ICOM ID-5200: Erstes offizielles Video und analoges APRS

Pünktlich zur Hamvention 2026 hat ICOM ein Vorstellungsvideo zum neuen ID-5200 VHF/UHF-Mobiltransceiver veröffentlicht. Wir fassen die wichtigsten bisher bekannten Informationen und Neuerungen für euch zusammen.

Bereits im August letzten Jahres hatten wir über ICOMs neuen Dualband-Mobiltransceiver berichtet. Pünktlich zur Hamvention 2026 wurden nun weitere Details bekannt und erstmals ein offizielles Vorstellungsvideo veröffentlicht. Unseren vorherigen Beitrag zum ID-5200 findet ihr hier:

Bevor wir euch das Video und die darin genannten Funktionen kurz zusammenfassen, gleich vorab die wohl wichtigste Neuerung.

Erstmals analoges APRS bei ICOM

Erstmals bei einem ICOM-Mobiltransceiver soll künftig auch analoges APRS unterstützt werden. Während analoges APRS bei anderen Herstellern längst zum Standard gehört, hatte sich ICOM bislang konsequent auf D-PRS innerhalb des D-STAR-Ökosystems beschränkt und auf die Integration von APRS verzichtet.

Woher der plötzliche Sinneswandel kommt, darüber können wir aktuell nur spekulieren. Wir gehen jedoch davon aus, dass der ebenfalls angekündigte Kenwood TM-D750 dabei eine Rolle spielen könnte. Dieser bietet nämlich ebenfalls D-STAR sowie analoges APRS und richtet sich damit offenbar an die gleiche Zielgruppe.

Wichtig dabei: Die APRS-Funktion soll laut ICOM nicht direkt zum Verkaufsstart verfügbar sein, sondern erst später per kostenlosem Firmware-Update nachgereicht werden.

Weiterer Funktionsumfang

In dem rund acht Minuten langen Video, das sowohl in englischer als auch japanischer Sprache verfügbar ist, geht ICOM ausführlich auf den Funktionsumfang des neuen Mobilgerätes ein.

Zu den wichtigsten bislang bekannten Funktionen gehören unter anderem:

  • 4,3 Zoll großes Farb-Touchdisplay
  • Bandscope und Wasserfall-Darstellung
  • Gleichzeitiger Dual-Empfang (auch DV/DV), besonders interessant für den Betrieb über Amateurfunksatelliten
  • Integriertes WLAN und Bluetooth
  • Terminal- und Access-Point-Mode
  • DV-Repeater-Monitor
  • Integrierter GNSS-Empfänger
  • Airband-Empfang
  • USB-C-Anschluss
  • microSD-Kartenslot
  • Bildübertragung direkt über das Funkgerät
  • Umfangreiche Speicher- und Scanfunktionen

ICOM bleibt dem bereits vom ID-5100 bekannten Bedienkonzept weitgehend treu, modernisiert jedoch die Benutzeroberfläche deutlich.

Das entsprechende Video findet ihr hier:

Verfügbarkeit und Preis

Ab wann der neue Mobiltransceiver hierzulande verfügbar sein wird und zu welchem Preis er angeboten werden soll, stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrages noch nicht fest. Sobald wir hierzu weitere Informationen haben, voraussichtlich zur diesjährigen Tokyo Ham Fair im August, werden wir natürlich darüber berichten.

Fazit

Spannend dürfte vor allem werden, wann Kenwood und ICOM ihre neuen Geräte tatsächlich veröffentlichen und wie sich beide Mobiltransceiver im direkten Vergleich schlagen werden. Sowohl optisch als auch beim Funktionsumfang und vermutlich auch preislich scheinen sich beide Geräte in eine sehr ähnliche Richtung zu bewegen.

Interessiert euch eines der Geräte? Welche Funktionen würdet ihr euch zusätzlich noch wünschen? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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ICOM ID-5200 – Neuer 144/430 MHz D-Star Mobilfunktransceiver

ICOM sorgt auf der Tokio Ham Fair für Aufmerksamkeit: Ein Mockup des Nachfolgers des ID-5100 wurde enthüllt. Was ist bislang über das neue Modell bekannt?

Update vom 24.08.2025

In einem offiziellen Beitrag hat Icom UK weitere Details zum ID-5200 veröffentlicht:

  • Simultanen Empfang von FM-FM, FM-DV und DV-DV Signalen
  • Beim LCD-Display handelt es sich um ein Touchscreen
  • VHF- und UHF-Breitbandempfang sowie Empfang von AM-Flugfunk

Quelle: icomuk.co.uk

Auf der diesjährigen Tokio Ham Fair präsentierte Icom erstmals einen Nachfolger des bereits seit 2014 erhältlichen ID-5100 144/430-MHz D-Star-Mobilfunktransceivers. Bei dem ausgestellten Gerät handelt es sich um ein Mockup. Das Design könnte also noch einmal überarbeitet werden, und die auf dem Display gezeigten Symbole bzw. Funktionen sind möglicherweise noch nicht implementiert. Dennoch bietet das Mockup ausreichend Anhaltspunkte für erste Spekulationen.

Mockup des Icom ID-5200 in der Vitrine, Quelle: hamlife.jp

Im ersten Moment könnte man meinen, einen Blick auf das neue Kenwood-Mobilgerät TM-D750 zu werfen. Durch das große LCD-Farbdisplay wirkt er ihm tatsächlich verblüffend ähnlich. Gleichzeitig ist die Verwandtschaft zu seinem Vorgänger, dem inzwischen etwas in die Jahre gekommenen ID-5100, unverkennbar – besonders bei der HF-Einheit.

Auf der Vorderseite der HF-Einheit des ID-5200 sind die modularen Buchsen für den Anschluss der Kontrolleinheit und des Mikrofons sowie eine USB-Typ-C-Buchse und ein Mikro-SD Kartenslot deutlich zu erkennen.

Vorderseite des Icom ID-5200, Quelle: hamlife.jp

Die Bedieneinheit verfügt über separate Regler für Lautstärke und Rauschsperre für Band A und B sowie Encoder zum Einstellen des VFO oder zum Wechseln der Speicherkanäle. Unterhalb des farbigen LCD-Displays befinden sich fünf Tasten, von denen vier doppelt belegt sind. Anders als beim Kenwood TM-D750 verzichtet Icom offenbar darauf, die aktuelle Funktion der Tasten direkt im Display anzuzeigen, sodass sich diese je nach Menü oder gewählter Funktion nicht automatisch ändern. Links neben dem Bildschirm gibt es einen Ein-/Ausschalter, rechts zwei weitere Taster.

Im Unterschied zum Kenwood-Gerät besitzt die Bedieneinheit keinen eingebauten Lautsprecher und scheint ansonsten nur einen Anschluss für die Verbindung mit der HF-Einheit bereitzustellen.

Rückseite des Icom ID-5200, Quelle: hamlife.jp

Auf der Rückseite befinden sich die bei Icom-Mobiltransceivern standardmäßig verwendete PL-Buchse, ein Lüfter sowie drei Klinkenbuchsen. Vermutlich dienen zwei davon dem Anschluss getrennter Lautsprecher für Band A und B, die dritte ist vermutlich für die CI-V-Schnittstelle vorgesehen.

Die Symbole auf dem Display geben Raum zu Spekulationen, Quelle: hamlife.jp

Besonders interessant wird es bei der Deutung der Symbole auf dem Display: Das GPS-Symbol deutet darauf hin, dass das Gerät über einen integrierten GPS-Empfänger verfügen wird. Außerdem sind Symbole für Bluetooth® und WLAN zu sehen, was hoffen lässt, dass sich der Transceiver im Terminalmodus direkt über Bluetooth® oder WLAN mit einem Reflektor verbinden lässt.

Aufmerksamkeitswert hat auch das „KISS 96“-Symbol: KISS steht für „Keep It Simple, Stupid“, die 96 für die Baudrate von 9600 Baud (9k6). Bisher hatte Icom in seinen Mobilfunktransceivern weder analoge APRS- noch Packet-Radio-Unterstützung implementiert. Sollte sich dies nun tatsächlich ändern, wäre das eine bemerkenswerte Neuerung.

Konkrete Details wie technische Spezifikationen, Erscheinungsdatum oder Preis nannte der Hersteller jedoch nicht.

Fazit

Als der Icom ID-5100 2014 erstmals präsentiert wurde, wusste ich sofort: Das wird mein nächster Mobilfunktransceiver. Und tatsächlich hatte ich ihn nicht nur im Auto, sondern auch lange im Shack im Einsatz. Technologisch ist er inzwischen allerdings etwas in die Jahre gekommen – kein Wunder also, dass er jetzt mit dem ID-5200 einen würdigen Nachfolger bekommt. Dieser sollte unter anderem den Terminalmodus beherrschen und vermutlich auch das direkte Anzeigen und Versenden von Bildern via D-Star sowie eine Wasserfallanzeige auf dem aktuellen Band ermöglichen.

Bisher habe ich bei allen Icom-Geräten analoges APRS sowie ein echtes KISS-Protokoll vermisst – doch das könnte sich nun tatsächlich ändern. Oder etwa doch nicht?

Ich persönlich rechne damit, dass das Gerät kein voller Duobander sein wird, also für den Satellitenfunk ungeeignet ist. AMSAT führt den ID-5200 – ebenso wie bereits seinen Vorgänger – als voll duplexfähig auf (Quelle: amsat.se). Preislich dürfte es sich jedoch unter dem neuen Kenwood TM-D750 einordnen.

Wir halten euch auf DL-Nordwest auf dem Laufenden, sobald weitere Details bekannt werden. Bis dahin könnt ihr hier in den Kommentaren gerne fleißig spekulieren.

Abschließend ein Dankeschön an hamlife.jp für die Berichterstattung direkt von der Tokio Ham Fair 2025.

Eure Einschätzung zum neuen ID-5200: Lohnt sich der Nachfolger? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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