ICOM IC-7300MK2 – HF/50/70 MHz Transceiver

Nach über 100.000 verkauften Geräten präsentiert Icom nun eine überarbeitete Version seines Erfolgsmodells IC-7300.

Auf der Tokyo Ham Fair 2025 stellte Icom den Nachfolger des kompakten und beliebten Kurzwellen-Transceivers IC-7300 vor: den IC-7300MK2 (Mark 2). Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

  • Eingebauter LAN-Port mit integriertem Webserver: Ideal für Remote-Betrieb – ein externer Server mit der RS-BA1-Software ist nicht mehr erforderlich.
  • Integrierter Telegrafie-Decoder: Empfangene Morsezeichen werden automatisch erkannt und direkt auf dem Display angezeigt.
  • HDMI-Anschluss: Ermöglicht den direkten Betrieb mit einem externen Monitor für eine größere und übersichtlichere Darstellung.
  • USB Typ C-Anschluss: Zur Übertragung von Audiosignalen. Zusätzlich können zwei Anwendungen parallel mit dem Transceiver kommunizieren, etwa FT8- und Logbuch-Software.
  • Zusätzliche SMA-Buchsen: Für den Anschluss einer separaten Empfangsantenne oder zum Einschleifen externer Bandpassfilter.
  • Optimierte Empfänger-Performance: Verbesserte RMDR- (Reziproker Mischdynamikbereich) und Phasenrausch-Werte reduzieren Störungen durch benachbarte Signale.
  • Reduzierte Wärmeentwicklung: Durch optimierte Komponenten und Gleichspannungszweige arbeitet das Gerät kühler und zuverlässiger.
  • Energieeffizienz: Um 23 % geringerer Stromverbrauch im Empfangsbetrieb.
Bedienseite des neuen Icom IC-7300MK2

Die genannten Neuerungen werden auch in dem folgenden Videoclip anschaulich zusammengefasst.

Zudem steht ein englischsprachiger Flyer mit allen Details unter folgendem Link zum Download bereit: Produktflyer IC-7300MK2 (PDF)

Der Transceiver soll in Japan noch Ende 2025 auf den Markt kommen und dürfte damit spätestens Anfang 2026 auch hierzulande erhältlich sein. Sobald weitere Details vorliegen, informieren wir euch selbstverständlich hier auf DL-Nordwest.

Betreibt ihr bereits einen IC-7300? Was haltet ihr von den neuen Erweiterungen des IC-7300MK2? Meint ihr, ein Update lohnt sich? Schreibt es gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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ICOM ID-5200 – Neuer 144/430 MHz D-Star Mobilfunktransceiver

ICOM sorgt auf der Tokio Ham Fair für Aufmerksamkeit: Ein Mockup des Nachfolgers des ID-5100 wurde enthüllt. Was ist bislang über das neue Modell bekannt?

Update vom 24.08.2025

In einem offiziellen Beitrag hat Icom UK weitere Details zum ID-5200 veröffentlicht:

  • Simultanen Empfang von FM-FM, FM-DV und DV-DV Signalen
  • Beim LCD-Display handelt es sich um ein Touchscreen
  • VHF- und UHF-Breitbandempfang sowie Empfang von AM-Flugfunk

Quelle: icomuk.co.uk

Auf der diesjährigen Tokio Ham Fair präsentierte Icom erstmals einen Nachfolger des bereits seit 2014 erhältlichen ID-5100 144/430-MHz D-Star-Mobilfunktransceivers. Bei dem ausgestellten Gerät handelt es sich um ein Mockup. Das Design könnte also noch einmal überarbeitet werden, und die auf dem Display gezeigten Symbole bzw. Funktionen sind möglicherweise noch nicht implementiert. Dennoch bietet das Mockup ausreichend Anhaltspunkte für erste Spekulationen.

Mockup des Icom ID-5200 in der Vitrine, Quelle: hamlife.jp

Im ersten Moment könnte man meinen, einen Blick auf das neue Kenwood-Mobilgerät TM-D750 zu werfen. Durch das große LCD-Farbdisplay wirkt er ihm tatsächlich verblüffend ähnlich. Gleichzeitig ist die Verwandtschaft zu seinem Vorgänger, dem inzwischen etwas in die Jahre gekommenen ID-5100, unverkennbar – besonders bei der HF-Einheit.

Auf der Vorderseite der HF-Einheit des ID-5200 sind die modularen Buchsen für den Anschluss der Kontrolleinheit und des Mikrofons sowie eine USB-Typ-C-Buchse und ein Mikro-SD Kartenslot deutlich zu erkennen.

Vorderseite des Icom ID-5200, Quelle: hamlife.jp

Die Bedieneinheit verfügt über separate Regler für Lautstärke und Rauschsperre für Band A und B sowie Encoder zum Einstellen des VFO oder zum Wechseln der Speicherkanäle. Unterhalb des farbigen LCD-Displays befinden sich fünf Tasten, von denen vier doppelt belegt sind. Anders als beim Kenwood TM-D750 verzichtet Icom offenbar darauf, die aktuelle Funktion der Tasten direkt im Display anzuzeigen, sodass sich diese je nach Menü oder gewählter Funktion nicht automatisch ändern. Links neben dem Bildschirm gibt es einen Ein-/Ausschalter, rechts zwei weitere Taster.

Im Unterschied zum Kenwood-Gerät besitzt die Bedieneinheit keinen eingebauten Lautsprecher und scheint ansonsten nur einen Anschluss für die Verbindung mit der HF-Einheit bereitzustellen.

Rückseite des Icom ID-5200, Quelle: hamlife.jp

Auf der Rückseite befinden sich die bei Icom-Mobiltransceivern standardmäßig verwendete PL-Buchse, ein Lüfter sowie drei Klinkenbuchsen. Vermutlich dienen zwei davon dem Anschluss getrennter Lautsprecher für Band A und B, die dritte ist vermutlich für die CI-V-Schnittstelle vorgesehen.

Die Symbole auf dem Display geben Raum zu Spekulationen, Quelle: hamlife.jp

Besonders interessant wird es bei der Deutung der Symbole auf dem Display: Das GPS-Symbol deutet darauf hin, dass das Gerät über einen integrierten GPS-Empfänger verfügen wird. Außerdem sind Symbole für Bluetooth® und WLAN zu sehen, was hoffen lässt, dass sich der Transceiver im Terminalmodus direkt über Bluetooth® oder WLAN mit einem Reflektor verbinden lässt.

Aufmerksamkeitswert hat auch das „KISS 96“-Symbol: KISS steht für „Keep It Simple, Stupid“, die 96 für die Baudrate von 9600 Baud (9k6). Bisher hatte Icom in seinen Mobilfunktransceivern weder analoge APRS- noch Packet-Radio-Unterstützung implementiert. Sollte sich dies nun tatsächlich ändern, wäre das eine bemerkenswerte Neuerung.

Konkrete Details wie technische Spezifikationen, Erscheinungsdatum oder Preis nannte der Hersteller jedoch nicht.

Fazit

Als der Icom ID-5100 2014 erstmals präsentiert wurde, wusste ich sofort: Das wird mein nächster Mobilfunktransceiver. Und tatsächlich hatte ich ihn nicht nur im Auto, sondern auch lange im Shack im Einsatz. Technologisch ist er inzwischen allerdings etwas in die Jahre gekommen – kein Wunder also, dass er jetzt mit dem ID-5200 einen würdigen Nachfolger bekommt. Dieser sollte unter anderem den Terminalmodus beherrschen und vermutlich auch das direkte Anzeigen und Versenden von Bildern via D-Star sowie eine Wasserfallanzeige auf dem aktuellen Band ermöglichen.

Bisher habe ich bei allen Icom-Geräten analoges APRS sowie ein echtes KISS-Protokoll vermisst – doch das könnte sich nun tatsächlich ändern. Oder etwa doch nicht?

Ich persönlich rechne damit, dass das Gerät kein voller Duobander sein wird, also für den Satellitenfunk ungeeignet ist. AMSAT führt den ID-5200 – ebenso wie bereits seinen Vorgänger – als voll duplexfähig auf (Quelle: amsat.se). Preislich dürfte es sich jedoch unter dem neuen Kenwood TM-D750 einordnen.

Wir halten euch auf DL-Nordwest auf dem Laufenden, sobald weitere Details bekannt werden. Bis dahin könnt ihr hier in den Kommentaren gerne fleißig spekulieren.

Abschließend ein Dankeschön an hamlife.jp für die Berichterstattung direkt von der Tokio Ham Fair 2025.

Eure Einschätzung zum neuen ID-5200: Lohnt sich der Nachfolger? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Jagd auf Funktechnik #1: Tokio, Japan (2)

Im zweiten Teil unserer Beitrags-Serie schauen wir uns konkret an, in welchen Amateurfunk- und Elektronikläden ihr in Tokios Stadtteil Akihabara fündig werdet. Von Funktechnik bis Zubehör – wir zeigen euch, wo sich ein Besuch lohnt.

In dieser Beitragsserie nehmen wir euch mit auf eine Reise in ferne Länder. Wir besuchen Amateurfunkläden vor Ort und zeigen, worauf ihr beim Kauf und Import achten solltet.

Während wir euch im ersten Teil unseres Beitrags über Tokio, Japan darüber informiert haben, was ihr beim Kauf von Amateurfunkgeräten vor Ort beachten solltet, geht es heute ganz konkret um die relevanten Geschäfte in Akihabara. Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, dort einzukaufen, empfehlen wir euch dringend, zuerst Teil 1 zu lesen – er enthält wichtige Hinweise zu Gerätemodellen, steuerfreiem Einkauf und der Einfuhr in die EU.

Amateurfunk- und Elektronikläden in Akihabara

Wer in Akihabara nach Funktechnik sucht, sollte sich die folgenden Geschäfte genauer anschauen. Alle Shops lassen sich bequem zu Fuß erreichen – sie liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt.

Rocket Radio

Rocket Radio ist der geräumigste Laden, den ich in Akihabara besucht habe. Er liegt ebenerdig und ist dadurch bequem zugänglich. Im Inneren findet man Neuware: von Fachzeitschriften über Kurzwellen- und Mobilfunk-Transceiver bis hin zu Handfunkgeräten, Scannern und Technik für den Jedermannfunk. Auch Zubehör ist reichlich vorhanden – etwa Antennenanalysatoren, eine ganze Batterie an Morsetasten (die man direkt vor Ort testen kann) sowie alles, was man für den Antennenaufbau benötigt, inklusive der passenden Antennen.

Viele der ausgestellten Funkgeräte sind eingeschaltet und können ausgiebig ausprobiert werden. Bei meinen Besuchen waren stets mindestens drei freundliche Mitarbeiter anwesend. Sie sprechen allerdings nur eingeschränkt Englisch. Der Laden wirkt sehr gut frequentiert – offenbar auch unter den Einheimischen ein beliebter Anlaufpunkt.

Rocket Radio betreibt zudem unter dem Rufzeichen JA1ZJS eine eigene WIRES-X-Node mit der ID 15102. Geöffnet ist täglich außer mittwochs. Die aktuellen Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Website unter www.rocket-co.jp/ham oder über Google.

Fuji Musen Denki

Fuji Musen bietet neben Neuware auch eine Auswahl an Gebrauchtgeräten, die im Obergeschoss ausgestellt sind. Die meisten Geräte – insbesondere Mobil- und Kurzwellen-Transceiver – sind eingeschaltet und können vor Ort getestet werden.

Der Laden ist auch funktechnisch aktiv: Er trägt das Rufzeichen JJ1ZAC und ist über WIRES-X erreichbar – im Untergeschoss im Raum ALLJA-CQ-ROOM-D (ID 20610) sowie im Obergeschoss im Raum ALLJA-CQ-ROOM (ID 20510). Zusätzlich betreibt der Shop eine eigene APRS-Bake unter dem Rufzeichen JQ1YTF-2 auf 144.640 MHz (9600 Baud).

Auch hier waren bei meinen Besuchen stets mindestens drei Mitarbeiter anwesend. Preislich lag Fuji Musen bei meinen Vergleichen oft etwas günstiger als andere Shops. Der Laden hat täglich geöffnet. Die aktuellen Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Website unter www.fujimusen.co.jp oder über Google.

Akihabara Radio Center

Das Akihabara Radio Center liegt direkt unter einer Eisenbahnbrücke – und ist kaum zu übersehen: Über dem Eingang prangt ein riesiges ICOM-Logo, das sich direkt unterhalb der Trasse der JR-Linie befindet. Im Inneren erwartet euch ein dichtes Netz aus kleinen Compartment-Stores, die sich auf Elektronikzubehör spezialisiert haben.

Im Erdgeschoss findet ihr im hinteren Bereich eine Sektion eines Amateurfunkladens – mit einem Fokus auf Mobilfunk- und Handfunkgeräte sowie passendem Zubehör. Der größere Teil dieses Geschäfts befindet sich im Obergeschoss. Gleich nebenan liegt ein riesiger Bereich für gebrauchtes Elektronik-Equipment: von Kameras und Audiozubehör bis hin zu gebrauchten Amateurfunk- und Jedermannfunk-Geräten.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich zudem ein Shop, der sich ganz auf Steckverbinder spezialisiert hat.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Das Radio Center selbst hat täglich geöffnet, die Öffnungszeiten der einzelnen Shops können jedoch variieren. Weitere Informationen findet ihr unter: www.radiocenter.jp

Tokyo Radio Department Store

Der Tokyo Radio Department Store führt zwar keine Funktechnik, ist für Elektronikbastler aber dennoch äußerst interessant. Hier findet ihr eine große Auswahl an Elektronikkomponenten, einen Laden für Gehäuse, Shops mit Elektronikbausätzen sowie ein Geschäft für Röhren aller Art. Auch Retro-Gaming-Fans kommen auf ihre Kosten.

Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Website: www.tokyoradiodepart.co.jp

TokIo HAM FAIR

Eine weitere Bezugsquelle für Amateurfunktechnik mit teils besonders attraktiven Preisen ist die Tokyo Ham Fair – die größte Amateurfunkmesse Asiens. Neben den großen japanischen Herstellern wie Kenwood, Icom, Yaesu und Alinco, die hier regelmäßig ihre neuesten Produkte präsentieren, sind auch zahlreiche kommerzielle Händler vertreten. Besonders lohnenswert ist jedoch der Besuch der vielen Interessengruppen und Clubs: Sie bieten nicht nur spannende Einblicke und Fachgespräche, sondern häufig auch interessante Bausätze, die man so im Handel nicht findet.

Die Tokyo Ham Fair 2025 findet unter dem Motto „Take off to the World of Amateur Radio at Ariake“ vom 23. bis 24. August im Stadtteil Ariake, im GYM-EX, statt. Weitere Termine und Veranstaltungen rund um das Thema Amateurfunk findet ihr auf unserer Terminseite.

In der folgenden Bildergalerie zeigen wir euch einige Impressionen von meinem Besuch der Messe im Jahr 2018.

Eine Rückschau auf die Ham Fair 2024 findet ihr zudem in diesem Beitrag.

Akizuki electronic commerce Akihabara

Alles rund um Raspberry Pi, Arduino, ESP-Module und Add-on-Boards findet ihr bei Akizuki Electronic Commerce. Der Laden bietet außerdem eine riesige Auswahl an integrierten Schaltungen und Elektronikkomponenten – ideal für Maker, Bastler und Entwickler.

Zur offiziellen Website geht es hier: akizukidenshi.com

Toyo Keisokuki

Toyo Keisokuki ist auf elektronische Messgeräte spezialisiert. Neben dem Verkauf bietet das Unternehmen auch Kalibrierung und Reparatur von Messgeräten an. Außerdem gibt es eine große Auswahl an geprüften Gebrauchtgeräten sowie Beratung bei Produktauswahl und Anwendungen. Weitere Informationen findet ihr unter: www.keisokuki-land.co.jp

Modellbau, Modelleisenbahn und mehr

In Akihabara findet sich für nahezu jedes Hobby etwas – und man trifft fast immer auf Gleichgesinnte. Neben der bekannten Technik- und Elektronikwelt gibt es hier eine beeindruckende Vielfalt an Spezialgeschäften: mehrstöckige Läden mit hochwertigem Audioequipment und Lautsprechern, Shops für Komponenten zum Bau eigener E-Gitarren, unzählige Modellbauläden mit allem von Figuren, Autos bis Landschaftsbau – und natürlich eine große Auswahl an Modelleisenbahnen, teils mit eindrucksvollen Ausstellungen.

Auch ungewöhnlichere Interessen finden ihren Platz: etwa Läden mit Zubehör für den Puppenbau oder Sammlerstücke aller Art. Daneben prägen die typischen Akihabara-Themen das Straßenbild: mehrstöckige Fachgeschäfte für PC- und Gaming-Zubehör, Sammelkarten, Comics und nicht zuletzt die zahlreichen Maid-Cafés, die mittlerweile fest zur Otaku-Kultur gehören.

Akihabara Menya Musashi Iwatora

So ein Einkaufsbummel in Akihabara kann ganz schön hungrig machen – gut, dass es ganz in der Nähe bei Akihabara Menya Musashi Iwatora das wohl beste Ramen der Welt gibt (oder zumindest in Akihabara 😉).

Und wer es lieber etwas ruhiger mag: Nur eine Station entfernt liegt Ueno – ein weitläufiger Park mit traditionellen japanischen Tempeln, einem Open-Air-Konzertsaal und Streetfood-Ständen am Wochenende. Sogar ein Zoo gehört dazu. Perfekt, um nach dem Trubel in Akihabara etwas durchzuatmen.

Interaktive Karte

Zur besseren Orientierung haben wir außerdem eine interaktive Karte für euch erstellt, auf der ihr alle erwähnten Läden bequem wiederfindet.

Screenshot von www.google.com

Interaktive Karte zum Beitrag

Und wer jetzt Lust auf Akihabara bekommen hat und schon einmal virtuell durch die Einkaufsgassen schlendern möchte – dem sei ein Besuch via Google Street View wärmstens empfohlen.

Fazit

Wer im Urlaub oder auf Geschäftsreise die Möglichkeit hat, nach Japan zu reisen, sollte unbedingt einen Abstecher nach Tokio Akihabara einplanen. Neben der großen Auswahl an Amateurfunk- und Elektronikgeschäften bietet das Viertel auch für andere Hobbys und Interessen ein spannendes Umfeld – von Modellbau über Retro-Gaming bis hin zu außergewöhnlicher Streetfood-Kultur.

Beim Kauf japanischer Funkgeräte ist jedoch Vorsicht geboten: Einschränkungen beim Frequenzbereich, der Relaisablage, der Schrittweite sowie das Fehlen einer CE-Kennzeichnung können im Heimatland zum Problem werden. Dank steuerfreiem Einkauf und attraktiven Preisen lohnt sich der Kauf vor allem bei Zubehörteilen, Antennen und Ersatzakkus.

Wer zeitlich flexibel ist, sollte seinen Aufenthalt idealerweise mit der Tokyo Ham Fair kombinieren, die jedes Jahr Ende August stattfindet.

Wir hoffen, euch hat der kleine Abstecher nach Japan gefallen. Im nächsten Teil bleiben wir zunächst in Asien und werfen einen Blick nach Singapur, bevor es dann mit einem Long Skip weiter in die USA geht.

Habt ihr schon einmal Amateurfunkgeräte oder Zubehör im Ausland gekauft? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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D-Star – Mehr als nur digitale Sprache!

In diesem Beitrag zeigen wir euch, welche Möglichkeiten D-Star über die digitale Sprachübertragung hinaus bietet.

Neulich wurde ich vom singapurischen Amateurfunkverband SARTS (Singapore Amateur Radio Transmitting Society) eingeladen, einen Vortrag über den Bilderaustausch mit D-Star zu halten. Da viele Funkamateure dort – anders als bei uns in der DL-Nordwest-Gemeinschaft – bislang kaum Berührungspunkte mit D-Star hatten oder das System gar nicht kannten, entschied ich mich, das Thema etwas breiter aufzurollen. Die spannenden Möglichkeiten, die D-Star über die reine Sprachkommunikation hinaus bietet, möchte ich auch hier mit euch teilen.

Einführung

D-Star wurde in den späten 1990er-Jahren von der Japan Amateur Radio League (JARL) entwickelt. Es war das erste offene digitale Sprach- und Datenprotokoll, das speziell für den Amateurfunk konzipiert wurde. Anfang der 2000er-Jahre war Icom der erste Hersteller, der D-Star in seinen Geräten integrierte.

Das System ermöglicht nicht nur digitale Sprachübertragung, sondern auch den Austausch von Textnachrichten, Bildern und Positionsdaten. D-Star funktioniert dabei sowohl über einfache Direktverbindungen (Simplex) als auch über Repeater und Internet-Gateways.

Das Icom IC-V82, erhältlich von 2004 bis 2014, war eines der ersten Handfunkgeräte, das sich mit dem optionalen UT-118-Modul für D-Star nachrüsten ließ.

Auch wenn die in dem folgenden, frühen Werbevideo gezeigten Geräte inzwischen nicht mehr auf dem Markt sind, zeigt es anschaulich, welche Möglichkeiten D-Star zu bieten hat. Für alle, die von Anfang an dabei waren, dürfte das Video außerdem zum Schwelgen in Erinnerungen einladen.

Mehr als nur Sprachübertragung

D-PRS (Digital-Position Reporting System)

Mit dem sogenannten D-PRS (Digital Position Reporting System) können – ähnlich wie beim klassischen APRS – auch über D-Star Positionsdaten übertragen werden. Die aktuelle Position wird dabei entweder durch einen integrierten GPS-Empfänger ermittelt, wie er in modernen Funkgeräten häufig vorhanden ist, oder es wird eine feste Position manuell im Gerät hinterlegt. Zusätzlich zur Positionsangabe lassen sich auch ein Symbol und ein kurzer Statustext übermitteln. Die von anderen Stationen gesendeten Positionsdaten können entweder direkt auf dem Display des Funkgeräts angezeigt oder an eine externe Anwendung übergeben und dort auf einer übersichtlichen Karte dargestellt werden.

Übertragung von Positionsdaten in D-Star, Quelle: www.icomjapan.com
Kurznachrichten über D-Star

Auch Textnachrichten lassen sich – ähnlich wie bei APRS – über D-Star versenden. In Kombination mit einer externen Anwendung wie RS-MS1I (für iOS) oder RS-MS1A (für Android) können Nachrichten bequem vom Smartphone aus gesendet und empfangen werden.

Nachrichtenversand mit der RS-MS1I App, hier im Test mit DL2UL

Bilderübertragung

Auch Bilder lassen sich über D-Star übertragen – vergleichbar mit dem analogen Verfahren über SSTV. Die Übertragungsdauer hängt dabei von der gewählten Auflösung ab: Zur Auswahl stehen 160 × 120, 320 × 240 oder 640 × 480 Pixel, wobei höhere Auflösungen entsprechend mehr Zeit bei der Übertragung in Anspruch nehmen. Abhängig vom verwendeten Funkgerät können Bilder entweder direkt am Gerät gesendet und angezeigt werden oder über die bereits erwähnten Apps RS-MS1I (für iOS) und RS-MS1A (für Android).

Übertragung von Bildern in D-Star, Quelle: www.icomjapan.com

Der große Unterschied zur analogen Übertragung liegt darin, dass Daten bei D-Star parallel zur Sprache übertragen werden können. So könnt ihr ein ganz normales QSO führen und eurem Funkpartner gleichzeitig Positionsdaten oder Bilder senden. Die Bildübertragung muss dabei nicht vollständig abgeschlossen sein, wenn ihr das Mikrofon wieder übergebt. Stattdessen lässt sich die Übertragung so konfigurieren, dass sie beim nächsten Durchgang einfach fortgesetzt wird. Auch auf der Empfangsseite wird das Bild an genau der Stelle weiter aufgebaut, an der zuvor unterbrochen wurde – bis es vollständig ist.

Die folgende Galerie zeigt eine Auswahl von Bildern, die ich bei früheren Tests über das Modul E des XLX421 empfangen habe.

Auf diese Weise hatte ich ein besonders interessantes QSO mit Ehrhart aka Sido DF3XZ, der mir parallel zur laufenden Sprachverbindung einige Bilder von seiner Reise nach Namibia übertrug und dabei seine Erlebnisse schilderte. Gleichzeitig sendete ich ihm Aufnahmen aus Singapur und erzählte, wie sich das Leben dort gestaltet. Die Bilder waren eine echte Bereicherung für unser Gespräch.

Verlauf empfangener Bilder in der App RS-MS1I

Benötigte Hard- und Software

Wenn ihr D-Star selbst einmal ausprobieren möchtet, benötigt ihr zunächst ein Digitalfunkgerät, das D-Star unterstützt. Viele Handfunkgeräte und Mobiltransceiver von Icom und Kenwood verfügen serienmäßig über diese Funktion.

Icom

Das Line-up an Digitalfunkgeräten bei Icom ist breit aufgestellt. Während beim ID-5100 das Bluetooth-Modul UT-133A optional nachgerüstet werden muss, verfügen die Handfunkgeräte ID-50 und ID-52 PLUS sowie der kompakte Allmode-Transceiver IC-705 bereits über integriertes Bluetooth.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal betrifft die Bildübertragung: Der ID-52 PLUS, IC-705, IC-905 und IC-9700 ermöglichen das Senden und Anzeigen empfangener Bilder direkt auf dem Gerätebildschirm – ganz ohne zusätzliche App.

Mit dem IC-9700 von Icom können empfangene Bilder direkt am Gerät angezeigt werden
Kenwood

Kenwood hat mit dem Handfunkgerät TH-D75 derzeit nur ein einziges D-Star-taugliches Digitalfunkgerät im Sortiment. Eigene Apps für den Bilderaustausch stellt Kenwood nicht zur Verfügung. Das Gerät lässt sich jedoch per Bluetooth mit den zuvor genannten Icom-Apps koppeln, sodass auch damit ein Bildversand möglich ist.

Auch der für Ende diesen Jahres erwartete Mobilfunktransceiver TM-D750 wird D-Star vollumfänglich unterstützen.

Teilweiser funktionaler Prototyp des Kenwood TM-D750
D-STAR BEacon von OK1CHP

Wer noch kein D-Star-Gerät besitzt, aber zumindest den Austausch von Bildern und Texten ausprobieren möchte, findet mit dem Projekt D-Star Beacon von Libor OK1CHP eine spannende Möglichkeit. Es basiert auf dem kostengünstigen LilyGO® T-Beam, der für das 70-cm-Amateurfunkband geeignet ist und meist schon für rund 30 Euro inklusive Versand erhältlich ist. Das Gerät verfügt über integriertes Bluetooth sowie einen GPS-Empfänger.

LilyGO® T-Beam auf Aliexpress (Affiliate Link)

Libor stellt den Quellcode auf GitHub unter github.com/yeckel/D-StarBeacon frei zur Verfügung. In einem YouTube-Video demonstriert er zudem anschaulich die Funktionsweise.

Weitere Anwendungen

Breitbandübertragung im DD-Mode

Die Geräte Icom IC-905 und IC-9700 unterstützen D-Star auch im 23 cm-Band (1,2 GHz) – und zwar im sogenannten DD-Mode (Digital Data Mode). In diesem Betriebsmodus lassen sich mit 300 kHz Bandbreite Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 128 kbps übertragen. Damit wird beispielsweise der Austausch von Dateien oder das Versenden von E-Mails über D-Star möglich. Das Verfahren unterstützt sowohl Punkt-zu-Punkt Verbindungen als auch den Multinutzer-Zugang z.B. über Relaisfunkstellen.

Übertragung von Daten im DD-Mode, Quelle: www.icomjapan.com

Einen Vortrag zu diesem Thema hat Kurt OE1KBC auf der HAM Radio 2023 am Stand des ÖVSV gehalten. Darin zeigt er die nötigen Einstellungen am IC-9700 und demonstriert verschiedene Anwendungsmöglichkeiten des DD-Modes.

Externe Programme

Der Icom-Datenmodus lässt sich nicht nur mit den offiziellen Icom-Programmen nutzen, sondern auch mit externer Software. Über die Jahre ist so eine Vielzahl von Anwendungen entstanden, die von engagierten Funkamateuren entwickelt wurden. Im Folgenden stellen wir exemplarisch drei dieser Lösungen vor.

D-RATS ermöglicht beispielsweise den Austausch von Nachrichten, E-Mails und Dateien. In Notfunk-Szenarien lassen sich damit auch vorgefertigte Formulare – etwa für einen Krankentransport – ausfüllen und an eine Leitstelle übermitteln.

d*Chat von NJ6N sowie DStar Comms von M0DQW – vielen bekannt durch seinen YouTube-Kanal TechMinds – erlauben komfortables Chatten über D-Star direkt am Windows-PC. Beide Programme bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Statustexte in konfigurierbaren Intervallen auszusenden – etwa um andere Stationen darauf aufmerksam zu machen, dass man QRV ist.

Viele dieser Programme entstanden bereits in den frühen 2000er-Jahren, als D-Star vor allem in den USA stark an Bedeutung gewann. Auch wenn viele der Anwendungen heute nicht mehr aktiv weiterentwickelt werden, sind sie auf modernen Systemen in der Regel weiterhin lauffähig.

Auf dem YouTube-Kanal von W7NWH finden sich mehrere Videos zum Thema Datenfunk über D-Star – unter anderem zu Notfunk-Anwendungen und zur Nutzung von d*Chat.

Mehr zum Thema D-Star

Der originale Vortrag in englischer Sprache sowie eine Präsentation über D-Star von Bernd DK5BS stehen euch hier zum Herunterladen bereit.

D-Star – More than Digital Voice by 9V1LH
Größe: 3.37 MB
Version: 30.05.2025
3.) D-STAR-Grundlagen-Netze-und-Geraete

Zudem bietet Icom eine eigene Webseite, die sich vollständig dem Thema D-Star widmet und erst vor Kurzem umfassend aktualisiert wurde.

Screenshot von www.icomjapan.com

Icom: D-Star System Introduction

Jetzt möchten wir von unserer DL-Nordwest-Community wissen: Wie nutzt ihr D-Star? Macht mit bei unserer Umfrage!

🗳️ Wie nutzt du D-Star? (Mehrfachauswahl möglich)
27 votes · 56 answers
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Fazit

Wie der Beitrag zeigt, bietet D-Star weit mehr als nur reine Sprachübertragung. Im Gegensatz zu analogen Verfahren lassen sich viele dieser Funktionen sogar parallel zur Sprache nutzen.

Und das Beste: Wenn die passende Hardware bereits vorhanden ist, entstehen für die Nutzung keine zusätzlichen Kosten.

Habt ihr Interesse bekommen? Dann seid herzlich eingeladen, mit uns zu experimentieren – in unserer Community findet sich bestimmt der eine oder andere Testpartner!

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit der Datenübertragung in D-Star? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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CQ Hamvention 2025 – Neuheiten und Trends aus Xenia, Ohio

Wir blicken auf die wichtigsten Neuheiten, Trends und Highlights der Hamvention 2025.

Vom 16. bis 18. Mai 2025 fand in Xenia, Ohio, erneut die Hamvention statt, die größte und bedeutendste Amateurfunkveranstaltung in den USA. Als erste der drei weltweit wichtigsten Messen des Jahres gilt sie traditionell als Vorschau auf das, was Hersteller im laufenden Jahr zu bieten haben. Während bei Kenwood der neue Mobilfunktransceiver TM-D750 im Mittelpunkt stand, sorgte Yaesu mit dem FTX-1 Field und dem Optima für Aufsehen. Bei Icom drehte sich vieles um die Jubiläumsmodelle, die bereits im Vorjahr zum 60-jährigen Bestehen präsentiert worden waren.

Aber der Reihe nach …

Kenwood TM-D750

Unseren ausführlichen Beitrag zur Präsentation des Kenwood TM-D750 auf der Hamvention 2025 findet ihr hier.

Yaesu FTX-1 Field und Optima

Wie zu erwarten, stand bei Yaesu alles im Zeichen des neuen SDR-Transceivers FTX-1 Field und FTX-1 Optima. Daneben präsentierte der Hersteller auch seine neuen analogen Mobilfunktransceiver mit integriertem Audio-Signalprozessor sowie das vollständige C4FM-Line-up.
Weniger erfreulich: Aufgrund eines Diebstahls auf der Hamvention sah sich Yaesu in diesem Jahr offenbar gezwungen, seine Handfunkgeräte in einer Glasvitrine zu präsentieren.
Für Freude sorgten hingegen die Schirmmützen als Gratisbeigabe, dieses Jahr im braun-schwarzen Design mit weißem Yaesu-Schriftzug und rotem Unterstrich.

Als kommerzieller Anbieter von Funktechnik bot Ham Radio Outlet (HRO) bereits erste Exemplare der neuen Geräte Yaesu FTX-1 Field und FTX-1 Optima zum Verkauf an.

Icom

Während im vergangenen Jahr lediglich einzelne Komponenten unter dem Codenamen X60 als Teaser in einer Glasvitrine zu sehen waren, konnte man in diesem Jahr erstmals das Jubiläumsmodell IC-7760 in Aktion erleben. Die Kontrolleinheit, das HF-Deck und eine angeschlossene Endstufe IC-PW2 waren an verschiedenen Stationen des großzügig gestalteten Icom-Stands aufgebaut, unter anderem, um die Möglichkeit der Fernbedienung z.B. über WLAN zu demonstrieren. Besonders beeindruckend: Die Endstufe lässt sich vollständig über eine PC-Software steuern, die direkt im Microsoft Store verfügbar ist.

Übrigens gab es bei Icom in diesem Jahr ein etwas ungewöhnliches, aber praktisches Giveaway: Lippenbalsam als kostenloses Geschenk für die Besucher.

Auch sonst bleibt Icom innovativ, allerdings ohne konkrete Hinweise: In diesem Jahr gab es keine Teaser auf kommende Entwicklungen. Wer gespannt ist, was als Nächstes kommt, muss sich wohl bis zur Ham Fair in Tokio gedulden, die in diesem Jahr vom 23. bis 24. August stattfindet.

FlexRadio Aurora 510(M) / 520(M)

Mit der Aurora Serie bringt FlexRadio neue leistungsstarke SDR Transceiver für HF und 6 m auf den Markt. Im Gegensatz zum FLEX AU-510 beziehungsweise AU-510M ermöglicht der FLEX AU-520 beziehungsweise AU 520M den SO2R Betrieb, also Single Operator Two Radios, was besonders für den Contestbetrieb interessant sein kann. Das M steht jeweils für die integrierte Maestro™ Console mit vollständiger Bedieneinheit inklusive hochauflösendem IPS Touchscreen. Die Modelle ohne M kommen als Blackbox und sind ideal für den Remote Betrieb.

Auf den Kurzwellenbändern liefert das Gerät bis zu 500 W Ausgangsleistung, auf 6 m bis zu 200 W PEP bei einer Effizienz von 80 bis 90 %. Möglich wird dies durch eine Kombination aus Polar Modulation und schaltender Endstufe anstelle klassischer Linearverstärkung. Dadurch bleibt das Gerät auch bei längerer Sendetätigkeit erstaunlich kühl und überzeugt durch kompakte Bauweise. Ein integrierter Antennentuner sowie ein Netzteil sind ebenfalls bereits an Bord.

Alle Infos über die FlexRadio Aurora Serie erhaltet ihr auf der Seite des Herstellers unter: www.flexradio.com/aurora

FlexRadio Aurora AU-520M, Quelle: www.flexradio.com

TEN-TEC Phoenix 594 SDR-Transceiver

Nach Jahren der Stille meldet sich Ten-Tec mit einem neuen Transceiver zurück, der „aus der Asche auferstanden“ ist. Phoenix Modell 594 ist ein hochmoderner SDR-Transceiver für Kurzwelle (HF) und 6 m. Das Gerät basiert auf einer eigens entwickelten Signalverarbeitungseinheit mit Quad-Core-ARM-Prozessor, integriertem DSP und ermöglicht Dualempfang, Fernsteuerung über Webbrowser, eingebaute digitale Betriebsarten wie FT8 und RTTY sowie adaptive Vorverzerrung. Durch das vollständige Client-Server-Design lässt sich der Transceiver einfach remote betreiben.

Weitere Informationen sollen in Kürze auf der offiziellen Ten-Tec-Webseite unter
www.tentec.com veröffentlicht werden.

Ten-Tec Phoenix 594, Quelle: Facebook, Ken Mak

Was es sonst noch zu sehen gab

MMDVM (Multi MOde Digital Voice Modem)

All-Mode-Projekt: Ein USB-Transcoder-Dongle mit leistungsstarkem ARM-Prozessor und einem AMBE-Chip ermöglicht die Umwandlung eines beliebigen digitalen Sprachmodus in einen anderen beliebigen – ohne den Umweg über einen PCM-Stream. Dieses erhöht die Qualität der Umwandlung spürbar.

Neue MMDVM-Hotspots: Auf Basis moderner HF-Chips wie dem STPro oder Semtech SX mit I/Q-Unterstützung sollen künftig die bislang genutzten ADF7021-Chips abgelöst werden. Diese neuen Chips eröffnen die Möglichkeit, neben den bekannten digitalen Betriebsarten auch FM analog, dPMR und TETRA zu unterstützen. Auch das M17-Projekt nutzt mit dem SX1255 bereits einen I/Q-basierten Hotspot.

MMDVM Transcoder und Hotspot, Quelle: YouTube, Ham Radio Crash Course

TNC-Projekt: Ein neues KISS-TNC mit Forward Error Correction (FEC) ist in Entwicklung. Es basiert auf der gleichen Modulationsart wie DMR und verspricht robustere Datenübertragung.

MQTT-Implementierung: Eine innovative Demo zeigt, wie ein MMDVM-Hotspot im D-Star-Betrieb Informationen über einen MQTT-Server auf einem Raspberry Pi verteilt. Statt wie bisher Logdateien auszulesen (z. B. über Pi-Star oder WPSD), werden die Daten effizient an beliebig viele MQTT-Abonnenten übertragen. In der Vorführung wurde beispielsweise ein WLAN-Display genutzt, das die aktuell gehörte Station live anzeigte.

Einen ausführlichen Beitrag zu den kommenden MMDVM-Funktionalitäten findet ihr im folgendem Beitrag.

Mobile Kommunikationseinheiten für den Notfall

Im Außenbereich der Hamvention gab es zahlreiche mobile Kommunikationseinheiten zu sehen – von umgebauten Feuerwehr- und Fernsehübertragungsfahrzeugen bis hin zu komplett selbstgebauten Funkanhängern.

K8YR EmComm-Trailer, Quelle: YouTube, Ham Radio Tube

Hier gibt es den kompletten Rundgang von Ham Radio Tube.

Portables Shack

Auch in diesem Jahr präsentierte Shack-in-a-Box.com wieder seine Lösungen. Dabei werden Transceiver- und Zubehör wie Soundkarten transportsicher in einem 19″-Rack mit meist bis zu 4 Höheneinheiten untergebracht. Neben fertig konfigurierten Boxen bietet der Hersteller auch maßgeschneiderte Lösungen auf Basis kundeneigener Komponenten an.
Nähere Informationen gibt es unter shack-in-a-box.com.

Vom gleichen Hersteller gibt es unter dem Namen Tactical Signal Solutions ebenfalls Systeme für zur Luftraumüberwachung und Kommunikationsunterstützung.
Mehr Informationen dazu unter www.tacticalsignal.solutions.

Ein Import aus den USA dürfte aufgrund von Größe und Gewicht allerdings mit hohen Kosten verbunden sein. Wer den kompletten Selbstbau nicht scheut, findet im folgenden Beitrag von Bernd DK5BS, wertvolle Inspirationen für eine eigene Umsetzung.

N6ARA Electronics präsentierte eine Vielzahl kompakter Produkte, die sich speziell an QRP-Enthusiasten richten. Zu sehen (und zu kaufen) gab es unter anderem das TinyPaddle – ein Morsetasten-Paddle mit Klinkenstecker oder -buchse, sowie das TinyMIDI, ein Paddle mit USB-C-Anschluss zum direkten Betrieb an Smartphone oder Tablet. Ebenfalls im Sortiment war das MiniSWR, ein kleines SWR-Meter, das sich einfach zwischen Transceiver und Antenne einschleifen lässt. Ergänzt wurde das Angebot durch Common Mode Chokes – also Mantelstromfilter, die Störungen auf der Koaxleitung unterdrücken. Alle Produkte sind, wie der Name bereits andeutet, im praktischen Miniaturformat gehalten – ideal für den portablen Einsatz.

N6ARA MiniSWR für 20-80 m, Quelle: n6ara.com

Gleich nebenan bot K6ARK Portable Radio praktisches Zubehör an – darunter Bausätze für Antennenanpassgeräte sowie Staubschutzkappen für Antennenanschlüsse, ideal etwa für den POTA-Einsatz (Parks on the Air).

Darüber hinaus waren auf der Hamvention zahlreiche Anbieter von Morsetasten und Paddles vertreten. Stellvertretend sei hier Palm Radio genannt: Hannes DL9SCO, hatte den weiten Weg auf sich genommen und bot eine limitierte Auflage von Paddles mit transparentem Gehäuse an – ein besonderes Highlight für CW-Fans und Sammler. Palm Radio wird sicher auch auf der diesjährigen Ham Radio in Friedrichshafen vertreten sein.

Leuchtende Paddle am Stand von Palm Radio / QRP-Lab, Quelle: YouTube, Ham Radio Crash Course

Auch unser deutscher Dachverband, der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC), war mit einem eigenen Stand vertreten.

Stand des DARC auf der Hamvention 2025, Quelle: YouTube, KM4ACK
Fast richtig…, Quelle: Discord, KC1AWV

Vollständige Rundgänge über die Hamvention 2025 gibt es unter anderem auf den englischsprachigen YouTube-Kanälen Ham Radio Crash Course und KM4ACK.

Fazit

Auch wenn Hersteller wie Yaesu und FlexRadio ihre neuesten Innovationen bereits vor der Messe präsentiert haben, sorgten andere wie Ten-Tec noch für echte Überraschungen vor Ort. Einige der auf der Hamvention vertretenen Aussteller wird man auf der Ham Radio in Friedrichshafen vom 27. bis 29. Juni vermutlich nicht antreffen, doch die großen Namen der Branche werden auch dort vertreten sein und die Möglichkeit bieten, Geräte wie die Yaesu FTX-1 Serie selbst zu testen. Und wer weiß, vielleicht gibt es auch dort wieder Schirmmützen oder Lippenbalsam zum Mitnehmen.

Nicht zuletzt sind Veranstaltungen wie die Hamvention oder Ham Radio ideale Gelegenheiten, um alte Bekannte zu treffen oder neue Funkfreunde kennenzulernen. Menschen, die man sonst vielleicht nur über das Band kennt. Darüber hinaus lädt ein vielfältiges Vortragsprogramm zur Weiterbildung und Inspiration ein. Das vollständige Rahmenprogramm findet ihr unter:
www.hamradio-friedrichshafen.de/messe-programm/rahmenprogramm

Welche Trends oder Produkte findet ihr besonders spannend? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert darüber mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Vorschau HAM RADIO 2025: „Remote Radio – Connecting the World“

Vom 27. bis 29. Juni öffnet Europas größte und internationale Amateurfunk-Ausstellung nun schon zum 48. Mal ihre Tore. Aber was erwartet uns 2025 konkret?

Zahlen und Fakten

Noch 61 Tage, dann startet in Friedrichshafen die HAM RADIO, das wichtigste Treffen der Funkamateure in Europa und darüber hinaus. Auf einer Fläche von 27.400 m² werden in diesem Jahr über 390 Aussteller aus 30 Ländern erwartet. Neben kommerziellen Anbietern mit neuen und innovativen Produkten zeigen auch zahlreiche Amateurfunkverbände ihre Arbeit. Und natürlich darf auch der traditionelle Flohmarkt nicht fehlen. Insgesamt rechnet man mit über 11.100 Besucherinnen und Besucher aus rund 60 Ländern.

Letztes Jahr waren wir für euch vor Ort und haben unsere Eindrücke in diesem Beitrag festgehalten.

Das diesjährige Motto: „Remote Radio – Connecting the World“

Mit der neuen Amateurfunkverordnung (AFuV), die am 24. Juni 2024 in Kraft trat, hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) klare Regeln für den Remote-Betrieb von Amateurfunkstationen festgelegt. Laut § 13a ist der sogenannte „unbesetzte, fernbediente Betrieb“ ortsfester Stationen ausschließlich Funkamateuren der Klasse A erlaubt. Bei Klubstationen darf der Zugriff zudem nur einem definierten Kreis zugelassener Mitglieder eingeräumt werden.

Bereits im vergangenen Jahr wurde das Thema auf der HAM RADIO aufgegriffen: Michael DF4WX referierte dazu in einem vielbeachteten Vortrag. Der voll besetzte Saal und die rege Beteiligung aus dem Publikum zeigten deutlich, wie groß das Interesse am Remote-Betrieb ist.

Dafür gibt es sicher viele Gründe: Etwa der Wunsch, auch im Urlaub oder auf Geschäftsreise QRV zu sein, oder der Betrieb von einem Zweitstandort, an dem der Aufbau einer Antenne nicht möglich ist oder starke Störungen den Funkverkehr erschweren.

Technisch gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, eine Remote-Station aufzubauen und zu betreiben. Wir von DL-Nordwest werden uns diesem Thema demnächst in einer eigenen Beitragsreihe widmen und verschiedene Ansätze vorstellen. Wer nicht so lange warten möchte, dem empfehlen wir die Videoreihe von Michael DD0UL auf seinem YouTube-Kanal DD0UL QTC.

Fachvorträge

Die Besucher erwartet erneut ein umfangreiches Vortragsprogramm mit über 100 Fachbeiträgen. Teilweise finden bis zu drei Vorträge parallel statt. Das bedeutet eine große Themenvielfalt, aber auch die Qual der Wahl, wenn gleich mehrere spannende Beiträge gleichzeitig laufen.

Die Themen reichen von Antennenbau, Hardware-Entwicklung über Messtechnik bis hin zu packenden Berichten von DXpeditionen und SOTA/IOTA/POTA Aktivitäten. Für Freunde des Digitalfunks dürfte die von Jochen DL1YBL moderierte Session wieder interessante Einblicke in aktuelle Entwicklungen bieten. Ein fester Bestandteil ist auch die Software Defined Radio Academy (SDRA), die sich am Samstag ganz dem Thema SDR widmet

Das vollständige Vortragsprogramm der HAM RADIO 2025 wird voraussichtlich ab Mai auf der offiziellen Messe-Website veröffentlicht.

Vortrag über das TetraPack TMO-System auf der Ham Radio 2024

Technische Neuheiten und Innovation

Eine hervorragende Gelegenheit, die neuesten Funkgeräte aus nächster Nähe zu erleben und selbst zu testen, bieten traditionell die großen japanischen Hersteller in der Halle A1: ICOM, JVC-Kenwood und YAESU.

💡 Tipp: Um euch die Wartezeit bis zur HAM RADIO zu verkürzen, schaut gerne in unsere bisherigen Beiträge. Dort findet ihr jede Menge Infos und Lesestoff zu den aktuellen Geräten.

Bei ICOM darf man sich auf das Flaggschiff IC-7760 freuen, das zusammen mit dem passenden Meinungsverstärker IC-PW2 ausgestellt sein dürfte. ICOM hatte den Kurzwellen-Transceiver im vergangenen Jahr zu seinem 60-jähriger Firmenjubiläum präsentiert und zuvor unter dem Codenamen X60 angeteasert. Für D-STAR-Enthusiasten wird ICOM zusätzlich sicher das Handfunkgerät ID-52 Plus im Gepäck haben.

KENWOOD wiederum wird voraussichtlich den heiß erwarteten Mobilfunktransceiver TM-D750 zeigen. Ob es sich dabei endlich um einen funktionsfähigen Prototypen handelt oder erneut nur ein Mockup hinter Glas zu sehen ist, wird sich vermutlich schon Mitte Mai auf der Hamvention in Xenia, Ohio, zeigen. Zusätzlich dürfte das neue Handfunkgerät TH-D75 mehrfach, auch in Kombination mit BlueDV Connect von PA7LIM, ausgestellt sein.

Bei YAESU wird das komplette neue Line-up analoger und digitaler Mobilgeräte wie dem FTM-510DE ASP mit der neuen ASP-Technologie (Advanced Signal Processing) präsentiert. Diese lassen sich vor Ort am Stand ausgiebig testen. Besonderes Interesse dürfte sich auf den neuen Allmode-SDR-Transceiver FTX-1F richten, um den sich sicher eine Menschentraube bilden wird.

DL-Nordwest Umfrage zur HAM RADIO 2025

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Weitere Amateurfunk-Events in 2025

Neben der HAM RADIO, die als größtes Amateurfunkevent Europas gilt, lohnt sich auch ein Blick nach Westen und Osten. Was bei uns die HAM RADIO ist, ist in den USA die Hamvention, die dieses Jahr vom 16.-18. Mai in Xenia Ohio stattfindet. Wir berichteten im vergangenen Jahr bereits ausführlich über dieses Event. Erfahrungsgemäß zeigt sich dort schon, was bei den japanischen Herstellern nur einen Monat später auch in Friedrichshafen zu sehen sein wird. Wer sich die Überraschung nicht vorwegnehmen lassen möchte, meidet in der Zeit zwischen Hamvention und HAM RADIO besser YouTube und soziale Medien.

Im Osten hingegen findet vom 23.-24. August die Tokyo Ham Fair statt. Auch über dieses Event berichteten wir im vergangenen Jahr bereits. Da Japan das Ursprungsland vieler innovativer Amateurfunktechnologien ist, lassen es sich die Hersteller nicht nehmen, ihre neuesten Entwicklungen und Geräte zuerst dort der Öffentlichkeit vorzustellen.

💡 Tipp: Mit unserer Terminübersicht behaltet ihr den Überblick und verpasst garantiert kein Event mehr. Praktisch: Einzelne Programmpunkte lassen sich direkt per Mausklick in euren Kalender übernehmen.

Screenshot von dl-nordwest.com

Terminübersicht von DL-Nordwest

Alle Informationen zum Event

Alle Informationen zur HAM RADIO 2025, inklusive Programm, Ausstellerübersicht und Online-Ticketshop, findet ihr auf der offiziellen Website: www.hamradio-friedrichshafen.de. Dort könnt ihr auch eure Tickets vorab kaufen. Dieses ist sehr zu empfehlen, da ihr euch so das teils lange Anstehen an den Kassen vor Ort erspart. Außerdem sind dort praktische Kombi-Tickets erhältlich, etwa für die Anreise mit dem Katamaran ab Konstanz inklusive Bustransfer zum Messegelände und zurück.

Screenshot von www.hamradio-friedrichshafen.de

www.hamradio-friedrichshafen.de

Schreibt uns gern, wenn ihr selbst auf der Messe unterwegs seid! Wir freuen uns auf eure Eindrücke, Erlebnisse und Bilder. Teilt sie gerne in den Kommentare unter diesem Beitrag oder in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

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ICOM ID-52: Firmware Update v1.26

Neue Firmware für das ICOM ID-52 vom 22.11.2024.

Am 22.11.2024 hat ICOM die Firmware-Version 1.26 für das ID-52 veröffentlicht. Folgende Funktionen sind im Vergleich zur v1.25 neu hinzugekommen:

  • Unterstützung von microSDXC-Karten bis zu 256 GB: Eine Formatierung am Transceiver ist erforderlich

Zudem wurden die folgenden Funktionen verbessert:

  • Behebung eines Problems, bei dem das Bit-Synchronisationssignal bei der Übertragung im DV-Modus kürzer als erwartet war

Die Links zu den Downloads findet ihr auf unserer ICOM ID-52E (Plus) Download-Seite:

Screenshot von dl-nordwest.com

ICOM ID-52E (Plus) Download-Seite

Seid ihr Besitzer eines ICOM ID-52 und hättet euch von dem Firmware-Update auch deutlich mehr erhofft? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesen Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.

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ICOM ID-52 Plus: Firmware Update v1.10

Neue Firmware und Programmiersoftware für das ICOM ID-52 Plus.

Am 22.11.2024 hat ICOM die Firmware-Version 1.10 für das ID-52 Plus veröffentlicht. Folgende Funktionen sind neu hinzugekommen:

  • Unterstützung der DV-Gateway-Funktion (Terminalmodus/Access-Point-Modus) auf iOS-Geräten mit der neu veröffentlichten APP RS-MS3I
  • Unterstützung der Memory-Scope-Funktion im Speicher-Modus oder auf dem DR-Bildschirm
  • Hinzufügen einer Option für die Funktion „Digital Repeater Set“
  • Unterstützung von microSDXC-Karten bis zu 256 GB: Eine Formatierung am Transceiver ist erforderlich

Zudem wurden die folgenden Funktionen verbessert:

  • Verbesserung des Imports von Repeater-Listen: Unterstützt den Import von Repeater-Listen unter Beibehaltung der bestehenden Reihenfolge
  • Verkürzung der Zeit bis zur Anzeige des Bildes beim Empfang der Funktion „Share Picture“ im DV-Modus
  • Behebung eines Problems mit einem leeren TX-Rufzeichen bei der Übertragung im DV-Modus
  • Behebung eines Problems, bei dem das Bit-Synchronisationssignal bei der Übertragung im DV-Modus kürzer als erwartet war

Zusätzlich zum Firmware-Update gibt es auch eine neue Software der Programmiersoftware CS-52PLUS, die nun die neuen Funktionen der Firmware v1.10 unterstützt.

Die Links zu den Downloads findet ihr auf unserer ICOM ID-52E (Plus) Download-Seite:

Screenshot von dl-nordwest.com

ICOM ID-52E (Plus) Download-Seite

Seid ihr stolzer Besitzer eines ICOM ID-52 Plus? Wenn ja, was haltet ihr bisher von dem Gerät? Gibt es Dinge die euch stören und hofft, dass diese künftig durch ein Firmware-Update verbessert werden? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesen Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.

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Tokio Ham Fair 2024 – Kenwood, Icom, Yaesu, Azden, …

Vom 24. bis 25. August fand die bedeutendste Amateurfunkmesse des Jahres statt. Wir haben für euch die spannendsten Neuheiten und Highlights kompakt zusammengefasst.

Am 24. und 25. August 2024 öffnete die weltweit bedeutendste und größte Amateurfunkmesse Asiens erneut ihre Türen. Allerdings gab es in diesem Jahr eine wichtige Veränderung: Nach 21 Jahren im internationalen Messezentrum Tokio Big Sight zog das Event in das Ariake Gymnastics Centre (Ariake GYM-EX) in Koto-ku, Tokio um. Trotz einer rund 9% kleineren Fläche und dem Mangel an Verpflegungsmöglichkeiten erwies sich der neue Standort als ebenso geeignet und bot den Besuchern eine ebenso eindrucksvolle Messeerfahrung.

Schon am ersten Messetag strömten beeindruckende 33.000 Besucher in die Hallen, was eine Steigerung von 2.000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Insgesamt besuchten 45.000 Besucher die Messe was einen neuen Rekord für dieses zweitägige Event darstellt. Dieser Zuwachs unterstreicht nicht nur das nach wie vor große Interesse am Amateurfunk, sondern auch die Bedeutung der Messe. Wie gewohnt zog die Messe auch in diesem Jahr wieder ein großes internationales Publikum an. Teilnehmer aus zahlreichen Ländern nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen, neueste Technologien zu entdecken und sich von den Trends und Innovationen inspirieren zu lassen, die die Amateurfunkwelt prägen.

Ariake Gymnastics Centre im Stadtteil Ariake des Bezirks Kōtō der Präfektur Tokio. Quelle: Wikipedia

Kenwood, Icom, Yaesu (KIY)

An diesem Wochenende richtet sich der Blick der gesamten Amateurfunkgemeinschaft auch deswegen nach Japan, weil die drei großen und bedeutenden Hersteller von Amateurfunkgeräten, Kenwood, Icom und Yaesu (KIY) diese Plattform nutzen, um ihre neuesten Innovationen vorzustellen.

Kenwood präsentierte ein Mock-up ihres neuen Mobilfunktransceivers, der neben analogem APRS jetzt auch D-Star unterstützt. Das Gerät soll voraussichtlich erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen und wird bei Markteinführung wahrscheinlich knapp 1000 Euro oder mehr kosten. Weitere Details könnt ihr in unserem ausführlichen Artikel nachlesen, den wir für euch noch einmal aktualisiert haben. Sobald neue Informationen verfügbar sind, werden wir auf dl-nordwest.com natürlich darüber berichten.

Icom präsentierte stolz ihren neuen HF/50 MHz Kurzwellentransceiver IC-7760, mit dem der 60. Jahrestag des Unternehmens gebührend gefeiert werden soll. Zuvor wurde bereits das D-Star Handfunkgerät ID-52 Plus bekannt gegeben, dass ebenfalls in einer Jubiläumsedition erscheinen wird. Alle Details könnt ihr hier nachlesen:

Aber das ist noch nicht alles: Icom hat mit dem IC-2730B außerdem ein reines Dualband VHF/UHF FM analog Mobilfunkgerät präsentiert. Es handelt sich um eine Aktualisierung ihres noch erhältlichen IC-2730E, der im Vergleich zu seinem Vorgänger jetzt aber über ein Farbdisplay verfügt. Hier gibt es ein kurzes Video darüber.

ICOM IC-2730B – Analoger FM Duobander mit Farbdisplay. Quelle: hamlife.jp

Für umgerechnet etwa 315 Euro soll im Dezember diesen Jahres in dem japanischen Online-Shop musen-mall.com, der sich auf den Verkauf von Amateurfunkgeräten, Zubehör und verwandten Produkten spezialisiert hat, zudem eine Armbanduhr erhältlich sein, die aus der Zusammenarbeit mit Icom und dem Uhrenhersteller Seiko resultiert und ebenfalls Icom’s 60-jähriges Jubiläum würdigt.

Seiko Armbanduhr zu Icom’s 60. Jubiläum. Quelle: hamlife.jp

Schon einen Tag vor Eröffnung der Tokio Ham-Fair kursierte die Information von Yaesu’s neuem portablen Kurzwellen bis einschließlich 430 MHz Transceivers durch das Internet. Er trägt die Modellbezeichnung FTX-1F und ist ein würdiger Nachfolger der von 2002 bis 2014 produzierten FT-897D Serie. Er stellt aber wohl auch einen direkten Konkurrenten zu Icom’s IC-705 dar. Er erlaubt das simultane Empfangen von zwei Bändern gleichzeitig und wird außerdem C4FM und APRS mit an Bord haben. Wie beim IC-705 lässt sich auch hier ein Akku direkt ans Gerät anstecken. Zusätzlich können an der Rückseite des Transceivers noch ein automatischer Antennentuner sowie ein Lüfter nachgerüstet werden, die optional erhältlich sind. Alle Details könnt ihr dem Beitrag entnehmen.

Das Gerät soll Anfang 2025 auf den Markt kommen. Der Preis steht aktuell noch nicht fest.

Alinco und Co.

In Deutschland weit weniger Interessant dürften die von der Firma Alinco vorgestellten neuen Produkte sein: Das DR-DPM80, ein digitales simplex Mobilfunkgerät für das 351 MHz-Band und das Air-InCom.Lite kompatible DJ-P422W, ein Handfunkgerät, das sich über Bluetooth mit einem Smartphone koppeln lässt um es als PoC zu verwenden, wenn gerade kein direkter Empfang möglich ist.

Die Firma Azden präsentierte an ihrem Stand Monoband Linearverstärker für 50 MHz (1 kW), 144 MHz (500 W) und 430 MHz (500 W). Alle Endstufen verwenden die LDMOS Verstärkertechnologie sowie Schaltnetzteile, wodurch sie leichter sind (~8 kg) und kompakt in den Abmessungen. Die VHF (AZR-205) und UHF (AZR-705) Version ist hauptsächlich für den internationalen Markt bestimmt und soll vor allem für EME-Enthusiasten interessant sein. Die Preise und die Verfügbarkeit stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

Auch QRP-Freunde kamen auf ihre Kosten: Yukio Kawakami JR0DBK stellte seinen KTR-12 Bausatz für einen portablen 50 MHz 0,5 W AM Transceiver vor. Bei dem Bausatz handelt es sich nicht um einen vollständigen Bausatz der alle Komponenten beinhaltet, so dass diese teilweise selbst beschafft werden müssen. Er richtet sich generell an Funkamateure mit Erfahrung. Weitere Informationen darüber gibt es hier.

Welche dieser Neuheiten weckt euer Interesse am meisten?
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Die Tokio Ham Fair ist eine bedeutende Messe, nicht zuletzt, weil sie in Japan, der Heimat vieler großer und immer noch einflussreicher Hersteller von Amateurfunkgeräten, stattfindet. Diese Hersteller nutzen die Messe als Plattform, um ihre neuesten Entwicklungen erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen – selbst wenn es, wie im Fall von Kenwood, nur ein noch nicht funktionsfähiger Prototyp ist.

Wer bereits persönlich auf der Tokio Ham Fair war, bemerkt schnell, dass die Atmosphäre in der Messehalle sich stark von der auf der Ham Radio in Deutschland oder der Ham Convention in den USA unterscheidet. Die japanische Technikbegeisterung ist unverkennbar und verleiht der Veranstaltung einen einzigartigen Charme.

Welches der kommenden Produkte weckt euer Interesse? Liebäugelt ihr mit einer Anschaffung? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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ICOM IC-7760 – Neuer 200 W HF+50 MHz Transceiver

ICOM hatte ihn bereits angeteasert, den neuen Kurzwellentransceiver. Nun gibt es erste Bilder von der Tokyo Ham-Fair in Japan.

Auf der Hamvention in Xenia Ohio USA 2023 hatte ICOM in einer Vitrine verschiedenen Baugruppen gezeigt. Wir hatten hier darüber berichtet.

Nun wurde das Geheimnis um das Konzeptmodell X60 endlich gelüftet und es handelt sich, wie von vielen unserer Leser bereits richtig vermutet, um einen Kurzwellen-Transceiver. Er trägt die Bezeichnung IC-7760 und trägt damit dem 60. Jahrestag von ICOM auch in der Modellnummer Rechnung.

ICOM IC-7760

Der IC-7760 ist der Nachfolger des IC-7610 und verfügt u.a. über die folgenden Funktionen:

  • Vollständiger Steuerkopf mit separatem HF-Teil für größere Installationsflexibilität
  • Unterstützt den internen Fernbetrieb über ein kabelgebundenes Netzwerk
  • Zwei Displays, 7-Zoll breit und 2,4-Zoll, mit Touchscreen-Bedienung
  • DIGI-SEL und der Vorverstärker können gleichzeitig betrieben werden
  • Fortschrittliches HF-Direktabtastsystem mit FPGA-Verarbeitung
  • 200 W volle Leistung und voller Betrieb
  • DPD (Digital Pre-Distortion) für hervorragende IMD-Eigenschaften und saubere Übertragungssignale
ICOM IC-7760: Bedieneinheit
ICOM RC-7760: Anschlussseite des Bedienteils

Das Bedienteil verfügt über zwei Touchdisplays. Das Kleinere der beiden Displays zeigt dabei die aktuelle Filtereinstellung an.

Wie bei allen ICOM-Geräten der neusten Generation bereits üblich, kann der Transceiver ins heimische Netzwerk eingebunden werden und erlaubt zudem auch die komplette Fernbedienung über das Internet und zwar ohne, dass dazu zu Hause ein PC mitlaufen müsste.

ICOM IC-7760:Anschlussseite des HF-Teils

Zusammen mit der ebenfalls erhältlichen Endstufe IC-PW2 bietet ICOM ein vollständig durchdachtes Ecosystem, wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist.

ICOM IC-7760: Gesamtsystem mit Meinungsverstärker

Alle Details des ICOM IC-7760 könnt ihr der ICOM Produktseite entnehmen.

Screenshot von www.icomjapan.com

Produktinformationen ICOM IC-7760

Der IC-7760 soll schon ab November 2024 an Händler ausgeliefert werden. Den ersten 200 international ausgelieferten Geräten soll zusätzlich eine 60-Jahre Jubiläums Logoplatte beiliegen.

60-Jahre Jubiläum Logoplatte

Was haltet ihr vom IC-7760? Ist es genau das, was Kurzwellen-Fans erwartet haben oder fehlen weitere innovative Funktionen, die ihr bisher vermisst? Schreibt es uns gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert es mit uns in unserer Telegram- und oder WhatsApp-Gruppe.

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