Ältere Funkgeräte unterwegs mit der Powerbank nachladen

Ältere Funkgeräte lassen sich oft nicht direkt per USB laden. In diesem Beitrag zeigen wir, wie es trotzdem funktioniert.

Viele ältere Handfunkgeräte besitzen noch keine USB-Ladebuchse. Für den portablen Betrieb bedeutet das meist: Ersatzakkus mitnehmen. Wer Akkus jedoch auch unterwegs aus einer Powerbank nachladen möchte, braucht eine andere Lösung – vor allem dann, wenn keine Steckdose verfügbar ist.

Neben dem Einsatz von AA/AAA-Leergehäusen gibt es dafür noch eine deutlich flexiblere Möglichkeit.

YAESU VX-3 mit zusätzlichem 3×AA-Batteriegehäuse

Unser Tipp: Einsatz eines intelligenten USB-C-Kabels

Mit einem USB-C-PD-auf-DC-Kabel mit einstellbarer Ausgangsspannung lässt sich eine Powerbank direkt als Stromquelle für Funkgeräte oder passende Ladegeräte nutzen. Das Kabel wird dabei einfach an den USB-C-PD-Port der Powerbank angeschlossen, die gewünschte Spannung eingestellt und anschließend das Gerät verbunden.

Angebotenes USB C-PD Kabel auf der Handelsplatform AliExpress

Der entscheidende Punkt dabei ist USB-C Power Delivery (PD).

Was steckt hinter USB-C Power Delivery (PD)?

Bei herkömmlichem USB stehen immer nur 5 V zur Verfügung. USB-C Power Delivery funktioniert anders:
Quelle (Powerbank) und Verbraucher handeln aktiv aus, welche Spannung und Leistung bereitgestellt werden sollen, z.B. 9 V, 12 V, 15 V oder 20 V.

Das hier eingesetzte Kabel übernimmt genau diese Rolle:
Es fungiert als PD-Trigger-Device, fordert die eingestellte Spannung von der Powerbank an und stellt sie am DC-Ausgang zur Verfügung. Erst dadurch ist es möglich, am Kabelende eine andere Spannung als 5 V zu erhalten.

ICOM ID-31 Plus im portablen Einsatz: Stromversorgung und Laden per Powerbank mit USB-C-auf-DC-Kabel

Voraussetzung ist eine PD-fähige Powerbank mit ausreichender Leistung (typischerweise 60–140 W).

Kabel, Adapter und Anschlussmöglichkeiten

Das hier beschriebene USB-C-auf-DC-Kabel ist u. a. über AliExpress erhältlich.

USB C auf DC PD-Adapterkabel bei AliExpress (Affiliate Link)

Je nach Angebot kann man zwischen verschiedenen Varianten wählen: nur das Kabel mit DC-Hohlstecker oder das Kabel mit zusätzlichen Adaptersteckern.

Set mit unterschiedlichen Adaptersteckern, u.a. Schraubterminals (1)

Ich habe mich dabei bewusst für das Set mit Schraubanschlüssen entschieden, da sich daran sehr einfach Anderson PowerPole-Steckverbinder adaptieren lassen.

Anderson PowerPoles am Schraubterminal-Adapter

Fazit

Ein kleines Kabel übernimmt die Rolle eines intelligenten Spannungswandlers und macht eine Powerbank zur universellen, mobilen Stromquelle.
Für Funkamateure, Outdoor-Einsätze und den Notfunk ist das eine einfache, platzsparende Lösung und ein echtes Upgrade für den Funkrucksack. 📻🔋

Habt ihr weitere praktische Tipps für den Funkbetrieb unterwegs? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Kenwood TM-D750: Bedienungsanleitung und Spezifikationen verfügbar

Eine erste englischsprachige Bedienungsanleitung zum Kenwood TM-D750 ist verfügbar. Wir fassen die wichtigsten Inhalte und Produktfeatures kompakt zusammen.

Nach längerer Pause gibt es endlich wieder Neuigkeiten rund um das neue JVC Kenwood D-Star- und APRS-Mobilgerät TM-D750. Anlass dafür ist die Veröffentlichung erster offizieller Unterlagen, darunter eine Bedienungsanleitung sowie technische Spezifikationen.

Hintergrund ist eine kürzlich erfolgte FCC-Zulassung des Geräts in den USA. Die FCC (Federal Communications Commission) ist die dort zuständige Regulierungsbehörde für Funk- und Telekommunikationstechnik, vergleichbar mit der CE-Kennzeichnung in Europa. Auch wenn diese Zulassung für den Betrieb in Deutschland keine direkte Bedeutung hat, werden im Rahmen dieses Verfahrens häufig umfangreiche technische Dokumente öffentlich zugänglich gemacht.

So finden sich dort neben externen Gerätefotos und Angaben zur Kennzeichnung nun auch erstmals eine englischsprachigen Bedienungsanleitung des TM-D750. Diese erlaubt einen ersten Blick auf die Spezifikationen, den Lieferumfang, die Menüstruktur und die Verwendung von Basisfunktionen des neuen Mobilgeräts, auf die wir im weiteren Verlauf dieses Beitrags näher eingehen.

Modellvarianten und Produktfeatures des TM-D750

Zunächst wird in der Bedienungsanleitung noch einmal klar herausgestellt, worin sich die verschiedenen Modellvarianten unterscheiden. Beim amerikanischen Modell mit der Endbezeichnung A, also dem TM-D750A, handelt es sich um einen Tri-Bander, der zusätzlich auch das 220-MHz-Band unterstützt.
In Europa, Modellbezeichnung TM-D750E, müssen wir uns hingegen auf 144 und 430 MHz beschränken.

Als Produktfeatures nennt die Bedienungsanleitung unter anderem:

  • APRS, auch mit Digipeater-Funktion
  • D-STAR: Gleichzeitiger Empfang von zwei D-STAR-Signalen, Direct Mode, Repeater Monitor sowie Reflector und Repeater Terminal Mode
  • Integrierter GNSS-Empfänger, unterstützt GPS, Galileo und QZSS (Japan)
  • Farb-LCD-Display
  • Gleichzeitiger Empfang von zwei Signalen (V×U, U×V, U×U) + Air-Band
  • Integrierter Lautsprecher im Bedienteil
  • Visual Scan und Wasserfall-Darstellung
  • Sprachverarbeitung mittels DSP
  • Integriertes Bluetooth (5.0, SPP und HSP)
  • Integriertes WLAN (2,4 und 5 GHz)
  • microSD-Speicherkarten-Unterstützung (2 bis max. 32 GB)
  • Akkuladen und Datenübertragung über USB Typ-C
  • 1.000 Speicherkanäle, 1.500 Repeaterlisten und 30 Hotspot-Listen
  • Dreistufig wählbare Sendeleistung (5 / 10 / 50 W)

Dabei fällt unter anderem auf, dass beim Punkt gleichzeitiger Empfang die Option V×V, also der parallele Empfang auf beiden VHF-Bändern, nicht aufgeführt ist.

Ebenfalls interessant ist der Hinweis auf das Akkuladen über USB-C. Dieser dürfte sich weniger auf das Funkgerät selbst beziehen, da das Mobilgerät kaum über einen integrierten Akku verfügen dürfte. Wahrscheinlicher ist, dass sich darüber externe Geräte wie etwa ein Smartphone entweder am Bedienteil und/oder an der HF-Einheit laden lassen.

Lieferumfang

Laut Bedienungsanleitung gehören folgende Komponenten zum Lieferumfang des TM-D750:

  • ein Handsprechmikrofon MC-62 inklusive Halterung
  • ein 12-V-DC-Stromkabel mit jeweils 20-A-Inline-Sicherung in Plus- und Minusleitung sowie Ersatzsicherung
  • das Anschlusskabel für das Bedienteil
  • Montagewinkel für HF-Einheit und Bedienteil inklusive passender Schrauben
  • eine gedruckte Bedienungsanleitung
  • eine Garantiekarte

Alternativ zur mitgelieferten Halterung kann das Bedienteil außerdem auf handelsüblichen Fotostativen montiert werden, was zusätzliche Flexibilität bei der Installation ermöglicht.

Montage auf einem Fotostativ über das 1/4-Zoll-Gewinde an der Unterseite der Bedieneinheit

Audio, Systemfunktionen und Bedienkonzept

Interessant ist auch die Sprachaufbereitung mittels DSP. Ob sich diese ausschließlich auf die eigene Aussendung bezieht oder auch auf das empfangene Signal wirkt, vergleichbar mit dem von Yaesu beworbenen ASP (Audio Signal Processing), muss sich allerdings erst noch zeigen. In der aktuellen Bedienungsanleitung finden sich hierzu bislang keine weiteren Hinweise.

Die Systemzeit des Geräts kann wahlweise automatisch über GPS oder über einen NTP-Server im Internet aktualisiert werden, sofern eine WLAN-Verbindung besteht.

Das Menüsystem präsentiert sich sehr umfangreich, gleichzeitig aber klar strukturiert. Es ist in die Bereiche TX/RX, Memory, Audio, GPS, APRS, Digital (D-STAR), IP Network, SD Card und Configuration unterteilt. Sämtliche Menü- und Untermenüpunkte lassen sich zudem direkt über ihre dreistellige Menünummer aufrufen, sofern diese bekannt ist.

Technische Spezifikationen

Im hinteren Teil der Bedienungsanleitung sind die Spezifikationen des TM-D750E in der üblichen Tabellenform aufgeführt und geben einen kompakten Überblick über die technischen Eckdaten des Geräts.

Weniger erfreulich für Nutzer von iOS-Geräten: Das Funkgerät unterstützt offenbar kein Bluetooth Low Energy (BLE) und ist damit nicht für Steuerungs- oder Konfigurationsaufgaben mit iPhone oder iPad geeignet!

Bei der WLAN-Anbindung zeigt sich das TM-D750 etwas flexibler. Neben 2,4 GHz wird auch das 5-GHz-Band unterstützt. Zum Einsatz kommen jedoch ausschließlich WLAN-5-Standards (802.11 a/b/g/n/ac). WLAN 6 (802.11ax) und WLAN 7 (802.11be), jeweils im 2,4- und 5-GHz-Band, werden nicht unterstützt.

Fazit und Ausblick

Mit der nun verfügbaren Bedienungsanleitung lassen sich erstmals viele Details und Produktfeatures des JVC Kenwood TM-D750 nachvollziehen. Auch wenn noch nicht alle Funktionen abschließend bewertet werden können, bietet die Anleitung bereits einen guten Einblick in Konzept, Ausstattung und Bedienung des neuen D-STAR- und APRS-Mobilgeräts.

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, kann die Bedienungsanleitung über unsere Kenwood TM-D750-Seite im Download-Bereich herunterladen.

Screenshot von dl-nordwest.com

Downloads zum KENWOOD TM-D750E

Sobald eine ausführliche Bedienungsanleitung, ein konkreter Preis sowie ein erstes Lieferdatum für den europäischen Markt bekannt sind, werden wir darüber selbstverständlich weiter berichten.

Wie ist euer erster Eindruck vom TM-D750? Habt ihr in der Bedienungsanleitung weitere Details entdeckt? Schreibt es gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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3D-Druck im Amateurfunk: Selbst konstruiertes 5-V-Netzteilgehäuse

Ein kleines Projekt mit großem Lerneffekt. Dieser Beitrag beschreibt meine Erfahrungen bei der Konstruktion und Umsetzung eines 5-V-Netzteilgehäuses.

Einleitung: Motivation und Ausgangslage

Aus einem früheren Amateurfunkprojekt hatte ich noch einige Komponenten für eine 5-V-Gleichspannungsversorgung eines Raspberry Pi herumliegen: ein 5 V / 25 W Netzteil (RS-25-5 von Mean Well), ein 230 VAC-IEC-Power-Inlet mit Schalter und Sicherung sowie ein Netzfilter.

Damals konstruierte ich daraus einen Moduleinschub, der neben diesen Komponenten auch den Raspberry Pi, eine Modem- und Steuerplatine sowie weitere Anschlüsse für den Aufbau eines MMDVM-Digitalrelais aufnahm. Dieser wird mittlerweile jedoch nicht mehr benötigt. Da der Moduleinschub offen war und damit auch die 230-VAC-Verdrahtung frei zugänglich blieb, entschied ich mich, ein neues Gehäuse zu konstruieren und dieses per 3D-Druck herzustellen.

MMDVM-Moduleinschub aus einem früheren Projekt: Oben links ist das Netzteil zu sehen, rechts daneben der Netzfilter und vorne links das Power-Inlet.

Anforderungen: Kompakt, sicher und alltagstauglich

Das Gehäuse sollte möglichst kompakt sein und alle vorhandenen Komponenten aufnehmen. Zusätzlich waren zwei USB-Typ-A-Buchsen sowie eine Betriebsanzeige vorgesehen.
Ein zentraler Punkt war der vollständige Berührungsschutz: Die komplette Verdrahtung, insbesondere auf der 230-VAC-Seite, sollte vollständig abgedeckt sein.

Konstruktion: Entwurf des Gehäuses

Als CAD-Software verwende ich DesignSpark Mechanical Explorer v6.0.3 in der freien Version. Ich bin kein Mechanikdesigner und habe mir den Umgang mit dem Programm selbst beigebracht.

Konstruiert habe ich ein zweiteiliges Gehäuse, bestehend aus einem Unterteil als Träger für die 230-VAC-Komponenten und einem Deckel, der die USB-Anschlüsse sowie die Power-LED aufnimmt. Der Deckel wird mit M3-Schrauben am Gehäuseunterteil befestigt; die dafür benötigten Einpressmuttern werden in den Deckel eingeschmolzen.

Um eine ausreichende Belüftung des Netzteils sicherzustellen, habe ich mich zudem dafür entschieden, die Lochblechabdeckung des Netzteils an der Außenseite des Gehäuses zu platzieren.

Druck: Vom CAD-Modell zum Bauteil

Nach Abschluss der Konstruktion habe ich beide Gehäusehälften jeweils als STL-Datei exportiert und in den Slicer geladen. Gedruckt wurde auf einem Bambu Lab P1S mit AMS Pro 2, wodurch auch mehrfarbiger Druck möglich ist.

Im Slicer habe ich zusätzlich Beschriftungen direkt in die Druckteile integriert. Da das Netzteil ausschließlich im Innenbereich eingesetzt wird, fiel die Materialwahl auf PLA. Das Gehäuseunterteil wurde in Matt-Schwarz mit orangener Beschriftung gedruckt, das Oberteil in Orange mit matt-schwarzer Beschriftung.

Die Druckzeit inklusive Vorbereitung betrug für das Gehäuseunterteil etwa 1 Stunde 47 Minuten, für das Oberteil knapp 56 Minuten.
Und nein, die erste gedruckte Version hatte noch einige Fehler, zudem war ich mit dem Design nicht ganz zufrieden. Also habe ich eine zweite Version überarbeitet und erneut gedruckt.

Timelapse des Drucks des Gehäuseunterteils
Timelapse des Drucks des Gehäuseoberteils

Verdrahtung: Schritt für Schritt zum fertigen Netzteil

Zunächst habe ich alle Komponenten in das Gehäuseunterteil eingesetzt und verdrahtet. Das Netzteil selbst wird erst ganz zum Schluss vollständig eingeschoben und verschraubt, sodass die Anschlüsse während der Verdrahtung gut zugänglich bleiben.

Anschließend habe ich die Muttern in den Gehäusedeckel eingeschmolzen, die USB-Buchsen montiert und diese entsprechend verdrahtet.

Gehäuseunter- und -oberteil werden zunächst verdrahtet und anschließend miteinander verschraubt.

Inbetriebnahme: Der Moment der Wahrheit

Kein Qualm, alle Sicherungen sind drin geblieben und die Power-LED leuchtete, ein guter Anfang.
Da der Raspberry Pi 5,1 V DC benötigt, habe ich die Ausgangsspannung des Netzteils zunächst mit einem Multimeter exakt auf diesen Wert eingestellt. Danach habe ich nochmals überprüft, ob Plus und Minus korrekt auf die USB-Buchsen gelegt waren.

Erster Test: Die vom Charger Doctor angezeigte Spannung zeigt jedoch nicht den tatsächlich an den USB-Buchsen anliegenden Wert.

Da alles stimmte, konnte ich schließlich einen bzw. bis zu zwei 5-V-Verbraucher anschließen. Um das Netzteil auf dem Tisch vor dem Verrutschen zu sichern, habe ich auf der Unterseite vier Gummifüße aufgeklebt. Fertig!

Mögliche Verbesserungen und Ausblick

Das Gehäuse ist nicht perfekt, erfüllt aber seinen Zweck. Als Optimierung würde ich es etwas breiter auslegen, um der internen Verdrahtung mehr Platz zu geben. Außerdem sollte der Gehäusedeckel an der Front, hinter dem Netzteil, einen zusätzlichen Verschraubungspunkt erhalten, um einen Spalt zwischen Deckel und Unterteil zu vermeiden. Die Beschriftung würde ich für eine bessere Deckung mit zwei Layerhöhen statt nur einer drucken.

Über das Gesamtdesign lässt sich natürlich immer streiten 😉

Im vorliegenden Projekt habe ich die beiden USB-Ports parallelgeschaltet. Funktional ist das ausreichend, sinnvoller wäre jedoch eine getrennte Beschaltung mit jeweils eigener Absicherung, um angeschlossene Verbraucher besser zu entkoppeln.

Soll das Netzteil auch zum Laden von Smartphones oder Tablets genutzt werden, müssen zusätzlich die Datenleitungen der USB-Ports beschaltet werden. Ein Kurzschluss von D+ und D− signalisiert dem Gerät eine zulässige Stromaufnahme von bis zu 1,5 A. Für höhere Ladeströme sind definierte Spannungen an D+ und D− erforderlich, die sich beispielsweise über einen einfachen Widerstands-Spannungsteiler realisieren lassen. Weiterführende Informationen finden sich unter dem Stichwort Apple Signature. Da ich das Netzteil ausschließlich zur Versorgung von Single-Board-Computern wie dem Raspberry Pi einsetze, habe ich diese Erweiterung bislang nicht umgesetzt.

Als mögliche Erweiterung könnte man zusätzlich eine Anzeige zur Darstellung des aktuellen Verbrauchs integrieren.

Fazit: Mehrwert durch 3D-Druck im Amateurfunk

3D-Druck kann das Amateurfunkhobby eindeutig bereichern. Es gibt bereits viele Projekte anderer Funkamateure, die sich kostenlos herunterladen und ausdrucken lassen. Besonders spannend wird es jedoch dann, wenn man eigene Ideen umsetzt und das Ergebnis am Ende tatsächlich in den Händen hält.

Vorderansicht des fertigen 5-V-DC-Netzteils mit den beiden USB-Buchsen und der Betriebsanzeige
Rückseite des fertigen 5-V-DC-Netzteils mit Angabe zu Spannung und Leistung
Rückseite des fertigen 5-V-DC-Netzteils: Sie bietet ausreichend Platz für das eigene Rufzeichen

Seid ihr selbst im Besitz eines 3D-Druckers und habt bereits eigene Konstruktionen umgesetzt? Welche CAD-Software habt ihr dabei verwendet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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MMDVM feiert sein zehntes Jubiläum

Am 14. Januar wurde das MMDVM-Projekt zehn Jahre alt. Sein Initiator Jonathan G4KLX blickt auf die vergangenen Jahre zurück und gibt zugleich einen Ausblick auf den nächsten Meilenstein.

[…] Heute jährt sich die erste Veröffentlichung von MMDVM zum zehnten Mal […]

Im Jahr 2016 habe ich meinen Quellcode von einem privaten GitLab-Repository in ein öffentliches GitHub-Repository verschoben. Dazu gab es eine Ankündigung in den damaligen Yahoo!-Groups, und danach habe ich auf die Bugreports gewartet. Dies ist der entsprechende Commit der MMDVM-Firmware:

commit dd17a47972192a0ff448fb6842b5bef1c783bd34
Author: Jonathan Naylor <naylorjs@yahoo.com>
Date:   Thu Jan 14 18:57:21 2016 +0000
    Initial commit

Die erste Version unterstützte ausschließlich den Arduino Due als Modem-Hardware (Hotspots sollten erst später im Jahr folgen), und der MMDVM Host ließ sich unter Windows und Linux kompilieren und ausführen – was bis heute der Fall ist. Anfangs wurden nur D-Star und DMR unterstützt; System Fusion und P25 Phase 1 kamen später im Jahr 2016 hinzu.

Die D-Star-Implementierung war vergleichsweise unkompliziert, da ich bereits seit 2009 für diesen Modus entwickelte und ihn sehr gut kannte. DMR hingegen stellte eine völlig neue Komplexitätsstufe dar – nicht nur beim Protokolldesign, sondern auch bei den Anforderungen an die zeitliche Synchronisation zwischen Sender und Empfänger. Ich hatte die Abweichung auf etwa 42 Mikrosekunden reduziert, und genau da stellten wir fest, dass der Taktoszillator des Due nicht stabil genug war, um eine saubere Synchronisation zu halten. Gute Oszillatoren für die Einstellung von Funkfrequenzen waren wir gewohnt – dass man sie für den zuverlässigen Betrieb eines Modems im Audiobereich benötigt, war für uns neu.

Im Vergleich dazu waren alle späteren Modi relativ einfach zu implementieren, auch wenn die Dokumentation für reine Amateurfunk-Modi oft lückenhaft war. Ich frage mich bis heute, ob das absichtlich geschah, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen – ja, ich schaue dich an, Yaesu. Einige Firmen drohten mir sogar mit Klagen wegen der Implementierung ihrer On-Air-Protokolle, bis ich darauf hinwies, dass US-Recht im Vereinigten Königreich nicht gilt – ja, auch hier schaue ich dich an, Yaesu.

Die meisten Unternehmen, mit denen ich zu tun hatte, waren sehr offen und hilfsbereit – selbst wenn sie keine öffentliche Aufmerksamkeit wollten. Andere wiederum waren komplett verschlossen gegenüber jeglicher Kontaktaufnahme – ja, Yaesu. Abgesehen von MMDVM bin ich ohnehin ein Icom-Mensch, also tangiert mich das persönlich nicht.

Eine der ungewöhnlichsten Anfragen kam von einer US-Bundesbehörde, die meine P25-Implementierung in ihren Systemen einsetzen wollte. Normalerweise hätte ich so eine Anfrage begrüßt, doch das hätte meine Arbeit in den Bereich „Lebenssicherheit“ eingeordnet – und dieses Maß an Verantwortung und Stress wollte ich nicht. Schließlich ist MMDVM ein hobbybasiertes System. Ich habe mich für das Interesse bedankt und vorgeschlagen, sich für diesen Support-Level an Motorola zu wenden. Ich habe zwar an sicherheitskritischen Embedded-Systemen gearbeitet und kenne die entsprechenden Zuverlässigkeitsanforderungen, aber MMDVM ist bewusst nicht auf diesem Niveau. Ich wollte etwas entwickeln, das in Monaten oder Jahren funktioniert – nicht in Jahrzehnten.

Und nun sind wir hier: zehn Jahre und ein Tag später. MMDVM ist gewachsen, unterstützt deutlich mehr Modi und hat sich in Richtungen entwickelt, die ich nie erwartet hätte – etwa mit POCSAG-Unterstützung. Genaue Zahlen zur Anzahl der im Einsatz befindlichen MMDVM-Systeme gibt es nicht, aber wir sind ziemlich sicher, dass es über 100.000 Systeme sind – als Hotspots oder als Relais.

Aktuell arbeiten wir an neuer Hardware und neuer Software. Die Ergebnisse werden spannend sein, sobald sie reif genug sind. Möglich macht das unter anderem ein ARDC-Grant, der es uns erlaubt hat, interessante neue Chips zu evaluieren und dafür zu entwickeln. Wir hoffen, noch vor dem Wärmetod des Universums etwas ankündigen zu können.

Ich hätte gern eine Liste aller Personen beigefügt, die im Laufe der Jahre zu MMDVM beigetragen haben, aber sie wäre riesig – und ich würde garantiert wichtige Mitwirkende vergessen. Daher kann ich nur sagen: Ihr wisst, wer ihr seid, und ich danke euch allen für eure Unterstützung über all die Jahre. Dass die alten Yahoo!-Group-Beiträge verloren gegangen sind, hilft dabei leider auch nicht.

[…]

Jonathan
G4KLX / W4KLX

Das Team DL-Nordwest gratuliert herzlich zum zehnjährigen Jubiläum und bedankt sich ausdrücklich für die geleistete Arbeit. Ohne MMDVM, die kostengünstigen Hotspots und Pi-Star, die die digitalen Sprachmodi für viele OMs erst zugänglich gemacht haben, wäre auch das Projekt DL-Nordwest heute sicher nicht dort, wo es aktuell steht.

Bereits 2016 begann auch für mich die intensive Beschäftigung mit MMDVM, und zwar im Zuge der Erneuerung der Relaistechnik von DB0OX in Norden (JO33oo). Nachfolgend sind einige Bilder aus den Anfangsjahren zu sehen.

Erste Versuche mit dem Arduino Due und MMDVM-Platine von SP8NTH. Diese wurde später durch ein Modemboard von DL7TJ ersetzt.
Erster Versuchsaufbau, damals noch mit zwei Motorola GM350. Diese wurden später durch einen T7F als Empfänger und Motorola GM1200 als Sender ersetzt.
Aufbau mit finaler Hardware, aber provisorischer Verdrahtung.
Fertiger MMDVM Repeater DB0OX mit Filter im Testbetrieb, kurz vor dem Einbau im Wasserturm im November 2016.

Wie lange nutzt ihr MMDVM bereits, zum Beispiel mit Pi-Star oder WPSD? Habt ihr damit vielleicht sogar ein Relais aufgebaut, und welche Funktionen wünscht ihr euch als Nächstes? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


Hier findet ihr weitere Beiträge zum Thema Digital Voice (DV):

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Terminal Mode mit dem ICOM IC-705

Mit ICOM-Geräten der jüngsten Generation ist die Teilnahme am Funkgeschehen auch ohne HF-Abstrahlung möglich und zwar direkt über das Internet. In seinem Gastbeitrag zeigt Peter DH8BAT am Beispiel des ICOM IC-705, wie das in der Praxis funktioniert.

Wer einen ICOM IC-9700, IC-705, IC-905, ID-4100 oder eines der Handfunkgeräte ID-50 oder ID-52 sein Eigen nennt, hat sicherlich schon gehört oder gelesen, dass sich diese Transceiver als Terminal oder Repeater (Hotspot) für den Einstieg ins D-STAR-Netz nutzen lassen.

Bei den Transceivern mit integriertem Netzwerkinterface, also dem IC-9700 mit LAN sowie dem IC-705 und IC-905 mit WLAN, funktioniert dies direkt am Gerät. Bei dem Handfunkgerät ID-52 Plus kann die Verbindung via Bluetooth erfolgen, während beim ID-50 und ID-4100 eine Anbindung über das Programmierkabel möglich ist. In diesen Fällen werden zusätzlich ein Computer oder Smartphone sowie eine Software wie RS-MS3, Doozy, QnetGateway oder DStarRepeater benötigt.

Peter DH8BAT hat sich mit seinem IC-705 näher mit dem Thema befasst und einen Bericht darüber geschrieben. Wir freuen uns, diesen Gastbeitrag am Beispiel von DL-Nordwest hier veröffentlichen zu können.

Terminal Mode: „Funken über WLAN“ mit dem IC-705  (IC-9700 über LAN)

Bevor ihr gleich anfangt alles zu verstellen, empfehle ich Über die Taste
MENU > SET > SD-Card > Save-Settings

Eure bisherigen Einstellungen zu sichern!

Nun geht es los:

CALL/DR > 1 Sek. drücken

TO drücken, ganz runter scrollen: Direkt Input (RPT) auswählen.
Dann:  /XLX421D  eingeben, mit ENT bestätigen.
(Statt D gehen natürlich auch andere Module von A-Z)

FROM (normalerweise der Einstiegs Repeater) ändert man für den Terminal-Mode folgendermaßen:

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „Terminal Mode“

(Um später mal wieder normal über die Antenne zu funken muss man dann:
„MENUE“ > „DV GW“ > „Normal Mode“ auswählen!)

Vor der erstmaligen Benutzung Bitte folgendes überprüfen bzw. einstellen:

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway (WLAN)

Ich gehe davon aus, das der IC705 bereits mit eurem WLAN zuhause verbunden ist!
Für eine dauernde Nutzung macht es Sinn in Eurem Router das Häkchen zu setzen:
„diesem Gerät immer die selbe IP zuweisen“
Und anschließend eine Portweiterleitung (Port 40000 UDP > IC705) einzurichten.

NUR wenn das nicht möglich ist (Hotel Wlan etc.) schaltet ihr die Option:

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway Setting“ > UDP Hole Punch ON
Ob man mit dieser Funktion dauerhaft standby bleiben kann, oder irgendwann
die Verbindung verliert kann je nach Internet Zugang verschieden sein!

Taste „MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway Setting“ > Gateway Repeater (Server…) > dl-nordwest.com
(Wenn ihr andere Server , zB. DCS001 , connecten wollt, müsst ihr hier die dazugehörige Domain eintragen!)

Taste“MENU“ > „DV GW“ > „internal Gateway Setting“ > „Terminal/AP Call Sign“

Das Gateway Rufzeichen des eigenen Terminals muss immer 8 Zeichen ergeben, also z.B. „DH8BAT T“. Bitte verwendet auch das „T“ in diesem Fall, dann ist erkennbar das ihr im Terminal Modus arbeitet.

Der Gateway Typ muss auf „Global“ stehen

Anmerkung: FT8 mit der Android APP „FT8CN“ (nur bei Github zu bekommen!)
funktionierte auch anschließend mit meinem IC9700 noch 😉

An dieser Stelle schließt Peters Bericht über den Terminal Mode. Vielen Dank für den interessanten Einblick. In einem späteren Beitrag zeigen wir euch das Vorgehen auch an anderen Geräten.

Wer von euch hat den ICOM Terminal Mode bereits getestet? Welche Geräte kommen bei euch zum Einsatz und welche Software verwendet ihr? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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Weihnachtsgrüße 2025

Frohe Weihnachten und einen tollen Start ins Jahr 2026, an alle Digitalen Amateurfunk Enthusiasten

Wir wünschen euch allen eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026. Möge euch die Magie der Weihnachtszeit erfüllen und euch neue Energie für das kommende Jahr geben.

In diesem Jahr haben wir uns bei DL-Nordwest intensiv mit der Datenkommunikation via LoRa, dem neuen Digitalfunkmodus M17 sowie mit Berichten von Amateurfunkveranstaltungen und neuer Funktechnik beschäftigt. Welche Themen interessieren euch besonders, und worüber sollen wir im neuen Jahr berichten?

Vielleicht habt ihr sogar selbst Ideen, die ihr veröffentlichen wollt? Meldet euch gerne bei uns, wir helfen euch gerne dabei, diese Ideen in die Tat umzusetzen.

Viel Spaß und Erfolg bei euren QSOs oder auch DXpeditionen im neuen Jahr! Mögen eure Antennen gut funktionieren und eure Funkgeräte euch treue Dienste leisten.

Vielen Dank für eure Leidenschaft und euer Engagement für den Amateurfunk.

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr!

Was waren eure persönlichen Funk-Highlights in diesem Jahr? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


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26429 zu 8421

Ausgewählte Talkgroups ermöglichen direkte Kommunikation zwischen BrandMeister und DMR+, inklusive offizieller OpenBridgeLinks der Netzbetreiber.

Nein das hat nichts mit Sportergebnissen oder anderen Gewinnzahlen zu tun. Mit diesen beiden Talkgroups, 26429 im Brandmeister Netz und der 8421 im IPSC2 Netz (DMR+) gibt es eine Möglichkeit zwischen diesen beiden Netzen in DL-Nordwest miteinander zu kommunizieren.


Und – Nein, wir sind nicht die einzigen, die das ermöglichen, aber es ist doch eine der relativ seltenen Möglichkeiten wo das möglich ist. Das wurde auch heftig von den Betreibern der Netze diskutiert.


Was viele von euch vielleicht noch gar nicht wussten, es gibt aber auch wirklich direkt von den Netzbereibern geschaffene Möglichkeiten zwischen den beiden Netzen zu kommunizieren.


Den sogenannten OpenBridgeLink: Dieser betrifft die Talkgroups 2620 – 2629 im einzelnen sind das:

  • 2620 Sachsen-Anhalt/Mecklenburg-Vorpommern
  • 2621 Berlin/Brandenburg
  • 2622 Hamburg/Schleswig Holstein
  • 2623 Niedersachsen/Bremen
  • 2624 Nordrhein-Westfalen
  • 2625 Rheinland-Pfalz/Saarland
  • 2626 Hessen
  • 2627 Baden-Würtemberg
  • 2628 Bayern
  • 2629 Sachsen/Thüringen

Diese Vereinbarung wurde schon vor einigen Jahren getroffen (ist also nichts neues) und soll hier nur zur Information dienen.

Also falls ihr einen Funkfreund habt, der jeweils nur einen Zugang in das andere DMR Netz hat, könnt ihr in diesen TG’s ebenfalls ein Treffen vereinbaren.

Habt ihr diese Verbindungen schon einmal genutzt oder getestet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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LinHT Update 11/25 – Open-Source-Handfunkgerät mit Zukunftspotenzial

Das LinHT-Projekt macht große Fortschritte. In diesem Update fassen wir die wichtigsten Neuerungen für euch zusammen.

Seit unserem Beitrag über das LinHT – Open-Source-Handfunkgerät mit Zukunftspotenzial, hat das Entwicklerteam, allen voran Andreas OE3ANC und Vlastimil OK5VAS, weiter intensiv gearbeitet. Die wichtigsten Neuerungen fassen wir euch hier zusammen.

Wer unseren ursprünglichen Beitrag noch nicht gelesen hat, dem empfehlen wir ihn als Einstiegsliteratur, ihr findet ihn hier.

M17 jetzt direkt nutzbar

Das LinHT beherrscht nun M17 out of the box, sowohl auf Empfangs- als auch auf Sendeseite. Anders als bei den ersten Prototypen müssen dafür keine Befehle mehr per SSH-Terminal eingegeben werden.
Einfach einschalten, und nach dem Booten ist man sofort in M17 QRV.

Das M17-Entwicklerteam weist jedoch darauf hin, dass insbesondere im Empfangszweig weiterhin Optimierungspotenzial besteht. Bereits in Arbeit ist die Hardware-Revision B, die unter anderem einen variablen HF-Abschwächer vor dem verwendeten SX1255 vorsieht, um diesen besser vor Übersteuerung zu schützen.

Wer tiefer in die Technik einsteigen möchte, findet alle Details in den aktuellen Blogbeiträgen der M17 Foundation. Ein Demo-Video soll dort ebenfalls in Kürze verfügbar sein. Die Beiträge findet ihr hier und hier.

M17-Protokoll aktualisiert

Auch am Protokoll selbst wurde gearbeitet. Die neue Version 3.0.0 (draft) bringt strukturelle Änderungen mit sich:

  • Das TYPE-Feld wurde vollständig neu organisiert, inklusive der Entfernung des Packet/Stream-Bits.
  • Textnachrichten werden nun anders über das META-Feld übertragen, und Padding-Bytes sind auf 0x00 gesetzt.
  • Zusätzlich wurde ein neuer Pakettyp für TLE-Daten ergänzt.

Weitere Details findet ihr hier.

Wir halten euch bei DL-Nordwest selbstverständlich über alle weiteren Entwicklungen rund um M17 und das LinHT auf dem Laufenden.

Was haltet ihr von den aktuellen Fortschritten beim LinHT? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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MeshCore: Wenn dein LoRa-Netz mitdenkt

MeshCore erweitert das Konzept von Meshtastic um intelligentes Routing und hohe Effizienz. Wir haben uns das Projekt für euch genauer angeschaut.

Einführung: Was ist MeshCore

Im Kern verfolgt MeshCore dieselben Ziele wie das bekannte Meshtastic-Projekt: eine offene, quellbasierte und verschlüsselte (AES‑256‑GCM oder ChaCha20‑Poly1305) Kommunikationsplattform, die auf LoRa-Technologie basiert und vollständig unabhängig von Internet, Mobilfunk und WLAN funktioniert.

Zum Einsatz kommen dabei kostengünstige LoRa-Geräte, die vielfach bereits im Umfeld von Meshtastic oder MeshCom verwendet werden. Wer also schon Hardware für diese Systeme besitzt, hat gute Chancen, dass sie auch kompatibel mit MeshCore ist.

MeshCore unterstützt eine ganze Reihe von LoRa-Hardware wie z.B. das LilyGo LoRa32 V2.1

Unterschiede zu Meshtastic

Während bei Meshtastic alle Nodes in festen Abständen Broadcast-Nachrichten aussenden, um ihre Existenz im Netzwerk zu signalisieren, geht MeshCore einen effizienteren Weg: Hier muss der Nutzer seine Node aktiv durch das Senden einer „Advert“ im Netzwerk bekannt machen. Das mag zunächst nach einem zusätzlichen Schritt klingen, bringt aber gerade in großen Mesh-Netzwerken erhebliche Vorteile: Die verfügbare On-Air-Zeit wird nicht durch ständige Broadcasts belegt, sondern gezielt für tatsächliche Nachrichtenübertragung genutzt.

Statt nur die LoRa-Funkschnittstelle für die Nachrichtenweiterleitung zu verwenden unterstützt MeshCore gleich mehrere Transportarten: Darunter LoRa, Bluetooth (BLE), Wi‑Fi, serielle Verbindungen und UDP, und bietet damit eine deutlich größere Auswahl an kompatiblen Geräten. Dadurch kann das System flexibel auf unterschiedliche Einsatzszenarien zugeschnitten werden.

Der wohl entscheidendste Unterschied liegt jedoch im Routing-Verhalten:
MeshCore merkt sich den effizientesten Übertragungsweg zwischen zwei Stationen und nutzt diesen für alle weiteren Nachrichten.

Ein Beispiel:

Wenn Bernd DK5BS eine Nachricht an Stephan DG1BGS sendet, wird sie zunächst per Flood Routing ausgesendet. Jede Station (Repeater oder Nodes mit aktivierter Routing-Funktion), die Bernd erreichen kann, wiederholt die Nachricht, bis Stephans Node erreicht ist. Dieser erste Austausch erzeugt zwar kurzzeitig viel Funkverkehr, hat aber einen entscheidenden Lerneffekt: Alle beteiligten Repeater speichern, über welchen Pfad die Nachricht am effizientesten übertragen wurde und geben die Information der effizientesten Route an Stephans Node weiter.

Wenn Stephan anschließend antwortet, nutzt seine Nachricht diesen optimierten Rückweg. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Kommunikation zwischen beiden direkt über den kürzesten Pfad, was das Mesh-Netz deutlich entlastet und die Übertragung deutlich zuverlässiger macht.

Verändert sich das Netzwerk, etwa, weil eine Node ausfällt oder sich die Topologie ändert, reagiert MeshCore automatisch:
Wird eine Nachricht dreimal erfolglos über den gespeicherten Pfad gesendet, wechselt das System wieder in den Flood-Modus, um einen neuen, funktionierenden Pfad zu ermitteln. So bleibt das Netzwerk auch bei wechselnden Bedingungen zuverlässig verbunden.

Das MeshCore-Netzwerk merkt sich den optimalen Pfad zwischen Teilnehmern

Ein zusätzliches Feature ist die Möglichkeit, bekannte direkte Pfade manuell in der App zu hinterlegen. So kann gezielt festgelegt werden, über welchen Weg Nachrichten zwischen bestimmten Nodes laufen sollen. Das ist vor allem in stationären Setups nützlich.

Was man braucht, um an MeshCore teilzunehmen

Wie bei Meshtastic oder MeshCom startet auch die Nutzung von MeshCore mit der passenden Hardware: Zunächst benötigt ihr ein kompatibles LoRa-Gerät.

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Weiteres Zubehör:

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Resonanzhohlraumfilter für 868 MHz bei Aliexpress (Affiliate Link)

Auf dieses wird anschließend die MeshCore-Firmware geflasht. Über die offizielle Flash-Oberfläche unter https://flasher.meshcore.co.uk (kompatiblen Browser wie Chrome verwenden) lässt sich dies schnell und unkompliziert durchführen.

Screenshot von flasher.meshcore.co.uk

MeshCore Web-Flasher

Rollen der Nodes

Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Mesh-Systemen wie Meshtastic oder MeshCom besteht darin, dass man sich bereits vor dem Flashen überlegen sollte, welche Rolle die Node übernehmen soll.

Derzeit stehen vier Typen zur Verfügung:

  • Companion Bluetooth: Verbindung über Bluetooth, typischerweise für mobile Geräte gedacht.
  • Companion USB: Ähnlich wie Bluetooth, jedoch über eine direkte USB-Verbindung, z. B. für PC-Anwendungen.
  • Repeater: Klassische Weiterleitungs-Node, die Nachrichten zwischen anderen Stationen überträgt.
  • Room Server: Vergleichbar mit einem kleinen Bulletin Board System (BBS), auf dem Nutzer Nachrichten hinterlegen und die Mitteilungen anderer lesen können.

Diese klare Rollenverteilung macht MeshCore besonders strukturiert und ermöglicht gezielte Netzwerkkonfigurationen – vom einfachen Zwei-Node-Setup bis hin zu großflächigen, mehrstufigen Mesh-Netzen.

Nachdem man die passende Rolle gewählt hat, verbindet man sich mit der MeshCore-App (verfügbar für Android und iOS) via Bluetooth mit der frisch geflashten Node. Und schon seid ihr Teil des MeshCore-Netzwerks.

Fazit

MeshCore bietet eine offene, verschlüsselte Kommunikationsplattform über LoRa, die unabhängig von Internet, Mobilfunk oder WLAN funktioniert. Durch intelligentes Routing werden Nachrichten effizient im Netzwerk verteilt, was insbesondere in großen Mesh-Strukturen Vorteile bringt. Wer bereits Meshtastic kennt, findet bei MeshCore zusätzliche Flexibilität und optimierte Netzwerkpfade.

Statt wie Meshtastic auf die Optimierung für sich schnell ändernde, dynamische Netzwerke zu setzen, fokussiert sich MeshCore auf geplante oder semi-statische Netzwerke und ist damit ideal für stationäre Installationen, Community-Netze oder größere Mesh-Infrastrukturen, bei denen Stabilität und effiziente Pfadnutzung im Vordergrund stehen.

Auch in DL-Nordwest befasst man sich bereits mit MeshCore. Derzeit laufen Überlegungen, parallel zu dem bereits auf 433 MHz Amateurfunk-Meshtastic-Netz ein MeshCore-Netz auf 868 MHz aufzubauen, das dann auch der Bevölkerung zugutekommen könnte.

Weitere Informationen zu MeshCore findet ihr auf den folgenden Webseiten:

Screenshot von meshcore.co.uk

Offizielle MeshCore Webseite

Screenshot von meshcorenetz.de

MeshCoreNetz.de – Kommunikation ohne Netz

Seid ihr bereits in einem Mesh-Netzwerk aktiv? Und habt ihr vielleicht sogar MeshCore schon einmal getestet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Stephan 9V1LH/(9M2/)DG1BGS


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Wer funkt wo? DMR-Aktivität live auf der Karte

In diesem Beitrag stellen wir euch DMRmap von KY4HAM genauer vor.

Wir versuchen ja immer, für euch neue Sachen im Bereich Digitalfunk zu finden. Dieses Mal sind wir auf eine sehr interessante Webseite gestoßen. Die Seite wurde von Bobby Lindsey KY4HAM programmiert und zeigt aktuell die DMR-Aktivitäten von BrandMeister und TGIF an.

Aufruf und Bedienung

Ihr öffnet ein Fenster in einem Browser eurer Wahl und gebt folgende Adresse ein: https://dmrmap.app

Screenshot von dmrmap.app

DMRmap.app by KY4HAM

Im oberen Bereich findet ihr die Settings, also die Einstellungen, mit denen ihr festlegen könnt, welches Netz ihr beobachten wollt, welche Talkgroup und welche Karte ihr benutzen möchtet. Außerdem könnt ihr dort das Erscheinungsbild der Seite anpassen – zum Beispiel zwischen dunklem und hellem Modus wählen oder eine Farbkombination im Stil bekannter Seiten wie Pi-Star, WPSD oder BrandMeister verwenden.

Im mittleren Bereich wird das aktuelle Nutzerverhalten angezeigt. Auf der zoombaren Karte könnt ihr sehen, wo sich euer Gesprächspartner befindet – derzeit allerdings nur der gemeldete Standort, nicht die GPS-Position.

Wer zuletzt spricht oder gesprochen hat, wird mit Off / On Air, Rufzeichen, Vorname, DMR-ID, Talkgroup, Uhrzeit, lokaler Uhrzeit und dem gemeldeten Standort angezeigt. Darunter befindet sich die Karte, auf der im Verlauf eurer Nutzung alle Stationen angezeigt werden.

Wenn ihr auf eines der Fähnchen klickt, wird euch noch einmal das Rufzeichen der Station angezeigt.

Im unteren Teil der Seite findet ihr das Ganze noch einmal als Liste mit einer Verknüpfung zu QRZ.com. Wenn ihr auf die Flagge klickt, öffnet sich eine Verknüpfung zu Wikipedia, und wenn ihr auf den Standort klickt, wird eine separate Karte geöffnet, die den ausgewählten Nutzer anzeigt.

Darunter gibt es noch weitere Verknüpfungen, zum Beispiel zu Hoseline, eine Auflistung der Netzbereiche und eine Hilfeseite zur Bedienung.

Fazit

Eine sehr gelungene Seite, die es uns endlich ermöglicht, sofort zu sehen, wo sich unser Gesprächspartner – oder zumindest derjenige, den wir gerade hören – befindet. Durch die direkte Verknüpfung zu Hoseline benötigen wir nicht einmal mehr ein Funkgerät, um ein wenig mitzulauschen. Ganz sicher also auch eine tolle Seite für alle, die gar kein DMR betreiben, aber mal sehen möchten, was wo los ist.

Tipp: Wenn ihr die TG 26429 auswählt, dann seht ihr natürlich auch immer was gerade auf DL-Nordwest los ist.

Probiert die DMRmap doch selbst einmal aus und entdeckt live, wer gerade funkt! Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Team DL-Nordwest, Bernd DK5BS


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