Antennentestwochenende Delmenhorst 2026

Funkamateure verwandelten die „Große Höhe“ in Delmenhorst in ein Antennenmeer. Ein Gastbeitrag von Hans-Gerd Bruns, DL9HG.

GANDERKESEE / DELMENHORST. Wer am Wochenende das Übungsgelände der Bundeswehr „Große Höhe“ passierte, traute seinen Augen kaum: Wo sonst Soldaten trainieren, ragte ein regelrechter Wald aus Aluminiumrohren, Teleskopmasten und langen Drahtantennen in den Himmel.

Foto: DL9HG

Der Ortsverband Delmenhorst (I18) des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) hatte zu seinem traditionellen Antennentest-Wochenende eingeladen. Rund 100 Funkamateure und Funkinteressierte aus dem gesamten norddeutschen Raum waren der Einladung gefolgt.

Foto: DL9HG
Foto: DL9HG

Mit Wohnmobilen, Wohnwagen und Zelten reisten die Teilnehmer an, um teils spektakuläre Eigenbauantennen in die Luft zu bringen. Von filigranen Richtantennen und Parabolantennen für den Satellitenfunk bis hin zu gewaltigen Drahtschleifen für die Kurzwelle war alles vertreten. Mithilfe hochpräziser Messgeräte analysierten die Funkamateure den Wirkungsgrad ihrer Konstruktionen, um das Maximum aus den elektromagnetischen Wellen herauszuholen.

Foto: DL1LOL

Auch einige jüngere Absolventen des Amateurfunkkurses, der im vergangenen Jahr im Auecamp in Wildeshausen stattfand, funkten bereits souverän mit Gleichgesinnten.

Foto: DL9HG

Erstmalig waren die Johanniter mit ihrem eindrucksvollen Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeug vertreten.

Foto: DL1LOL

Neben dem praktischen Funkbetrieb stand am Samstagabend ein besonderes Highlight auf dem Programm: ein Fachvortrag von Prof. Dr. Michael Hartje von der Hochschule Bremen zum Thema „Anpassung von Antennen an die Zuleitung“. Dabei ging er auch auf Messergebnisse ein, die er zuvor auf der „Großen Höhe“ gesammelt hatte.

Foto: DL9HG
Foto: DL1LOL

Ein solches Event verlangte den Organisatoren auch logistisch einiges ab. Das Orga-Team rund um den Ortsverband musste im Vorfeld Genehmigungen und Schlüssel für das Gelände organisieren, eine autarke Stromversorgung mittels Generator aufbauen, Dixi-Toiletten beschaffen sowie Zelte und die komplette Verpflegung für ein ganzes Wochenende bereitstellen. Dank eines eingespielten Teams funktionierte die Versorgung reibungslos. Zwischen gegrillten Steaks, Kaffeetafel und Fachsimpeleien im großen Gemeinschaftszelt kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

Foto: DL1LOL

Am Sonntag bauten die Funkamateure ihre mobilen Stationen schließlich wieder ab – im Gepäck jede Menge neue Messdaten, erfolgreiche Weitverbindungen rund um den Globus und die Gewissheit, dass die Faszination für die Technik auch im digitalen Zeitalter ungebrochen ist. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist bereits fest eingeplant.

Auch Bernd DK5BS vom Team DL-Nordwest, war am Samstag vor Ort und durfte mit vielen von euch interessante Gespräche rund um unser gemeinsames Hobby führen. Wir bedanken uns bei Hans-Gerd Bruns, DL9HG, herzlich für die Überlassung dieses Gastbeitrags und die Eindrücke von einem gelungenen Wochenende auf der „Großen Höhe“.

Ihr möchtet selbst einmal an einem Amateurfunk-Event teilnehmen? In unserem Veranstaltungskalender findet ihr diesen und viele weitere Termine aus der Amateurfunk-Szene. Schaut einfach auf unserer Webseite unter Termine vorbei.

Seid ihr auch vor Ort gewesen oder plant es euch ggf. schon für das kommende Jahr ein? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare unter diesem Beitrag oder diskutiert sie mit uns in unserer Telegram- oder WhatsApp-Gruppe.

Euer Team DL-Nordwest


Möchtest du das DL-Nordwest Projekt unterstützen? Dann freuen wir uns über deinen Gastbeitrag, das Teilen unserer Inhalte oder eine (kleine) Spende 🤑 Vielen Dank für deine Unterstützung! 😘

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

sechs + fünf =