Wohin mit dem ganzen Zeug? Ordnung im Shack mit 3D-Druck

Werkzeuge, Kabel, Adapter, Bauteile – im Shack sammelt sich über die Jahre so einiges an. Mit Pegboards, MultiBuild und Gridfinity bietet die 3D-Druck-Community interessante Lösungen, um den vorhandenen Platz besser zu nutzen und endlich etwas Ordnung ins Chaos zu bringen.

Wir Funkamateure gehören ja bekanntlich zur Spezies der Jäger und Sammler. Es gibt schließlich nichts, was man nicht irgendwann noch einmal für irgendein Projekt gebrauchen könnte. Aber selbst wenn man, wie die meisten von uns 😉, in einem Palast wohnt, geht einem irgendwann der Platz aus. Und mit zunehmender Sammlung findet man oft auch nichts mehr wieder, obwohl man sich ganz sicher ist, dass man es irgendwo hat.

Was also tun? Mal etwas verkaufen oder gar etwas wegschmeißen? Ja, das Wort „wegschmeißen“ musste ich selbst auch erst einmal im Duden nachschlagen. Nein, kommt natürlich überhaupt nicht infrage!

Aber mal im Ernst: Ich lebe in Singapur, habe neben dem Amateurfunk noch andere Hobbys und bastle gerne. Platz ist hier, wie so ziemlich alles andere, leider sehr teuer und damit stark begrenzt. In der 3D-Druck-Community bin ich deshalb auf einige interessante Projekte und Systeme aufmerksam geworden, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Übersichtliche und platzsparende Organisation an der Wand

An sogenannten Lochplatten lassen sich Werkzeuge, Zubehör oder beispielsweise auch Funktechnik mithilfe von Haken und Halterungen flexibel befestigen. Die Löcher beziehungsweise Aufnahmen befinden sich dabei in einem festen Raster, sodass sich die einzelnen Halterungen jederzeit neu anordnen lassen.

Für die Kombination mit dem 3D-Druck sind insbesondere zwei Systeme interessant: MultiBuild und klassische Pegboards.

MultiBuild mit MultiBoard

Eine vollständig aus dem 3D-Drucker stammende Alternative zu klassischen Pegboards ist MultiBoard. Mittlerweile ist MultiBoard Teil des größeren MultiBuild-Systems, das verschiedene miteinander kompatible Ordnungssysteme unter einem gemeinsamen 25-mm-Raster zusammenfasst. Dazu gehören neben MultiBoard beispielsweise auch MultiBin für Behälter und Schubladen.

MultiBoard selbst ist dabei weiterhin das System für die eigentlichen Lochplatten. Diese werden vollständig im 3D-Druckverfahren hergestellt und verfügen über unterschiedliche Aufnahmen für die Befestigung von Haken, Halterungen, Ablagen und anderem Zubehör. Neben den speziellen MultiBoard-Verbindungen können auch verschiedene klassische Pegboard-Halterungen verwendet werden.

Ein großer Vorteil ist die enorme Flexibilität. Die Platten können beispielsweise an einer Wand befestigt, freistehend aufgestellt oder sogar zum Bau dreidimensionaler Strukturen verwendet werden. Durch das einheitliche Raster lassen sich die verschiedenen Komponenten des MultiBuild-Systems miteinander kombinieren. So können beispielsweise MultiBin-Behälter direkt an einem MultiBoard befestigt werden.

Für den Einstieg stellt MultiBuild eine umfangreiche Teilebibliothek zur Verfügung. Die einzelnen funktionalen Komponenten können kostenlos heruntergeladen werden. Zusätzlich gibt es einen Planner sowie zahlreiche von der Community erstellte Modelle. Einige Komfortfunktionen wie bestimmte Generatoren oder vorkonfigurierte Packs sind dagegen Mitgliedern vorbehalten.

Man kann das System daher auch ohne umfangreiche eigene CAD-Kenntnisse nutzen und später bei Bedarf immer weiter an die eigenen Anforderungen anpassen.

Weitere Informationen findet ihr unter: multibuild.io

Screenshot von multibuild.io

MultiBuild-Webseite mit den verschiedenen Ordnungssystemen

Pegboards

Im Gegensatz zum MultiBoard werden bei der Verwendung klassischer Pegboards in der Regel nur die benötigten Halterungen im 3D-Druckverfahren hergestellt. Und selbst das ist nicht zwingend notwendig, denn im Fachhandel gibt es bereits zahlreiche fertige Halterungen, beispielsweise für Werkzeuge.

Die Lochplatten selbst findet man unter anderem im Baumarkt, entweder mit runden Löchern oder mit Schlitzen. Ich habe mich für Letzteres und für das System von IKEA entschieden. Die Pegboards mit dem Namen SKÅDIS gibt es in verschiedenen Größen und Farben.

Lötarbeitsplatz mit Pegboards an drei Seiten – alles griffbereit und platzsparend organisiert

Einen großen Vorteil des IKEA-Systems sehe ich darin, dass es weltweit sehr viele Nutzer gibt. Entsprechend groß ist die Auswahl an bereits fertigen 3D-Modellen, Halterungen und Generatoren, die man im Internet findet.

Generell habe ich Pegboards gegenüber MultiBoard den Vorzug gegeben, da ich relativ große Flächen damit bestücken wollte. Stundenlang Lochplatten zu drucken und dafür kiloweise Filament zu verbrauchen, erschien mir wenig sinnvoll. Außerdem wollte ich vermeiden, am Ende eine komplette Wand mit Kunststoffplatten zu verkleiden.

Bei mir kam noch eine weitere Herausforderung hinzu: Da ich zur Miete wohne, kann und möchte ich nicht einfach überall Löcher in die Wände bohren. Also musste auch für die Befestigung der Pegboards eine andere Lösung her.

Genau hier spielt der 3D-Druck seine Stärken aus. Für die Seitenflächen meines IKEA-IVAR-Regalsystems habe ich eigene Halterungen konstruiert und ausgedruckt, an denen sich die SKÅDIS-Platten befestigen lassen. Eine ähnliche Lösung habe ich für die Schiebetür meines Kleiderschranks umgesetzt. So werden Flächen genutzt, die ansonsten weitgehend ungenutzt bleiben würden, und das ganz ohne zusätzliche Bohrlöcher in den Wänden.

Ungenutzte Flächen sinnvoll genutzt: Pegboards an Regalseite und Schiebetür

Ein weiterer Vorteil von IKEA SKÅDIS zeigt sich, wenn man doch einmal eine Halterung komplett selbst konstruieren möchte: Im einfachsten Fall muss man lediglich die passenden Haken an das eigene Modell anfügen. Beim MultiBoard muss dagegen die entsprechende hexagonale Aufnahme beziehungsweise Befestigung berücksichtigt werden.

Organisation in Schubladen mit Gridfinity

Auch für die bessere Organisation von Schubladen hat die 3D-Druck-Community eine passende Lösung: Gridfinity.

Gridfinity ist ein modulares Ordnungssystem, bei dem Behälter und Halterungen auf einem standardisierten Raster angeordnet und flexibel miteinander kombiniert werden können. Viele Behälter lassen sich zudem stapeln.

Das Prinzip ist einfach: Zunächst misst man die vorhandene Fläche, beispielsweise die Schublade eines Werkzeugwagens. Anschließend erstellt und druckt man den passenden Rasterboden. Darauf können dann einzelne Behälter platziert werden.

Auch hierfür gibt es zahlreiche Generatoren im Internet, sodass nicht zwangsläufig eigene CAD-Kenntnisse erforderlich sind. Für einen noch sichereren Halt können sowohl der Rasterboden als auch die einzelnen Behälter zusätzlich mit Magneten ausgestattet werden.

Wie schon bei den Pegboards liegt ein großer Vorteil im festen Raster und damit in der Modularität. Einzelne Behälter lassen sich jederzeit herausnehmen, umsortieren, austauschen oder durch neue ergänzen. Ändert sich der Inhalt einer Schublade, muss also nicht gleich das komplette Ordnungssystem neu aufgebaut werden.

Gridfinity im Einsatz: Schrumpfschläuche und Heat-Set-Inserts übersichtlich in der Schublade organisiert

Weitere Informationen zu Gridfinity findet ihr hier: gridfinity.xyz

Screenshot von gridfinity.xyz

Gridfinity-Webseite mit Informationen rund um das modulare Ordnungssystem

Fazit

Auch wenn ich noch lange nicht alles sortiert und an meine Wand- beziehungsweise Schrankflächen oder in meine Schubladen gebracht habe, ist mein Shack bereits deutlich aufgeräumter und organisierter als vorher.

Durch die Kombination von Pegboards und Gridfinity konnte ich den vorhandenen Platz noch besser nutzen: Werkzeuge werden an der Wand aufgehängt, Verbrauchsmaterialien und Kleinteile kommen in entsprechende Behälter in den Schubladen. Man hat vieles direkt im Blick und das Suchen erübrigt sich meistens.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich beide Systeme praktisch beliebig erweitern lassen. Durch den modularen Aufbau können neue Dinge einfach hinzugefügt, vorhandene umplatziert und Halterungen bei Bedarf an neue Anforderungen angepasst werden.

Aber jetzt würde uns interessieren: Wie organisiert ihr euer Shack? Nutzt ihr vielleicht selbst Pegboards, MultiBuild oder Gridfinity, oder kennt ihr noch andere interessante Systeme?

Schreibt uns, welche Lösungen sich bei euch im Shack bewährt haben und zeigt uns gerne auch eure eigenen Ideen und Konstruktionen in den Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS


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Amateurfunk auf WhatsApp und Telegram – Gruppen und Bots im Überblick

Neben unseren DL-Nordwest Gruppen gibt es zahlreiche weitere interessante Anlaufstellen rund um den Amateurfunk. Einige davon haben wir für euch zusammengestellt.

WhatsApp und Telegram sind längst auch in der Amateurfunk-Community zu beliebten Plattformen für den Austausch geworden. Neben allgemeinen Gruppen findet ihr dort zahlreiche Angebote zu bestimmten Betriebsarten, Geräten, Softwarelösungen oder digitalen Netzen.

Einige interessante Gruppen möchten wir euch in diesem Beitrag vorstellen. Auf die zahlreichen Gruppen der DARC-Ortsverbände verzichten wir dabei bewusst – schließlich kennt ihr die Angebote eures eigenen Ortsverbandes am besten.

WhatsApp

Beginnen wir mit WhatsApp. Natürlich gibt es auch dort eine eigene DL-Nordwest Gruppe, die mit unserer Telegram-Gruppe parallel geschaltet ist. Nachrichten werden also zwischen beiden Gruppen ausgetauscht, sodass ihr unabhängig vom bevorzugten Messenger an den Diskussionen teilnehmen könnt.

Hier geht es direkt zu unserer WhatsApp-Gruppe: DL-Nordwest auf WhatsApp

Darüber hinaus sind uns aktuell hauptsächlich lokale OV- und Klönschnack-Gruppen bekannt, die sich nicht mit einem bestimmten Amateurfunk-Thema beschäftigen. Falls ihr weitere interessante WhatsApp-Gruppen rund um den Amateurfunk kennt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

Telegram

Bei Telegram ist die Auswahl an themenbezogenen Amateurfunk-Gruppen deutlich größer. Neben unserer eigenen DL-Nordwest Gruppe gibt es dort unter anderem Gruppen zu digitalen Betriebsarten, Hotspots, Softwarelösungen und verschiedenen Geräteherstellern.

DL-NORDWEST

Natürlich sind wir auch selbst bei Telegram vertreten. Unsere DL-Nordwest Gruppe ist, wie bereits erwähnt, mit der WhatsApp-Gruppe parallel geschaltet.

👉 t.me/DL_Nordwest

Digitalfunk, Hotspots & Software

Für YSF und den Raum Deutschland 26200 gibt es eine eigene Gruppe:

👉 t.me/YSF_Deutschland

Wer Unterstützung rund um Pi-Star sucht, findet hier eine entsprechende Support-Gruppe:

👉 t.me/Pi_Star_Support

Auch für die alternative Hotspot-Software WPSD gibt es eine eigene Support-Gruppe:

👉 t.me/WPSDSupport

Für Nutzer des BrandMeister-Netzes gibt es ebenfalls eine deutschsprachige Gruppe:

👉 t.me/User_BM262

Interessant für alle, die sich mit Hotspots und MMDVM beschäftigen, ist außerdem die Gruppe MMDVM+HS im Amateurfunk:

👉 t.me/mmdvm

Gruppen zu Funkgeräten

Natürlich finden sich bei Telegram auch Gruppen zu verschiedenen Geräteherstellern. Für Motorola haben wir einige modellspezifische Gruppen gefunden, allerdings keine allgemein gehaltene deutschsprachige Gruppe. Ähnlich sieht es derzeit bei Icom aus.

Für Hytera gibt es dagegen eine deutschsprachige Gruppe:

👉 t.me/Hytera_Deutschland

Auch für AnyTone werdet ihr fündig:

👉 t.me/Anytone_Deutschland

Unsere XLX421 Monitor-Bots

Nicht vergessen wollen wir natürlich unsere XLX421 Monitor-Bots. Sie eignen sich gut, um die Aktivität auf den verschiedenen Modulen im Blick zu behalten. Angezeigt werden Stationen, deren Aussendung länger als zwei Sekunden dauert. Eine Station wird frühestens nach 30 Minuten erneut angezeigt – oder wenn sich ihr Zugang zum XLX421 verändert hat.

DL-Nordwest Monitor

Überwacht ausschließlich unser Modul D.

👉 t.me/xlx421mon_dlnw

XLX421 Monitor Deutsch

Überwacht die deutschsprachigen Module C, F, G, H, N, O, R, U, V und X.

👉 t.me/xlx421mon_de

XLX421 Monitor International

Hier werden die internationalen Module E, M und S überwacht.

👉 t.me/xlx421mon_int

XLX421 Monitor weitere Module

Dieser Bot überwacht die seltener genutzten Module A, B, I, J, K, L, P, Q, T, W, Y und Z.

👉 t.me/xlx421mon_test

Fazit

WhatsApp und Telegram bieten mittlerweile eine ganze Reihe interessanter Anlaufstellen für Funkamateure – vom allgemeinen Austausch über Support bis hin zu spezialisierten Gruppen für einzelne Betriebsarten, Geräte oder Softwarelösungen. Es lohnt sich also durchaus, auch einmal über die eigenen bekannten Gruppen hinauszuschauen.

Wir hoffen, für euch war die eine oder andere interessante Gruppe dabei. Falls ihr weitere Gruppen rund um den Amateurfunk kennt, lasst es uns wissen und teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren unter diesem Beitrag oder diskutiert mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Alles im Blick: Das WebView Dashboard von DL1BIR

Bis zu vier Funk-Anwendungen gleichzeitig in einem einzigen Browserfenster – und die gewünschte Ansicht quasi auf Knopfdruck. Das WebView Dashboard macht aus dem Browser eine übersichtliche Funkzentrale.

In Browsern wie Google Chrome lassen sich mehrere Tabs oder Fenster nebeneinander darstellen. Die im Folgenden vorgestellte Lösung geht jedoch einen Schritt weiter und ermöglicht die gleichzeitige Darstellung von bis zu vier Anwendungen, die sich quasi auf Knopfdruck aufrufen und anordnen lassen. Wie das funktioniert, lest ihr im Gastbeitrag von Uwe DL1BIR.

Mit diesem praktischen Tool von DL1BIR behältst du beim Funken garantiert den Überblick. Das WebView Dashboard wurde speziell dafür entwickelt, mehrere wichtige Weboberflächen gleichzeitig auf nur einem Bildschirm anzuzeigen, dabei kann man zwischen 2 und 4 Fenstern umschalten, um schnell eine größere Ansicht der ersten beiden Fenster zu haben.

Egal ob du die Modul-Übersicht von XLX-Reflektoren, Live-WebSDR-Frequenzen, Dashboard-Statusseiten oder Repeater-Listen im Blick behalten willst: Du kannst ganz flexibel zwischen einer 2-Fenster- oder 4-Fenster-Ansicht wechseln.

Funktionsumfang

  • 📌 Alles auf einen Blick: Kein lästiges Hin- und Herwechseln mehr zwischen unzähligen Browser-Tabs. Schnelle Umschaltung 2 oder 4 Fenster.
  • 💾 Savespace-Funktion: Nutze den Button „Speichern unter …“, um deine aktuell eingetragenen Links direkt in der Datei abzuspeichern. Ich lege die Datei gerne aus den Desktop ab, dann kann ich die morgens gleich aufrufen und habe alles Wichtige im Blick. Beim nächsten Öffnen lädt Windows sofort dein persönliches Setup!
  • ↗️ Flexibel: Sollte eine Webseite die eingebettete Ansicht einmal blockieren, lässt sie sich mit nur einem Klick auf den kleinen Pfeil blitzschnell in einem externen Tab öffnen.
  • ❔ Integrierte Hilfe: Du bist dir bei einer Funktion unsicher? Klicke einfach oben in der Leiste auf den „Hilfe“-Button, um direkt im Tool eine Kurzanleitung zu öffnen.

Download und Verwendung

Ladet euch die HTML-Datei einfach über den unten stehenden Downloadlink auf euren Computer herunter. Öffnet die Datei anschließend direkt vom Speicherort aus. Sie wird automatisch in dem von euch festgelegten Standardbrowser geöffnet.

DL-NW WebView Dashboard by DL1BIR
Größe: 30.1 kB
Version: v3

Unterstützung bei der Bedienung erhaltet ihr über den Hilfe-Button oben rechts. Hier könnt ihr auch eure eigenen relevanten URLs eintragen und das Dashboard ganz nach euren Bedürfnissen zusammenstellen. Habt ihr alle Einstellungen vorgenommen, könnt ihr eure angepasste HTML-Datei über den Button „Speichern unter …“ abspeichern.

Tipp: Soll das Dashboard bei jedem Öffnen des Browsers automatisch angezeigt werden, könnt ihr es in den Browsereinstellungen einfach als Startseite festlegen.

Unterstützung

Wenn es Verbesserungen gibt, oder Änderungswünsche, schreibt gerne eine E-Mail direkt an Uwe DL1BIR unter Rufzeichen (ät) darc.de.

Das Team DL-Nordwest dankt Uwe für seinen interessanten Beitrag.

Habt ihr Uwes Tool bereits getestet? Habt ihr weitere Ideen für Anwendungen? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Neues von der Tokyo Ham-Fair 2026

Auf der Tokyo Ham Fair vom 29. bis 30. August 2026 präsentierten ICOM und Kenwood ihre neuesten Funkgeräte. In diesem Beitrag stellen wir euch die Neuheiten kurz vor.

Wie immer nutzten die großen Hersteller die Tokyo Ham Fair, um einige ihrer Neuheiten vorzustellen. So zeigte Kenwood mit dem TM-D750E einen neuen Mobiltransceiver.

Auch Icom ließ sich nicht lumpen und präsentierte gleich zwei neue Modelle:

  • ID-5200 VHF/UHF
  • IC-7110 HF/VHF/UHF

Die drei neuen Funkgeräte möchten wir euch in diesem Beitrag kurz vorstellen.

KENWOOD TM-D750

Wie wir sehen, verfügt das Gerät über ein abgesetztes Bedienteil und bietet die Möglichkeit, sowohl über ein LAN-Kabel als auch über Bluetooth zu kommunizieren. Ferner besitzt der TM-D750E zwei unabhängige Empfänger für VHF (144–146 MHz) und UHF (432–440 MHz). Die maximale Sendeleistung beträgt auf beiden Bändern 50 Watt. Im Bedienteil ist zudem ein nach vorne abstrahlender 3-Watt-Lautsprecher verbaut.

Der Mikrofonanschluss befindet sich wieder am eigentlichen Funkgerät und nicht am Bedienteil. Das ist natürlich Geschmackssache: Einerseits muss dadurch ein zusätzliches Kabel verlegt werden, andererseits lässt sich der Mikrofonanschluss genau dorthin führen, wo man ihn im Fahrzeug haben möchte, ohne dass das Kabel unnötig stört.

Auf ein Touchdisplay verzichtet Kenwood. Stattdessen befinden sich rund um das Display Softtasten, deren jeweilige Funktion im Display angezeigt wird und sich je nach Betriebsart ändert.

Besonders hervorzuheben sind die umfangreichen APRS-Funktionen, die unter anderem durch das integrierte KISS-TNC ermöglicht werden. Bluetooth und WLAN sind ebenfalls bereits im Gerät integriert. Praktisch ist zudem, dass sowohl am Funkgerät als auch am Bedienteil jeweils ein USB-Anschluss und ein microSD-Kartensteckplatz vorhanden sind.

Ganz wichtig sind aus unserer Sicht natürlich die integrierten D-STAR-Funktionen. Neben dem normalen Funkbetrieb auf einer direkten Frequenz steht selbstverständlich auch der bekannte DR-Modus zur Verfügung, mit dem sich Relais und der gewünschte Raum schnell auswählen lassen.

Eine interessante Neuerung gegenüber dem Vorgängermodell ist der von Kenwood als DirectMode bezeichnete Betrieb. Er entspricht im Prinzip dem, was Icom als Terminal Mode bezeichnet: Das Funkgerät kann ohne D-STAR-Relais oder zusätzlichen Hotspot direkt über das Internet mit dem D-STAR-Netz verbunden werden.

Der neue Kenwood TM-D750E soll noch im September erhältlich sein. Mit einem angekündigten Preis von rund 1.200 Euro bewegt er sich allerdings eindeutig im Premiumsegment.

ICOM ID-5200

Gleich vorweg: Auch beim Nachfolger des ID-5100 setzt Icom wieder auf ein angenehm großes Display, das nun natürlich zeitgemäß in Farbe ausgeführt ist.

Am eigentlichen Funkgerät befinden sich zwei Lautsprecherausgänge. Diese können entweder getrennt für die beiden Bänder oder gemeinsam genutzt werden. Im abgesetzten Bedienteil selbst sind hingegen weder ein Lautsprecher noch eine Mikrofonbuchse verbaut.

Wie auch beim Kenwood stehen für die Vernetzung WLAN, Bluetooth und USB-C zur Verfügung. Die maximale Sendeleistung beträgt auch beim ID-5200 50 Watt.

Und wem diese 50 Watt einmal nicht ausreichen, um das gewünschte D-STAR-Relais zu erreichen, der kann auf den Terminal Mode zurückgreifen. Damit lässt sich das Gerät direkt über das Internet mit dem D-STAR-Netz verbinden und der gewünschte digitale Raum erreichen – ganz ohne ein lokales Relais oder einen zusätzlichen Hotspot.

Der ICOM ID-5200 soll ebenfalls noch im September erhältlich sein. Preislich wird er voraussichtlich bei etwa 870 Euro liegen.

ICOM IC-7110

So soll er also aussehen, der Nachfolger des IC-7100. Icom spendiert dem neuen IC-7110 ein angenehm großes Farbdisplay, das – wie bei Icom üblich – sehr übersichtlich und klar strukturiert aufgebaut ist. Auch hier sind Hauptgerät und Bedienteil voneinander getrennt.

Der IC-7110 kombiniert in der europäischen Version Kurzwelle, 50 MHz, 70 MHz, 144 MHz und 430 MHz in einem Allmode-Transceiver. Auch beim neuen Modell ist der gleichzeitige Empfang auf zwei unterschiedlichen Bändern möglich.

Bei der Sendeleistung stehen auf HF, 50 MHz und 70 MHz bis zu 100 Watt zur Verfügung, auf VHF und UHF bis zu 50 Watt. Bluetooth, WLAN und USB-Anschlussmöglichkeiten gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Natürlich gehört D-STAR auch hier weiterhin fest zum Funktionsumfang. Unterstützt werden unter anderem der DR-Modus, Terminal- und Access-Point-Modus sowie die Überwachung von DV-Repeatern. Bilder lassen sich laut Icom direkt über das Funkgerät senden, empfangen und auf dem Display anzeigen – beispielsweise bei einer Verbindung über XLX421E.

Bei einem modernen Transceiver mit einer derart umfangreichen Ausstattung wäre natürlich ein integrierter Antennentuner wünschenswert gewesen. Leider hat Icom hier gegenüber dem Vorgängermodell nicht nachgelegt – auch der IC-7110 besitzt keinen eingebauten Antennentuner.

Übrigens wurde das Gerät zunächst als Konzeptmodell X-026 vorgestellt. Dabei handelt es sich also nicht um ein weiteres Modell, sondern um den IC-7110.

Über Liefertermin und Preis schweigt sich Icom derzeit noch aus. Lassen wir uns also überraschen.

Fazit

Bei allen hier vorgestellten Geräten gilt zu beachten, dass es sich um Vorserienmodelle handelt. Bis zur endgültigen Auslieferung können sich daher einzelne Ausstattungsmerkmale, Funktionen oder technische Daten noch ändern.

Was haltet ihr von den neuen Geräten. Schreibt eure Meinungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Die 58. DNAT – ein Rückblick auf vier Tage voller Eindrücke

Vom 27. bis 30. August 2026 stand die 58. DNAT wieder ganz im Zeichen von Begegnung und Austausch. Wir blicken zurück auf vier abwechslungsreiche Tage voller Gespräche, Eindrücke und gemeinsamer Erlebnisse.

Die DNAT ist ein viertägiges HAM-Fest an dem sich  Funkamateure begegnen. Neben dem Amateurfunkflohmarkt bietet die DNAT die Gelegenheit auf zahlreichen Veranstaltungen Funkfreunde (wieder) zu treffen. Jeder ist herzlich eingeladen und für Nicht-Funkamateure lohnt sich am Samstag, den 29. August der Besuch des großen internationalen Flohmarkts im Schlosspark. (Quelle: DNAT-HP)

Wer konnte, der kam natürlich etwas früher, um vorab schon einige Tage in gemütlicher Runde zu verbringen.

Bei der eigentlichen Veranstaltung gab es wie immer einige interessante Termine zu beachten:

  • DOK-Börse
  • WWFF und COTA Präsentation durch Florian Pavlik DL8ECA
  • Felix Ries DL5XL: Amateurfunk in der Polarforschung
  • TX5EU Präsentation von Ron PA3EWP (EUDXF)
  • Jahreshauptversammlung der EUDXF

Der eigentliche Amateurfunk Flohmarkt war übrigens auch sehr gut besucht und die 5 € Eintritt sind in der heutigen Zeit auch vertretbar.

Und auch im Außenbereich waren noch einige Anbieter mit ihren Waren vertreten.

Mein persönliches Fazit zu dieser Veranstaltung fällt durchaus positiv aus. Da ja viele Funkamateure ihre Rufzeichen irgendwo auf Mütze oder T-Shirt tragen, konnte man doch einige Leute direkt ansprechen, die man sonst nur von QSO’s per Funk kannte. So nebenbei gab es natürlich für die nicht Amateurfunk begeisterten im Schloßpark wieder den großen internationalen Flohmarkt, bei dem auch wieder weit über 10.000 Besucher anwesend waren.

Ihr habt noch keinen Bericht über eine Veranstaltung bei euch vor Ort geschrieben? Dann aber sofort ran an die Tastatur. Schreibt eure Erfahrungen gerne auch in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Fieldday OV N44 Telgte 2026

Das war er wieder, der Fieldday des OV N44 auf dem Schleusenberg – ein Erlebnisbericht.

Auch dieses Jahr trafen sich die Mitglieder des Ortsverbandes Telgte N44 zum ILLW-Wochenende zu ihrem Fieldday auf dem Schleusenberg.

Auch wenn die Veranstaltung dieses Mal etwas geringer besucht war – was einerseits an den Temperaturen von deutlich über 30 °C und andererseits daran lag, dass es diesmal keinen Landstrom gab –, es musste improvisiert werden.

So wurden reichlich Solarpanels aufgebaut, die bei herrlichem Sonnenschein zuverlässig Strom lieferten. Dieser wurde anschließend in diversen Powerstations gespeichert.

Ein vorhandener 7-kW-Stromgenerator kam letztlich nicht zum Einsatz, da ein Teilnehmer der Meinung war, er sei zu laut. Darüber kann man natürlich diskutieren …

Außerdem wurde die riesige Fläche diesmal etwas anders genutzt. Die Teilnehmer verteilten sich großzügiger, um sich gegenseitig möglichst wenig beim Funkbetrieb zu stören.

Ach ja, neben dem Funken sollte natürlich auch das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz kommen. So wurden viele Gespräche geführt, die sich teilweise bis spät in die Nacht hinein erstreckten.

Übrigens verhungert ist auch keiner. Obwohl eigentlich Selbstversorgung angesagt war, hat sich ein OM die Mühe gemacht und uns einen großen Topf mit sehr leckerem Chili con Carne auf einem großen Gaskocher zubereitet.

Und natürlich wurde auch der Rest, den ihr hier seht, nicht verschmäht, sondern erfolgreich verputzt.

Übrigens: So manche Antenne wirkt bei Tageslicht auf den ersten Blick gar nicht so groß. Wenn man allerdings sieht, welches Konstrukt dafür zunächst aufgebaut werden muss, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Bei Nacht betrachtet sieht das Ganze dann doch recht imposant aus!

Mein Fazit zu dieser Veranstaltung: Es war wieder einmal sehr nett und hat viel Spaß gemacht. Mit ein wenig mehr Vorbereitung kommt man auch ohne Landstrom bei einem solchen Fieldday gut über die Runden.

Für mich waren die 200 km Anreise zwar ein ganz schöner Weg, aber auch dieses Mal war es das wieder wert. Ich komme gerne wieder!

Finden bei euch vor Ort auch Fielddays statt über die ihr vielleicht sogar berichten wollt? Schreibt uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Fieldday vom OV i56 Unterweser

Der OV Unterweser hatte wieder zu seinem schon traditionellen Fieldday geladen und viele Besucher aus nah und fern waren gekommen. Wieder hatten der OVV Peter und seine XYL Elvira alles perfekt organisiert.

Viele helfende Hände

Die Vorarbeiten in der Küche waren natürlich genauso wichtig wie Helfer, die Tische und Bänke aufstellten und viele kleine Arbeiten erledigten, die man später gar nicht sieht oder bewusst wahrnimmt. Deswegen hier nochmal unser ausdrücklicher Dank an die Organisatoren Peter und Elvira, auf dessen Gelände die Veranstaltung wieder stattgefunden hat.

Die ersten Teilnehmer

Schon Mitte der Woche waren die ersten Wohnmobilisten angereist, so dass sich wieder einige Tage / Abende vor der eigentlichen Veranstaltung gemütliche Treffen ergaben.

Ganz wichtig natürlich das wohl auch Petrus in irgend einer Ecke saß und uns wieder mit dem herrlichsten Sommerwetter erfreut hat. Am Samstag, dem Hauptveranstaltungstag, kamen im Laufe des Tages über 40 Besucher, um sich in geselliger Runde auszutauschen. Es wurde natürlich wieder viel gefachsimpelt, über Technik und allerlei andere Themen. Für Speis und Trank war natürlich auch wieder ausreichend gesorgt.

Abbau

Am Sonntag erfolgte dann im Laufe des Tages der Abbau und das Versprechen, auch im nächste Jahr wieder zu kommen, um an dieser tollen Veranstaltung teilzunehmen.

Oder schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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PowerPole-Verteiler mit integriertem 5 VDC USB-Ausgang

Wer mehrere Geräte mit PowerPole-Anschluss an einer gemeinsamen Energiequelle betreiben möchte, benötigt einen passenden Verteiler. In diesem Beitrag stellen wir eine einfache Eigenbau-Lösung vor, die neben mehreren PowerPole-Anschlüssen auch einen integrierten USB-Ausgang zur Versorgung von 5-Volt-Geräten bereitstellt.

Für ein Manpack hatte ich die Spannungsversorgung eines Funkgerätes bereits über eine Anderson PowerPole-Verbindung an einen LiFePO4-Energiespeicher realisiert. Nun sollte zusätzlich ein Single Board Computer (SBC), konkret ein Raspberry Pi 4B, ebenfalls aus der Batterie versorgt werden.

In einem früheren Beitrag hatten wir euch bereits einen kleinen DC-DC-Spannungswandler vorgestellt, mit dem sich aus einer höheren Gleichspannung eine stabile 5-Volt-USB-Versorgung erzeugen lässt. Den Beitrag dazu könnt ihr hier nachlesen.

Umsetzung

Da die bestehende PowerPole-Verbindung erhalten bleiben sollte und künftig eventuell noch ein weiterer Verbraucher angeschlossen werden sollte, habe ich mich dazu entschlossen, aus Material aus der Bastelkiste einen kleinen Verteiler aufzubauen. Dieser bietet neben drei PowerPole-Anschlüssen auch einen integrierten DC-DC-Spannungswandler mit USB-Ausgang.

Das folgende Bild zeigt den Aufbau noch vor dem Einschrumfen. Die beiden unteren PowerPole-Anschlüsse sind direkt mit einem größeren Leitungsquerschnitt miteinander verbunden. Einer der Anschlüsse dient dem Anschluss des Energiespeichers, der andere der Versorgung des Funkgerätes, welches einen höheren Strombedarf hat.

Eigenbau-Verteiler mit drei PowerPole-Anschlüssen und integriertem 5-V-USB-Spannungswandler vor dem Einschrumfen.

Leider hatte ich nur Litzenleitung zur Verfügung. Für eine höhere mechanische Stabilität würde ich jedoch empfehlen, stattdessen massiven Draht mit entsprechendem Querschnitt zu verwenden.

Ich habe mir in diesem Fall beholfen, indem ich die einzelnen Litzen vorher verzinnt habe. Oberhalb eines der PowerPole-Anschlüsse befindet sich ein weiterer Anschluss für einen Kleinverbraucher. Dieser ist über PCB-Kontakte verbunden, die ich ebenfalls noch in der Bastelkiste gefunden habe. Die Kontakte wurden passend gebogen und direkt verlötet.

Auf dem gegenüberliegenden PowerPole-Anschluss habe ich zunächst den DC-DC-Spannungswandler mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Anschließend wurden dessen Eingangsanschlüsse über Silberdraht direkt mit Plus und Minus der Durchgangsdrähte verbunden.

Nach dem Zusammenbau folgte ein erster Funktionstest. Da alles wie gewünscht arbeitete, habe ich den Verteiler abschließend mit einem passenden Klebeschrumpfschlauch eingeschrumpft. Dabei ist darauf zu achten, dass die PowerPole-Gehäuse nicht vollständig vom Schrumpfschlauch überdeckt werden, damit sich die Gegenstücke weiterhin problemlos einstecken lassen.

Der fertige PowerPole-Verteiler nach dem Einschrumfen mit Klebeschrumpfschlauch.

PowerPole-Zubehör aus dem 3D-Drucker

Wer über einen 3D-Drucker verfügt, findet auf Plattformen wie MakerWorld, Thingiverse oder Printables zahlreiche Gehäuse und Verteilerkonzepte für Anderson PowerPole-Steckverbinder. Eine Suche nach dem Begriff „PowerPole“ liefert viele interessante Entwürfe, die teilweise bereits Sicherungen, Schalter oder weitere Funktionen integrieren und sich hervorragend als Grundlage für eigene Projekte eignen.

Fazit

Dieser Beitrag soll keine detaillierte Bauanleitung sein, sondern vielmehr als Anregung für eigene kleine Projekte dienen. Es muss nicht immer ein fertiges Produkt von der Stange sein. Oft findet sich in der Bastelkiste bereits alles, was benötigt wird.

Ein weiterer Vorteil des Selbstbaus ist, dass sich die Lösung exakt an die eigenen Anforderungen anpassen lässt. So entstand aus wenigen vorhandenen Bauteilen ein kompakter Verteiler, der Funkgerät, Raspberry Pi und weitere Verbraucher zuverlässig aus einem gemeinsamen Energiespeicher versorgen kann.

Falls Interesse besteht, stelle ich euch bei Gelegenheit auch das komplette Manpack hier auf DL-Nordwest einmal genauer vor.

Habt ihr auch PowerPoles im Einsatz und euch dafür Zubehör angefertigt? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS


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DL-Nordwest jetzt auch auf TeamSpeak 3 hören

Der digitale Sprachraum DL-Nordwest ist ab sofort auch über TeamSpeak 3 empfangbar. Damit könnt ihr die Aussendungen bequem am PC oder Smartphone verfolgen, ganz ohne eigenes Funkgerät oder Hotspot.

Auf Anregung von Oskar DL1SA, wird der Voice-Stream des digitalen Sprachraums DL-Nordwest ab sofort zusätzlich auf einen TeamSpeak 3-Server übertragen.

Wichtig dabei: Die Übertragung erfolgt ausschließlich in eine Richtung. Über den TeamSpeak-Raum könnt ihr die Aussendungen des Sprachraums hören, eine Rücksendung in das Netz ist jedoch nicht möglich.

Was benötigt ihr dazu?

Ladet euch zunächst einen TeamSpeak-Client von der offiziellen Webseite herunter: www.teamspeak.com

Der TeamSpeak-Client steht für Windows, macOS und Linux (jeweils 64 Bit) sowie als mobile App für Android und iOS zur Verfügung.

Wir empfehlen die Verwendung des klassischen TeamSpeak 3-Clients anstelle des neueren TeamSpeak 6, da dieser für den beschriebenen Einsatzzweck einfacher zu bedienen ist.

Im Folgenden zeigen wir die Einrichtung beispielhaft unter Windows.

Verbindung zum Server herstellen

Nach dem Start des Clients wählt ihr in der Menüleiste:

Verbindungen → Verbinden

Tragt anschließend folgende Daten ein:

Server-Adresse: voice.funkerportal.de

Nickname: Zum Beispiel euer Rufzeichen

Klickt danach auf Verbinden.

Nach dem Login landet ihr zunächst im Raum HERZLICH WILLKOMMEN. Scrollt in der linken Raumliste zum Bereich Rx Räume und macht einen Doppelklick auf den Raum DL-NORDWEST Digital.

Alternativ könnt ihr den Raum direkt über folgenden Link öffnen:

ts3server://voice.funkerportal.de?channel=DL-NORDWEST%20Digital

Tipp: Raum als Favorit speichern

Damit ihr künftig nicht jedes Mal manuell wechseln müsst, könnt ihr den Raum direkt als Favorit hinterlegen.

Wählt dazu:

Favoriten → Zu Favoriten hinzufügen

Im erscheinenden Dialog setzt ihr als Standard Channel den Eintrag DL-NORDWEST Digital.


Hinweis für Gastzugänge

Solange ihr noch nicht durch die Administratoren freigeschaltet wurdet, verbindet ihr euch automatisch als Gast. Gastkonten werden nach 30 Minuten automatisch vom Server getrennt und müssen anschließend neu verbunden werden.


Technische Umsetzung

Die Anbindung an TeamSpeak 3 wurde über eine unter Linux entwickelte Python-USRP-Bridge realisiert. Diese empfängt die vom URF421 auf Modul D bereitgestellten USRP-Audiodaten, bereitet sie für die Weiterverarbeitung auf und übergibt sie an FFmpeg, eine Open-Source-Software zur Audio- und Videokonvertierung, welche den Audiostrom in ein für TeamSpeak 3 geeignetes Format umwandelt.

Anschließend wird der Audiostrom über einen virtuellen PulseAudio-Kanal bereitgestellt. Der TeamSpeak-3-Client nutzt diesen Kanal als Audioquelle, sodass die über den URF421 übertragenen Aussendungen nahezu in Echtzeit auf TeamSpeak verfügbar sind.

Weitere Räume auf funkerportal.de

Neben dem DL-Nordwest-Empfangsraum stehen auf dem TeamSpeak-Server von funkerportal.de zahlreiche weitere Räume zur Verfügung, in denen auch aktiv gesprochen werden kann.

Für die Nutzung der Amateurfunkräume ist zuvor eine Verifizierung als Funkamateur erforderlich. Hierzu müssen die Betreiber eure Amateurfunkzulassung prüfen.

Unter:

Extras → Optionen → Aufnahme

könnt ihr festlegen, welche Taste die Push-to-Talk-Funktion (PTT) aktiviert. Standardmäßig ist hierfür die STRG-Taste hinterlegt.

Von der Nutzung der automatischen Sprachaktivierung empfehlen wir abzusehen, da diese häufig unbeabsichtigte Aussendungen verursacht.

Fazit

Mit TeamSpeak 3 steht neben dem Audio-Stream auf unserer Webseite nun eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, den digitalen Sprachraum DL-Nordwest zu verfolgen. Besonders unterwegs oder wenn gerade kein Funkgerät zur Hand ist, bietet sich damit eine einfache und komfortable Empfangsmöglichkeit.

Nutzt ihr TeamSpeak bereits für den Amateurfunk oder habt ihr weitere Vorschläge für unser Projekt DL-Nordwest? Dann schreibt uns diese gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/DG1BGS


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Hotspots und Transceiver per Shelly remote ein- und ausschalten

Ein abgestürzter Hotspot oder Transceiver? Mit einem Shelly-Relais lassen sich Geräte bequem aus der Ferne stromlos schalten und wieder einschalten, sowohl an 230 V als auch direkt an 12 V.

Viele Funkamateure setzen Hotspots oder auch remote gesteuerte Funkstationen ein. Damit im Falle des Falles ein nicht mehr reagierendes Funkgerät oder ein Hotspot aus der Distanz stromlos geschaltet werden kann, bieten Lösungen aus der Hausautomatisierung interessante Möglichkeiten. In diesem Beitrag möchte ich mich auf die Produkte von Shelly beziehen. Andere Home-Automatisierungs-Lösungen bieten gegebenenfalls vergleichbare Funktionen.

Durch die hohe Kompatibilität lassen sich Shelly-Geräte sehr einfach in bestehende Smart-Home-Lösungen integrieren. Auch eine Anbindung an Systeme wie Amazon Alexa oder Google Home ist mit wenigen Schritten realisierbar, sofern dies gewünscht ist. Darüber hinaus ist bei einigen Shelly-Produkten auch die direkte Integration in 12 V Gleichstromanlagen problemlos möglich.

Grundvoraussetzung ist, wie bei allen Home-Automatisierungs-Lösungen, ein vorhandenes und funktionierendes WLAN am Einsatzort.

Shelly-Produkte

Im Bereich der privaten Hausautomatisierung gibt es eine Vielzahl von Herstellern und Lösungen. Seit 2018 bietet die bulgarische Firma Shelly Group SE (www.shelly.com) kostengünstige und interessante Produkte an. Der Bezug ist über zahlreiche Elektronik-Onlinehändler möglich.

Im Folgenden möchte ich den Shelly 1 in der aktuellen dritten Generation (Gen.3) vorstellen. Der Shelly 1 ist eines der einfachsten Produkte der Familie und bereits ab etwa 12 Euro erhältlich. Im Grunde handelt es sich um ein über WLAN und das Internet fernsteuerbares Relais.

Bild 1: Shelby 1 Gen.3, Foto: DG1KK

Der Shelly 1 kann direkt mit einer 12 V Spannungsversorgung betrieben werden. Dadurch konnte ich ihn problemlos in meine bestehende 12 V PV-Stromanlage integrieren. Dieser Ansatz dürfte auch für Wohnmobilisten interessant sein, die ihr Fahrzeug smarter gestalten möchten. Die Bedienung erfolgt über die kostenlose Shelly-App, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar ist.

Meine Anwendung der Shellys im Amateurfunk

Im Bereich der digitalen Sprachübertragung (DV) verwende ich zwei Raspberry-Pi-basierte MMDVM-Hotspots. Beide Hotspots, ein Single-Hat und ein Dual-Hat, laufen mit der Software Pi-Star, die bereits von Haus aus einen Remotezugang ermöglicht. Ein stromloses Aus- und Wiedereinschalten ist darüber jedoch nicht möglich.

Beide Geräte sind in meinem Shack an eine Batterie-Notstromversorgung angeschlossen. Die Batterie wird kontinuierlich über ein PV-Modul und einen Laderegler geladen. Mit dieser Insellösung habe ich seit 2022 sehr gute Erfahrungen gemacht. Neben den Raspberrys werden bei Bedarf auch ein Mobilfunkgerät für 2 m und 70 cm sowie diverse Kleinverbraucher versorgt.

Bild 2: MMDVM Hotspots (Dual- und Single-Hat) mit Raspberry Pi, Foto: DG1KK
Bild 3: Je zwei Shelly 1 Gen.3 und DC/DC USB-Spannungskonverter zur Versorgung der Hotspots, Foto: DG1KK

Die 5 V USB-Spannungsversorgung für die Raspberrys wird über jeweils einen DC/DC-Spannungskonverter von Bauer Electronics sichergestellt. Die Verkabelung des Shelly 1 für den Betrieb an 12 V ist einfach und weitgehend selbsterklärend, wie das folgende Schema zeigt.

Bild 4a: Shelly 1, 12V Verkabelung, Quelle https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-1-gen3
Bild 4b: Shelly 1, 12V Verkabelung, Quelle https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-1-gen3

Die maximal zulässige Schaltspannung beträgt 30 V DC beziehungsweise 240 V AC bei einem maximalen Strom von 16 A. Der Eigenverbrauch des Shelly 1 inklusive WLAN-Modul liegt bei weniger als 1,2 W.

Soll statt einer 12 V Batteriespannung die 230 V Wechselspannung des Hausnetzes geschaltet werden, ist die Verkabelung gemäß Bild 5 auszuführen. Die entsprechenden Sicherheitsvorschriften nach DIN-VDE sind dabei selbstverständlich zu beachten.

Bild 5: Shelly 1, 230V Verkabelung, Quelle https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-1-gen3

Möchte oder muss ich einen Transceiver, in diesem Fall einen Hotspot, stromlos schalten, kann ich dies bequem und ortsunabhängig über die Shelly-App erledigen, sofern eine Verbindung über Mobilfunknetz oder WLAN besteht.

Bild 6: Shelly App zur Steuerung der Hotspots, Foto: DG1KK

Die Shelly-App bietet darüber hinaus umfangreiche Automatisierungs- und Überwachungsmöglichkeiten. Von individuell eingerichteten Szenen bis hin zur Echtzeitüberwachung von Energieflüssen stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung, die bei einigen Shelly-Modellen problemlos genutzt werden können. Die Steuerung ist sowohl innerhalb des eigenen WLANs als auch über das Internet möglich. Die App steht kostenlos in den üblichen App-Stores zum Download bereit.

Fazit

Die Erweiterung einer Stromversorgung um ein smartes WLAN-Relais ermöglicht das komfortable Aus- und Einschalten von Hotspots oder Transceivern. Eine solche Lösung bietet nicht nur zusätzlichen Komfort, sondern auch ein Plus an Sicherheit, wenn ein Gerät einmal nicht mehr erreichbar ist.

Auch im täglichen Betrieb kann dies hilfreich sein, beispielsweise wenn sich das Gerät im Keller, auf dem Dachboden oder sogar auf einem Mast befindet. Ein vollständiger Kaltstart lässt sich dann bequem aus der Ferne durchführen, ohne dass vor Ort ein Stecker gezogen werden muss.

Natürlich sollte ein Raspberry Pi, sofern noch erreichbar, möglichst sauber heruntergefahren werden. In der Praxis gelingt dies jedoch nicht immer. Negative EMV-Einflüsse konnte ich bislang nicht feststellen.

Die hier gezeigte Lösung ist keine Raketentechnik und lässt sich auch ohne große Vorkenntnisse einfach umsetzen. Dieser Beitrag soll als Anregung für eigene Projekte dienen. Für Kritik, Anmerkungen und Fragen könnt ihr mich gerne unter DG1KK@darc.de kontaktieren.

Viel Spaß beim Basteln!

vy 73, Uwe, DG1KK


Das Team von DL-Nordwest bedankt sich bei Uwe DG1KK für diesen spannenden Gastbeitrag, der zeigt, wie sich mit einfachen Mitteln praktische Lösungen für den Amateurfunk umsetzen lassen und gleichzeitig zum eigenen Experimentieren anregt.

Habt ihr etwas vergleichbares bereits selbst realisiert? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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