten, kann ich dies bequem und ortsunabhängig über die Shelly-App erledigen, sofern eine Verbindung über Mobilfunknetz oder WLAN besteht.

Bild 6: Shelly App zur Steuerung der Hotspots, Foto: DG1KK

Die Shelly-App bietet darüber hinaus umfangreiche Automatisierungs- und Überwachungsmöglichkeiten. Von individuell eingerichteten Szenen bis hin zur Echtzeitüberwachung von Energieflüssen stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung, die bei einigen Shelly-Modellen problemlos genutzt werden können. Die Steuerung ist sowohl innerhalb des eigenen WLANs als auch über das Internet möglich. Die App steht kostenlos in den üblichen App-Stores zum Download bereit.

Fazit

Die Erweiterung einer Stromversorgung um ein smartes WLAN-Relais ermöglicht das komfortable Aus- und Einschalten von Hotspots oder Transceivern. Eine solche Lösung bietet nicht nur zusätzlichen Komfort, sondern auch ein Plus an Sicherheit, wenn ein Gerät einmal nicht mehr erreichbar ist.

Auch im täglichen Betrieb kann dies hilfreich sein, beispielsweise wenn sich das Gerät im Keller, auf dem Dachboden oder sogar auf einem Mast befindet. Ein vollständiger Kaltstart lässt sich dann bequem aus der Ferne durchführen, ohne dass vor Ort ein Stecker gezogen werden muss.

Natürlich sollte ein Raspberry Pi, sofern noch erreichbar, möglichst sauber heruntergefahren werden. In der Praxis gelingt dies jedoch nicht immer. Negative EMV-Einflüsse konnte ich bislang nicht feststellen.

Die hier gezeigte Lösung ist keine Raketentechnik und lässt sich auch ohne große Vorkenntnisse einfach umsetzen. Dieser Beitrag soll als Anregung für eigene Projekte dienen. Für Kritik, Anmerkungen und Fragen könnt ihr mich gerne unter DG1KK@darc.de kontaktieren.

Viel Spaß beim Basteln!

vy 73, Uwe, DG1KK


Das Team von DL-Nordwest bedankt sich bei Uwe DG1KK für diesen spannenden Gastbeitrag, der zeigt, wie sich mit einfachen Mitteln praktische Lösungen für den Amateurfunk umsetzen lassen und gleichzeitig zum eigenen Experimentieren anregt.

Habt ihr etwas vergleichbares bereits selbst realisiert? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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Antennentestwochenende Delmenhorst 2026

Funkamateure verwandelten die „Große Höhe“ in Delmenhorst in ein Antennenmeer. Ein Gastbeitrag von Hans-Gerd Bruns, DL9HG.

GANDERKESEE / DELMENHORST. Wer am Wochenende das Übungsgelände der Bundeswehr „Große Höhe“ passierte, traute seinen Augen kaum: Wo sonst Soldaten trainieren, ragte ein regelrechter Wald aus Aluminiumrohren, Teleskopmasten und langen Drahtantennen in den Himmel.

Foto: DL9HG

Der Ortsverband Delmenhorst (I18) des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) hatte zu seinem traditionellen Antennentest-Wochenende eingeladen. Rund 100 Funkamateure und Funkinteressierte aus dem gesamten norddeutschen Raum waren der Einladung gefolgt.

Foto: DL9HG
Foto: DL9HG

Mit Wohnmobilen, Wohnwagen und Zelten reisten die Teilnehmer an, um teils spektakuläre Eigenbauantennen in die Luft zu bringen. Von filigranen Richtantennen und Parabolantennen für den Satellitenfunk bis hin zu gewaltigen Drahtschleifen für die Kurzwelle war alles vertreten. Mithilfe hochpräziser Messgeräte analysierten die Funkamateure den Wirkungsgrad ihrer Konstruktionen, um das Maximum aus den elektromagnetischen Wellen herauszuholen.

Foto: DL1LOL

Auch einige jüngere Absolventen des Amateurfunkkurses, der im vergangenen Jahr im Auecamp in Wildeshausen stattfand, funkten bereits souverän mit Gleichgesinnten.

Foto: DL9HG

Erstmalig waren die Johanniter mit ihrem eindrucksvollen Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeug vertreten.

Foto: DL1LOL

Neben dem praktischen Funkbetrieb stand am Samstagabend ein besonderes Highlight auf dem Programm: ein Fachvortrag von Prof. Dr. Michael Hartje von der Hochschule Bremen zum Thema „Anpassung von Antennen an die Zuleitung“. Dabei ging er auch auf Messergebnisse ein, die er zuvor auf der „Großen Höhe“ gesammelt hatte.

Foto: DL9HG
Foto: DL1LOL

Ein solches Event verlangte den Organisatoren auch logistisch einiges ab. Das Orga-Team rund um den Ortsverband musste im Vorfeld Genehmigungen und Schlüssel für das Gelände organisieren, eine autarke Stromversorgung mittels Generator aufbauen, Dixi-Toiletten beschaffen sowie Zelte und die komplette Verpflegung für ein ganzes Wochenende bereitstellen. Dank eines eingespielten Teams funktionierte die Versorgung reibungslos. Zwischen gegrillten Steaks, Kaffeetafel und Fachsimpeleien im großen Gemeinschaftszelt kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

Foto: DL1LOL

Am Sonntag bauten die Funkamateure ihre mobilen Stationen schließlich wieder ab – im Gepäck jede Menge neue Messdaten, erfolgreiche Weitverbindungen rund um den Globus und die Gewissheit, dass die Faszination für die Technik auch im digitalen Zeitalter ungebrochen ist. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist bereits fest eingeplant.

Auch Bernd DK5BS vom Team DL-Nordwest, war am Samstag vor Ort und durfte mit vielen von euch interessante Gespräche rund um unser gemeinsames Hobby führen. Wir bedanken uns bei Hans-Gerd Bruns, DL9HG, herzlich für die Überlassung dieses Gastbeitrags und die Eindrücke von einem gelungenen Wochenende auf der „Großen Höhe“.

Ihr möchtet selbst einmal an einem Amateurfunk-Event teilnehmen? In unserem Veranstaltungskalender findet ihr diesen und viele weitere Termine aus der Amateurfunk-Szene. Schaut einfach auf unserer Webseite unter Termine vorbei.

Seid ihr auch vor Ort gewesen oder plant es euch ggf. schon für das kommende Jahr ein? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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Kurzwelle aus der Hosentasche: Mit KiwiSDR und der QiwiQ Android-App weltweit mithören

Im folgenden Gastbeitrag zeigt euch Uwe DL1BIR, wie man mit KiwiSDR und der QiwiQ Android-App kostenlos in den Kurzwellen-Amateurfunk reinhören kann.


Von DL1BIR, Uwe Eckert

Hier mal ein Bericht darüber, wie man mal in den KW-Amateurfunk hineinhören kann, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Man braucht kein Funkgerät und keine große Antenne und kann doch weltweit unterwegs sein. Ein halbwegs moderner Computer mit einem neueren Browser, Lautsprecher und einem Internetzugang reicht völlig aus. Oder natürlich mit der QiwiQ-App auf einem Android Smartphone. Daher schreibe ich mal eine kurze Anleitung für die QiwiQ App.

Was ist KiwiSDR

Fast überall auf der Welt stehen KiwiSDR-Stationen. Das sind moderne Empfänger, die du per Webbrowser bedienen kannst. Ganz so, als ob du einen eigenen Empfänger zu Hause hast. Du kannst die Frequenz, Modulationsart und noch viel mehr einstellen. So z.B. sind auch einige Decoder für digitale Betriebsarten eingebaut. Kurz: Fremde Leute lassen dich ihre Empfangsstation nutzen. Teilweise wird dort sehr viel Aufwand mit Antennen und Technik getrieben, damit man einen super Empfang genießen kann.

Für den bisher bekannten Betrieb mit dem Browser kann man unter dk4zz.de eine kurze Anleitung finden.

In diesem Beitrag soll es aber um die gerade neu auf den Markt gekommene App QiwiQ gehen. Zu finden unter vanbarel.eu.org.

QiwiQ Android-App

Die QiwiQ App ist für Mobiltelefone und Tablets unter Android gedacht. Die Nutzung eines KiwiSDR im Browser auf diesen Geräten ist aufgrund des Touch-Screens nicht so einfach und auch recht klein in der Darstellung. Die Handhabung mit Decodern usw., meist etwas unübersichtlich auf den kleinen Bildschirmen der Mobilgeräte. Auf der o.a. Webseite, unter „Herunterladen und Installieren“, kann die gezippte APK heruntergeladen werden. Diese ist zu entpacken und zu installieren. Zu diesem Zeitpunkt ist es eine DEMO, die vollen Bedienumfang hat, aber mit längerer Nutzungsdauer in den beiden grafischen Fenstern eine „DEMO“-Hinweis in den Vordergrund bringt. Wenn die App gefällt, kann man in dem “Hamburger-Menü“ unter Einstellungen einen Kaffee für den Entwickler im Wert von 5,-€ ausgeben. Das war für mich schon nach kurzer Zeit der Fall, weil diese App sehr gut funktioniert und mir gut gefällt. Nach Eingabe des Lizenzschlüssels ist der Demo Hinweis verschwunden.

QiwiQ nutzt das Kiwi-SDR-Protokoll, um auf einen Hardware-Dongle auf lokalen oder entfernten Servern zuzugreifen und die Daten lokal zu verarbeiten. Es verwandelt das Android-Gerät in einen leistungsstarken Kurzwellenempfänger, der AM, AMN, SSB (LSB, USB), CW, SAM, NBFM und DRM im Frequenzbereich von 0 bis 30.000/32.000 kHz (oder höher) unterstützt.“ Das ist ein Auszug aus der Webseite, dem ich nicht viel hinzufügen kann. Hier noch mal die Webseite: vanbarel.eu.org

Hier die Ansicht der App. In der Mitte oben wird aus einer weltweiten Liste ein KiwiSDR ausgewählt *. Im Wasserfall und im FFT ist gleich eine Anzeige des Spektrums zu sehen. Mit den + – Tasten lässt sich der Bandbereich zoomen. Mit der „Band“ Taste lässt sich ein definierter Bandbereich öffnen. Mit dem Finger wird im WF die Frequenz durch Verschieben des roten Balkens eingestellt. Lautstärke, Squelch usw. lassen sich mit vertikalen schieben einstellen.

TIP: Wenn die Internetverbindung nicht so gut ist, kann ein Ausschalten von „FFT“ und / oder „WF“ ein besseres Ergebnis erzielen. Das es noch viele andere Einstellungen zu finden gibt, würde hier den Bericht deutlich größer machen. Dies soll nur ein Hinweis auf diese schöne App sein und neugierig machen 😊 Bitte also mal wieder „herumspielen“ und ggfls. auf der Webseite ein wenig lesen!

Unter forum.kiwisdr.com gibt auch ein Forum zur App.

Fazit

Für mich eine sehr brauchbare App für schnelles hineinhören mit den genannten Betriebsarten. Wenn ich digital etwas decodieren will, nehme ich halt den Browser.

* Übrigens: Auf der Webseite kiwisdr.com/.public/ ist oben links ein blauer Button um auf eine Weltkarte mit eingetragenen Empfängern darzustellen. Die können da auch ausgewählt werden, um im Browser zu arbeiten.

Viel Spaß beim Ausprobieren, 73 de DL1BIR, Uwe

Das Team DL-Nordwest bedankt sich herzlich bei Uwe DL1BIR für diesen spannenden Beitrag, der Lust macht, selbst einmal in die Welt der Kurzwelle hineinzuhören.

Habt ihr QiwiQ bereits getestet – oder nutzt ihr ähnliche Lösungen auf iOS-Geräten? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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Terminal Mode mit dem ICOM IC-705

Mit ICOM-Geräten der jüngsten Generation ist die Teilnahme am Funkgeschehen auch ohne HF-Abstrahlung möglich und zwar direkt über das Internet. In seinem Gastbeitrag zeigt Peter DH8BAT am Beispiel des ICOM IC-705, wie das in der Praxis funktioniert.

Wer einen ICOM IC-9700, IC-705, IC-905, ID-4100 oder eines der Handfunkgeräte ID-50 oder ID-52 sein Eigen nennt, hat sicherlich schon gehört oder gelesen, dass sich diese Transceiver als Terminal oder Repeater (Hotspot) für den Einstieg ins D-STAR-Netz nutzen lassen.

Bei den Transceivern mit integriertem Netzwerkinterface, also dem IC-9700 mit LAN sowie dem IC-705 und IC-905 mit WLAN, funktioniert dies direkt am Gerät. Bei dem Handfunkgerät ID-52 Plus kann die Verbindung via Bluetooth erfolgen, während beim ID-50 und ID-4100 eine Anbindung über das Programmierkabel möglich ist. In diesen Fällen werden zusätzlich ein Computer oder Smartphone sowie eine Software wie RS-MS3, Doozy, QnetGateway oder DStarRepeater benötigt.

Peter DH8BAT hat sich mit seinem IC-705 näher mit dem Thema befasst und einen Bericht darüber geschrieben. Wir freuen uns, diesen Gastbeitrag am Beispiel von DL-Nordwest hier veröffentlichen zu können.

Terminal Mode: „Funken über WLAN“ mit dem IC-705  (IC-9700 über LAN)

Bevor ihr gleich anfangt alles zu verstellen, empfehle ich Über die Taste
MENU > SET > SD-Card > Save-Settings

Eure bisherigen Einstellungen zu sichern!

Nun geht es los:

CALL/DR > 1 Sek. drücken

TO drücken, ganz runter scrollen: Direkt Input (RPT) auswählen.
Dann:  /XLX421D  eingeben, mit ENT bestätigen.
(Statt D gehen natürlich auch andere Module von A-Z)

FROM (normalerweise der Einstiegs Repeater) ändert man für den Terminal-Mode folgendermaßen:

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „Terminal Mode“

(Um später mal wieder normal über die Antenne zu funken muss man dann:
„MENUE“ > „DV GW“ > „Normal Mode“ auswählen!)

Vor der erstmaligen Benutzung Bitte folgendes überprüfen bzw. einstellen:

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway (WLAN)

Ich gehe davon aus, das der IC705 bereits mit eurem WLAN zuhause verbunden ist!
Für eine dauernde Nutzung macht es Sinn in Eurem Router das Häkchen zu setzen:
„diesem Gerät immer die selbe IP zuweisen“
Und anschließend eine Portweiterleitung (Port 40000 UDP > IC705) einzurichten.

NUR wenn das nicht möglich ist (Hotel Wlan etc.) schaltet ihr die Option:

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway Setting“ > UDP Hole Punch ON
Ob man mit dieser Funktion dauerhaft standby bleiben kann, oder irgendwann
die Verbindung verliert kann je nach Internet Zugang verschieden sein!

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway Setting“ > Gateway Repeater (Server…) > dl-nordwest.com
(Wenn ihr andere Server , zB. DCS001 , connecten wollt, müsst ihr hier die dazugehörige Domain eintragen!)

Taste“MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway Setting“ > „Terminal/AP Call Sign“

Das Gateway Rufzeichen des eigenen Terminals muss immer 8 Zeichen ergeben, also z.B. „DH8BAT T“. Bitte verwendet auch das „T“ in diesem Fall, dann ist erkennbar das ihr im Terminal Modus arbeitet.

Der Gateway Typ muss auf „Global“ stehen

Anmerkung: FT8 mit der Android APP „FT8CN“ (nur bei Github zu bekommen!)
funktionierte auch anschließend mit meinem IC9700 noch 😉

An dieser Stelle schließt Peters Bericht über den Terminal Mode. Vielen Dank für den interessanten Einblick. In einem späteren Beitrag zeigen wir euch das Vorgehen auch an anderen Geräten.

Wer von euch hat den ICOM Terminal Mode bereits getestet? Welche Geräte kommen bei euch zum Einsatz und welche Software verwendet ihr? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Mit einem Stück Draht um die Welt

Technikbegeisterte Kids entdecken die Welt des Amateurfunks – Gastbericht von Wolfgang, DL2BBL

Sieben hochmotivierte Kids zwischen 8 und 16 Jahren fanden sich im Rahmen der Ferienpassaktion des Stadtjugendrings Wildeshausen am Samstag, den 9. August 2025, zwischen 13:00 und 17:00 Uhr auf dem Gelände des Campingplatzes Aue-Camp ein, um einmal etwas für sie gänzlich Neues auszuprobieren. Unter dem Motto „Mit einem Stück Draht um die Welt “ sollten sie die Welt des Amateurfunks kennenlernen und sich an eher traditionellen Kommunikationsmethoden versuchen. „Es geht uns darum, die Kids auf spielerische Weise und mit viel Spaß an das Hobby Amateurfunk heranzuführen“, erklärt der der Vorsitzende der lokalen Sektion des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC), Walter Lämmchen. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete der Ortsverein Delmenhorst, diesmal gemeinsam mit Funkamateuren des Ortsvereins Vechta, diese spezielle Aktion im Rahmen der Ferienpassaktion Wildeshausen.

Kommunikation in ursprünglicher Form

In Zeiten weltweiter Kommunikation im Internet stellt der Amateurfunk dabei die Möglichkeit dar, sich wie früher in traditioneller Weise mit Funkamateuren weltweit zum Beispiel lediglich mit einer kleinen Funkanlage und mit einer Drahtantenne direkt in Verbindung zu setzen und sich bei entsprechender Begeisterung (und Lerneifer) sogar mit Morsetelegrafie zu unterhalten.
Dazu hatten Funkamateure aus Wildeshausen, Vechta und Delmenhorst im Aue-Camp unterschiedliche Aktivitäten vorbereitet, an denen sich die jungen Teilnehmer praktisch versuchen konnten. Nach kurzer theoretischer Einleitung über die Welt des Amateurfunks ging es dann auch zügig zur Praxis über. Gewöhnungsbedürftig war dabei sicherlich, dass der internationale Funkverkehr in der Betriebssprache Englisch abgehalten wird und die Klangqualität der Funkverbindungen nicht ganz an die Qualität des rauschfreien Radioempfangs heranreicht. Zudem wurde das international gebräuchliche Buchstabieralphabet vorgestellt, welches die Grundlage der Verständigung zwischen Amateurfunkstationen ist. Mit diesem Rüstzeug ausgestattet bekamen die jungen Teilnehmer dann anhand von Funkverbindungen innerhalb Europas schon einmal einen Eindruck von den Möglichkeiten des Amateurfunks.

Fasziniert hören die Kinder den Ausführungen des erfahrenen OM zu

Der Morse-Code – das unbekannte Wesen

Dann wurde es richtig schwierig. Mit zwei kleinen Morsegeneratoren sollten die Jugendlichen Nachrichten im Morse-Code verschlüsseln und sich gegenseitig zusenden. Dies bedeutete hohe Konzentration beim Kodieren und Dekodieren und führte zu viel Spaß, wenn beim Entschlüsseln der akustischen Punkte und Striche so gar nicht das Gewünschte bei der Gegenstation angekommen war. Auch bei den unterstützenden Funkamateuren wurde es dabei immer spannend – galt es doch, aus den empfangenen Signalen mit viel Fantasie die Botschaften der Kids herauszuhören.

Das Mikrophon – das unbekannte Wesen

Abschließend folgte die Königsdisziplin. Nach entsprechender Anleitung sollten die Kids eine Amateurfunkstation aufbauen und eine Funkverbindung auf der Kurzwelle herstellen. Dies meisterten die Jugendlichen mit derart viel Elan und Konzentration, dass die aktiven Funkamateure regelrecht beeindruckt waren. Mit der aufgebauten Funkstation konnte dann sogar eine ausführliche Funkverbindung mit einer deutsch sprechenden Amateurfunkstation in Schweden hergestellt werden. Dabei ging der Griff zum Mikrofon doch mit erheblicher Nervosität einher. Mache ich alles richtig? Versteht man mich? Was soll ich denn jetzt erzählen? Letztlich herrschte große Erleichterung, dass man tatsächlich eine erfolgreiche Sprechfunkverbindung herstellen konnte. Über eine entsprechende Verbindung im Internet konnten die Kids dann sogar den Funkamateur in Schweden beim Funkbetrieb beobachten und es entwickelte sich ein netter Plausch über sonstige Hobbies und Interessen der beteiligten jungen Funker.
Abschließend wurde noch die große Amateurfunkstation im Aue-Camp vorgestellt und die Kids konnten schon einmal belauschen, wie sich Amateurfunk „weltweit“ anhört.

Was nehmen wir mit?

Abschließend erhielten die begeisterten Teilnehmer vom Vorsitzende der lokalen Sektion des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC), Walter Lämmchen, nicht nur eine Urkunde zum bestandenen Morse-Diplom, sondern von den teilnehmenden Funkamateuren ihre jeweiligen QSL-Karten, mit der Funkamateure sich ihre nationalen und internationalen Funkverbindungen bestätigen. Hierbei werden im Postkartenformat der Standort der jeweiligen Funkstation, Datum, Uhrzeit, Frequenz und Qualität der Funkverbindung bestätigt.

Mit sichtbarem Stolz halten die Kinder ihre Urkunde zum bestandenen Morse-Diplom in den Händen


Nach vier auf Grund der warmen Witterung durchaus anstrengenden und schweißtreibenden Stunden zogen alle Teilnehmer – Kinder wie Funkamateure – eine begeisterte, positive Bilanz. Und vielleicht hören wir den Einen oder Anderen tatsächlich in naher Zukunft auf den Funkfrequenzen bei weltweiten Verbindungen wieder.
Hierzu bieten die Ortsgruppen Delmenhorst und Vechta übrigens ab dem 18.09.2025 im Aue-Camp einen kostenlosen Amateurfunkkurs für interessierte Neueinsteiger an. Teilnehmen können sowohl Erwachsene wie Jugendliche und Kinder. Interessenten können sich bei Hans-Gerd DL9HG, unter der Nummer 01522-9670300 jederzeit anmelden.

Betreibt ihr in eurem OV ebenfalls Öffentlichkeitsarbeit? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Das große Finale – Von Klasse E zu Klasse A

In nur zehn Monaten meisterte Claudia, nun als DL3TX qrv, nacheinander die Klassen N, E und A.

Im folgenden Gastbeitrag schildert Claudia ihre Erfahrungen am Prüfungstag.

Am 11. Juni 2025 war ich in Hamburg. Das Wetter war gut, die Stimmung angespannt – ich wusste, heute zählt’s. Die Klasse A war für mich von Anfang an ein Thema. Seit August 2024 hatte ich mit den Prüfungsfragen gearbeitet, Schritt für Schritt, ohne Druck, aber mit klarer Zielsetzung.

Auch nachdem ich am 1. April mein Rufzeichen der Klasse E bekommen hatte, habe ich nicht locker gelassen. Ich wusste: Da geht noch mehr.

Am Vortag sind wir angereist, Hotel in der Nähe, ruhig bleiben. Morgens Kaffee, Frühstück, dann zur Prüfung.

Vor Ort herrschte eine konzentrierte Atmosphäre. Ich konnte mich gut fokussieren und blieb bei den Fragen ruhig, auch wenn einige anspruchsvoll waren. Die Zeit verging schneller, als ich erwartet hatte.

Nach gut anderthalb Stunden war klar: Ich habe bestanden.

Eine Woche später erhielt ich mein neues Rufzeichen – DL3TX. Damit war ein wichtiger Schritt abgeschlossen und ein neuer Abschnitt eröffnet. Jetzt stehen mir mehr Frequenzbereiche und Möglichkeiten offen – ein klarer Fortschritt in meiner Amateurfunklaufbahn.

Claudia DL3TX an der heimischen Funkstation

Das Team DL-Nordwest gratuliert Claudia herzlich zu diesem Erfolg und wünscht ihr viele schöne Stunden auf den Amateurfunkbändern. Und wer mit ihr ein QSO führen möchte, findet bei DL-Nordwest jederzeit die Gelegenheit dazu.

Und wenn ihr ihre ganze Reise von der Klasse N über die Klasse E noch einmal nachlesen möchtet, findet ihr hier die vorherigen Beiträge.

Habt ihr auch kürzlich eine Amateurfunkprüfung abgelegt? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Wenn der Äther lebt – Funkamateure treffen sich zum Austausch im Auecamp

Vom 20. bis 22. Juni 2025 fand auf dem Gelände des Auecamp-Campingplatzes in Wildeshausen das erste OV-übergreifende Sommerfest der Funkamateure statt.

Beteiligt waren die Ortsverbände I-20 Vechta, I-18 Delmenhorst und I-50 Goldenstedt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Für Familie, Freunde, Kinder, Oma und Opa sowie alle Funkinteressierten“ und wurde diesem Leitspruch in jeder Hinsicht gerecht.

Die Teilnehmer reisten mit Wohnmobil oder Anhänger, Dachzelten oder Zelten an.

Neben den mitgebrachten mobilen Antennen konnten die spektakulären fest installierten Antennen auf dem Auecamp sowie die stationäre Funkanlage im Funkcontainer genutzt werden. Mithilfe der professionellen QO-100-Anlage des Ortsverbandes Delmenhorst war es möglich, über den Amateurfunksatelliten weltweite Verbindungen herzustellen.

Im Funkcontainer herrscht reger Funkbetrieb

Auch junge Interessierte kamen auf ihre Kosten. In einem Einsteiger-Workshop konnten Kinder und Jugendliche erste Erfahrungen mit dem Handfunkgerät sammeln und ihre Namen in Morsezeichen übermitteln.

Der ausfahrbare Mast aus ehemaligen Bundeswehrbeständen ragt hoch hinaus

Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf dem Thema Krisenkommunikation. In einem Vortrag erläuterte Thomas DF2TH, Referent für Not- und Katastrophenschutz Distrikt Nordsee, wie Funkamateure im Katastrophenfall wertvolle Hilfe leisten können – etwa bei Stromausfällen oder Ausfällen des Mobilfunknetzes.

Thomas DF2TH hält einen Vortrag zum Thema Krisenkommunikation

Es wurde viel über Antennen, Funkgeräte, Bastelprojekte, Digitalfunk, 3D-Drucker und Computersoftware gefachsimpelt. Neben den technischen Aspekten kam auch der soziale Austausch nicht zu kurz: Beim gemeinsamen Frühstück, bei Kaffee und Kuchen sowie bei einem Spanferkel-Buffet wurde diskutiert, gelacht und in Erinnerungen geschwelgt.

Auf dem Gelände gab es reichlich Platz für Antennen

Zudem wurde ein gemeinsamer Amateurfunkkurs zur Vorbereitung auf die Lizenzprüfung bei der Bundesnetzagentur im Auecamp Wildeshausen vereinbart. Der Kurs bereitet nicht nur auf die Prüfung vor, sondern vermittelt auch praktische Elektronikkenntnisse sowie Wissen über digitale Kommunikation. Er ist eine gute Ergänzung zu MINT-Fächern und kann sich somit positiv auf das Berufsleben auswirken. Mit einem einfachen Funkgerät kannst du mit Menschen auf der ganzen Welt sprechen, und das ohne Internet oder Handy.

Es werden keine Kursgebühren erhoben. Interessierte können sich gerne an die Ortsverbände wenden oder an einem der monatlich stattfindenden OV-Abende teilnehmen, um sich weiter zu informieren.
Bitte wenden Sie sich gerne an Hans-Gerd Bruns (bruns.hg@gmail.com).

Wildeshausen, 25. Juni 2025
Hans-Gerd Bruns DL9HG

Eure Meinung zählt. Schreibt sie gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

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Antennen auf der großen Höhe – 2025

Antennentest mit Leidenschaft: Ein Rückblick auf das 15. AntennentestWochenende in Delmenhorst.

In seinem Gastbeitrag nimmt uns Hans-Gerd (DL9HG) mit auf das 15. Antennentest-Wochenende in Delmenhorst – mit spannenden Eindrücken, technischer Raffinesse und echter Gemeinschaft unter Funkfreunden.

Warum stehen plötzlich so viele Antennen auf dem Bundeswehrübungsgelände „Große Höhe“ in Ganderkesee, mag sich mancher Spaziergänger am Wochenende gefragt haben. Dort übte nicht die Bundeswehr, sondern von Freitag bis Sonntag fand zum 15. Mal das Antennentestwochenende des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC), Ortsverband Delmenhorst statt.

Überall auf dem weiten Feld ragten Antennen gen Himmel

Die Veranstalter konnten über 100 Funkfreunde aus dem gesamten norddeutschen Raum begrüßen. Sie reisten mit Wohnmobilen und Zelten an und brachten ca. 25 zum Teil spektakuläre Antennen in die Luft. Hier konnten die Teilnehmer ungestört ihre Antennen vergleichen und Messungen durchführen. Aber auch innovative Bastelprojekte und eigenen technische Entwicklungen waren zu sehen.

Antennenmast mit Big Wheel Antennen

Der ausrichtende Ortsverband Delmenhorst präsentierte die Satellitenantenne für den QO 100, dem ersten geostationären Satelliten mit Amateurfunk-Nutzlast.

Auch Verbindungen über den geostationären Amateurfunksatelliten QO-100 wurden erfolgreich aufgebaut

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, bis in die späten Abendstunden auf den unterschiedlichsten UKW- und Kurzwellenbändern zu funken und konnten gefüllte Logbücher mit nach Hause nehmen. Neben einer seltenen Funkverbindung mit der Neumeyer-Station III in der Antarktis wurde auch mit Skandinavien, Asien, Neuseeland, Nord- und Südamerika gefunkt.

Funkverbindung mit der Neumeyer-Station III in der Antarktis

Jüngste Teilnehmerin war die elfjährige Maja (DN9YL) aus dem Ortsverband Petersdorf. Sie besitzt eine Amateurfunkzulassung der neuen Einsteigerklasse N.

Am Samstagabend referierte Prof. Dr. Michael Hartje (DK5HH) von der Hochschule Bremen über seine Tätigkeit als Gastwissenschaftler auf der Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts in der Antarktis. Der Vortrag trug den Titel „Funken bei den Pinguinen – ein Elektroingenieur im Eis“. Neben spannenden technischen Themen wurden auch die extreme Kälte, stürmische Wetterbedingungen, Pinguine und eine scheinbar endlose Polarnacht thematisiert.

Prof. Dr. Michael Hartje DK5HH referiert über seine Tätigkeit als Gastwissenschaftler auf der Neumayer-Station III

Ein besonderer Dank geht an Dieter Markowiak (DK1IJ), der mit seinen fleißigen Helfern für das leibliche Wohl sorgte. Auch die vielen Kuchen- und Salatspenden kamen sehr gut an. Das Organisationsteam konnte auf eine gelungene und von allen Seiten gelobte Veranstaltung zurückblicken.

Hans-Gerd Bruns (DL9HG)

Danke an Hans-Gerd (DL9HG) für den Beitrag!

Wärt ihr gerne dabei gewesen, habt den Termin aber verpasst? Tipp: Mit unserem Jahreskalender verpasst ihr kein Amateurfunkevent mehr! Die für euch relevanten Termine könnt ihr per Mausklick ganz einfach in euren privaten Kalender übernehmen.

Screenshot von dl-nordwest.com

Terminkalender DL-Nordwest

Wart ihr auch dabei? Wie habt ihr das Wochenende erlebt? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Die Reise geht weiter – Von Klasse N zu Klasse E

Claudia, ehemals DN9OC, erzählt uns in ihrem Gastbeitrag, wie sie in nur einem halben Jahr den Sprung von der Klasse N zur Klasse E geschafft hat.

In ihrem ersten Gastbeitrag schilderte uns Claudia, ehemals DN9OC, wie sie erfolgreich die Prüfung zur Klasse N abgelegt hat. Damals nahm sie uns mit auf ihre spannende Reise.

Nun, nur ein halbes Jahr später, geht Claudia den nächsten Schritt: Sie erweitert ihre Amateurfunkgenehmigung auf die Klasse E – und erzählt uns im folgenden Beitrag, wie sie diese erreicht hat.

Nach einigen Wochen intensiver Nutzung meines Amateurfunkrufzeichens der Klasse N mit einigen eingetragenen Logs wuchs in mir der Wunsch, noch mehr zu lernen und den nächsten Schritt zu gehen: die Prüfung zur Klasse E.

Am 1. April 2025 war es dann soweit. Bereits um 4 Uhr morgens fuhren wir los nach Hamburg. Kurz bevor wir in dem Stadtteil ankamen, in dem die Prüfung stattfinden sollte, nahmen wir bereits wenige Minuten zuvor einen beißenden Geruch nach verschmortem Kabel wahr. Dank dieses Warnsignals konnten wir noch rechtzeitig auf den Parkplatz eines bekannten Fastfood-Restaurants fahren, wo wir feststellten, dass die Autobatterie unter dem Sitz bereits überhitzt war. Das heiße Gas war bereits hinten ausgeschwemmt und das Kabel hatte angefangen zu schmoren. Zum Glück gelang es uns, die Batterie gerade noch rechtzeitig auszubauen, bevor Schlimmeres passieren konnte.
Trotzdem war die Fahrt nicht ohne weitere Hindernisse: Zahlreiche Baustellen rund um das Gebäude der Bundesnetzagentur verzögerten unsere Ankunft zusätzlich. Fast hätten wir es nicht rechtzeitig geschafft, aber gerade noch pünktlich kamen wir an.

Um 9 Uhr morgens begann schließlich die Prüfung. Im Raum waren etwa 10-12 Prüflinge versammelt, die ebenfalls aufgeregt und angespannt auf ihren großen Moment warteten. Die Stimmung war konzentriert und erwartungsvoll – alle warteten gespannt auf den Beginn der Prüfung.
Nachdem die Prüfung abgelegt war, waren viele erleichtert, und auch ich fühlte, dass ich die Prüfung bestanden hatte, was vom Prüfer nur wenige Minuten später bestätigt wurde.

Nach der Prüfung machten wir uns auf den Rückweg. Erschöpft, aber glücklich – jedoch hatte unser Auto ein weiteres Problem: Die Blinker waren technisch ausgefallen und konnten nicht mehr genutzt werden. Also fuhren wir zunächst in eine Werkstatt, wo der Defekt behoben wurde, bevor wir endgültig die Heimfahrt antraten.

Da ich mein neues Rufzeichen DO2TX erst beantragt hatte, musste ich mich noch eine Woche gedulden. Doch dann war es endlich so weit: Mit meinem neuen Rufzeichen durfte ich auf Sendung gehen – ein weiterer Meilenstein auf meiner faszinierenden Reise in die Welt des Amateurfunks. Und ich weiß: Diese Reise ist noch lange nicht zu Ende. Fortsetzung folgt…

Claudia, ehemals DN9OC, hört nun auf das Rufzeichen DO2TX

Ein herzliches Dankeschön an Claudia für diesen großartigen Beitrag – und Glückwunsch vom gesamten Team DL-Nordwest zum neuen Rufzeichen! Wir sind gespannt, wann das nächste folgt – allzu lange wird es sicher nicht auf sich warten lassen.

Claudias Beitrag verstehen wir natürlich auch als Motivation für alle, die noch auf ihre erste Amateurfunkgenehmigung hinarbeiten – oder bereits den nächsten Schritt zur Aufstockung planen.

Habt ihr auch kürzlich eine Amateurfunkprüfung abgelegt? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Von geheimnisvollen Signalen zur eigenen Lizenz – meine Reise in den Amateurfunk

Wie wird aus Neugier Leidenschaft? Claudia, DN9OC, verrät es – hier im Gastbeitrag!

Als ich meinen Freund Oskar kennenlernte, ahnte ich noch nicht, dass ich bald selbst von einer Leidenschaft erfasst werden würde, die Menschen rund um den Globus verbindet – dem Amateurfunk. Oskar, selbst ein erfahrener Funkamateur, hatte oft sein Funkgerät eingeschaltet. Zunächst war es für mich nur ein Hintergrundgeräusch: das Rauschen des Äthers, geheimnisvolle Signale und entfernte Stimmen in fremden Sprachen. Doch je öfter ich lauschte, desto größer wurde meine Neugier.

Mit der Zeit erkannte ich, welche Faszination dieses Hobby in sich trägt. Ich hörte Gespräche zwischen Funkamateuren aus der Region auf UKW (2-Meter- und 70-Zentimeter-Band), aber auch Verbindungen mit der ganzen Welt auf Kurzwelle. Es war, als hätte ich plötzlich ein Fenster zu einer unsichtbaren Gemeinschaft geöffnet, die über Grenzen hinweg miteinander kommuniziert.

Der Wunsch, nicht nur zuzuhören, sondern selbst auf Sendung zu gehen, wuchs in mir. Also begann ich mit der Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung. Mit der App 50 Ohm lernte ich fleißig die technischen Grundlagen und Vorschriften. Tag für Tag vertiefte ich mein Wissen, bis es schließlich so weit war: Im August 2024 trat ich in Hamburg bei der Bundesnetzagentur zur Prüfung an – und bestand! Seitdem trage ich stolz mein eigenes Rufzeichen: DN9OC.

Claudia, DN9OC, vor der BNetzA in Hamburg im August 2024

Heute nutze ich mit großer Begeisterung meine eigene Amateurfunkanlage im Wohnzimmer. Mein Yaesu FTM-200 ermöglicht mir Verbindungen auf den 2-Meter- und 70-Zentimeter-Bändern, und mit meiner Duobandantenne kann ich zuverlässig senden und empfangen. Es macht mich glücklich, nun selbst Teil dieser weltweiten Gemeinschaft zu sein und eigene QSOs zu führen.

Claudia, DN9OC, QRV im heimischen Wohnzimmer mit ihrem Yaesu FTM-200

Doch Amateurfunk ist für mich nicht nur ein stationäres Hobby. Auch im Alltag bleibe ich gelegentlich auf Empfang. Während ich in der Küche stehe und mich um meine lieben Kinder kümmere, habe ich manchmal mein Handfunkgerät dabei – nicht immer, aber hin und wieder lausche ich mit einem Ohr den Funksignalen, die durch den Äther rauschen. Amateurfunk ist für mich mehr als nur Technik – es ist ein Fenster in die Welt und eine Möglichkeit, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Mehr als 100 Funkverbindungen habe ich bereits in meinem eigenen Logbuch dokumentiert – und es werden täglich mehr. Meine Begeisterung ist ungebrochen, denn für mich ist der Amateurfunk eine nie endende Entdeckungsreise. Ich habe meinen Platz in dieser Gemeinschaft gefunden und freue mich auf viele weitere spannende Verbindungen, die noch vor mir liegen. Natürlich bin ich bereits am lernen für die nächste Stufe, der Klasse „E„, das ich dieses Jahr noch bekommen möchte.

Ein Funkgerät, ein Rufzeichen und ein großer Traum – so begann meine Reise in die faszinierende Welt des Amateurfunks. Und sie ist noch lange nicht zu Ende.

Übrigens: Claudia ist digital mit eigenem Hotspot auf DL-Nordwest qrv. Viel Erfolg bei der Klasse E, viele spannende Funkverbindungen und weiterhin viel Spaß an unserem gemeinsamen Hobby!

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Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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